• Die Reaktionen auf Lukas Bärfuss «Wut-Essay» zeigen: Seine Analyse trifft zu

    Ein Essay ist etwas anderes und eine Analyse ebenfalls. Medienkritik ist bigoscht nicht unberechtigt, aber auch die wäre etwas anderes. Sie wurde schon immer geübt, aber man muss sie schon wahrnehmen. Ja, es braucht mehr und auch bessere davon und ja, die Publikationshürde ist hoch, wenn es um Kritik am eigenen Medium geht. Das ist denn auch der einzige Umstand, der Bärfuss diesen Hype verschafft hat, dass er den Schwurbel in der FAZ verbreiten konnte, und die nehmen halt auch so etwas, wenn es Gepolter aus der Schweiz ist und erst noch die NZZ drankommt. Was der ARD ihr Köppel, ist der FAZ ihr Bärfuss. Interessanter als sein Beitrag waren übrigens die Kommentare.

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  • «Unser Gesundheitswesen ist pervers»

    Der Film zum Interview: https://www.youtube.com/watch?v=Qbnv6eHKjCQ Prägnanter als hier (1983!) lässt sich NPM im Spitalwesen nicht darstellen. Das schweizerische Gesundheitssystem ist eine gigantische Geldumverteilungsmaschine, aus den Händen Vieler in die Hände Weniger. Die Prämien sind zwar happig, aber solange die Mehrheit sie sich noch leisten kann, glaubt sie gerne, dass sie dafür das Beste bekommt, man hat ja gelernt, dass das Gute seinen Preis hat. Und lässt man sich dank immer effizienterer Diagnostik dankbar zum Patienten küren, man will doch auch eine schöne Langzeittherapie kriegen, für sein gutes Geld (Kranke, die auf eine entsprechende Therapie angewiesen sind, sind selbstverständlich nicht gemeint). Prämienzahler werden ausserdem mit absurd hohem Eurokurs schamlos ausgenommen, aber das ist nur das Tüpfli auf dem i. Ein aktuelles Bespiel von der Impffront: http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Kann-die-GebaermutterhalskrebsImpfung-tatsaechlich-MS-ausloesen/story/24606717

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  • «Grössenwahn darf sein, sonst entsteht nicht Aussergewöhnliches»

    Hochhäuser (über 10 Stockwerke) freuen ihre Architekten, ihre Erbauer, Investoren und Urbanistenheinis, die beim Pimmelvergleich vor Ehrfurcht erstarren. Hochhäuser machen aus Wohnorten Unorte, Sie bedeuten krass überteuertes Bauen (daher die Freude), von Nachhaltigkeit bleibt keine Spur, dafür beherrschen sie die Szenenmedien und berauchen sie die Szene.

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  • Vegan auf Zeit: Der Kaffee-Test

    Danke für die Michauslegeordnung. Aber im ernst: Milch ist herrliche, äxgüsi: dämliche, geht auch nicht, ich bekomm’s aber schon noch hin: köstliche Nahrung. Für Säuglinge! Und dann gehen alle zur festen Nahrung über. Alle? Nein eine Spezies, die ganz schlaue, zumindest ein Teil von ihr, bleibt ihr Lebtag in der frühkindlichen Phase stecken. Und eine ganze Industrie ist auf dieser Perversion aufgebaut, und ein Dutzend Laufmeter Kühlregale sind in jedem Supermarkt mit diesen Erzeugnissen überstellt, und je länger je mehr als Arzneimittel angepriesen. Abartig, biologisch gesehen (wobei Butter, Sahne, Käse etc. - ich sag's ungern - schon lecker ist, wobei auch pflanzliche Fette und Öle gute Geschmacksträger sind). Bei all dem: Auch Milchtrinker müssten doch irgendwo Grenzen ihres abartigen Kults respektieren und spätestens vor dem Milchkaffee halt machen. Da wird ein Riesenaufwand betrieben, der Kaffeebohne ein köstliches Aroma abzutrotzen, und dann wird es mit Kälbernahrung versaut. Kann das jemand erklären? Und warum dann nicht auch Bier, Wein und Whisky damit verderben? Das haben wir wohl noch vor uns. Ein Wort noch am Rande zu den weissen Milchersatzsäften: Wer - Veganer oder nicht - den Film "More than Honey" gesehen hat, kann sich nicht auf Nichtwissen berufen, und könnte bei vollem Bewusstsein keine US-Mandeln mehr anrühren (und viele andere sind bei uns nicht im Handel), und demnach erst recht keine Mandelmilch. Über Soja müsste man länger reden…

