Volksinitiative «für Ernährungssicherheit» kommt zustande

Die Volksinitiative «für Ernährungssicherheit» kommt nach Angaben der Initianten zustande. Innert gut zwei Monaten hätten bereits 106’000 Personen das Anliegen unterschrieben.

Weizenernte in der Schweiz (Archiv) (Bild: sda)

Die Volksinitiative «für Ernährungssicherheit» kommt nach Angaben der Initianten zustande. Innert gut zwei Monaten hätten bereits 106’000 Personen das Anliegen unterschrieben.

Der Schweizer Bauernverband zeigte sich in seiner Mitteilung vom Montag erfreut darüber, dass die nötigen 100’000 Unterschriften«in Windeseile» gesammelt wurden. Das hohe Tempo zeuge vom grossen Rückhalt, den das Anliegen in der Bevölkerung geniesse.

Obwohl die Initianten bereits genug Unterschriften zusammen haben, wollen sie weiter sammeln, «um die politische Bedeutung der Initiative zu stärken». Anfang Juli sollen die Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht werden.

Hinter der Initiative «für Ernährungssicherheit» stehen der Bauernverband und eine Gruppe um den Berner SVP-Nationalrat Rudolf Joder, die im Januar den «Verein für eine produzierende Landwirtschaft» gegründet hatte. Mit ihrem Volksbegehren wollen die Initianten die einheimische Lebensmittelproduktion stärken.

Ausgelöst hatte die Initiative die vom Parlament beschlossene Agrarpolitik 2014-2017, gegen welche die Gruppe um Joder bereits letztes Jahr erfolglos ein Referendum ergriffen hatte. Anders als damals haben die Gegner der aktuellen Landwirtschaftspolitik für die Initiative nun auch den Bauernverband an Bord: Im Dezember hatten sich der Bauernverband und die Gruppe um Joder auf die gemeinsame Initiative geeinigt.

Konversation

  1. Es geht um die Sicherstellung der unsinnigen Subventionen an den Bauernstand und damit um die Zementierung der Hochpreisinsel Schweiz.
    Mit Ernährungssicherheit hat das nichts zu tun.
    Längst ist unsere Landwirtschaft als Industrie zu betrachten. Es geht daher um Qualität, Rentabilität und Umweltschutz.
    Intensive Landwirtschaftsprodukte soll man dort produzieren, wo dies vor allem mit Sonnenenergie machbar ist, nicht mit Unmengen von Dünger, der nichts als chemische Energie darstellt.

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