Telebasel fragt – die TagesWoche antwortet

Nach verschiedenen anderen Medien stellt nun auch die Telebasel-Sendung «Report» die immergleichen Fragen. Diese beantworten wir gerne. Liebe Leserinnen und Leser. Es mag Ihnen vielleicht ein wenig ungewöhnlich erscheinen, die Antworten auf eine Medienanfrage lesen zu können, bevor das entsprechende Medium seinen Bericht publiziert hat. Aber ungewöhnliche Situationen erfordern bekanntlich ungewöhnliche Massnahmen. Da sich in […]

Nach verschiedenen anderen Medien stellt nun auch die Telebasel-Sendung «Report» die immergleichen Fragen. Diese beantworten wir gerne.

Liebe Leserinnen und Leser. Es mag Ihnen vielleicht ein wenig ungewöhnlich erscheinen, die Antworten auf eine Medienanfrage lesen zu können, bevor das entsprechende Medium seinen Bericht publiziert hat. Aber ungewöhnliche Situationen erfordern bekanntlich ungewöhnliche Massnahmen.

Da sich in der Vergangenheit verschiedene Journalisten darauf beschränkten, unsere Antworten in ihren Berichten über uns nur selektiv wiederzugeben, publizieren wir unsere Antworten gleich in voller Länge vorab.

Beim Fragesteller handelt es sich um Christian Keller, Leiter des Telebasel-Magazins «Report». Seinen Bericht über die TagesWoche können Sie gemäss seinen Angaben am kommenden Mittwoch, 5. Februar, erstmals um 18.15 Uhr auf Telebasel sehen.

Fragen Christian Keller:

– Gemäss Dokumenten, die uns vorliegen, besteht die Hälfte der als verkaufte Abos ausgewiesenen Exemplare aus Gratismustern, die wöchentlich an den Flughafen Basel (3’250 Ex.) und Flughafen Zürich (8’250 Ex.) verschickt werden. Können Sie diesen Sachverhalt bestätigen? Weshalb senden Sie einen solch hohen Auflageanteil an zwei Flughäfen und deklarieren diese als verkaufte Abos?

– Können Sie bestätigen, dass während der Wemf-Beglaubigung zusätzlich 1’800 Exemplare an den Flughafen Zürich geschickt wurden, um bei der Publikation der WEMF-Daten gegenüber den Mitkonkurrenten eine höhere verkaufte Auflage auszuweisen?

– Werbevertreter und Medienrechtsexperten werfen der Tageswoche vor, unlauteren Wettbewerb zu betreiben und den Anzeigenkunden zu täuschen. Was sagen Sie dazu?

– Haben Sie Ihre Anzeigenkunden darauf aufmerksam gemacht, dass jedes dritte gedruckte Exemplar als Gratismuster im Flughafen Zürich aufliegt? – Ist es richtig, dass im Dez. 2013 die Zahl tatsächlich zahlender Abonnenten bei 8’200 lag? Wie viele Abonnements wurden im letzten halben Jahr gekündigt?

– Gemäss WEMF sind Gegengeschäfte, wie sie mit dem Flughafen BS und Zürich betrieben werden, WEMF-konform. Medienrechtsexperten sowie der Verband der Schweizerischen Werbeauftraggeber (SWA) werfen der Tageswoche dennoch vor, gegen Treu und Glauben zu verstossen. Das WEMF-Reglement sei für 4’000 Presseerzeugnisse geschaffen worden und gehe von gesundem Menschenverstand aus. Was sagen Sie dazu?

Antworten TagesWoche:

Die TagesWoche ist bestrebt, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Dazu gehören Massnahmen wie Telefonmarketing, Grossauflagen, Sonderauflagen zu bestimmten Anlässen und auch die Lieferung von Zeitungen an Restaurants, Arztpraxen und andere Wartezonen wie Flughäfen, was übrigens auch bei anderen Basler und Zürcher Medienhäusern Usanz ist. Wie Sie richtig feststellen, erfolgen alle diese Massnahmen in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Beglaubigung der AG für Werbemedienforschung (WEMF).