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  • Italienische Wettbewerbsbehörde büsst Novartis und Roche

    182 Millionen Euro sind viel Geld. Die von der AGCM über Roche und Novartis verhängte Busse ist dennoch ein Klacks im Vergleich mit den 2-stelligen Milliardenbeträgen, welche die beiden Unternehmen mit Absprachen den AMD-Patienten, bzw. den nationalen Gesundheitssystemen, also den Steuerzahlern aus der Tasche ziehen. Der nun erhobene Manipulations- und Betrugsvorwurf steht seit Jahren im Raum. Und das Interesse der Staatsanwälte daran wird kaum auf Italien beschränkt bleiben. Inzwischen haben bereits 5 grossangelegte klinische Vergleichsstudien (US, GB, A, F, N), weitere laufen noch, nachgewiesen, dass zwischen Avastin und Lucentis keine signifikanten Unterschiede bezüglich Wirksamkeit und Nebenwirkungen bestehen. Die beiden Präparate haben nicht nur den gleichen Wirkungsmechanismus, sie weichen auch strukturell nur geringfügig voneinander ab, dies ist spätestens seit 2005 allgemein bekannt. Absurderweise behaupten die delinquenten Firmen indessen notorisch, es handle sich um völlig verschiedeneartige Medikamente. Angesichts der Abermillionen Betroffenen, die keine Aussicht auf die 1000-Franken-Spritze haben, ist sowohl die Vertriebspraxis als auch deren Rechtfertigung nur eins: obszön. Lucentis war ja auch schon 60 Mal teurer als Avastin. Hier der Hintergrund: http://hofgesang.ch/links/kultur-und-natur/2011-09-15-woz.pdf http://www.srf.ch/player/tv/suche?query=avastin%20lucentis

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  • Das Grabschänder-Bambi vom Friedhof Hörnli: «Jetzt rede ich!»

