AH
  • Versprayte Hauswände schrecken noch lange keine Investoren ab

    Dass sich die Duplik grösstenteils des Sprayens angenommen hat, ist löblich zu erwähnen. Nur, der Vorwurf des Dämonisierens hat sich klar auf den Nebenstrang bezogen, der sich mit grob mit Wohnraumdebatte umreissen lässt. Dass hier nicht eben die grosse Diskursfreudigkeit herrscht, ist meine eigene Einschätzung, aber diese lässt sich ebenso für die Sprayerszene feststellen. Dass sich demokratische Findungsprozesse oft nicht als solche beweisen, vor allem wenn es um (urbane) Grossprojekte handelt, ist leider nicht nur meine Erkenntnis und insofern handeln Sprayer etwa im gleichen Demokratieverständnis wie solche, die u.a. diskursfrei und autoritär versuchen, ihre Grossprojekte durchzubringen. Da schenken sie beide Seiten nichts, obwohl die eingesetzten Mittel nicht unterschiedlicher sein könnten. Insofern wäre ein Pardigmenwechsel von hier aus gesehen schon wünschenswert.

    Zur Diskussion
  • Versprayte Hauswände schrecken noch lange keine Investoren ab

    ceterum censeo ... - was die Spraydosen direkt mit Beat Leuthardt zu tun haben sollen, wird auch mir nicht klar. So scheint es, dass der Anwurf des urbanen Ballenbergs die nötige demokratische Diskussion schon von vornherein 'framen', sprich verunmöglichen soll. Dieses Dämonisieren des Diskurses mit scheinlogischen Argumenten, hier zum Beispiel der Bedrohungshorizont, dass die Arbeitsplätze in die Agglo entschwinden könnten, ist nichts neues. Auch wenn das Argument altbekannt ist, scheint gerade das Gegenteil der Fall zu sein. Und genau darum braucht es eben die Diskussion über die gesamt zur Verfügung stehende Fläche.

    Zur Diskussion
  • Basler Bevölkerung steigt rapide, aber Mieterverband will weniger verdichten

    Dass öffentliche Partizipation in der urbanen Planung auf Widerstand stösst, ist keinesfalls eine neue Erkenntnis. Die Bau- und Immobilienbranche wünschen sich demokratische Mitsprache keinesfalls, und auch von der Seite der Planer wird gerne manipulativ verschwiegen, welche Ideen welche Folgen zeitigen werden. Auch Anwürfe wie 'Heimatschutz' verweigern sich dem eigentlichen - und auch verständlichen - Anliegen, dass die divergenten Interessenlagen in einer öffentlicher Debatte eigentlich ohne Angst erörtert werden sollen. Aber oft kann man schon an der Sprachwahl ablesen, wie das Argumentarium sich eine Notwendigkeit andichtet ("Die Zahlen sagen dies und daran kann man nicht vorbei"), und ganz krude auf Drohgebärden und Diffamierungen setzt, um seine Ziele zu erreichen. Stadtplanung ist eine komplexe Angelegenheit, aber man sie als derart dargestellt auch vor einer Einflussnahme verstecken.

    Zur Diskussion
  • Ackermann liegt Analyse zum Kunstmuseum vor, doch sie rückt sie nicht raus

    Ich weiss über die Situation des Kunstmuseums ebenso wenig Bescheid wie viele andere. Aber gerade solche, die anderen Herrschaftswissen vorwerfen, sind selbst nicht vor einer gewissen Attitude gefeit ... Was ich aber aus Erfahrung weiss, dass der sogenannte Sachverstand in Kommisionen und solchen, die meinen, sie würden diese Sachkenntnis haben, oft gering ist und somit der Sache nicht gerecht werden kann. Man kann also mein Erfahrungswissen als Arroganz bezeichnen, aber es behebt die Misere nicht. Darum schätze ich heute die Situation so ein wie oben beschrieben. In der Sache Erweiterungsbau Kunstmuseum wäre eine (schmerzhafte) Ehrlichkeit auf die Länge sicher gewinnbringend. Aber wer will das schon?

