• Studie zeigt: Der ideale Baselbieter Uni-Standort liegt in … Basel-Stadt

    Natürlich muss man davon ausgehen, dass ein zusätzliches Baselbieter Standbein für die Uni sorgfältig evaluiert wird. Das versichern in jedem Fall die Verfasser der vorliegenden Studie. Ein internes Standort-Ranking hat aber offensichtlich Liestal auf den letzten Platz verwiesen. Was sagt uns dies? Gar nichts. Die Verantwortlichen lassen eine transparente Strategie vermissen. Wir wissen nicht, welche Kriterien über den zukünftigen Standort entscheiden, oder entschieden haben. Es gibt keinen offenen Kriterienkatalog. Keine weiteren Begründungen. Allschwil als Standort scheint neuerdings in der Poleposition zu sein. Skepsis kommt aber auf, wenn man liest: »Das Bachgraben-Areal in Allschwil befindet sich in einem starken Wandel. Ein Einbezug der beiden Fakultäten würde dem Areal noch mehr Schub verleihen«. Heisst im Klartext: Eine Univerlagerung wird als reines Baselbieter Wirtschafts- und Standortförderungsprogramm gedacht. Das scheint mir unlauter. Zeigt aber die Denkweise und Argumentationslinie der Baselbieter Politik. Es geht nicht um die Universität und einen allfälligen Mehrwert für die Uni durch einen ausgelagerten Standort. Es geht um den reinen wirtschaftlichen und monetären Eigennutz. Damit disqualifizieren sich die Protagonisten. Um Bildungspolitik scheint es auch bei dieser Studie definitiv nicht zu gehen und die Stärkung der Universität als Forschungs- und Bildungsinstitut ist ein nachgelagertes Kriterium.

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  • Begünstigung: Thomas Weber zieht die Baselbieter Regierung in den Sumpf

    Um die Volkswirtschaft kümmert sich Regierungsrat Thomas Weber seit geraumer Zeit wenig. Er verheddert sich je länger je mehr in der Baselbieter Klüngelwirtschaft. Ein Nebengeschäft der Volkswirtschaft. Der Sumpf wird jetzt, nachdem die Kacke am Dampfen ist, für alle Beteiligten zum unwegsamen Gelände, zur No-Go Area. RR Thomas Weber bricht offensichtlich auch mit der Loyalität gegenüber seinen bürgerlichen RegierungskollegInnen und versucht sich aus der Verantwortung zu stehlen. Rette sich wer kann! Weber gibt Forfait. Die Politik im Baselbiet geht auf Tauchkurs und überlässt das Regieren den Juristen. Die Gerichte und Expertisen sollen das Schlamassel richten. Das kann dauern. Derweilen wird das Land mit Nebel überzogen. Bewusste Taktik: Keiner soll die Situation überblicken können! So glaubt die bürgerliche Regierung die kommenden Wahlen überstehen zu können. So will man das System »Wirtschaftskammer«, mit seinem Intendanten Christoph Buser, über die Runden bringen. Für die RR-Wahlen braucht man das Wirtschaftskammer-Netzwerk. Hier wird die nötige Lobbyarbeit geleistet. Hier werden die Seilschaften auf Vordermann gebracht. Hier ist die gebunkerte Kohle. Daher: Die Wirtschaftskammer ist nie und nimmer Teil der Lösung der Baselbieter Wirtschaftsprobleme, sondern Teil des Problems und die Klüngelwirtschaft ist existentieller Teil des Systems. Daher sind alle Beteiligten befangen und können die anstehenden Probleme gar nicht lösen. Sie müssten die Omertà brechen. Das wäre aber gleichzeitig ihr politisches Todesurteil. Da auch die hauseigenen Consiglieri nicht mehr weiterwissen, dürfen jetzt die normalen (weltlichen) Gericht übernehmen. Wir sind zuversichtlich, dass dies zu keiner Lösung, aber sicher zu einer endlosen Verzögerung führen wird. Was vermutlich im Sinne der Erfinder ist...