    Hübsche Geschichte, hübsches Bild, unschöne Überschrift Die Kommentare zeigen: Lösungsvorschläge gehen in ganz unterschiedliche Richtungen. Eine weitere habe hier schon in anderem Zusammenhang vorgestellt: 2011-11-27 02:01:27 "Am Ende des Weges blüht der Garten der Ewigkeit" Hier deshalb eine gekürzte Variante. Nichts gegen Schnittblumen, die von Hinterbliebenen auf die Gräber gestellt werden, sie sind oft genug das einzige Individuelle unter dem monokulturellem Bombast der Reihengräber. Der Bedarf an blumigem Überschwang ist allerdings im Schwinden begriffen. Immer weniger Leute können etwas anfangen mit diesem Angebot: "Ab Ostern Stiefmütterchen, Tulpen und Osterglocken. Im Sommer Begonien und Fuchsien. Im Oktober Calluna, Erika, Chrysanthemen.“ Nichts gegen diese Gewächse! Die können ja nichts dafür dass ihre Käufer nicht wissen, was sie tun. Vor 10 Jahren hat eine Zürcher Studie die Umweltbelastung durch den Friedhofs-Wechselflor ermittelt, Fuchsia, Erica, Calluna und auch Begonia haben grottenschlecht abgeschnitten. Derenungeachtet gehen die untersuchten Pflanzen nach wie vor den (teilweise langen) Weg aus den Gewächshäusern (2 Jahre) in die Abfallmulden, mit Zwischenhalt auf den Gräbern (3-5 Monate). Durch 40’000-fache (Anzahl städtischer Gräber) Wiederholung wird dieser Unsinn aber nicht sinnvoll. Mit der Bepflanzung mit standortfremdem Wechselflor setzt die Stadt auf dem Gottesacker alljährlich einen Teufelskreis in Gang: Die zwangsläufige Beregnung fördert Pilzkrankheiten, die man dann mit der chemischen Keule bekämpft. Mit der Brandmarkung alles Ungerufenen als "Schädlinge", schafft man die Legitimation zu deren Vergiftung, womit man gleichzeitig deren Gegenspieler, die "Nützlinge" ausschaltet. All dies wird erklärtermassen zum Trost der Hinterbliebenen veranstaltet – genauso wie der Coop-Filialleiter die Regale nur mit Artikeln füllen lässt, die "der Kunde wünscht“. Ein Verzicht auf den unnötigen Ressourcenverschleiss (an Pflanzen, Torf und Arbeitskraft, auf Verschwendung grauer Energie für die klimatisierte Anzucht, für die Produktion von Dünger und Pestiziden, für die Trinkwasseraufbereitung (zur Beregnung), für den Transport und den Maschineneinsatz). würde die Abkehr vom überholten Dogma bedeuten, wonach auf dem Grab jederzeit etwas zu blühen habe? In den 80er-Jahren hat auf diversen Friedhöfen der Schweiz ein Umdenken angefangen: Es wurde ein natürlicher Grabschmuck angeboten, für Menschen, die Zeit haben, etwas länger und genauer hinzuschauen, Menschen wie sie ja nicht selten am Grab stehen. Standortgerechte Wildstauden - also mehrjährige Pfllanzen - brauchen nämlich keinen Pflanzenschutz, denn die wechselseitige Kontrolle wird von einem Beziehungsnetz zwischen der Pflanze und kleinen und grösseren Tieren ausgeübt. Es ist offensichtlich, dass dieses Kontrollnetz in der Monokultur fehlt. Leider wurde die naturnahe Grabbepflanzung z.B. auf einem Zürcher Friedhof, aus wirtschaftlichen Ueberlegungen, nach wenigen Jahren trotz grosser Beliebtheit wieder aufgegeben. Beim ganzen floralen Overkill ist stets von Kultur und Tradition die Rede, in Tat und Wahrheit geht’s, wie üblich bei kapitalem Unsinn: um Geld, um Besitzstandswahrung wider jede Vernunft. Von verantwortlicher Stelle höre ich immer wieder die – mit der grössten Selbstverständlichkeit vorgebrachte Ausrede: "Das Gärtnergewebe muss auch leben." In der Privatwirtschaft müsste man mit einem solchen Argument nur einmal kommen. Dabei gibt es durchaus Betriebe, welche die geeigneten Wildstauden liefern, und den Kulturwandel begleiten könnten. Auf dem Friedhof begegnen wir unserer eigenen Vergänglichkeit, ist es da nicht grotesk, die Wahrnehmung des natürlichen Lebenskreises mit trostlosen Einwegpflanzen zuzudecken? Tröstlich wäre es zu sehen, wie das Leben weiter geht: Wie Schmetterlinge im Schwarm über den Lichtnelken tanzen, wie Blühen und Verblühen in die Frucht- und Samenbildung übergeht, wie aus Wildrosenblüten Hagebutten werden, Futter für Amsel, Drossel Fink und Star. Und halt eben auch für das eine oder andere Reh. Mehrjährige Wildstauden wachsen – anders als Schnittblumen - nach gelegentlicher Beweidung immerhin nach. Leider muss man annehmen, die Stadtgärtnerei verharre im alten Trott und ziehe das Wehklagen einer Richtungsänderung vor.