Die Grossauflage der TagesWoche wird zusätzlich zur Normalauflage in rund 50’000 Haushalte der Region verteilt. Die abonnierte Auflage (inkl. aller Promoaktionen) beträgt 22’639 Exemplare. Die Gratisauflage liegt bei 1’255 Exemplaren. Im Einzelverkauf sind es 1’945 Exemplaren. Alle Zahlen sind bei der WEMF abrufbar: nextlevel.ch (Kostenloser Zugang verwenden / per drag & drop können die Titel vom „Finder“ auf die weisse Fläche gezogen werden).

Die Zahl der an die Flughäfen gelieferten Exemplare orientiert sich am jeweiligen Bedarf, den der für die Bereitstellung an den Flughäfen zuständige Customer Ground Service CGS in enger Absprache mit der TagesWoche bestellt. Die Schwankungen erklären sich zum einen durch den Bedarf der Flughäfen, zum anderen durch alternative Marketingaktivitäten der TagesWoche (Restaurants, Arztpraxen, Telefonmarketing, Messen etc.). Die Schwankungen können nach oben wie auch nach unten gehen.

Eine temporäre Erhöhung der Flughafenauflage für den Zeitraum der WEMF-Beglaubigung oder gar zur Optimierung der WEMF-Zahlen hat nicht stattgefunden. Da die WEMF die Auflage über zwölf Monate erhebt, haben die Schwankungen nur einen marginalen Einfluss.

Von den von Christian Keller zitierten Vorwürfen von Seiten von Werbevertretern und Medienrechtsexperten ist uns nichts bekannt. Gemäss unserer Erfahrung sind die Werbetreibenden an einer möglichst grossen Verbreitung interessiert. Wir hören von unserem Publikum, dass die TagesWoche, wo immer sie verteilt wird, gerne gelesen wird.

Fragen Christian Keller:

In den ersten zehn Wochen nach Lancierung der Tageswoche wurde die persönliche Kontonummer (IBAN-Nummer) von Geschäftsführer Tobias Faust auf der Website der Tageswoche als Kontonummer der „Neuen Medien Basel AG“ ausgewiesen (siehe Screenshot im Anhang).

Folgende Fragen dazu:

– Weshalb diese Vermischung von persönlichen und geschäftlichen Konti?


– Wusste der Verwaltungsrat davon? Wenn nein: Weshalb nicht?


- Welche Schritte wurden nach Bekanntwerden dieser Vermischung unternommen?


- Flossen Gelder von Inserenten oder auch Privatpersonen, die für die Tageswoche spendeten (diese Möglichkeit besteht ja noch immer) auf das Konto von Tobias Faust?

– Wurden diese Gelder zurückbezahlt?


- Ist es richtig, dass noch immer Inserentenbeträge auf das private Kt. von Tobias Faust überwiesen werden?

Antworten TagesWoche:

In der Tat kam es in den hektischen Anfangszeiten der TagesWoche zu diesem ärgerlichen Fehler. Ursache war eine simple Verwechslung zweier Postfinance-Karten, was dazu führte, dass die falsche IBAN-Nummer in der Rubrik «Impressum» publiziert wurde. Dass es sich um ein Versehen handelte, erkennen Sie daran, dass die IBAN-Nummer und die angegebene Postkontonummer nicht übereinstimmen. Dem Verwaltungsrat ist der Vorfall bekannt.

Der Fehler wurde innert weniger Tage bemerkt und korrigiert. Obwohl unser Inkassosystem immer die richtige IBAN-Nummer verwendete, kam es zu einzelnen fehlgeleiteten Zahlungen. Diese wurden umgehend auf das richtige Konto weitergeleitet.

