AM
  • Tausend Blätter und kein Ende: Die Hysterie um das Lehrmittel «Mille feuilles»

    Eine gute und zutreffende Analyse. Hinzufügen könnte man, dass neben der starken Schule mit dem LVB (und speziell deren "Experte" Philipp Loretz, er wird auch hier in Kürze kommentieren) ein weiterer Player die Diskussion politisiert und in die Öffentlichkeit trägt. Auffallend auch, dass es sich bei den Protagonisten in grosser Mehrheit um Sekundar- und Gymnasiallehrer/innen handelt - die am meisten betroffenen Primarlehrer/innen, die schon selbst Erfahrungen sammeln konnten, sind offensichtlich relativ zufrieden. Rückblickend müssen die Initianten der neuen Lehrmittel sich sicher fragen, ob mit der Art der Verordnung "alles neu", "alles viel besser" und das ganze von oben herab "top down" der Widerstand einer Minderheit nicht vorprogrammiert war. Dass dieser Ansatz in der Schweiz - insbesondere bei Lehrer/innen - nicht nur auf Gegenliebe stösst hätte den Verantwortlichen klar sein müssen. Umgekehrt erinnert sich wohl noch jeder an seine eigene frühfranzösisch Zeit: Anwenden konnte niemand etwas, man konnte bestenfalls einige Vokablen auswendig... Leider stimmt das für viele auch noch Ende der obligatorischen Schulzeit. Das hier Veränderungen dringend notwendig waren, ist eigentlich offensichtlich. Die Kritik an den Detailfehlern der neuen Lehrmittel ist zum Teil sicher berechtigt - aber auch bei den vorherigen Lehrmitteln, haben erfahrene Sprachlehrer/innen jeweils ganze Seiten ausgelassen und durch eigenes Material ersetzt, weil sie es für ungeeignet oder fehlerhaft hielten. Ein perfektes Lehrmittel gibt es wohl nicht. Deswegen braucht es ja auch gut ausgebildete Lehrer/innen. Diese sind eben nicht einfach nur Vorleser/innen eines Lehrmittels. Dass die "starke Schule" und Teile des LVBs sich geweigert haben, diesen Konflikt in den entsprechenden Fachgremien der Lehrerschaft auszutragen (wo sie ihn wohl verloren hätten, wie die aktuellen Zahlen zeigen) und ihn stattdessen politisiert haben, und dadurch einer Bildungsabbauerin zur Wahl verholfen haben, müsste eigentlich den Rücktritt sämtlicher Verantwortungsträger zur Folge haben. Ein neues Sprachlehrmittel ist wahrlich eines der kleinesten Probleme(wenn es denn überhaupt eines ist), dass das Bildungssystem BL aktuell hat. Die Bildungsabbauer lachen sich ins Fäustchen, dass die angeblichen Bldungsvertreter (und die Medien) ihre Energie auf diesem Nebenschauplatz verbrauchen.

    Zur Diskussion
  • Günstig wohnen ohne jede Rechte? Geschäftsmodell von Projekt Interim gerät in Bedrängnis

    Das mag alles korrekt sein, hat mit meinem Post aber eher wenig zu tun. Selbst bei einer noch so sozialen Genossenschaft, kostet eine 3 Zimmer Wohnung mindestens das doppelte der 450 Franken, eher sogar das 3-5 fache. Ich bezweifle nicht, dass Gebrauchs-Leihverträge für Wohnungen ein riesiges Missbrauchspotential bergen. Dies muss überwacht werden. Bei 450 Franken im Monat für eine 3 Zimmerwohnung scheint es sich aus meiner Sicht jedoch nicht um eine speziell missbräuchliches Angebot zu handeln. Für diesen Preis lässt sich selbst in Ihrer mit Schlagworten aufgeladenen Welt langfristig kein Wohnraum schaffen. Dass sich das für den Vermieter nur halbwegs rechnen kann, wenn er die Wohnungen dann auch sofort zur Verfügung hat, wenn er sie braucht, scheint relativ logisch.

    Zur Diskussion
  • Günstig wohnen ohne jede Rechte? Geschäftsmodell von Projekt Interim gerät in Bedrängnis

    450 Franken monatlich für eine 3-Zimmerwohnung in Basel ist günstiger als die meisten WG Zimmer und weit unter dem üblichen Marktpreis. Da die Interim GmBH selbst Gewinn abschöpft, gehe ich davon aus, dass der Besitzer mit dieser Miete kaum mehr Geld verdient. Die Alternative zur "Zwischennutzung" wäre dann wohl einfach das Gebäude leer stehen zu lassen. Das Zitat «Wer sich keine Wohnung zu Marktpreisen leisten kann, muss sich bald alles gefallen lassen» könnte man dann umformulieren in «Wer sich keine Wohnung zu Marktpreisen leisten kann, hat bald gar keine Wohnung mehr». Wäre das wirklich besser?

