AW
  • Die älteste Moschee von Basel muss schliessen

    Nun, es liegt im Trend: alles mögliche wird umgenutzt um damit den wechselnden und sich verändernden gesellschaftlichen Ansprüchen zu genügen. Die reformierte und katholische Kirche verlieren zunehmend an Mitglieder und so wäre es doch denkbar einfach, dass wir eine Kirche freigeben, sie entweihen (man hat mich darüber aufgeklärt, dass dies Voraussetzung wäre) und unseren muslimischen Mitmenschen überlassen. Als schöner Nebeneffekt könnte Basel dann auch noch das grösste Minarett der Schweiz haben - und der Rest der Schweiz zeigen, dass Basel eben doch ein bisschen anders tickt.

    Zur Diskussion
  • Ergić verallgemeinert Teilprobleme

    Es stimmt, der UNO folgend spricht man heute von Menschen mit Beeinträchtigung(en). Es ist richtig und wichtig dies anzuführen, doch ist es, gerade bei einem Übersetzten Artikel (wie dem von Ergic) schlussendlich schwierig abzuschätzen, wie der Begriff den Weg in den Artikel gefunden hat - womit die ausführliche Auseinandersetzung an Argumentationskraft verliert. Abgesehen davon geht der Autor des Replik kaum auf die Argumentation von Ergic ein, sondern folgt nur seinem eigenen Verständnis der Gesellschaft, ohne dieses darzulegen. Ergic argumentiert aus seiner Kapitalismuskritik und verknüpft diese mit der Lebenssituation von Beeinträchtigten - dies könnte gut kritisiert werden, doch der Autor verpasst die Chance und verfängt sich selbst in einer wenig stringenten Argumentation und unterstellt dabei pauschal Unwissenheit. Ergic spricht im Kern von ungleichen individuellen Voraussetzungen (die unterschiedliche Ursachen haben) und dass sich die Gesellschaft verändern muss und nicht das Individuum. Er kritisiert in der Folge gesellschaftliche Reproduktionsprozesse und hinterfragt ob der gesellschaftliche Umgang mit Beeinträchtigten (wie er z.B. mit einer Paralympics gelebt wird) wirklich der Menschheit zugute kommt oder nicht eher eine Zementierung der Leistungsgesellschaft bedeutet. Für Selbsthilfegruppen und Fachkräfte der Sozialen Arbeit die mit den alltäglichen Herausforderungen des Lebens in dieser Gesellschaft konfrontiert sind, mag es zynisch Klingen, dass positiv konnotierte Anlässe wie eine Paralympics kritisiert werden, zumal deren Ausstrahlungskraft nur in Zusammenhang mit den Erfolgen der Behindertenbewegung denkbar ist. Dass eine Paralympics (inkl. den nun auch in der Replik sichtbar werdenden Wechselwirkungen zu Selbsthilfegruppen und Fachkräften der Sozialen Arbeit) die Leistungsgesellschaft (mit-)reproduziert ist jedoch der Logik von Ergic folgend passend. Leider konnte der Autor, ausser einiger despektierlichen Anmerkungen die direkt auf die Person zielen, kaum auf diese Argumentationen eingehen und schiess schlussendlich am Ziel vorbei.

    Zur Diskussion
  • Ein friedlicher Protest

    Und wiedermal schreibe ich einen Kommentar nur für Sie. Nun erscheint mir das Weltbild von Ihnen immer klarer. An erster Stelle stehen die SchweizerInnen (was das genau ist müssten wir noch angucken). Dann kommen die Linken, die auch Häuser besetzen dürfen solange es gegen den darunterliegenden Kasten geht, nämlich die AsylbewerberInnen (welche sie mit illegal Dahergelaufene gleichsetzen - daraus schliesse ich, dass Sie von Recht keine Ahnung haben). Nun, das letzte mal als ich Ihnen einen Kommentar gewidmet habe, da waren Sie mitten im Migrationsprozess ins Baselbiet. Sind sie schon zurückgekehrt? - Oder hat man sie dort so begrüsst wie Sie hier alles "Fremde" begrüssen?