Frage Christian Keller:


Im September 2013 beklagte sich die Redaktion über eine Reihe von Konfliktkündigungen, Intransparenz bei der Geschäftsführung und äusserte generell ihren Unmut zur Situation bei der Tageswoche. Welche Gespräche wurden in der Zwischenzeit geführt resp. welche Massnahmen unternommen, um die Stimmung innerhalb der Tageswoche zu verbessern?

Antwort TagesWoche:

Wie bei jedem Start-up kam auch bei der TagesWoche die Phase, wo nach einem erfolgreichen Start das Erreichte mit den ursprünglichen Zielen abgeglichen wurde. Dabei wurde ein Korrekturbedarf festgestellt, der auch personelle Veränderungen nach sich zog. Das führte zu Missmut und Verwerfungen. Auch wurde ein Kommunikationsdefizit zwischen der Redaktion und den übergeordneten Gremien konstatiert. In der Zwischenzeit haben der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung viele Gespräche geführt und gewährleisten so einen intensiven Informationsaustausch.

Frage Christian Keller:

Ist es richtig, dass Michael Theurillat seinen Rücktritt aus der Geschäftsleitung bekanntgegeben hat? Was ist der Grund für seinen Rücktritt?

Antwort TagesWoche:

Michael Theurillats Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Bewältigung der strategischen Neuausrichtung war immer als ein zeitlich befristetes Engagement geplant. Es endete per 31. Dezember 2013. Michael Theurillat ist weiterhin Mitglied des Verwaltungsrates der Neue Medien Basel AG.

Frage Christian Keller:

Ist es richtig, dass Nicolas Rhyner aus dem Verlegerausschuss und aus der Stiftung für Medienvielfalt zurücktritt? Aus welchem Grund?

Antwort TagesWoche:

Nein. [Korrekter Nachname: Ryhiner]

Frage Christian Keller:

Ist es richtig, dass Urs Buess seit Oktober 2013 krankgeschrieben ist?

Antwort TagesWoche:

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geben wir zu dieser Frage keine Antwort.

Frage Christian Keller:

Ist die Finanzierung der Tageswoche bis Ende 2014 sichergestellt?

Antwort TagesWoche:

Ja.

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Der Fragenkatalog von Christian Keller wurde unverändert und in voller Länge übernommen.

Konversation

  1. Um mit „Hochhut“ respektive „Holzapfel“ zu beginnen:
    Ich kann den Vorgang nicht beurteilen. Immerhin könnte ich mir erklären, wie es kam, dass Hochhut/Holzapfel – Beiträge verschwunden sind: Kommentare sind hier abhängig davon, dass man Community-Miglied wird. Möglich – Betonung: MÖGLICH – ist, dass dann, wenn man sich aus der Community zurückzieht, die Spur, die man als solches hinterlassen hat, automatisch verschwindet (gelöscht wird).

    Möglich ist auch, dass durch Hochhut/Holzapfel, in deren (oder dessen) zahlreichen Kommentaren mit persönlichen Angriffen und Unterstellungen gegenüber Privatpersonen nicht gerade gespart wurde, Probleme für die TaWo-Redaktion entstanden sein könnten.
    Es gibt diesbezüglich ja auch noch den einen oder anderen Lieferanten von Kommentaren, der heute fehlt. Deren Kommentare waren immer (was jene von Hochhut/Holzapfel nicht immer waren) voller verdrehter und verleumderischer Attacken. Das kann vorkommen.

    Etwas weiter gefasst:
    Es gibt sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland strafrechtliche Normen, welche eine Redaktion zu befolgen hat, will sie nicht in gerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt oder in strafrechtliche Untersuchungen hineingezogen werden. Unter Umständen muss eine Redaktion im Interesse von Transparenz und Meinungsfreiheit, im Interesse von öffentlichen Kontrollmöglichkeiten gegenüber mächtigen Institutionen oder Personen solcherlei in Kauf nehmen. Wenn auf von ihr in gesetzlich geregelter Hinsicht zu verantwortende nichtredaktionelle Kommentare in einem online-Bereich strafrechtliche Folgen haben könnten, etwa wegen Verleumdung, etwa wegen Hetze usw., muss eine Redaktion abwägen, was ihr wichtig ist.
    Deshalb haben alle mir bekannten online-Foren so genannte Netiquette-Regeln.

