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  • Wir brauchen Kühe. Und dazu gehört das Schlachten

    Das Argument, dass wir Tierprodukte brauchen, weil sonst das viele Gras nicht richtig verwertet werden könnte, scheint auf den ersten Blick einzuleuchten. Wenn man aber die Zahlenverhältnisse betrachtet, sieht es schon ganz anders aus. Nur ein sehr kleiner Teil des Fleisches und der Milchprodukte wird mit Schweizer Gras produziert. Eine detaillierte Betrachtung ist hier zu finden: http://sentience.ch/2014/04/weil-die-schweiz-ein-grasland-ist/ Mit der aktuellen Grasfläche müsste die Menge von Fleisch, Milch und Eiern sehr viel kleiner sein als das, was heute konsumiert wird, es gäbe noch 385g Fleisch pro Person und Woche (dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass der grösste Teil des Fleisches, das in der Schweiz konsumiert wird, von Tieren stammt, die kein Gras fressen). Aktuell ist es mehr als das Dreifache (etwa 1 kg pro Woche, und dafür sind sehr viele Futtermittelimporte nötig). Ein grosser Teil der Grasflächen in der Schweiz könnten auch für die Produktion pflanzlicher Lebensmittel benutzt werden oder wieder zu Wald werden (was für die CO2-Bilanz noch besser wäre). Wenn nur Naturwiesen und Alpweiden berücksichtigt werden, kommt man auf gerade noch 7.85 kg Fleisch pro Person und Jahr. Ein grosser Teil der Nahrungsmenge ist das nicht, und es wäre kaum ein Problem, darauf ganz zu verzichten - jedenfalls ein viel kleineres Problem als die aktuellen Fleischmengen, für welche sehr grosse Mengen von Futtermitteln importiert werden müssen.

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  • Ecopop-Initianten machen eine «Milchbüechlirechnung»

    Dass irgendein Zusammenhang zwischen der Zunahme der Anzahl der Personen und derjenigen der Siedlungsflächen besteht, ist plausibel, aber ziemlich sicher haben weit weniger als die von Ecopop-Seite behaupteten 80% des Kulturlandverlustes mit der Einwanderung zu tun. Auf diese Zahl kamen sie, indem sie einfach die Zunahme der überbauten Flächen durch die Zunahme der Personen dividierten. In Wirklichkeit sieht man aber, dass es einige Gebiete, vor allem städtische, gibt (z.B. Genf), in denen die Bevölkerung ziemlich stark zugenommen hat, ohne dass viel Kulturland verloren gegangen ist, während in anderen Gebieten die bebaute Fläche stark zunahm, ohne dass es eine entsprechend grosse Zunahme der Bevölkerung gab. Auch wenn das beim Betrachten der Durchschnittszahlen nicht offensichtlich ist, spielt eben dort, wo besonders viel Kulturland verloren geht, auch die Zunahme der Siedlungsfläche pro Person (v.a. mit ausgedehnten Einfamilienhaus-Streusiedlungen) immer noch eine grosse Rolle. Wenn man in die Geschichte zurückschaut, wurde in den 70er Jahren besonders viel Landwirtschaftsland überbaut, und das war gerade ein Jahrzehnt, in dem es wenig Einwanderung gab (in vielen Jahren mehr Auswanderung als Einwanderung). Wenn man sich die Konsequenzen einer hypothetischen Annahme von Ecopop überlegt, sollte man auch bedenken, dass es in der Schweiz ziemlich viele Baulandreserven gibt. Es ist kaum anzunehmen, dass nach einer Annahme von Ecopop ein grosser Teil dieser Baulandreserven wieder in Landwirtschaftsland zurückgezont und die Eigentümer entschädigt würden - automatisch geschähe dies jedenfalls nicht. Eine wahrscheinlichere Folge wäre, dass der Effekt von Ecopop dann vor allem wäre, dass die Siedlungsfläche pro Person erst recht zunähme. Es ist auch wichtig, dass man sich der Dimensionen bewusst wird. Auf dem Ecopop-Plakat sieht man eine Schweiz, die ganz von Hochhäusern bedeckt ist. Wieviele Menschen könnten dort wohnen? Hier kann man ausrechnen, wie viele Menschen, in der Schweiz wohnen könnten, wenn das ganze Gebiet (ohne Berge, Wälder und Seen) so dicht besiedelt wäre wie die Stadt Genf: http://www.tageswoche.ch/de/2014_02/schweiz/623953/ Es wären 213.8 Millionen. Genf besteht nur zu einem kleineren Teil aus Hochhäusern, wenn es also wirklich wie auf dem Ecopop-Plakat aussähe, könnte sicher mehr als die gesamte EU-Bevölkerung in der Schweiz wohnen. Das ist natürlich vollkommen jenseits realistischer Szenarien - erst recht, wenn man bedenkt, dass die europäische Bevölkerung aufgrund der geringen Kinderzahl in den nächsten Jahrzehnten abnehmen wird. Aktuell gehören 16% des Mittellandes zur Siedlungsfläche (Häuser, Pärke, Friedhöfe, Sportplätze, Gärten etc.). Zwei Drittel der Schweiz besteht aus Grünflächen, etwa zur Hälfte Wald, dessen Fläche zunimmt, und zur anderen Hälfte Landwirtschaftsgebiete. Ich denke, dass es schon wichtig ist, die Grössenverhältnisse im Auge zu behalten. Es ist eben nicht so, dass wir vor der Wahl stehen, dass alle in Hochhäusern leben müssen (einige mögen das, andere weniger) oder das ganze Land "zubetoniert" wird. Wenn tendenziell Häuser mit etwas mehr Stockwerken gebaut werden, macht das im Verhältnis schon viel aus.

