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  • Gib uns, und wir zerstören: Wie nette Projekte das Schlechteste im Basler zum Vorschein bringen

    Ja, das mit den Pflanzen war in letzter Zeit etwas heavy: nicht nur aus dem Kistli von Melinda kamen Blümelein weg, sonder auch aus den Kisten der anderen Kinder. Eine Baumscheibenpatin (bei uns um die Ecke) beklagte den Klau von drei Pflanzen plus Zerstörungswut eines grossen Hundes samt gruusiger Hinterlassenschaft. Nein auch in der Nebenstrasse wurde ein junger, frisch gesetzter Baum aus dem Vorgarten ausgegraben.... Aber die Welt hat auch noch gute Menschen. Ich erhielt heute ein Telefonat eines liebenswerten Mitbürgers, der mir mitteilte, er würde für Melinda Fr. 20.- sponsern, damit ich mit ihr neue Pflänzli kaufen gehen könne. DANKE, DANKE, DANKE! Es tut gut.

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  • «Es braucht einen neuen Frauenstreik, damit die Gesellschaft den Frauen endlich mal zuhört»

    Dieser Artikel regt zum Widerspruch an. Im Grunde genommen bin ich sehr froh, dass die Frauen sich ihren Platz so nach und nach in der Männerwelt von gestern erkämpft haben. Ich danke den Frauengenerationen von damals, denke aber, es gibt noch viel zu tun. Die Frage bleibt: wie sollen wird agieren? Ich möchte dazu einzelne Aussagen kommentieren: Spitze des Eisbergs: ja sicher. Aber der Eisberg schmilzt, dank Beharrlichkeit. Vieles ist erreicht und was unter der Wasseroberfläche ist, muss mit Überzeugung verändert und ans Tageslicht geholt werden. Betreuungsarbeit: mich ärgert, dass das immer noch ein Thema ist. Ich habe Kinder und blieb zu Beginn meiner Mutterschaft zu Hause. Kinder zu bekommen, war ein bewusster Entscheid meines Mannes und mir. Und bewusst haben wir uns für dieses Modell entschieden. Natürlich hatte ich damals kein Einkommen. Wir mussten sparsam von einem Lohn leben. Irgendwann stieg ich wieder ins Berufsleben ein. Ich weiss nicht, was an diesem Modell so quer sein soll: nur ich als Frau kann schwanger werden, gebären und stillen. So oder so ist die Betreuungsarbeit zumindest am Anfang nicht "gerecht" aufgeteilt. Ich wehre mich absolut gegen die Idee, Kinderkriegen sei Reproduktionsarbeit. Und nochwas: Wenn junge Mütter die Kinder in die Krippe geben, damit sie "ihre Pensionskassen füllen können", wer betreut die Kinder? Natürlich zur Hauptsache Frauen! Frauen geben also den (schlecht bezahlten) Job an Frauen weiter! Ist das fair? Die Fragestellung "Bürgerliche Frauen identifizieren sich vielleicht lieber mit der Managerin im Deux-Pièces, die sich in die Männerriege der Verwaltungsräte vorkämpft, als mit der Migrantin, die in der Altenpflege arbeitet." finde ich absolut daneben. Wenn wir Frauen uns nicht von solchen Bildern lösen können, wie soll es denn fair und gerecht weitergehen mit der Entwicklung, mit uns selber? Ich bin eine bürgerliche Frau, bin weder eine Managerin, noch laufe ich nur im Deux-Pièce rum, war auch schon 12 Jahre in einem Verwaltungsrat, setze mich ein für Migrantinnen und Migranten, habe Care-Arbeit in der Familie ehrenamtlich geleistet, mich rund 20 Jahre für mein Quartier engagiert.... Ich lasse mich nicht in eine Schublade quetschen! Und ja, wir bürgerlichen Frauen haben gleiche Probleme, andere Lösungen und wohl eher keine Streikabsichten. Mein Ziel ist es: wir müssen es besser machen, als die Männergenerationen vor uns, welche die Frauen nur bei den Kindern, dem Herd und in der Kirche haben wollten. Konsens wäre angebracht. Reden! Überzeugen!