    Meiner Ansicht nach vermischen sie diesbezüglich sowieso zwei grundsätzlich verschiedene Dinge:

    Die TaWo bietet online einen Kommentarraum an. Dieser Kommentarraum ist aber nicht unbegrenzt zugänglich oder gestaltbar, weil nicht „die Öffentlichkeit“, nicht „jedermann“, sondern die TaWo als Eigentümerin für den Raum verantwortlich ist. Wenn die TaWo diesen Raum mit falschen oder interpretationswürdigen Auflage- oder Verkaufszahlen finanzieren will: Das wäre mindestens fragwürdig. Ob die Evaluierungsmethoden der Werbewirtschaft allerdings solcherlei Geschäftstätigkeit zulassen oder nicht, bedeutet: Da ist nicht nur das TaWo-Auflage- und Verkaufszahlensystem zu beurteilen, sondern das gesamte Evaluationsverfahren insgesamt.
    Für die TaWo gilt meiner Ansicht nach:
    Kritik an solcherlei gegenüber der TaWo ist im Interesse der Glaubwürdigkeit der TaWo wichtig.

    Etwas anderes ist, was die TaWo in diesem Kommentarraum zulässt und was nicht. Da ist sie schlicht und einfach ein privates Unternehmen. „Meinungsfreiheit“ schliesst auch ein, dass die TaWo-Redaktion sich eine Meinung zu bestimmten Kommentaren auf ihrem Raum bildet und danach handelt.

    Das Bildbearbeiten – übrigens nicht nur unter Stalin, sondern auch vielerorts westlich von Osteuropa – ist mir seit Jahrzehnten bekannt (Ich habe – beispielsweise – 1974 an der damals existierenden Université Paris Vincennes einen Kurs besucht, den Pasolini über Bildbearbeitungen in den Wochenschauen des italienischen Faschismus hielt. Manipulationen sind mir hundert- ja tausendfach bekannt. Im übrigen: Mit Bildausschnitten wird alltäglich Nachrichtenpolitik betrieben – und werden interessante Filme produziert. Beispielsweise auf ARTE vier Folgen „Secret State“, deren Betrachtung ich Ihnen im Zusammenhang mit „Bildmanipulation“empfehlen kann: http://www.arte.tv/guide/de/048911-001/secret-state-1-4?autoplay=1).
    Ihre Ausführungen http://www.arte.tv/guide/de/048911-001/secret-state-1-4?autoplay=1,)

    Ihre Ausführungen über „Manipulationen“, bezogen auf die TaWo≈ sind mir einfach eine Nummer zu groß, mit Verlaub.

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  2. Angenommen, Sie sind Vegetarier, trinken keinen Alkohol und lieben Hunde, dann kann ein frecher Spassvogel natürlich sagen:
    – „Genau wie der Führer!“

    Sehr witzig oder?
    Oder ist das einfach nur total daneben?
    Leider ist es aber auch dann wahr!
    (Der grosse Gerhard Polt hat das irgendwo in eine Nummer eingebaut)

    Hier bei der TaWo würde man so einen frechen und dennoch 100% zutreffenden Kommentar vermutlich aber löschen …
    Bis die das tun vergleiche ich aber weiterhin die TaWo-Entwicklung vom Kollektiv hin zur Junta mit „Animal Farm“, das Löschen von alten Einträgen mit Stalinistischer Geschichtsklitterung und das Fälschen von Abonnentenzahlen mit ….
    Ja, da muss ich mir noch was Lustiges überlegen…

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  3. Hoffentlich haben jetzt bald alle ihren Frust abgeladen.

