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  • Die Entfesselung des Anton Kohler

    Als schwuler Mann habe ich in den 90er Darkrooms besucht. Auch das Rage, kurz nach der Eröffnung. Was ich nie verstanden habe, warum mann HIV so auf die leichte Schulter nimmt. Lebenslange Medikamentencocktails mit all den verbundenen Nebenfolgen. Der Besuch eines schwulen Darkrooms ist nicht zum Vergleichen mit der üblichen Sexualität. Der Artikel kann dies nur andeuten. Für heterosexuelle Männer gibt es nichts Vergleichbares. Es ist eine unglaubliche Verführung. Verbunden mit Alkohol verleitet es zu einem Verhalten, das sämtliche Risiken ignoriert. In solchen Orten spielt mann mit vollem Risiko. Wie "ch serena" völlig zu Recht feststellt, sind Fragen zur Homosexualität immer noch unbeantwortet. Homosexualität muss tatsächlich entabuisiert werden. Heute ist dies nicht der Fall, wie Studien aus den Niederlanden, Genf oder Österreich zeigen. Der Gesundheitszustand der schwulen Bevölkerung ist erstaunlich schlecht. Vielleicht 3-5% der männlichen Bevölkerung tragen zur Hälfte der HIV Neuinfizierung bei. Die Gesellschaft ist nicht so tolerant, wie vorgespielt. Homosexualität ist immer noch in vielen Bereichen ein Tabu. Also verstehe ich doch, wenn Nischen ausgelebt werden, auch wenn es viele Fragen aufwirft.

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