    Zur Diskussion
  • Nix mit Längenschwimmen: Die Bäder in Basel-Stadt laufen über

    Ich war gestern über den Mittag im Bachgraben trainieren. Maximal 2 Schwimmer pro Bahn. Abends kann man bis 19.45 Uhr trainieren. Auch dann sind es selten mehr als 5-6 Schwimmer pro Bahn (ergo alle 20m ein Schwimmer). Selbiges gilt auch für das Eglisee. Schade ist, dass man im Eglisee und Bachgraben das Wasser spätestens um 19.45Uhr verlassen muss. Ansonsten sehe ich das Problem im Sommer nicht. Klar wäre es toll auch in den Spitzenzeiten nur mit 4 gleich schnellen Schwimmern auf der Bahn zu sein - nicht sehr realistisch. Im Winter ist es ein Problem. Zumindest an den Wochenenden über den Mittag Waren es in der Eglisee Ballonhalle aber auch maximal 4 Schwimmer pro Bahn. Vielleicht ist die Nachfrage doch nicht ganz so gross?

    Zur Diskussion
  • Per E-Bike über Stock und Stein ist mega peinlich (aber leider geil)

    Mit einem Motocross Töff wäre es wahrscheinlich noch spassiger;-).

    Zur Diskussion
  • Diese zwei Lehrer schicken ihre Kinder nicht zur Schule

    "Es ist nicht so schlimm, wenn Nico nicht weiss, dass Napoleon anno so und so eine Schlacht gewonnen hat" Daten auswendig lernen gehört schon lange nicht mehr zum Schulstoff. Ich habe bis zur Matur an der Staatsschule keine lernen müssen. Wer glaubt Daten von Schlachten auswendig zu lernen sei zeitgenössischer Geschichtsunterricht, hat von Schule keine Ahnung und ist sicher nicht geeignet Kindern Geschichte näherzubringen. "Die Schule hat sich in den letzten Jahrzehnten in eine Richtung entwickelt, die nicht mehr kindgerecht ist" Tatsächlich? Ich empfehle dringend mal Eltern und Grosseltern nach ihren Schulerfahrungen zu fragen - dann seine eigenen zu reflektieren und dann jetzt einen Schulbesuch zu machen... Kritische Nachfragen sucht man im Artikel vergebens. Der Autor bleibt uns auch die Erklärung schuldig, wie die Familie sich finanziert - etwa weiterhin als Lehrer? Dass Herr Schulthess' Wahrnehmung in Bezug auf Schule und Unterricht wenig mit der Realität zu tun hat, demonstrierte er bereits im Interview mit Herrn Stern: 1-2 Tage bräuchte er nur, um den ganzen Gym Chemiestoff zu lernen (wenn es ihn denn nur interessieren würde). Für die Kinder der Familie Miedaner ist das tröstlich: Sollten sie doch mal die Matur benötigen, können sie folglich den gesamten Gym Stoff gemäss Herrn Schultess' Schätzungen in 2-3 Wochen lernen. Ich bin gespannt auf das Ergebnis.

    Zur Diskussion
  • Verspielte Basler toben sich am Piano aus

    Eine gute Aktion. Die SBB könnte noch zugeben, dass sie die Idee den Franzosen nachgemacht hat - öffentliche Klaviere an Bahnhöfen gibt es in Frankreich seit mehreren Jahren - und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

    Zur Diskussion
  • Hört bloss auf mit eurem Kulturpessimismus

    "n diesem Anlass hat sich ein Weltbild offenbart, das mich befremdete. Dieses «Heute ist alles alles scheisse – früher war alles besser», das man sonst von Stammtischen kennt, hält Einzug in die von mir so geliebte Kultur." Blödsinn lieber Knackeboul - du und deine Freunde - ihr werdet einfach alt!

    Zur Diskussion
  • Wie ein harmloses Treffen im Elsass Wessels in seine grösste Krise stürzte

    Dann geben sie den Tipp doch dem BL Regierungsrat. Vielleicht liegts daran,dass denen nichts gelingt ;-)

    Zur Diskussion
  • Wie ein harmloses Treffen im Elsass Wessels in seine grösste Krise stürzte

    Wessels wurde gewählt, weil man ihm zu traut Projekte wie die 3er oder 8er Verlängerung durchzuführen. Dies gelingt ihm. Im Vergleich zu den Gesamtkosten ist die Summe ein Klacks. Die Kommunikation ist allerdings schlecht. Wessels haette von Anfang an hinstehen sollen und mitteilen, dass die Tram Verlängerung für Basel wichtig ist, und die Million für das Einverständnis notwendig. Dass das Projekt in Frankreich überhaupt realisiert werden kann ist die Gegenleistung.

    Zur Diskussion