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  • Rechts ist auf dem Vormarsch in Frankreich – das Elsass aber zur Abwechslung nicht in den Schlagzeilen

    Was heisst hier "Auflösung"? Sind sind ja recht schulmeisterlich. Eine wirkliche Auflösung kann es in einer Mathematikstunde geben, aber hier sicher nicht! Ausserdem bringen Sie einen neuen Begriff ins Spiel (Kulturist), der nicht gängig ist, sondern einfach von Ihnen so gebraucht wird. Das können Sie gerne, aber das ist dann noch lange kein Grund für eine neue Definition.

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  • Rechts ist auf dem Vormarsch in Frankreich – das Elsass aber zur Abwechslung nicht in den Schlagzeilen

    @mary bader: uff, das kann ich nicht alles beantworten, aber ich versuche mal, das auszudrücken, was ich meine: Wobei es mir Mühe macht, dass Sie Rassisten und Faschisten gleichzeitig nennen!? Rassisten diskriminieren Menschen wegen ihrer Herkunft, Faschisten unter mehreren Gesichtspunkten, die meines Wissens veränderbar sind. Der Afrikaner ist sicher keines von beidem. Das schweizer Ehepaar zeigt rassistische Züge, es können aber auch noch andere Gründe für den Umzug mitspielen, ich finde, man sollte immer den Einzelfall kennen. Die Steigerung von Faschismus? Schwierige Frage. Der Vorläufer ist sicher das Spiessbürgertum: gerade in Dörfern habe ich erlebt, wie die Mehrheit (z.B. katholisch und mehrheitlich schon seit Generationen dort ansässig) andere, neue Mitbürger dauernd beobachten und alles aburteilen, was sie sehen. Manche warten täglich drauf, dass wieder was passiert, das nicht der dort gängigen Meinung/Lebensweise entspricht und haben irgendwie eine satanische Freude daran, diese Leute dann bewusst und offensiv auszugrenzen. Es kann dann sowas wie eine Hetze entstehen. Früher wurden ja genau auf diese Weise Frauen zu Hexen gemacht.... Und es sind nicht nur Frauen, die mit Klatsch und Tratsch die Stimmung anheizen, Stgammtische haben es ja auch in sich. Ich habe im letzten Dorf aber auch gelernt, dass soziale Kontrolle helfen kann. Z.B. wenn Kinder schlecht betreut werden zuhause, fällt das schneller auf und es greift eher wer ein als manchmal in der Anonymität der Städte. Faschismus kann vielleicht in einer Diktatur enden, wobei dort ein Einzelner herrscht und es beim Faschismus eigentlich weite Bevölkerungskreise braucht für die negative soziale Kontrolle. Da müssen Sie wirklich einen Fachmann fragen! Um auf Ihr Bild zurückzukommen: Fieber kann vernichtend sein, wenn der Organismus schon sehr geschwächt ist und einen tödlichen Verlauf vorantreiben. Bei gesunden Voraussetzungen sollte man es aber nicht gleich unterdrücken, denn es verbrennt die Keime ein Stück weit und stärkt letztendlich den Organismus. Einen "gesundmachenden" Faschismus im Sinne einer reinigenden Kraft kann ich mir hingegen nicht vorstellen. Was schlimmer ist als früher, sind die vielen und oft perfiden Mechanismus, mit denen den Menschen tausendfach Angst eingejagt wird. Auf allen Ebenen. Und alle meinen dann, sie würden sich "von sich aus" gegen dieses und jenes und andere entscheiden. Das beunruhigt mich sehr, aber ich gebe mir Mühe, mich nicht von der Angst anstecken zu lassen, sondern frohen Mutes zu bleiben. Z.B. gegen den Faschismus.....

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  • Rechts ist auf dem Vormarsch in Frankreich – das Elsass aber zur Abwechslung nicht in den Schlagzeilen

    Wenn man im Internet rumguckt, finden sich sehr verschiedenartige Auslegungen, was die Menschen heute unter Faschismus verstehen. Denn nicht jeder knüpft gleich an Mussolini an... Ich habe vor rund 25 Jahren mal einige Jahre in einem kleinen Dorf in einer Gegend unweit von Basel gelebt. Da hat ein junger kritischer Mann eine Theateraufführung auf die Beine gestellt, die - bewusst oder unbewusst - der Dorfbevölkerung dort einen Spiegel vorhalten sollte. Der Kernsatz für mich war: "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns." Ich dachte damals spontan: so fängt der Faschismus an. Und ich denke das immer noch!

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  • «Es braucht jemanden, der sich mal die Hände dreckig gemacht hat»

    Ach Gottt wie schrecklich: eine Parteileitung, die aus ihrem Wolkenkuckucksheim fällt! Wünsche gute Landung, denn eigentlich bin ich kein schadenfreudiger Mensch. Fast nie, wenn ich ehrlich bin... Aber mit diesem Herrn Winkelried im Handgepäck ist es klar: ES KOMMT GUT!