    Zur Diskussion
  • «Anonymität ist zu einfach und unfair»

    Eine solche Party kann und soll als politischer Akt verstanden werden, dass dies in anonymer Weise geschieht ist dabei eigentlich auch nicht weiter problematisch. Eine Abstimmung ist anonym und Wahlen sind es ebenso. Wieso stört diese Anonymität also? Stört sie, weil die dahinterliegende Idee sich dem Zugriff entzieht und sich somit auch nicht in die herrschende Ordnung integrieren lässt? Das Neue das Alte herausfordert und das Alte keine Brücke zum Neuen machen kann, da sich das Neue nicht an die Ordnung des Alten hält? Die Idee eines runden Tisches zielt damit auch am eigentlichen Kerngehalt vorbei, denn es geht nicht um eine allfällige Jugendbewilligung und eigentlich (bei einer genaueren Betrachtung) auch nicht um eine Party sondern um das Politische dahinter. Es geht um die Herausforderung der jetzigen Ordnung durch eine imaginäre und visionäre Ordnung. Die beklagten Nachtruhestörungen können und sollten somit viel eher als Angst vor der Etablierung neuer Ordnungsaspekten verstanden werden. Der teilweise geforderte Polizeieinsatz ist somit Mittel zur Aufrechterhaltung jetziger Machtstrukturen. Dass eine Aushandlung über das jetzig Mächtige für viele nur in anonymer Form möglich ist, soll uns nicht die Demaskierung fordern lassen, vielmehr sollten wir eine gesellschaftliche Struktur fordern, die Aushandlungsprozesse auch ohne negativen Auswirkungen für die beteiligten Personen möglich macht. Ich stehe natürlich allen für Rückfragen zur Verfügung und freue mich (auch) auf komplett andere Meinungen.

    Zur Diskussion
  • Die Macht eines Amtes

    Inwiefern die "Ausbildungskriterien" eine kartellartige Wirkung haben soll ist mir schleierhaft. Denn die Bedinungen der Qualifikation des Personals sind ja bei allen gleich. Der von Ihnen gewünschten Wettbewerb (denn ich zwischen den Zeile herauslese) scheint Ihrer Meinung nach nur möglich zu sein, wenn die Anforderung an die Qualifikation sinken. Ich denke, dass Sie sich nicht mehr Betreuungsplätze wünschen, sondern dass sich die Preis der Betreuungsplätze auf dem Buckel der Angestellten reduzieren sollen (indem ausgebildete Fachkräfte durch unausgebildetes und darum billigeres Personal ersetzt wird). Wenn Sie jedoch denken, dass es zuwenig ausgebildetes Personal gibt (und darum keine zusätzlichen Betreuungsplätze möglich sind), dann müssen Sie nicht schlechter qualifiziertes Personal anstellen, sondern mehr Ausbildungsplätze schaffen. Zudem wünsche ich mir von Ihnen ein bisschen mehr Achtung von den Fachkräften der Betreuung. Wenn Sie glauben, dass sich diese durch unausgebildetes Personal ersetzten lassen, dann spricht dies nicht gerade für Ihre Kenntnisse der Materie. Vielleicht sind Sie ja auch dem Glauben verfallen, dass sich durch Wettbewerb alles regeln lässt. Bedenken Sie in diesem Fall: Wettbewerb ist nicht grundsätzlich schlecht oder gut, es ist schlicht eine unter vielen Möglichkeiten etwas zu strukturieren, mit seinen Nachteilen und Vorteilen. Wenn der Wettbewerb nur mit der Möglichkeit einer geringeren Qualität funktionieren kann, dann ist es für diesen Fall wahrscheinlich der schlechtere Weg zu strukturieren.