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  • Warum die Wohnungssuche in Basel ein Albtraum ist

    Jetzt bin ich aber erleichtert. Ich schimpfe nämlich über die 4 Wohninitiativen, bin selber Hausbesitzerin, und der Mietpreisberechner gibt mir nun an, dass ich CHF 600 mehr Miete verlangen dürfte!!! Ich gehöre nicht zu denjenigen, die Wucherpreise verlangen, weil es mir wichtig ist, Familien in der Stadt zu behalten. Es sind immer Familien, welche die Wohnung bekommen. Mich ärgern diese Intiativen, weil einerseits auch mit weiteren Vorschriften allfälliger Missbrauch nicht verhindert werden kann. Dann kommen die Initianten mir zu wenig sachlich daher mit ihren - zugegebenermassen - fürchterlichen Geschichten der Rausschmisse etc. Das ist wirklich tragisch. Aber die andere Seite wird nie beleuchtet: als Hausbesitzerin bin ich mehr und mehr und immer noch mehr mit Gebühren, Vorschriften, Zwängen konfrontiert, was es mir verunmöglicht, mit meinem Eigentum zu tun und lassen, was ich will. Beispiele: - Muss der Baum im Garten gefällt werden, darf ich das nur mit Bewilligung, muss dann Ersatz pflanzen, aber nicht mehr dort, wo er seit rund 120 Jahren stand, sondern wegen der Vorschriften mit Abstand zum Nachbarn.... also mitten im Garten! - steigt die Heizung aus, bin ich verpflichtet, mich für sehr, sehr viel Geld in Solar oder Wärmepumpen reinzustürzen. - Ich zahle Abwassergebühren für das Dachwasser und sämtliche versiegelten Flächen auf meinem Grundstück. Wenn ich eine Fläche entsiegle, kann ich das nicht einfach melden. Nein, ich muss einen Fachmann beiziehen, der alles genau berechnet, muss Grundbuchauszug, Pläne, Rechnungen einschicken. So oder so heisst es beim Amt, sie empfehlen mir, das nicht zu tun, ich würde wahrscheinlich sowieso zu wenig Abwassergebühr bezahlen. - Saniere ich die Bäder und die Küchen, braucht es jetzt schon eine Bewilligung von Amtes wegen und selbstverständlich muss dann die komplette Abwasserleitung bis auf die Strasse hinaus saniert werden. - Muss eine Grundstückmarke neu gesetzt werden (wegen Sanierung der Strasse und Sanierung der entsiegelten Fläche), kostet das mich als Hausbesitzerin CHF 500. Und weil im digitalen Plan noch ein Pfosten markiert ist, der nun weg ist, kostet das Entfernen des Pfostens auf dem digitalen Plan noch zusätzlich CHF 200! Zu den Initiativen ein Beispiel: wie soll der Kanton "Recht auf Wohnen" durchsetzen? Da kommt eine Familie mit zwei Kindern, hat Anrecht auf eine 5-Zimmer-Wohnung (4 Personen + 1 Zimmer zusätzlich)... wer setzt ihr Recht durch? Werden wir Hausbesitzende dann gezwungen, bei einem allfälligen Wechsel diejenigen zu nehmen, die dann grad ein "Recht" vorweisen? Viermal NEIN ist für mich die Devise! Und zwar voll überzeugt.

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  • Historisches Museum frisierte jahrelang seine Besucherzahlen

    Das Café muss geschlossen werden.... Warum denn? Warum vermietet man es nicht extern und generiert so Einnahmen?

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  • Was Sie zur Nationalfeier in Basel wissen müssen (viel ist es nicht)

    Als langjähriges Mitglied des OK's und als ehemalige Präsidentin des OK's danke ich Ihnen für Ihre Präzisierung. Seit nämlich die "Bundesfeier am Rhein" stattfindet, geht die Offizielle Bundesfeier auf dem Bruderholz fast unter. Aber wir haben eine treue Fan-Gemeinde und das Fest ist immer sehr friedlich. Mir ist nie klar geworden, warum der Kanton es für nötig erachtet, ein Konkurrenzfest am Rhein selber zu organisieren - nun gut.... es bringt Geld, denn dort an den Ständen, welche Gebühren einspielen, wird ziemlich viel gegessen und noch mehr getrunken....

