The Wonderful 101 – Spielkritik

Neues aus Japan: Ein abgefahrenes Actiongame aus dem Hause Platinum Games – THE WONDERFUL 101. Ob es sich lohnt? Und wie… Ich mag Spiele, die einfach so am Horizont auftauchen und überraschen. Ja, im Falle von THE WONDERFUL 101 wussten Fans natürlich, dass die Jungs von Platinum Games an einem neuen Werk basteln. Für Durchschnittsspieler […]

Eine echt bunte Truppe, diese Wonderful 100!

Neues aus Japan: Ein abgefahrenes Actiongame aus dem Hause Platinum Games – THE WONDERFUL 101. Ob es sich lohnt? Und wie…

Ich mag Spiele, die einfach so am Horizont auftauchen und überraschen. Ja, im Falle von THE WONDERFUL 101 wussten Fans natürlich, dass die Jungs von Platinum Games an einem neuen Werk basteln. Für Durchschnittsspieler kommt der Titel aber bestimmt höchst überraschend und ist ein weiteres Top-Spiel für die immer mehr in Fahrt kommende Wii U.

Die Erde ist unter Attacke der fiesen GEATHJERK-Aliens. Eine Truppe mächtiger Superhelden ist das Einzige, was sie retten kann: Die „Wonderful 100“ (Rechenfüchse: Der fehlende Wundervolle ist der Spieler selbst). Jede der hundert Heldenfiguren hat besondere Super-Verwandlungskräfte: Wonder Red kann sich z.B. in eine grosse Faust verwandeln, Wonder Green in eine riesige Waffe, Wonder Black in eine Riesenbombe und so weiter. Diese Kräfte brauchen sie auch, denn ihre Widersacher verfügen über eine mächtige Armee von Riesenrobotern und ebenfalls mit Verwandlungskräften ausgestatteten Bösewichten…

Besonders originell klingt das alles natürlich nicht- im Spiel gerät es aber zur grandiosen Parodie auf japanische Riesenmonster-Filme und B-Movie Sci-Fi-Streifen. Die Dialoge sind zum Brüllen komisch und die Gegner stellen sich teilweise als absolut lächerliche, (sprichwörtlich) haushohe Tolpatsche heraus….

Spielerisch ist THE WONDERFUL 101 dann aber nicht zum Lachen: Es ist herausfordernd und teilweise brutal schwer. Gerade am Anfang braucht es viel Durchhaltewillen: Hier wird der Spieler nicht an der Hand genommen und erst mal durch dein Übungslevel geführt. Nein, hier wird man direkt in einen fahrerlosen, explodierenden Zug geworfen, der droht, in eine Schule zu krachen, während er von Alien-Robotern attackiert wird.

Die Verwandlungskräfte der jeweiligen Helden werden durch eine Geste auf dem Touchpanel des GamePads aktiviert. Hat man die einzelnen Symbole mal erlernt, wechselt man im Sekundentakt zu den jeweils passenden Superkräften: Eine gigantische Tür muss geöffnet werden? Wonder Red’s Zauberhand hilft. Ein Schloss geht nicht auf? Wonder Blues Riesenschwert hereingesteckt und: Sesam öffne dich, die Tür ist auf…

Natürlich werden die Kräfte auch in den zahlreichen Kämpfen eingesetzt. Und die haben es wirklich in sich: Was in einem anderen Spiel als Endgegner auftritt, ist hier ein blosser Normalfeind. Ist ein Boss einmal besiegt, krallt er sich ein riesiges Raumschiff und montiert es sich statt des abgetrennten Roboterarmes und kämpft derart erstarkt gleich nochmals viel fieser. Wirklich witzig und gerade in höheren Schwierigkeitsstufen durchaus knackig…

THE WONDERFUL 101 motiviert unglaublich: Noch ein Gegner, noch ein Level. Das Auffinden neuer Superhelden mutiert zur „Panini-Bilder“-Sammelwut und wenn man dann noch ein paar Freunde vor den Bildschirm holt und zu fünft spielt, wird das Spiel auch noch zum rundum gelungenen Coop-Vergnügen.

Nach dem brillianten PIKMIN 3 (Link) folgt nun also mit THE WONDERFUL 101 der nächste Streich auf der Wii U. Wenn die für den Herbst angekündigten Titel wie Donkey Kong Tropical Freeze oder das Zelda HD Remake auch nur ansatzweise so gut sind, wird sich die Wii U neben den technikstarken PS4 und XBOX ONE durchaus behaupten und eine verdiente Fangemeinde finden…

Spieltrieb-Faktor: 8 von 10

Titel: The Wonderful 101

Plattform: Wii U

Spieler: 1-5

PEGI: Ab 12 Jahren

Preis: ca. 79 Franken

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