U-Abo oder 3.10 Franken – was die Fahrt nach Saint-Louis kostet

  • Die Tramlinie 3 fährt neu ab Dezember bis Saint-Louis Bahnhof, für die grenzüberschreitende Fahrt hat der TNW einen Tarif lanciert.
  • Sie kostet 3.10 Franken oder 2.80 Euro, unabhängig vom Alter. Das U-Abo soll «voraussichtlich» gültig sein.
  • In Kraft tritt der Tarif mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017.

Künftig zählt nur noch das U-Abo auf der Tramlinie 8 nach Weil am Rhein.

(Bild: Hans-Jörg Walter )
  • Die Tramlinie 3 fährt neu ab Dezember bis Saint-Louis Bahnhof, für die grenzüberschreitende Fahrt hat der TNW einen Tarif lanciert.
  • Sie kostet 3.10 Franken oder 2.80 Euro, unabhängig vom Alter. Das U-Abo soll «voraussichtlich» gültig sein.
  • In Kraft tritt der Tarif mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017.

Für den grenzüberschreitenden Verkehr mit der Basler Tramlinie 3 wird ein neuer Streckentarif geschaffen. Dieser gilt für beide Fahrtrichtungen und soll sowohl den Bedürfnissen der Fahrgäste aus der Schweiz wie jenen aus Frankreich gerecht werden.

Der neue «Tarif Inflex» gilt für die Fahrt mit dem Tram der Linie 3 zwischen dem Barfüsserplatz in Basel und Saint-Louis Bahnhof, wie der Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW) am Donnerstag mitteilte. Auch im französischen Distribus kommt der neue Tarif zwischen Schifflände und Saint-Louis zur Anwendung.

Einheitstarif von 3.10 Franken

Der neue Tarif gilt laut TNW in beiden Fahrtrichtungen. Tickets zum Einheitspreis von 3.10 Franken können auf der Schweizer Seite nur in den TNW-Automaten entlang der grenzüberschreitenden Strecke oder im Distribus gekauft werden. Die Fahrt ab Saint-Louis bis Barfüsserplatz respektive Schifflände kostet 2.80 Euro.

Weitere Vergünstigungen gibt es für die grenzüberschreitende Fahrt auf dieser Strecke keine, weder für Kinder noch für Passagiere mit Halbtax- oder Generalabonnement.

Für Fahrten, die über die durch Barfüsserplatz respektive Schifflände beschränkten Streckenabschnitte hinausgehen, gelten die bisherigen grenzüberschreitenden Tarife. So kostet etwa die Fahrt von Binningen nach Saint-Louis 4.70 Franken.

U-Abo voraussichtlich gültig

Als weiteres Novum wird der Distribus zwischen Schifflände und Landesgrenze ins TNW-Angebot integriert. Damit können Passagiere künftig an allen Haltestellen der Linien 603/604 auf Basler Boden ein- und aussteigen.

Das U-Abo wird nach Angaben des TNW voraussichtlich auf der gesamten Tramlinie 3 gültig sein, also auch auf dem französischen Abschnitt. Dagegen sind das Halbtax und das Generalabonnement nur bis zur Landesgrenze gültig (analog der Tramlinie 8). Eingeführt wird der «Tarif Inflex» mit dem Fahrplanwechsel 2017 am 10. Dezember. Ab dann fahren die Trams der Linie 3 der Basler Verkehrs-Betriebe bis Saint-Louis.

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Ein Hintergrund zum Tarifsystem: Warum das Tarifsystem im Dreiland so kompliziert ist

Konversation

  1. Zum Vergleich: Bisher kostete eine Fahrt mit dem Distribus, und zwar auf dem ganzen Distribus-Netz, einfach 1,50 € und allez-retour 2,60 €. Allerdings natürlich ohne Anschlussbillett in Basel. Es wäre noch interessant gewesen, zu erfahren, was die Änderung denn nun für den durchschnittlichen gemeinen Elsässer Pendler bedeutet, denn nicht zuletzt davon hängt ab, ob es den erhofften Umsteigeeffekt geben wird.