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  • 20 Prozent mehr Stau auf Schweizer Autobahnen

    Der alljährliche Grossangriff mit Chloriden bewirkt ein stetes Zerbröseln der Strassenbauwerke. Das Astra beschreibt die Auswirkungen im Falle der Gesamterneuerung des Cityrings Luzern (2008–2013) folgendermassen: «In den beiden Röhren des gut 600 Meter langen Reussporttunnels hat das Streusalz die Betonstruktur teilweise beschädigt. (...) Die Kasten der Sentibrücken wurden durch Tausalz in Mitleidenschaft gezogen. (...) Tausalze haben den Betonkonstruktionen des Stadtanschlusses zugesetzt. Die Stahlkonstruktionen der Lärmschutzmassnahmen weisen Korrosionsschäden auf. Streusalz hat den Beton des Sonnenbergtunnels beschädigt, und an verschiedenen Stellen tritt Bergwasser ins Tunnelgewölbe ein». Kostenschätzung (2007): 400 Millionen Franken. Eine aktuelle Nationalfondsstudie beziffert die Kosten des landesweiten Erhaltungsbedarfs der Infrastrukturen mit rund 19 Milliarden Franken pro Jahr. Rund 40 Prozent dieser Bauwerke sind dem Streusalz ausgesetzt. Experten der Empa schätzen, dass mehr als 70 Prozent der Korrosionsschäden an Strassenbauwerken dem Chlorid geschuldet sind. Demnach belaufen sich die jährlichen Folgekosten der Salzerei auf mehrere Milliarden Franken, und wir sprechen von direkten Kosten. Die indirekten Kosten der Produktivitätseinbussen infolge Verkehrsbehinderungen schätzt das US Department of Transportation auf das Zehnfache der direkten Kosten. der Reparatur der Korrosionsschäden. Diese indirekten Kosten, die entstehen, wenn der Verkehr vor Grossbraustellen, die wir dem Streusalz verdanken, zum Erliegen kommt, dürfte auch die Schweizer Steuerzahler interessieren. Etwa im Fall von Luzern, wo die Gesamterneuerung des Cityrings während fünf Jahren Tausende von Staustunden verursacht.

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  • Geht raus ans Licht!

    Prediger geben vor, „die Menschen“ zu kennen, wie sie sind, wie sie ticken. Politiker tun es oft und gern. In beiden Fällen geht es meist um Anmassung, und um Suggestion. Manche Biologen tun es innerhalb gewisser Grenzen aus gutem Grund, nämlich wenn es um grundlegende Merkmale und Prinzipien geht. Wenn sie es darüber hinaus tun, zeigen sie bloss, wie sie selber ticken, nämlich einfach. Das ist beileibe nicht untypisch für Biologen, sowenig wie für Nichtbiologen. In ihrer Aussen- wie Innenwelt weichen Lebewesen, beispielsweise Menschen, voneinander ab, daher auch in den vielfältigsten Verhaltensweisen. Nur deshalb ist fortgesetztes Leben auf diesem Planeten möglich. Wenn zwei harmonieren ist das unter Menschen schon viel. Grössere Gruppen funktionieren nur dank individueller Verhaltensunterschiede. Dass Menschen sich beispielsweise nicht bloss in der Schlafdauer unterscheiden, sondern auch darin, wann sie schlafen und allenfalls wie verteilt, wissen alle, insbesondere wenn sie sich schon in andern Breitengraden aufgehalten haben. Abgesehen vom Osterwetter spielen gesellschaftliche Zwänge und Gepflogenheiten eine Rolle, anderseits ändern die Bedürfnisse mit der Jahreszeit und dem Lebensalter, der Lebenssituation, dem Gesundheitszustand, der Arbeit. Verhalten grundsätzlich als Abweichung von einem hypothetischen Normverhalten zu verstehen, scheint mir wenig sinnvoll. Und wer kann über die angebliche Erkenntnis, dass der Mensch zwischen 4 und 5 Uhr tendenziell am unglücklich sei, mehr als lachen? Wann trifft der Mensch die besten Entscheidungen? Hunger oder Sattheit beeinflussen die persönliche Stimmung, als Zufriedenheit oder Gereiztheit etwa. Wie sich das auf die Qualität von Entscheidungen – im angesprochenen Fall ginge es ausserdem mehr um das Durchsetzen von längst festgelegten Positionen – auswirken könnte, dies zu ergründen wäre komplexer, als der Schlafforscher suggeriert. Und dass Müdigkeit guten Entscheidungen nicht förderlich ist, ist allgemein bekannt. Nützlich ist immerhin die akademische Erinnerung, dass Osterspaziergänge den Stadtmenschen bei jeder Witterung gut tun. Dazu ist es jetzt höchste Zeit.

