Vom Feuer zerstörte «Villa Rosenau» in Basel abgerissen

Die Villa Rosenau in Basel ist am Freitagmorgen abgerissen worden. Die seit 2004 besetzte Liegenschaft war nach einem Brand am letzten Sonntag einsturzgefährdet. Sie habe aus Sicherheitsgründen abgerissen werden müssen, teilte das Bau- und Verkehrsdepartement mit.

(Bild: Alexander Preobrajenski)

Die Villa Rosenau in Basel ist am Freitagmorgen abgerissen worden. Die seit 2004 besetzte Liegenschaft war nach einem Brand am letzten Sonntag einsturzgefährdet. Sie habe aus Sicherheitsgründen abgerissen werden müssen, teilte das Bau- und Verkehrsdepartement mit.

Die Abbrucharbeiten hätten ungefähr um 8.30 Uhr begonnen, heisst es in der Mitteilung. Zuvor hätten zwei Personen das Gebäude nach mehrmaliger Aufforderung verlassen, und eine weitere Person sei von der Polizei vom Gelände entfernt worden. Danach habe die Polizei sichergestellt, dass niemand mehr auf dem Gelände war.

Die Abbrucharbeiten dauerten am Freitagmorgen noch an. Die anschliessenden Aufräumarbeiten sollen bis Samstagabend beendet sein. Noch nicht festgelegt ist laut dem Baudepartement die künftige Verwendung des Areals. Immobilien Basel-Stadt beginne demnächst die ohnehin vorgesehene Erarbeitung einer Arealstrategie.

Beim Brand der Villa Rosenau am 3. Februar war ein Mann leicht verletzt worden. Zwölf Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen. Das Gebäude brannte zu grossen Teilen ab. Brandursache war gemäss Staatsanwaltschaft mit grosser Wahrscheinlichkeit die Überlastung einer elektrischen Leitung. Das Haus ist seit Jahren ein Politikum im Stadtkanton.

Konversation

  1. Das Feuer war für den Kanton ein gefundenes Fressen, die unbeliebten Hausbesetzer los zu werden. Schade, dass der Staat nur in solchen Angelegenheiten so rasch reagiert. Würde mich wundernehmen, ob den Hausbesetzer auch so schnell eine Notunterkunft angeboten wurde, wie die Abrissbirne zum Einsatz kam.

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  2. @rizzi: Millionen von Häuser in Basel? Für weniger als 200’000 Einwohner?? Würde heissen jeder Einwohner bewohnt im Schnitt fünf Häuser?? Da hätten wir wohl keine Probleme à la Rosenau!!

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  3. Wenn ich an Hausbesetzer und ihre „Freiräume“ denke, kommen mir verfilzte, ungewaschene Kiffer in den Sinn.

    Die Hausbesetzer Clique jammert zwar immer über die egoistischen Motive der „Reichen“; realisiert aber nicht, dass 24/7 rumlungern, kiffen und Party machen eben auch nicht besonders altruistisch ist.
    Und seien wir mal ehrlich – wenn die Hausbesetzer Clique von „kulturellen Aktivitäten“ „Freiräumen“ „Entfaltung“ usw. sprechen, dann ist ja eigentlich „rumlungern & kiffen“ gemeint.

    Aber was soll’s. Die Menschen der Villa Rosenau & ihre Freunde haben niemanden etwa zu Leide getan. Und irgendwie hat’s auch einfach zu Basel gehört.

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  4. Alle gesellschaftlichen Gruppen haben ihre Existenzberechtigung und müssen sich, unabhängig ihrer Lebensanschauung, Herkunft oder Hautfarbe, frei entfalten können. Dies verdanken wir unserem Rechtsstaat und dem bei uns üblichen Respekt voneinander. Die „Autonomen“ leiten daraus aber Sonderrechte ab, die wir anderen Bewohner /-innen der Stadt nicht haben. Sie wollen auf Kosten des Staates – den sie zutiefst verachten – gratis wohnen, foutieren sich um Lärmschutzvorschriften wenn sie Party feiern und verhöhnen mit ihren Schmierereien und Plakaten die Bevölkerung. Leider keine Spur von der Toleranz die sie einfordern! Wo sie erscheinen, verheisst dies nicht immer nur Gutes: Ein Schwerverletzter und zerstörte medizinische Geräte seinerzeit im Kinderspital, Sachbeschädigungen, Feuer und Lärm am Voltaplatz (2011) und jetzt der glücklicherweise glimpflich verlaufene Brand der „Villa Rosenau“. Damit zeigen die „Autonomen“, dass sie nicht reif sind, die Verantwortung zu übernehmen, die freies Denken und die Pflege eines Freiraums bedingen.