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  2. Mich würde jetzt noch interessieren, ob die Fahrt ab Saint-Louis im FCB Jahresabo inbegriffen ist. Hat es doch einige FCB Fans in Saint-Louis die dann aufs Auto verzichten würden.

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    1. Jedes FCB-Ticket ist auf dem TNW – Gebiet benutzbar.. Falls das U-Abo gilt, dann wahrscheinlich auch das FCB-Ticket? Wäre logisch..

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  3. Was soll der „Billet-Automaten-Nationalismus?
    Das Eisen der Schienenl, die die Grenze queren machte auch keine Probleme, wieso müssen da jetzt Probleme in den Köpfen der Menschen entstehen?
    Wieso sich nicht zusammensetzen und ein Billetsystem konstruieren, bei dem es egal ist, von wo bis wo man fährt, auch wenn eine Grenze dazwischen ist?

    Dieser elende Nationalismus gehört in die Biotonne oder auf den Misthaufen, da er nur die Menschen im gegenseitigen Verkehr behindert.

    Die BVB hat hier die Chance, wieder etwas völlig Neues zu schaffen, wieder ein Stück Grenze da herunter zu reissen, die hier in der Gegend eigentlich nur noch behindernd ist.

    Europa hat nur zwei Möglichkeiten:
    – Wir wachsen zusammen, weil wir halt nebeneinander wohnen.
    oder
    – Wir verelenden gegenseitig, weil man sich wieder in irgendeiner Art den Kopf einschlägt und damit sämtlichen bisherigen Fortschritt zerstört.

    Für Basel gibt es keine andere Lösung.

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  4. So langsam nervt es!
    Wieso ist es nicht möglich einen Button auf JEDEM Fahrscheinautomaten einzurichten auf dem steht: Grenzüberschreitender Personenverkehr Hin-u.Zurück. Dingdong einfach 4 Franken und gut wäre es..
    Da steht man mit seinem GA, kann innerhalb der Schweiz kreuz- u. queerfahren, aber an den Grenzen ist schluss, obwohl die Verkehrsmittel von der BVB sind.
    Mit dem 38ger Bus ist es möglich, die erste Station hinter dem Zoll noch mit GA und U-Abo zu erreichen. Nach Weil gilt diese Praxis schon nicht mehr. Zurück mit dem 8er sucht man verzweifelt am Ticketschalter die Taste: „Innerhalb Weil“ weil man ja ab der Grenze wieder ein gültiges GA hat.
    Wofür werden niederschwellige Transportmöglichkeiten geschaffen, aber die Tarife völlig undurchsichtig auf jeder Grenzlinie anders gehandhabt?

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    1. @ Valentino
      „Daumenhoch“
      Und von Brigg nach Domodossola mindestens 25 KM durch den Simplontunnel..
      auch gratis. Lecker essen in der Pizzeria und auf dem Samstagsmarkt frisches Obst und Gemüse einkaufen. Die Strecke ist gratis, der italienische Händler freut sich.
      So wäre es ja auch auf dem 3-er und dem 8-er. Aber wenn man als Paar schon über 12 Stutz zahlt für hin und retour dann müssen sich unsere „Grünen“ nicht wundern, wenn alle mit dem Auto fahren, den Parkplätze gibts ja gratis, ennet der Grenze.

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    2. Was hat das mit den Grünen zu tun, wenn die BVB sich strikt weigert den GA Besitzern entgegen zu kommen, weil sie ja dann weniger Einnahmen hätten und angeblich bezahlen müssen? Diejenigen, die sich für das Pilotprojekt mit dem GA/1/2-Tax eingesetzt hatten waren ja Linke und Grüne, die auch weiter für die Gratisbenützung des GAs sind.

      PS. Danke BVB, jetzt mache ich wenigstens etwas für meine Gesundheit, wenn ich mal ein Paket auf der deutschen Seite abhole. Aber ich werde sicher keinen Rappen zahlen für den 8er!

      PPS. Ginge es nach der BVB würde ja noch nicht mal das U-Abo wirklich zählen!

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  5. Wann kommt der Erste Beitrag mit Stichworten wie „Einkaufstourismus“, „Den Franzosen Geld hinten rein schieben“ und andere solcher Begriffe? 😉

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