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  • Kinder, ab ins Bewegungszimmer!

    Ein tolles Fasnachtssujet: Sportbeamte, assistiert von Sportwissenschaftern und Möbelhausvertreterinnen geben im Show-Bewegungs-Kinderzimmer amtliche Fachberatung. Die Adoption der krankhaften US-Haftungsausschlussmentalität treibt uns stetig näher der Verblödung zu. Spielgeräte-Einheitsramsch macht kein Kind glücklich. Soll es auch nicht: Es soll trainieren. Das EU-genormte und SUVA-konforme Spielgerät, ob aus Plastik oder aus umwelt- und sozialverträglich angebautem Holz, ist eine Beleidigung des kreativen Eifers der Kinder. Zuerst sah man die farbigen Ein-Meter-fünfzig-Rutschbahnen und Plastichüsli in Schuhgeschäften, Arztpraxen und Restaurants, dann wurden sie ins Freie gestellt und verunstalten mittlerweile jedes noch so mickrige Privatgärtlein. Und nun mutieren sie zu Liliput-Fitnessparcours. Es fehlt bloss das Hamsterrad. Kinder brauchen Platz, die kleinen Wasser, Dreck und der gleichen, die Älteren etwas Rundes zum Nachrennen. Und eine uneinsehbare Stelle, – da ertönt bereits der Aufschrei besorgter Obhutspersonen – wie man sie beispielsweise Schildkröten selbstverständlich zur Verfügung stellt. In jeder Schweizer Stadt ist ein Wald oder Park von überall her in einer Viertelstunde per ÖV erreichbar. Glücklich die Kinder, die einen Waldkindergarten besuchen dürfen. Leider liefert die amtlich geschürte Zeckenhysterie Betreuungspersonen einen guten Grund, sich nicht bewegen zu müssen. Sollte dann tatsächlich mal eine Zecke anbeissen, ist sie erstens ohne weiteres zu entdecken und zweitens mit einer flachen Pinzette leicht herauszudrehen - und schon ist das Nahtoderlebnis erfolgreich bestanden. Vielleicht sollten aber erst einige Sportwissenschafter und Sportbürokraten freigestellt und in den Wald geschickt werden.

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  • Ein konservativer Konsens

    begebe ich mich bedenkenlos, um von Matt mit zu preisen. Die logische Wahl hat hier keineswegs überrascht. Umso schöner, wenn ein derart vielseitiges, nahrhaftes und erhellendes Lebenswerk mitschwingt. Nein, nötig hat von Matt den Preis nicht, was für ein seltsames Kriterium. Natürlich könnte man sich Gedanken über einen andern Verteilungsmodus machen: einen undotierten Ehrenpreis für verdiente verdienende Autoren, und einen Förderpreis für verdiente nichtverdienende. Aber doch nicht in der Jury! Und das wäre dann jedenfalls auch keine Altersfrage. Finden Sie eine Buchpreis-Jury von Philologen und Literaturkritikern wirklich fehlbesetzt? Abgesehen von all dem: Der Preis bietet einen vortrefflichen Anlass, sich mit den verunsichernden Erkenntnissen des „sicheren Werts“ von Matt (neu) auseinanderzusetzen.

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