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  • Die Veganer sind unter uns – und sie fühlen sich wohl

    Ein wichtiges Motiv für VeganerInnen ist, dass unnötiges Leiden empfindungsfähiger Lebewesen vermieden werden soll. Daneben spielen auch ökologische Gründe eine wichtige Rolle. In einzelnen Kommentaren wurde in Frage gestellt, ob die vegane Ernährung wirklich ökologisch sinnvoll sei, wenn sie auch Fertigprodukte enthält. Tatsächlich schneiden verarbeitete Lebensmittel ökologisch etwas weniger gut ab als z.B. Kartoffeln oder Gemüse, aber verarbeitete vegane Fleischersatzprodukte wie Sojafleisch oder Seitan sind aus ökologischer Sicht immer noch viel besser als Tierprodukte wie Fleisch oder Käse. Bezüglich des CO2-Verbrauches und bei der benötigten Landfläche ist z.B. konventionelles Sojafleisch aus Brasilien immer noch sehr viel besser als Bio-Hackfleisch aus Europa ab: https://vebu.de/.../1121-95-prozent-weniger-klimagase... "Dass sich eine pflanzliche Ernährung positiv auf das Klima auswirkt, ist den meisten Menschen längst bekannt. Doch dass die Klimabilanz auch bei verarbeiteten Fleischalternativprodukten so viel besser gegenüber Fleisch ausfällt, hat selbst die Wissenschaftler überrascht." In der verlinkten Studie (http://vebu.de/files/presse/2011.12.13.SERI.factsheets.zip) ist zu lesen, dass für 1 kg Sojagranulat-Feuchtmasse maximal (konventionell, mit Soja aus Brasilien) 9.38 l Wasser benötigt werden. Für 1 kg konventionellen Seitan werden maximal (mit konventioneller Produktion) 34.3 l Wasser benötigt. Von den 16'726 l Wasser für 1 kg Rindfleisch und 5'469 l Wasser für 1 kg Schweinefleisch gemäss http://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelles_Wasser ist das jedenfalls weit entfernt. Auf http://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelles_Wasser ist allerdings der Wasserbedarf für 1 kg Sojabohnen mit 1'800 l angegeben - da wäre der Unterschied nicht mehr so riesig, aber es ist natürlich immer noch viel weniger als für Fleisch oder Käse gebraucht wird. Meines Wissens gibt es bei der Berechnung der Wassermenge ziemlich unterschiedliche Methoden. Bei den CO2-Angaben zu Seitan ist z.B. die Verpackung berücksichtigt, und es ist angegeben, dass diese 22% ausmacht. Die Verpackung von Seitan dürfte sich nicht stark von derjenigen von Fleisch unterscheiden, nur ist beim Fleisch der Anteil der Verpackung natürlich wesentlich kleiner, weil die Emissionen für das Fleisch selbst viel höher sind. Ich denke, dass die Daten ziemlich klar zeigen, dass auch verarbeitete vegane Fleischersatzprodukte ökologisch viel besser abschneiden als Tierprodukte.