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  5. @Heimgartner: Ok, vielleicht eine Null zuviel – na und? 100’000:1 ist doch schon eine Farce. Wen beisst es eigentlich, wenn ein paar Jugendliche „ordnungsgemass“ in einem Haus wohnen, in dem sonst niemand wohnen will? Ob sie dort kiffen und rumhängen, ist ja wohl ihre Sache. Sie stören jedenfalls weniger als die „wohlerzogenen“ Fils à Papa, die nach teurem Discobesuch noch das Rheinbord mit Erbrochenem und Zerbrochenem verunstalten. Was sind wir doch für eine spiessige Gesellschaft geworden!

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  6. Ich weiss nicht, wie viele Häuser es in Basel gibt. Es dürften Millionen sein. Eines dieser Häuser, eine alte Bruchbude, gelegen an einem unwirtlichen Ort, mit dem trügerischen Namen „Villa Rosenau“, wurde heute abgerissen, nach dem sie abgebrannt ist. Eine paar junge Menschen haben friedlich in dieser Bruchbude gewohnt. Eine Bruchbude, in der ansonsten wohl niemand freiwillig wohnen würde. Zur gleichen Zeit wurde ein Neubau fertig gestellt in dieser Stadt. Ein 430-Millionen-Prestige-Bau am Messeplatz. Während der Bauzeit wurden Bauarbeiter, bezeichnenderweise aus dem Ausland, auf schändliche Weise um ihren Lohn betrogen. Herr Auderset, der erzliberale Basler LDP-Grossrat weiss viel zu erzählen, wenn es um die alte Villa und deren harmlosen Bewohner geht. Zum Bauskandal um den Messeneubau kein Wort, schliesslich vertritt er ja die kapitalen Libralen, die ihn notabene Wählen. Ich hoffe, die Basler Regierung hat den Mut, diesen jungen Menschen einen Ersatz anzubieten. Die Kosten dafür würden im Promille-Bereich liegen – Strom inklusive – verglichen mit dem Protzbau am Messeplatz!

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  7. So schnell wird normalerweise nicht abgerissen. Aber hier werden jetzt Tatsachen geschaffen. Den Walter freuts.

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  8. Es reicht. Natürlich bin ich nicht darüber erstaunt, dass die Polizei sich freut endlich dieses böseböse Haus zu betreten, zumal sie dies schon so lange wollte. Genauso wenig über die widerlichen Kommentare irgendwelcher NSDA-LDP-SVPler die sich freuen als wäre Weihnachten und Ostern zugleich gewesen. Oder darüber, was die intellektuell vollkommen verarmte, Basler Medienlandschaft in den von ihr veröffentlichten, hetzerischen Artikel (BAZ, Tele Basel) zu lesen bietet. Alles was anders ist gehört also weg? Wohin? Es ist so, dass ihr alle nicht verstanden habt, dass hier nichts wegradiert werden kann als wären Menschen, ihre Werte und Ideale Bleistiftspuren.
    Es gab schon immer Menschen die für ein anderes Leben gekämpft haben. Zu sagen dass diese Leute keine Politischen Inhalte haben, hat nur damit zu Tun dass man ihre Sprache nicht spricht. Was endlich verstanden werden sollte ist, dass es Menschen gibt die dieses Leben und diese Welt nicht wollen. Und alle lausigen Argumente von wegen dann sollen sie doch gehen gelten nicht. Denn egal wie man zu diffamieren versucht, über alle Machtinstrumente. Sie haben sich entschieden zu bleiben und hier zu bleiben heisst , sie sind der Pickel am Arsch, nervig oder schmerzhaft aber eindeutig da. Was in den letzten Tagen alles passiert ist erstaunt nicht, viel mehr bestärkt es darin dass hier ordentlich, alles nicht stimmt. Es gibt einen Punkt an dem der Graben so gross wird dass es keine Versöhnung mehr gibt.
    Lässt sich letztendlich die Wette darüber abschliessen wem der Atem vorher ausgeht.

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