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  • Weber weist Vorwürfe zurück, Stawa tritt in den Ausstand

    Thomas Weber dribbelt sich um die Probleme herum. Vielleicht ist er im konkreten Fall schuldig, vielleicht auch nicht. Vermutlich werden wir’s erst Monate später erfahren. In jedem Fall unsäglich ist es, dass das System »Wirtschaftskammer« immer wieder in Schlaumeiereien aller Art involviert ist. Ursprünglich ging es um die Arbeitsmarkt-Kontrolle (ZAK). Es ging darum Schwarzarbeit zu verhindern. In der Zwischenzeit geht es um die Kontrolle der Kontrolleure. Wer kontrolliert wen, zu welchem Tarif. RR Thomas Weber hat längstens die Oberhoheit über das System Wirtschaftskammer & die ZAK-Kontrolleure verloren. Er weiss nicht mehr, wer welchen Auftrag hat und in welche Richtung das Geld fliesst. Er ist Teil des Systems geworden. Neu ist jetzt auch noch das KIGA - das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit - involviert. Alle wollen irgendetwas kontrollieren. Auch die Gewerkschaft macht dazwischen noch die hohle Hand. Natürlich ist die Sache nicht mafiös. Es sieht nur so aus. Man müsste den Gordischen Knoten endlich zerschlagen. Die Sache auflösen. Alle involvierten Stellen haben gezeigt, dass sie unfähig sind Schwarzarbeit zu verhindern und adäquate Kontrollen durchzuführen. Da die Gewerkschaften eigentlich die ArbeitnehmerInnen schützen sollten, wäre es angebracht, dass hier endlich jemand die Chuzpe hat um Klartext zu reden. Das Kontrollsystem ist gescheitert. Dazu dürften sich auch die involvierten Gewerkschaften bekennen. Man sollte nicht jede Sauerei der Gegenpartei, sprich Arbeitgeber, mittragen.

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  • Basler Gefängnis-Angestellter kassiert Rüge wegen rechtsextremem Kleber am Spind

    Ich darf daran erinnern: Es gibt besagten Kleber, aber keine Straftat. Ergo gibt es auch keinen Täter, oder Täterin. Aufgrund von Vermutungen und Spekulationen den Rechtsstaat auszuhebeln und Sonderrechte einzufordern ist illegitim. Zeigt aber, dass es Zeitgenossen gibt, welche (nach eigenem Gusto) sofort bereit sind andere BürgerInnen zu überwachen, zu denunzieren, anzuklagen und zu verurteilen. Tolles Rechtsverständnis!

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  • Basler Gefängnis-Angestellter kassiert Rüge wegen rechtsextremem Kleber am Spind

    Fast hätten wir den Übeltäter auf frischer Tat ertappt. Leider konnte man aber nur ein paar Kleber mit verfänglichen Inhalten dingfest machen. Der Rest ist Spekulation. Spekulation in alle Richtungen. Wild und fern jeglicher Fakten. Ob der rechtsextreme Kleber auf einen rechtsextremen Menschen hinweist, weiss keiner. Nicht einmal die Gefängnisleitung. Der Mensch hinter dem Kleber schrumpft zur reinen Projektion. Ein Identitärer? Ein Islamhasser? Mit Zitaten, welche definitiv nicht vom Spind Nummer 27-Inhaber stammen imaginiert man einen schlimmen Finger und der besagte Kleber wird zum ultimativen politischen Statement hochstilisiert. Es wird gemutmasst. Eine Verschwörung? Das ganze Korps infiltriert? Martin R. Schütz, Leiter Kommunikation des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartements, lässt derweilen die Beschwichtigungsmaschine laufen und glättet die vermeintliche Skandalwoge. Ausgelöst wurde der Amoklauf gegen rassistisches Gedankengut durch den voyeuristischen Blick durch’s Garderobenfenster. Die Moral-DetektivIn S. (Name der Redaktion bekannt) hat’s der Redaktion geflüstert und damit Schlimmes verhindert. Zwei Sticker und ein Kleber sind in flagranti der Tat überführt worden und werden demnächst mit einem Lösungsmittel weggeputzt werden. Damit ist die Welt wieder in Ordnung. Uff! Glück gehabt…. PS.: Derweilen hat der Würth-Kalender (oder war’s ein Pirelli-Kalender? oder gar der Bauernkalender?) mit den halbnackten Frauen die Attacke offensichtlich schadlos überstanden, seine Existenz wurde nicht gerügt. Alles moralisch wieder tiptop.

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  • Mogelpackung «Velostrasse»

    Auch das stimmt nur zur Hälfte: Auf der Rheinseite gibt es keine einmündende Strasse. Ergo gibt es von Birsfelden nach Basel keinen Komfortgewinn.

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  • Mogelpackung «Velostrasse»

    Also! 1 Kilo Farbe, 1 Schablone + 1 Pressemitteilung und ein paar redaktionelle Beiträge = 1 Kilometer Velostrasse entlang des Rhein. Modell: Man tut, was man kann: Nix.