    Diese Panne oder was auch immer zum Anlass zu nehmen um grad der TAWO das Ende zu wünschen oder mindestens vorauszusagen ist schon bedenklich
    Hoffentlich seid ihr auch so streng bei euren eigenen Angelgenheiten.
    Bevor ihr jetzt auf mich reinhaut, ich finde das auch daneben aber es ist nicht der Weltuntergang.

    Obwohl ich der Meinung bin das meine Beiträge keine Gesetze verletzen wird keiner meiner Beiträge mehr in der Baz veröffentlicht. Obwohl es sicher auch einigen andern so geht wird kaum ein Aufstand gemacht wie hier

    In der Tawo könnt ihr dreinhauen da alles sofort online ist und kaum zensuriert wird, in der Baz gibt es diese Möglichkeit gar nicht, da wird nur veröffentlicht was Herr Somm oder wem auch immer in den Kram passt.

    Liebe TAWO, ihr habt schon etwas Scheisse gebaut, ich bin mir aber sicher ihr habt eure Lektion gelernt,
    Steht wieder auf und macht weiter, ich werde auf jeden Fall mein Abo deswegen nicht kündigen.

    Es wäre vielleicht noch interessnt zu wissen ob diejenigen die am meisten reklamieren nur gratis konsumieren oder vielleicht auch bereit sind ein Abo zu bezahlen.

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  4. ..ob es legal ist oder nicht, wenn die TaWo ihre Auflage künstlich verdoppelt indem sie tausende Zeitungen in Zürich zwischenlagert bevor sie (hoffentlich wenigtens) recyclet werden. Ich bin ganz einfach masslos enttäuscht, dass mir und allen andern Abonnenten ein Erfolg vorgegaukelt wurde, den es offenbar gar nicht gibt.
    Das sich rege drehende Personalkarussell hat ja möglicherweise seinen Grund in genau diesem fehlenden Erfolg.
    Mir fehlt der Galube, dass die TaWo diese Manipulation mittelfristig überleben wird. Dies umsomehr als das Schweigen des Leitungsgremiums nicht von grosser Führungskompetenz zeugt. Dani Winter hat um 10.41 Uhr eine Stellungnahme „im Laufe des Tages“ angekündigt. Es ist jetzt 17.23 Uhr…… Schwach, Herr Winter, ganz schwach!

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  5. Es wird hier darüber gejammert, dass Beiträge einezlner Leute gelöscht worden sind. Nunja immerhin konnte man diese in der TaWo überhaupt lesen. Die BaZ hingegen publiziert Kommentare welche den Blocherlis nicht genehm sind gar nicht erst, oder mit anderen Worten: während in der TaWO wirklich freie Meinungsäusserung gilt und es allenfalls Konsequenzen hat wenn man nicht fähig ist seine Meinung anständig zu formuliene, wird bei der BaZ, auch bei Einhalten der Richtlinien, wilkürlich zensiert (ohne Angabe von Gründen) und es besteht keine freie Meinungsäusserung ist wohl auch nciht erwünscht! Und wenn man dann 1-2 mal einen nicht genehmen Beitrag in der BaZ verfasst hat. kommt man wahrscheinlich auf eine schwarze Liste und selbst Kommentare zu unpolitischen Themen werden nicht mehr publiziert. Dies nur um einmal die Zensur bei TaWo und BaZ zu vergleichen. Und wer wirklich ohne Zensur seine Meinung verkünden möchte, der muss halt einen eigenen Blogg schreiben und dann auch selbst die juristischen Konsequenzen tragen…

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  6. „Hier versucht der grosse Basler Medienfilz einen kleinen, innovativen Konkurrenten auf rufmordschädigende Weise loszuwerden“ (rizzi)

