Tom Clancy’s The Division Beta: Grandioser Ausflug ins apokalyptische New York

Eigentlich beschäftigt sich unser Spieltrieb-Blogger nach wie vor ausgiebig mit Top-Games 2016. Eine Apokalypse zwingt ihn aber zu einem kurzen Lagebericht aus Manhattan. Nach dem Kollaps der Regierung sieht es nicht besonders gut aus in New York City. Chaos regiert die Millionenstadt: Verlassene Häuser, wohin man blickt, streunende Haustiere und aggressive Plünderbanden an jeder Ecke. […]

Welche Gefahren lauern wohl hinter der nächsten Ecke?

Eigentlich beschäftigt sich unser Spieltrieb-Blogger nach wie vor ausgiebig mit Top-Games 2016. Eine Apokalypse zwingt ihn aber zu einem kurzen Lagebericht aus Manhattan.

Nach dem Kollaps der Regierung sieht es nicht besonders gut aus in New York City. Chaos regiert die Millionenstadt: Verlassene Häuser, wohin man blickt, streunende Haustiere und aggressive Plünderbanden an jeder Ecke. Nach einem verheerenden Virenausbruch wurde die berüchtigte Direktive 51 in Kraft gesetzt. Nun soll die Spezialeinheit Strategic Homeland Division (SHD) die staatlichen Institutionen wieder aufbauen und dem gesetzlosen Treiben Einhalt gebieten.

Im Helikopter werde ich nach New York geflogen. Meine Kommandantin Faye Lau erteilt mir den Auftrag, eine Operationsbasis einzurichten. Als erste Aufgabe soll ich die medizinische Versorgung sicherstellen. Kaum bin ich beim Madison Square Garden angekommen, warten schon üble bewaffnete Plünderer auf mich. Ich arbeite mich durchs improvisierte Feldspital bis aufs Dach, wo ich den Anführer der Gang ausschalte. Die befreiten Ärzte können ihren Dienst in unserer Basis aufnehmen.

Nach der erfolgreichen Hauptmission breche ich in eine sogenannte Dark Zone auf. Diese Zonen sind besonders stark kontaminierte Gebiete, in denen ausschliesslich ausgebrochene Häftlinge und pyromanische Verrückte unterwegs sind. Und natürlich andere SHD-Agenten. Allerdings sind diese auch nicht immer freundlich gesinnt.

Um meine Ausrüstung aufzubessern plündere auch ich, was ich kann. Die «gefundenen» Gegenstände kann ich per Helikopter extrahieren lassen, denn wenn ich in der Dark Zone sterbe, verliere ich alles wieder. Also rufe ich mit der Leuchtpistole den Heli. Kein besonders subtiler Schachzug, wie es sich herausstellt. Ein paar Sekunden, und schon tauchen die ersten Fraktionen an meinem Standpunkt auf und knipsen mir das Lebenslicht aus.

Klick.

THE DIVISION gehört zu den meist erwarteten Titeln des Jahres. Nach dem Beta-Test darf weiterhin gehofft werden. Die Gründe dafür sind vielfältig:

1. Die Grafik

Das Spiel sieht sensationell aus. Ich würde sogar sagen, die Grafik gehört zum Besten, was ich je auf einer Konsole gesehen habe. Alles ist unglaublich detailliert und der dynamische Wetter- und Tageszeitenwechsel ist fantastisch. Wenn es auf einmal zu schneien beginnt, während die Häuserschluchten eindunkeln, glaubt man fast, die Kälte spüren zu können. Auch die Lichteffekte sind vom Feinsten: Rauch, Feuer, Scheinwerfer und dergleichen sind mit einer Detailtreue umgesetzt, wie man sie kaum für möglich halten würde – vor allem angesichts der Spielgrösse. Auch die Animationen sind stets flüssig und realistisch.

2. Das Gameplay

Die Feuergefechte sind höchst dynamisch und haben stets eine taktische Komponente. Wer als Ein-Mann-Armee in ein Gefecht rennt, bewundert schneller die Radieschen von unten, als er die Waffe wechseln kann. Der Missionsaufbau ist zwar stets konventionell (bis hin zum «Level-Boss»), dennoch wirkt alles höchst erfrischend und clever aufgebaut. Die Spezial-Skills, die in den Trailers zu sehen waren, sind in der Beta bis auf drei eher defensive (Schutzschild, Umgebungsscan, etc.) nicht verfügbar. Hier darf man gespannt sein, wie sich offensive Skills auf das Spielgeschehen auswirken. Obwohl das Spiel vollgepackt ist mit Informationen und Statistiken, wirkt alles stets prima übersichtlich und aufgeräumt. Das Management der Ausrüstung geht flott von der Hand und auch die Anzeige der Map ist sehr hübsch umgesetzt.

3. Der Multiplayer-Modus

Die Dark Zones sind eine clevere Idee. Sie fügen sich harmonisch ins Spielkonzept ein und gerade das Erstellen einer «ad hoc» Squad geht unglaublich leicht: Trifft man eine Gruppe, die einem passt, kann man mit zwei Buttonclicks eine Einladung versenden, respektive dem Team beitreten. Das Spannendste ist aber die Vertrauensfrage: Ist mir mein gegenüber wirklich wohlgesinnt? Das Spiel verteilt keine Rollen – ich kann ohne jegliche Vorwarnung «Rogue» werden und mein komplettes Team auslöschen. Das Spiel bestraft mich nicht dafür, dafür aber vielleicht meine Mitspieler. Die Kämpfe um die Extraction-Points könnten noch etwas besser gestaltet werden, hier ist in meinen Sessions jeweils schnell einmal das totale Chaos ausgebrochen. Aber was wäre schon ein Beta-Test, wenn es nicht ein paar Unausgereiftheiten zu bemängeln gäbe.

Actionfans sollten sich den 8. März unbedingt rot im Kalender anstreichen: Wenn die finale Version noch ein paar Fehler ausbessert und vor allem den Schwierigkeitsgrad im Einzelspielermodus noch etwas anhebt, haben wir es hier mit einem GOTY-Kandidaten zu tun. Der finale Test folgt dann natürlich pünktlich zum definitiven Erscheinungsdatum. 

 

Konversation

Nächster Artikel