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  • Das Velofahren hat eigene Regeln

    Ich finde es erstaunlich, dass diese Zeitung, kein Problem darin sieht, einen Menschen zu beschäftigen, der offen dazu steht, Verkehrsregeln zu missachten und propagiert, dass sich auch andere so verantwortungslos verhalten sollen. Aber wenn eine solche Prinzipienlosigkeit um sich gegriffen hat, muss man sich wohl auch nicht wundern, wenn Kommentare zensiert werden, welche die Zelebrierung der verantwortungslosen Missachtung von Verkehrsregeln angemessen kritisieren.

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  • Das Velofahren hat eigene Regeln

    Sie nehmen sich das Recht heraus, zu entscheiden, wann sie sich an die Regeln halten und wann nicht. Ja, wenn nur Sie und ein paar wenige andere das tun, ist es noch nicht unbedingt so gefährlich, aber wenn viele das tun würden, so dass sich Personen mit einer solchen Einstellung zu Verkehrsregeln wie Sie sie haben, öfter direkt begegnen, wäre es auf jeden Fall gefährlich. Der rücksichtslose Egoismus, den Sie zelebrieren, funktioniert nur dann einigermassen, wenn ihn nur wenige betreiben.

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  • Das Velofahren hat eigene Regeln

    Ja, es kommt nicht so oft zu Unfällen, wenn solche egoistische, rücksichtslose Menschen nicht wie der Autor dieses Textes nicht an die Verkehrsregeln halten, weil sich die meisten anderen an die Regeln halten und deshalb meistens noch rechtzeitig ausweichen oder anhalten können. Wenn die Verantwortungslosen aber keine so kleine Minderheit wären, wären Unfälle häufig. "Selbst wenn ein Velokurier in vollem Stress in mich reinrast, breche ich mir wahrscheinlich nicht mal etwas." Das zeigt die verantwortungslose Denkweise solcher Menschen. Wenn jemand von einem Radfahrer angefahren wird, ist die Gefahr, Knochen zu brechen gross, und Velofahrer, die auf Trottoirs oder bei Rot über Kreuzungen mit Fussgängerstreifen fahren, nehmen dieses Risiko in Kauf. Velofahrer von dieser Sorte gibt es leider häufig. Zum Beispiel kommt es immer wieder vor, dass eine Autokolonne an einem Fussgängerstreifen hält, um Fussgänger die Strasse überqueren zu lassen und Velofahrer an ihnen vorbeibrausen und es darauf ankommen lassen, ob es zu einer Kollision mit den Fussgängern kommt. Oder sie fahren bei Rot über eine Kreuzung, wenn Fussgänger bei Grün die Strasse überqueren. Ja, meistens gibt es knapp keinen Unfall, aber Unfälle mit Velofahrern nehmen zu. Meiner Meinung nach ist jeder Mensch mit einer so verantwortungslosen Gesinnung wie Valentin Kimstedt einer zu viel, und da vernünftige Argumente anscheinend nichts bezwecken muss die Polizei aktiver gegen solche arrogante Menschen, die sich einbilden, über den Gesetzen zu stehen und andere gefährden zu können, vorgehen.

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  • Pizza mit Büffelmozzarella

    Es mag ja sein, dass der Tierschutz in der Schweiz ein minimal besser ist als in Italien, wo die Produktion von Büffelmozzarella mit enormem Leiden verbunden ist. Aber warum sollen den überhaupt Tiere für die Herstellung von Pizza leiden müssen? Es gibt sehr guten veganen Pizzaschmelz, z.B. Wilmersburger.