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  • Mogelpackung «Velostrasse»

    Eben! Ist die Strasse für VelofahrerInnen jetzt schneller geworden, bequemer? Mit all den parkierten Autos, gefahrloser? Nix Neues unter der Sonnen. Nur ein paar billige Logos, welche langsam verbleichen....

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  • Mogelpackung «Velostrasse»

    Eine ziemlich akademische Diskussion. Eine Gesamtsicht wäre nötig. Wir reden von einer Pendlerproblematik. 45’000 BaselbieterInnen pendeln täglich in die Stadt. Aus den stadtnahen Gemeinden sind dies 44,5% der Erwerbstätigen. Das Elsass und der Badische Raum noch nicht mitgerechnet. Möchte man, dass nur ein paar Tausend mit dem Velo zur Arbeit kommen, dann muss man mehr tun als ein paar Logos auf die Strasse malen. Wozu die ultrakurz Velostrasse - St. Alban-Rheinweg - dienen soll, erschliesst sich mir nicht. Als Flanierveloweg okay, aber als täglicher Arbeitsweg? Diese sogenannte Velostrasse ist keine Entlastung und keine reale Alternative. Attraktiv sind »Velostrassen« erst, wenn sie als Schnellstrassen vom Wohnort zum Arbeitsort führen. Direkt, kreuzungslos, bequem. Was uns jetzt geboten wird, ist ein PR-Gag.

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  • «Moderne Architektur ist oft wie Pornografie»

    Endlich, endlich einmal ein Architektur-Beitrag der ungewöhnlichen Art. Mit dem Architekten Santiago Cirugeda tritt ein Zampano ins Rampenlicht, welcher eine andere Sichtweise auf die Architektur und das Selbstverständnis der Planer wirft. Architektonische Perfektion in Frage stellt. Improvisation beim Bauen zulässt und vorallem Projekte mit ungewöhnlichen Protagonisten realisiert. Santiago Cirugeda hat nicht das Ei des Kolumbus gefunden, aber erfrischend seine subversiv anmutende Herangehensweise. Als selbsternannter Guerilla-Baumeister bricht er Konventionen und regt zum Denken an. Wir brauchen solche Beiträge, wenn wir den Wohnungsbau neu denken und allfällig reformieren wollen. Zumindest, wenn neue Wohn- und Baumodelle erprobt werden sollten. Das partizipative Bauen könnte auf dieser Ebene neu gedacht, oder überhaupt entwickelt werden. Wieso können Häuser nicht auch von den Direktbetroffenen entworfen und gebaut werden? Enpowerment! Hilfe zur Selbsthilfe auch für Randständige und SozialbezügerInnen. Ist das abwegig? Unvorstellbar? Erstaunlich: In Muttenz gibt es ein Fachhochschul Campus 'Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW'. Die Studiengänge des Instituts Architektur vermitteln die Disziplin Architektur in einem umfassenden Sinne – sie thematisieren neben technischen vor allem gestalterische und kulturelle Fragestellungen. Kernpunkt des didaktischen Konzepts bildet in dieser praxisorientierten Ausbildung auf Bachelor- und Master-Stufe der fächerübergreifende Projektunterricht. »Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Architektur sind in der Lage, Bauprojekte selbständig und im Dialog mit Fachpersonen verwandter Disziplinen auszuführen. Prozessorientiertes Arbeiten und Teamfähigkeit üben sie anhand konkreter architektonischer und städtebaulicher Aufgaben, welche möglichst aus der Architekturpraxis gewählt werden. Mit einem Master-Abschluss bestehen optimale Voraussetzungen zum Führen eines eigenen Architekturbüros. In jedem Fall bietet Architektur in ihrer ganzen Spanne von baupraktischen, gestalterischen, technischen und kulturellen Aspekten ein anziehendes Feld für vielfältige Begabungen.« Warum lassen wir diese StudentInnen nicht über städtische Wohnformen, über Stadtgestaltung nachdenken? Projekte und Modelle für günstiges Wohnen? Neue Wohnformen kreieren? Das Knowhow der StudentInnen müsste doch genutzt werden. Noch unverdorben vom Tagesgeschäft hätten sie vielleicht das kreative Potential einen gewichtigen Beitrag zum sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbau zu leisten. Die Redaktion der Tageswoche könnte doch bei diesem (brachliegenden) Potential andocken und eine entsprechende Diskussion auslösen. Vielleicht haben die angehenden PlanerInnen den Ehrgeiz mit ein paar kreativen Inputs einen Beitrag zum sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbau beizusteuern...

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