    Zur Diskussion
  • Guantánamo mitten in den USA

    Wenn ich diesen Artikel lese, dann bekomme ich Angst. Verhaftet ohne rechtsstaatliche Rekursmöglichkeiten. Verhaftet durch das Militär. Verhaftet aufgrund der falschen Gesinnung? Dieses Meisterstück der Demokratiefeindlichkeit sollte all denen zu denken geben, die immer wieder von "Täterschutz" sprechen und damit vorallem die Verhältnismässigkeit und die Rechtsstaatlichkeit im Visier haben. Dass soziale und gesellschaftliche Probleme wie der Terrorismus (aber auch andere Probleme) nicht mit repressiven Mittel zu lösen sind, sollte allen bekannt sein. Dass die Aushöhlung des Rechtsstaats über kurz oder lang zu Terror und Aufstand führt, werden wohl erst die nachfolgenden Generationen am eigenen Leib erfahren müssen, auch wenn wir es schon heute wissen. Sie werden uns für den fehlenden Willen dieses Treiben zu stoppen wohl verachten. Heute könnte das Aufhalten dieser Entwicklung wohl noch ohne Blutvergissen und Tod möglich sein, dass dies auch in 30, 40 oder 50 Jahre noch so ist wag ich zu bezweifeln.

    Zur Diskussion
  • EFV warnt vor Schuldenexplosion

    Dass Prognosen über einen Zeithorizont von 50 Jahre sehr fragwürdig sind (wir wissen ja nicht, was bis dahin noch alles passieren kann), sollte jedem und jeder klar sein. Die Idee, dass aufgrund einer solchen Prognose dann auch noch unsere Sozialwerke demontiert werden sollen, ist in meinen Augen eine neoliberale Kampfansage. Vielleicht schaffen wir es bis in 50 Jahren die grenzenlose Macht der Wirtschaft unter eine demokratische Kontrolle zu bringen, so dass wir wieder Steuern erheben können ohne die sogenannten "Standortvorteile" zu verlieren. Wenn die Sozialwerke jedoch wirklich geschwächt werden, dann wird auch die Lebenserwartung zurückgehen, womit die teuren Sozialwerke (Altersvorsorge) dann auch obsolet werden. Ich hoffe jedoch noch immer, dass wir uns früher auf Werte wie Solidarität und Gemeinwohl besinnen und das nötige Geld dort holen wo es liegt: beim entarteten "Raubtierkapitalismus".

    Zur Diskussion
  • Der Wagenpark muss in zehn Tagen weiterziehen

    Ich habe mir nun alle Ihre Kommentare angeschaut. Mir schauderts vor Ihrer Meinung. Sie zeichnen sich durch eine undifferenzierte, plakative und leicht aggressive Wortwahl aus. Nun denke ich, dass (auch) Menschen wie Sie auf den Schutz durch die demokratische Gesellschaft angewiesen sind. In diesem Sinn freue ich mich sogar, dass sie sich am gesellschaftlichen Aushandlungsprozess beteiligen, denn das beste Mittel gegen eine ausgrenzende Gesellschaft, die niemand in ein Arbeitslager stecken tut, ist der Dialog. Für den Dialog heisst: gegen das Arbeitslager. Historisch war das Arbeitslager ja vorallem ein Symbol und Machtmittel von antidemokratischen Gesellschaften.

    Zur Diskussion
  • Letztes Asylheim vor der Grenze

    Im genannten Artikel wurde in keiner Weise von grösseren Problemen gesprochen. Wenn einzig die Anwesenheit von AsylbewerberInnen für eine "nicht Schweizer freundliche Umgebung" sorgen kann, dann bleiben nur noch die Vorurteile, die einen solchen Schluss zulassen können. Dies sagt dann aber mehr über die Wahrnehmungsverzehrung des Kommentierenden aus, als über die dortigen AsylbewerberInnen und "Schweizerfreundlichkeit" von Rodersdorf. Und noch etwas... Frau Meier wurde so wiedergegeben, als sei es für sie ganz normal, dass sich auf dem Land Rechtsextreme tummeln. Normal ist das sicher nicht, höchstens eine traurige Realität.

    Zur Diskussion
  • Gefordert: Yvonne Bürgin Flubacher

    Ich finde es toll, dass es Institutionen wie den Schwarzen Peter gibt. An dieser Stelle möchte ich meinen Dank an all diejenigen richten, die dank ihrem Engagement für eine solidarische und soziale Stadt einstehen.

    Zur Diskussion