    So kann man das sicher nicht sagen, aber der (heuchlerisch-skandalisierte) Kommentar auf arlesheimreoaded.ch geht schon in diese Richtung.
    Jetzt kommt der ganze Dreck geflogen von den üblichen Verdächtigen, denen die TagesWoche eigentlich egal war und sich über das „Kapput-Machen“ profilieren.
    Die TagesWoche hat eine Steilvorlage geliefert.
    Unfair ist, dass man ihr gar nicht mehr die Verfälschung vorwirft, sondern dieses jetzt nur zum Anlasst nimmt, sie in jeder Beziehung zu zerreissen.
    Als ob die Qualität der TagesWoche etwas mit der Höhe der Auflage zu tun hat.

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  7. Welches Produkt trägt eigentlich seine Zankereien öffentlich aus?
    Mehr Transparenz (in diesem Sinne) als hier geht wohl nicht.
    Völlig unvorstellbar, dass in der BaZ interne Diskussionen (und mit dem Publikum) so ausgetragen werden.
    Diesen Vorwurf an die TagesWoche kann ich nicht begreifen.
    Er hat auch nichts mit der gefälschten Auflage oder einer (allenfalls) schlechten Stimmung rund um das Projekt zu tun.
    Wenn man dem Telebasel-Report etwas anhaften kann, wäre es gerade diese (letztere) Vermischung (denn unzufriedene/ ausgebrannte Redaktoren, fehlende Kommunikation, divergente Auffassungen bzgl. Strategie usw. wird es wohl z.B. bei Telebasel genauso geben).

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  8. Das betrifft jetzt vor allem die Diskussion zwischen den Herren Leuthold und Hürlimann.

    Für mich ist es die Frage, ob „Redefreiheit“ eigentlich heissen muss: Jeder platzt immer unmittelbar mit allem gleich heraus was ihm/ihr so einfällt? Ist es euch noch nie passiert dass ihr mal „ganz klar eure Meinung“ herausposaunt habt (in einem Forum, Brief, Leserbrief oder einfach direkt in Worten) – und dann eine Weile – und ein paar Gedanken – später diesen Schritt zu bereuen? Ich glaube, dass doch jeder, der alt genug ist, so etwas schon erlebt haben sollte.

    Ist das Zensur? Ist das eine Beschneidung meiner Redefreiheit? Nein, denn wenn ich sofort mit allem was mir in den Sinn kommt herausplatze dann sage ich Dinge, die ich nachher überhaupt nicht gesagt haben will. Aber „Redefreiheit“ sollte doch eigentlich heissen: „Ich sage was ich will“ – und zwar wirklich!

    Also nicht einfach „Speaker’s Corner“: einer plappert vor sich hin, niemand hört zu… (So ähnlich wie mir manchmal auch die Broder- oder Matussek’schen Schreibereien vorkommen: war ja mal ein wenig amüsant, lese ich aber schon lange nicht mehr – und ich vermisse nichts dabei…)

    Internet/Online-Foren haben nun aber die ganz besondere Eigenschaft, dass sie diese Art der Rückbesinnung nicht fördern, sondern eher im Gegenteil. Darum hat man dann Moderatoren, die aber diese Funktion nur unzureichend erfüllen können.

    Mein völlig unmoderner (??) Traum ist also: Ein Forum, wo Postings immer zuerst bis zum nächsten Tag abgelegt werden. Dann bekommt der Schreiber sie nochmals zurück gemailt mit der Frage: Wollten Sie das wirklich so sagen? Und erst wenn man das dann ausdrücklich bestätigt wird der Text publiziert. (Hmm, ok, auch dann kann man natürlich einfach blind „ok“ drücken – und sich nerven dass das so lange geht…)

    PS: Bevor hier nun weiter auf den „verschwundenen Beiträgen“ herumgeritten wird, nehmt doch bitte auch das kurze Statement von David Bauer zur Kenntnis!

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