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  • Geliebtes Feindbild: Muslime als willkommene Gegner für die Retter des Abendlandes

    ja, da haben Sie recht: da muss frau so manches innere Schweinehündchen überwinden. Aber je höher man den Berg erklimmt, desto besser wird die Luft. Und es macht Spass und gibt das Gefühl von Freiheit. Jedenfalls wurde mir nun grad' klar, welches Bild ich neu hochlade (was ja gewünscht wurde): den Hund, den ich nicht überwinden muss, weil er mich oft an der Leine rumführt ;-)

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  • Geliebtes Feindbild: Muslime als willkommene Gegner für die Retter des Abendlandes

    aber hier haben Sie - lieber Herr Martens - wohl doch recht: da ist Hopfen und Malz offensichtlich verloren! Meine Gleichmut hin oder her, und auch wenn sie noch so hart erkämpft wurde. Sie haben vorgestern, am 35. Geburtstag meines verstorbenen, schwer behinderten Sohnes, ein schönes Schiller-Zitat geschrieben. Lassen Sie mich mit einem anderen weisen Wort die Sache hier beenden, denn es ist schlicht Zeitverschwendung und niemand kann zu seinem Glück gezwungen werden: "Das Glück setzt eine Wahl voraus und innerhalb dieser Wahl einen ausgewogenen, klar blickenden Willen." Albert Camus in "Der glückliche Tod"

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  • Kritiker machen mobil gegen Islam als Landeskirche

    Sie machen es sich einfach, Herr Sabo: sie und andere tun so, als sei das Alte Testament quasi "verjährt". Es strotzt ja ziemich von Brutalität, z.B. hier: "Vergehen gegen Leib und Leben: .....Wer seinen Knecht oder seine Magd schlägt mit einem Stabe, daß sie sterben unter seinen Händen, der soll darum gestraft werden. 21 Bleibt er aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er darum nicht gestraft werden; denn es ist sein Geld. 22 Wenn Männer hadern und verletzen ein schwangeres Weib, daß ihr die Frucht abgeht, und ihr kein Schade widerfährt, so soll man ihn um Geld strafen, wieviel des Weibes Mann ihm auflegt, und er soll's geben nach der Schiedsrichter Erkennen. 23 Kommt ihr aber ein Schade daraus, so soll er lassen Seele um Seele, (3. Mose 24.19-20) (5. Mose 19.21) (Matthäus 5.38) 24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, 25 Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule. 26 Wenn jemand seinen Knecht oder seine Magd in ein Auge schlägt und verderbt es, der soll sie frei loslassen um das Auge. 27 Desgleichen, wenn er seinem Knecht oder seiner Magd einen Zahn ausschlägt, soll er sie frei loslassen um den Zahn." Das passt nicht so ganz ins Weltbild einer friedfertigen Religion. Aber auch dieses alte Testament gehört zum Christentum, das kann und soll niemand herunterspielen, der es ehrlich meint! Es ist für mich kein Grund, die Christenheit deshalb insgesamt zu Verteufeln. ABER umgekehrt sollten gerade Exponenten wie Sie sich davor hüten, dasselbe mit dem Islam oder anderen Religionen zu tun. Das finde ich ganz und gar übel!

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  • «Der Islam strebt nach der Macht»

    Was bei der Debatte um die Anerkennung einer Religionsgemeinschaft durch den Staat gerne vergessen geht, ist die Tatsache, dass eine der Grundbedingungen für eben diese Anerkennung die Offenlegung der Finanzen ist! Es kann allen EinwohnerInnen der Schweiz doch nur recht sein, wenn aufgezeigt werden muss, woher die Geldströme fliessen. In Saudi-Arabien sind diese bekanntlicherweise beträchtlich vorhanden und es wird zu Recht vermutet, dass damit weltweit Moscheen und deren Umfeld alimentiert werden. Gerade diese Fundamentalisten repräsentieren "den Islam" aber nur verzerrt und das Errichten einer "Geldeinreisesperre" - indem es keine Anerkennung gäbe für solche Extremgruppen - würde die gemässigten, auf wirkliches Mitleben mit allen Einwohnern der Schweiz bedachten Muslimen, wesentlich stärken.

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  • Twitter-Nutzer umgehen Erdogans Sperre

    Was in unseren Breitengraden als schon fast amüsantes Katz- und Mausspiel anmutet, ist für die Menschen in der Türkei eine absolut bittere Realität. Wer - wie hier abgebildet - solche Transparente durch die Strassen trägt oder sonstwie deutlich seinen Protest gegen Erdogan und dessen Gefolgsleute zeigt, riskiert nichts weniger als sein Leben. Es ist geradezu grotesk, wie hirnwütig und hasserfüllt alles niedergetrampelt wird, was sich ihm in den Weg stellt: Richter, Anwälte, Journalisten und Tausende andere werden versetzt, verhaftet, misshandelt, umgebracht. Dokumentiert wurde dies kürzlich sehr anschaulich im "antidotincl." einer regelmässigen Beilage zur WOZ. Ich habe in der Türkei und bei meinen türkischen Verwandten viel Fatalismus erlebt, vielleicht ist er eine der Grundlagen für diesen grossen Mut der Menschen? Auf jeden Fall ziehe ich hier meinen Hut!

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  • EU-Grenzschutzagentur Frontex soll künftig zur Rettung von Flüchtlingen verpflichtet sein

    Frau wird schon fast sarkastisch, wenn sie das liest: Frontex als Truppe der EU, welche ja grossenteils aus Staaten besteht, die sich identlsch fühlen mit dem "christlichen Abendland", muss jetzt offiziell Menschen retten, anstatt sie im Meer ersaufen zu lassen. Was tausende Male vorkam! Wenn das so weitergeht, darf sich dieses Abendland eines Tages sogar wieder humanistisch nennen. Mein Wunschtraum, aber realisierbar. Es geht uns alle an!

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