    Zur Diskussion
  • Die Hafenentwicklung dauert länger, das gibt mehr Zeit für Zwischennutzer

    Hiess nicht einmal, dass zuerst das dritte Becken gebaut werden muss mit der dazu nötigen Bahninfrastruktur?

    Zur Diskussion
  • Ackermann liegt Analyse zum Kunstmuseum vor, doch sie rückt sie nicht raus

    Die sachliche Komplexität des Betriebs Kunstmuseum verträgt auf der einen Seite keine öffentliche Diskussion, wie auch hier mehrfach mit etwas unsinnigen Gedankengängen gezeigt wurde. Wie die baulichen und betrieblichen Fehler der Vergangenheit nun die Zukunft des Kunstmuseums bestimmen werden, ist wahrscheinlich noch Gegenstand von Überlegungen und diese vor deren Ende in die Öffentlichkeit zu tragen wäre nicht gewinnbringend. Das müssen wir als Öffentlichkeit jetzt aushalten. Auf einem anderen Blatt steht hingegen, wie die Fehler, die sehr wohl mit Ansage gemacht wurden, künftig vermieden werden können. Ob hierzu der Bericht etwas zu sagen hat, wäre allemal interessant.

    Zur Diskussion
  • Ein neuer Park für Basel-West und das Elsass

    Es fallen Schrebergärten weg, die Felder des Bauers ebenso. Wird denen Ersatz geboten? Da wird aus sehr hoher Warte entschieden zum zugunsten eines sich zum imaginierenden höheren(?) Wohls. Der grösste Teil dieses Gebiets wird heute von der Landwirtschaft und nicht vom Kiewerk genutzt. Die Teppichhändler IBA und deren Partner betreiben also reine Augenwischerei. Der Zeitplan ist etwas sehr forsch gedacht, doch schon jetzt könnte ein sicherer Veloweg vom Bachgraben nach Hegenheim realisiert werden. Wie dumm, dass sich eine konkrete Verbesserung so nicht grossmundig verkünden lässt!

    Zur Diskussion
  • Gewerbler-Referendum gegen Umwandlung des Lysbüchel eingereicht

    Der letzte Satz hätte man sich sparen dürfen. Wenn das Gewerbe befindet, es sei nicht genug Platz vorhanden, dann muss vielleicht auch die TaWo nachfragen, warum dem so sei. Einfach was ins Blaue hinaus behaupten können alle, in einer Zeitung möchte ich aber Hintergründe lesen statt Medienmitteilungen.

    Zur Diskussion
  • Rosentalstrasse soll zum attraktiven Eingangstor werden

    Eingangstor - kann man dieser Sprache trauen? 6m breite Trottoirs – wo sind denn diese Menschenmassen? Und dazu Bäume, die das Klima retten. Sprache kann ja viel, doch solche Medienmitteilungen gehören gegen den Strich gebürstet. Von Grund auf wird heute alles besser dargestellt als die Sache hergeben kann und ist somit ausgefeilte PR. Auf der Strecke bleibt dabei der Blick auf die Realität. Würde man diesen als Auftrag an sich selbst ernst nehmen, was wäre dann?

    Zur Diskussion
  • Nix mit Längenschwimmen: Die Bäder in Basel-Stadt laufen über

    Dieses Klagelied ist schon in die Jahre gekommen, ohne dass sich etwas zum Besseren geändert hat. Dazu kommt noch, dass das Hallenbad Rialto vor einer Renovation steht, die wohl länger gehen wird. Wohin dann? Der Nutzen eines Bades wird unbestreitbar grösser, je mehr es benutzt wird, aber dies sollte zu vernünftigen Bedingungen möglich sein. Dato scheint mir die Nutzerzahl im Rialto abzunehmen, man hat es wohl satt, im dichten Gedränge zu sein Adrenalin auszuschütten. Wenn ich jetzt insinuiere, dass sei beabsichtigt, um sich solcherart des Problems zu entledigen, dann denke ich an all die Versuche, mit denen versucht wurde, die seit langem bekannte Situtation zu entschärfen. Aber immer wieder hat sich welche 'Erzdeppen' quer gestellt.

    Zur Diskussion