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  • Was Sie zur Nationalfeier in Basel wissen müssen (viel ist es nicht)

    Ich war lange Jahre im OK des Bruderholz-Anlasses. Irgendwann haben wir das Prozedere gewechselt: nachdem dreimal hintereinander RR Morin geredet hat, beschlossen wir, künftig den höchsten Basler, die höchste Baslerin, zur offiziellen Ansprache einzuladen, also den Grossratspräsidenten oder die Grossratspräsidentin. So wechselt jedes Jahr die Person, die Partei, das Geschlecht. Elisabeth Ackermann hat im übrigen auch schon geredet: als GR-Präsidentin.

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  • Millionenschaden: Baupfusch am Biozentrum

    "... Firma Pöyry..." Können die Deutsch? Ein Unterakkordant? Billig? Zu billig? Käme es nicht billiger, wenn wir von Anfang an eine hiesige Firma damit beauftragen würden? Das sichert Arbeitsplätze, Löhne, Steuern, Konsum.......

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  • Ein Quartier im Wandel: Fünf Gundelianer erzählen

    Ein klein wenig kann ich Christine Ruckstuhl recht geben! Es gibt so viele Gundelianer, die da aufgewachsen sind, wegzogen und mit den Familien wieder zurückkamen, einfach weil das Gundel Heimatgefühle aufkommen lässt. Und dann gibt es noch den Neutralen Quartierverein Gundeldinge, welcher der erste der Stadt war, 1875 gegründet! Und die Quartiergesellschaft Zum Mammut Gundeldingen-Bruderholz! Und Wohnliches Gundeli Ost. Und die Quartierkoordination Gundeldingen. Das Gundeli hat sich verändert. Es ist bunt geworden. Und unglaublich viele Menschen engagieren sich für "ihr" Quartier. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, die Identifikation in unserem Quartier ist sehr sehr hoch. Und ich glaub, ich kann es beurteilen, denn ich wohne seit meiner Geburt im Gundeli... *lach*

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  • «Ich gehöre hierher und trotzdem nicht dazu»

    Als Mitglied der Einbürgerungskommission der Bürgergemeinde der Stadt Basel erlaube ich mir hier einen kleinen Einwurf: Im Einbürgerungsverfahren werden - auch bei der erleichterten Einbürgerung - Bund, Kanton und Gemeinde eingebunden bleiben. Das "erleichtert" bezieht sich "nur" auf das Verfahren. Die Kriterien bleiben dieselben. Um beurteilen zu können, warum die Familie Coskun wegen eines zu schnellen Fahrens nicht eingebürgert worden ist, müsste man fairer Weise die Akten dazu haben, um zu sehen, um was für eine Busse es sich handelte. Schade, hat Familie Coskun es nicht nochmals probiert, denn sicher wurde ihnen mitgeteilt, ab wann sie sich wieder melden können. Ich wünsche jedenfalls Herrn Coskun alles Gute für die erleichterte Einbürgerung. Ich schätze sein Anliegen, denn es gibt wirklich junge Männer, die diesen Weg nicht gehen wollen, weil sie keinen Militärdienst in der CH leisten möchten (O-Ton aus einer Familie, die ich kenne!). Und ich freue mich, wenn er sich politisch engagiert.

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  • Hauptpost in der Innenstadt steht vor Schliessung

    Ich ärgere mich einfach nur! Da wird man - auch - von der Post zu den Automaten und zur Elektronik gedrängt und liefert damit der Post die Ausrede, die Schalterfrequenzen seien rückläufig! Es ist nun mal so, ich habe lieber einen Mensch als Gegenüber als einen Automaten! Es sind auch Arbeitsplätze, die verschwinden. Es sind auch AHV- und Sozialleistungs-Zahlende, die verschwinden. Es wirkt sich auf die Lehrstellen aus. Als regelmässige Besucherin von Basel 1 kann ich auch beobachten, wie die Touristen diese Post frequentieren.

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