Trump treibt Republikaner zunehmend zur Verzweiflung

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump treibt seine Partei zunehmend zur Verzweiflung. Führende Republikaner warnten Trump am Mittwoch eindringlich davor, mit seinen unkontrollierten Auftritten jede Chance auf einen Sieg zu verspielen.

Präsidentschaftskandidat Trump benimmt sich aus Sicht vieler seiner Parteikollegen noch zuwenig staatsmännisch. (Archivbild) (Bild: sda)

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump treibt seine Partei zunehmend zur Verzweiflung. Führende Republikaner warnten Trump am Mittwoch eindringlich davor, mit seinen unkontrollierten Auftritten jede Chance auf einen Sieg zu verspielen.

Selbst Trumps eigener Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten, Mike Pence, liess am Mittwoch (Ortszeit) öffentlich Distanz erkennen. Pence stellte sich im Sender Fox News ausdrücklich hinter Parlamentschef Paul Ryan, dem Trump zuvor die Unterstützung verweigert hatte.

Mit Ryan verbinde ihn eine «langjährige Freundschaft» und er unterstütze dessen Kampagne zum Wiedereinzug in den Kongress, sagte Pence. Mit seiner provokanten Distanzierung von Ryan, der zu den einflussreichsten Republikanern in Washington zählt, hatte Trump zuvor die Parteiführung herausgefordert.

«Ausserordentlich empört»

Parteichef Reince Priebus liess erklären, er sei «ausserordentlich empört» über Trumps beispielloses Verhalten gegenüber Ryan. In Washington wird Trumps Vorgehen als Retourkutsche gewertet, weil sich Ryan wiederholt kritisch über Trump geäussert hatte.

Zur Verärgerung der Partei hatten in den vergangenen Tagen vor allem Trumps Angriffe auf die muslimischen Eltern eines im Irak gefallenen US-Soldaten beigetragen, mit denen der Kandidat nach Ansicht vieler Republikaner die Regeln des Anstands verletzt hatte.

Eine ganze Reihe als unglücklich empfundener Auftritte liess bei der Parteiführung zudem die Hoffnung schwinden, Trump könnte nun nach seiner offiziellen Nominierung als Kandidat in eine Art Parteidisziplin eingebunden werden.

«Noch inakzeptabler» als Clinton

Der einflussreiche Republikaner Newt Gingrich appellierte eindringlich an den Kandidaten, sein Auftreten zu ändern. «Er hat noch nicht den Übergang zum potenziellen Präsidenten der Vereinigten Staaten geschafft», sagte Gingrich am Mittwoch im Sender Fox Business Network. «Seine Äusserungen der vergangenen Woche lassen nichts Gutes für seine Kampagne ahnen.»

Gingrich warf Trump vor, mit fahrlässigen Provokationen die Wähler der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zuzutreiben: «Trump hilft ihr, die Wahl zu gewinnen, weil er noch inakzeptabler ist als sie.»

Unbeeindruckter Kandidat

Trump selbst zeigte sich von den innerparteilichen Turbulenzen unbeeindruckt. Seine Wahlkampagne für das Präsidentenamt sei «noch nie so geeint» gewesen wie jetzt, sagte er in Florida.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Senders Fox News konnte Clinton ihren Vorsprung vor Trump auf zehn Prozentpunkte ausbauen. Die Erhebung sah Clinton bei 49 Prozent und Trump bei 39 Prozent.

Die Zahl der Republikaner, die sich aus Protest von Trump lossagten, wuchs unterdessen weiter. Der republikanische Abgeordnete Adam Kinzinger, ein Luftwaffenveteran, sagte im Sender CNN, Trump habe «zu viele rote Linien überschritten». Er werde den Kandidaten nicht länger unterstützen – «egal, welchen politischen Preis ich dafür zahlen muss».

Zuvor hatte die Republikanerin und Chefin des IT-Konzerns Hewlett Packard, Meg Whitman, angekündigt, dass sie Trumps Rivalin Hillary Clinton unterstützen werde. Der Rechtspopulist Trump sei ein «unehrlicher Demagoge», der das Land «auf einen sehr gefährlichen Weg führen würde», begründete sie ihre Entscheidung in der Zeitung «New York Times».

Konversation

    1. @Stucki – Dann erklären bitte Sie mir, wie das Prozedere ist, wie diese zwei Ikonen gewählt werden, damit „das Volk“ sich dann für eine entscheiden kann. Sie scheinen da eine grosse Ahnung zu haben. Bitte nicht Sonntagszeitung, Weltowche oder sonstige welterklärende Medien wiederkauen, sonder echte Information. Ich danke im Voraus

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  1. Jemand hat den tag #diagnosetrump kreiert und fordert ein psychiatrisches Gutachten für den Blondierten, um abzuklären ob er für den Job tauglich ist.

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  2. Na, Gottseidank, langsam dämmerts denen!
    Der Spielbub gehört als Oberbaby in den örtlichen Kindergarten, wo er sich austoben darf, aber ja nicht an irgendeinen verantwortungsvollen Posten, eventuell gar noch in die Regierung der USA!

    Wir hatten hier in der Gegend auch mal so einen Spielbuben, ähnlich gefährlich, gottseidank vorzeitig entfernt.

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  3. Als voreingenommener Beobachter (und ich stehe sicher nicht alleine, was das Voreingenommen betrifft) und nach Allem, was ich bis jetzt las, hörte und sah, sind die reellen Chancen für die Wahl Trumps zum US Präsidenten, äusserst gering.

    Die Chancen, dass er zum republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten gewählt würde, waren aber ursprünglich noch viel geringer. Was daraus zu schliessen ist, liegt auf der Hand.

    Ein völlig anderer Fakt ist, wird Hillary Clinton gewählt, wäre sie wohl die erste Weibliche US Präsidentin. Sie müsste aber sehr viel zu bieten haben, denn ihr würde der Makel anhaften, wegen einem nicht wählbaren Konkurrenten Amt gekommen zu sein. Nach einem charismatischem Amtsvorgänger Obama und gegen einen narzisstischen Trump ist das Amt für eine Frau stark vorbelastet und es wird seine Zeit brauchen, bis Hillary Clinton nach ihren Leistungen beurteilt wird. ……….Wenn sie denn gewählt wurde.
    Die Amis haben also die Wahl zwischen einer «älteren» Frau, die sich behaupten muss, und einer US Version von Muammar al-Gaddafi.
    Ich fürchte…………. hasta la vista Baby.

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