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  • Initiative für bedingungsloses Grundeinkommen zustande gekommen

    Dass auch Arbeit im Haushalt bezahlt werden soll, halte ich für richtig, aber es stellt sich die Frage, durch wen sie bezahlt werden soll. Wenn ein Paar zusammen lebt und nur eine Person erwerbstätig ist und die andere Person für den Haushalt und Kinder und vielleicht weitere Verwandte sorgt, ist bisher klar, dass die erwerbstätige Person das bezahlt und ihr Einkommen nicht nur für sie selbst, sondern auch für die andere, nicht erwerbstätige Person ist. Mit dem Grundeinkommen soll das anders werden. Nun soll plötzlich die Allgemeinheit (finanziert über Steuern) der nicht erwerbstätigen Person einen "Lohn" zahlen. Da dieser bedingungslos ist, müsste also die Allgemeinheit auch nicht erwerbstätigen Personen in reichen Haushalten plötzlich ein Grundeinkommen finanzieren. Aber auch abgesehen von der sozialen Ungerechtigkeit, dass Alleinstehende und Personen in Haushalten, in denen alle erwerbstätig sind und damit nur knapp über die Runden kommen, zur Finanzierung der Grundeinkommen von nicht erwerbstätigen Gattinnen oder Gatten von Spitzenverdienern beitragen müssten, hätte ein solches Grundeinkommen, von dem nur Personen profitieren, die kein (oder nur ein sehr geringes) Einkommen haben auch eine verheerende Steuerungswirkung, die wahrscheinlich zu einem gewaltigen gesellschaftlichen Rückschritt führen würde. Nehmen wir drei Familien mit Kindern. In Familie A verdienen der Mann und die Frau je CHF 5000 im Monat. In Familie B verdient der Mann CHF 7000 im Monat und die Frau mit einer Teilzeitstelle CHF 2500. In Familie C verdient der Mann CHF 8000 im Monat, und die Frau ist nicht erwerbstätig. Finanziell geht es ihnen ähnlich gut, Familie A gibt etwas mehr für Kinderbetreuung aus als Familie B, Familie C gibt dafür nichts aus. Nun käme das Grundeinkommen. Theoretisch würde sich für Familien A und B abgesehen von den Kinderbeiträgen nichts ändern, da alle Erwachsenen sowieso schon ein Erwerbseinkommen von CHF 2500 oder darüber hätten. Die Frau in Familie C würde neu ein Grundeinkommen von CHF 2500 bekommen, womit Familie C neu finanziell mit Abstand am besten von den drei dastehen würde. Natürlich könnte das Geld nicht aus dem Nichts geschaffen werden, also müssten Familien wie A und B, bei denen beide Elternteile zumindest Teilzeit erwerbstätig sind, um einseitig zu fördern, dass es Familien wie C gibt, in denen ein Elternteil nicht erwerbstätig ist. Faktisch ist also ziemlich klar, dass mit einem Grundeinkommensmodell wie es hier vorgeschlagen wird, der Staat einseitig Familienmodelle, bei denen eine Person - meistens wäre es wohl immer noch der Mann - erwerbstätig ist und die Frau "am Herd" ist, finanziell fördern würde. Erzkonservative müssten, wenn sie ihre intuitive Abneigung aufgeben, von diesen Grundeinkommensmodellen hell begeistert sein. Aber es kommt aus erzkonservativer Sicht noch viel besser. Nicht nur würden Familien gemäss einem traditionellen Modell vom Staat belohnt, es würde auch ein starker finanzieller Druck ausgeübt, damit sich dieses Modell ausbreitet. Das einzige Problem für einen Ultrakonservativen wäre, dass es dann auch immer teurer wird. Familie B in diesem Beispiel würde nun offensichtlich finanziell deutlich besser fahren, wenn die Frau ihre Teilzeit-Erwerbstätigkeit aufgäbe. Ob sie die CHF 2500 als Einkommen für die Teilzeitstelle bekommt oder als Grundeinkommen, weil sie kein Erwerbseinkommen hat, ist finanziell irrelevant, aber mit der Aufgabe der Teilzeitstelle hätte sie mehr Zeit, und es würde sich auch finanziell lohnen, weil sich Familie B dann auch die Kosten für die Kinderkrippe sparen könnte. Neu haben wir also eine Situation, in der nur noch Familie A kein Grundeinkommen für Erwachsene bezieht, neu wären aufgrund des Drucks des Grundeinkommens sowohl in Familie B als auch in Familie C die Frauen nicht mehr erwerbstätig und würden monatlich CHF 2500 Grundeinkommen beziehen. Natürlich wird die Finanzierung des Grundeinkommens umso schwieriger, je mehr es beziehen. Nun müsste mit der Umverteilung Familie A, bei der alle Erwachsenen erwerbstätig sind, noch mehr abgeben, damit die Grundeinkommen für Familien B und C finanziert werden können. Es fragt sich, wie lange Familie A bereit wäre, als Milchkuh für die anderen Familien, bei denen jemand ein Grundeinkommen bezieht, zu dienen. Auch wenn vielleicht beide Elternteile eine gute Arbeit haben, würden sie je nach dem finanziell fast gleich gut fahren, wenn jemand von ihnen die Erwerbstätigkeit aufgäbe, dafür ein Grundeinkommen beziehen würde und man sich gleichzeitig die Kosten für Kinderkrippen sparen würde. Aber wie soll es noch aufgehen, wenn immer mehr Grundeinkommen finanziert werden müssen und die Erwerbsquote aufgrund des Grundeinkommens-Drucks sinkt? Das sind sicher keine konstruierten Spezialfälle, sondern sehr typische Situationen, mit denen mit der Einführung eines Grundeinkommens nach einem vorgeschlagenen Modell zu rechnen wäre. Teilzeitstellen würden sich finanziell nicht mehr lohnen, und es gäbe einen starken Druck sie aufzugeben. Es gäbe einen starken geselschaftlichen Druck in die Richtung traditioneller Familienmodelle, und nach einer gewissen Zeit wäre die Zahl der Grundeinkommen, die ausbezahlt werden müssten, so gross, dass das Grundeinkommen wieder abgeschafft werden müsste, um ein finanzielles Desaster zu verhindern.

