Uni Genf an der Spitze von EU-Forschungsprojekt für Ebola-Impfstoff

Die Universität Genf wird ein grosses EU-Forschungsprojekt mit dem experimentellen Ebola-Impfstoff VSV-ZEBOV koordinieren. Dieser Wirkstoff wird an den Genfer Universitätsspitälern (HUG) in einer klinischen Teststudie getestet, an der 115 Freiwillige teilnehmen.

Impfstoff-Expertin Claire-Anne Siegrist (Archiv) (Bild: sda)

Die Universität Genf wird ein grosses EU-Forschungsprojekt mit dem experimentellen Ebola-Impfstoff VSV-ZEBOV koordinieren. Dieser Wirkstoff wird an den Genfer Universitätsspitälern (HUG) in einer klinischen Teststudie getestet, an der 115 Freiwillige teilnehmen.

Am Forschungsprojekt sind zwölf Partnerinstitutionen aus Europa, Afrika und den USA beteiligt, wie die Universität Genf am Freitag mitteilte. Das Projekt ist auf fast vier Millionen Euro über drei Jahre veranschlagt.

Ziel ist es, die Auswirkungen des Impfstoffs VSV-ZEBOV auf das menschliche Immunsystem im Detail zu verstehen. Dazu werden Stichproben aus den klinischen Teststudien mit dem Ebola-Impfstoff verwendet.

«Wir verfügen über eine einmalig hohe Anzahl Proben, die eine aussergewöhnliche Datenbasis bilden», wird Professorin Claire-Anne Siegrist in der Medienmitteilung zitiert. Die Forscher werden dank neuartiger Technologie die Molekulargenetik der freiwilligen Teilnehmer der Teststudie untersuchen.

Die Wissenschaftler werden beinahe 20’000 Gene vergleichen um herauszufinden, weshalb die Probanden verschieden auf den Wirkstoff reagieren. Mit den Daten des EU-Forschungsprojekts sollen die Studien ergänzen werden, welche in den kommenden Monaten in den von der Ebola-Epidemie betroffenen Gebieten in Westafrika lanciert werden.

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