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  • Eigentum, tiefgekühlt

    Für die Villa Rosenau wurde keine Miete bezahlt, aber das Gebäude wurde sonst für nichts gebraucht; während längerer Zeit wurde die Zwischennutzung toleriert. Sicher hätte eine Räumung verlangt werden können, aber das ist nicht geschehen. Dass Eigentum zerstört wurde, ist völlig unabhängig von der Frage, ob Mietverträge bestanden. Die Eigentumsgarantie gilt immer, also wird Schadenersatz bezahlt werden müssen. Es ist zu hoffen, dass die Geschädigten auf dem Rechtsweg Erfolg haben. Inwiefern das Argument, dass es zu gefährlich gewesen wäre, Gegenstände aus dem Haus zu bergen, plausibel ist, kann ich nicht beurteilen; das wird untersucht werden müssen. Wenn anscheinend sogar Fahrzeuge und Gegenstände, die sich ausserhalb des Gebäudes befanden, zerstört wurden, ist das Vandalismus, der für die Verantwortlichen abgesehen von zu bezahlenden Schadenersatz noch weitere Konsequenzen haben sollte.

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  • Fragezeichen hinter Vorgehen der Behörden

    Ich finde, dass es in diesem Fall sehr wohl um den Schutz des Eigentums geht. Inwiefern die betreffenden Personen "Anhänger" des Privateigentums sind, darf dabei keine Rolle spielen - in einem Rechtsstaat sind die Rechte garantiert, unabhängig davon, welche Ansichten jemand vertritt. Was das Haus selbst betrifft, wird anscheinend behauptet, es wäre zu riskant gewesen, wenn es nochmals betreten worden wäre, um Güter, die sich darin befanden, vor dem Abriss zu holen. Das kann, muss aber nicht zutreffen, und es ist zu hoffen, dass eine Klage erhoben wird, damit das geklärt werden kann. Wenn das Vorgehen nicht korrekt war, wird Schadenersatz bezahlt werden müssen. Was das Fahrzeug, das sich ja ausserhalb des Hauses befand, betrifft, deutet einiges darauf hin, dass mit dessen Zerstörung eine Straftat begangen wurde. Das wird auf jeden Fall juristisch untersucht werden müssen.

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