• Basel vorne bei unnötigen Knieoperationen

    Kaspar Sutter ist ein sehr netter Kritiker. Er rechnet entsprechend äusserst konservativ. Wenn man bedenkt, dass die Gesundheitsmaschine vorgängig noch mit einer Konsultation beim Röntgenarzt und (weil das nichts gebracht hat) noch mit einem aufwendigen MRI-Check in Gang gesetzt wurde, vervielfachen sich die Kosten für die Kniespiegelung (Arthroskopie), nicht nur für die SteuerzahlerIn, sondern auch für die Krankenkasse, also die PrämienzahlerInnen. Anm.: »Bei der Arthroskopie schaut der Arzt durch ein Endoskop mit einer kleiner Kamera in das Gelenk. Über einen Arbeitskanal kann er herumschwebende Gewebeanteile herausholen, einen zerrissenen Meniskus wieder zusammennähen oder zerfaserte Oberflächen glätten. Trotz der Operationsrisiken raten nicht wenige Ärzte noch immer zur Arthroskopie. Experten erklären das damit, dass der schnelle Eingriff für den Operateur relativ komplikationsarm und lukrativ ist. Zudem kommen viele Patienten mit der Erwartungshaltung in die Praxis, schnell wieder fit zu sein, und haben das Gefühl, die Arthroskopie könne dazu beitragen«.

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  • Keine Experimente: Bund stoppt städtische Cannabis-Studien

    Marihuana ist in mindestens acht der 50 US-Staaten generell erlaubt. In den vergangenen Jahren wurde es bereits in Alaska, Colorado, Oregon und Washington sowie im Bezirk der Bundeshauptstadt Washington zugelassen. Der Einsatz der Droge in der Medizin ist bislang bereits in 25 Staaten erlaubt. Beobachter erwarten, dass mit der Freigabe von Cannabis im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien auch eine US-weite Legalisierung näher rückt - ein Milliardengeschäft. 60 Prozent der US-Amerikaner sind für eine Freigabe von Cannabis. Man muss sich ja nicht die US-Amerikaner zwingend als Vorbilder auserwählen, aber ob man sich jetzt derart hinterwäldlerisch gebären muss, wie die CH-Politik und entsprechend natürlich auch die Verwaltung sich seit Jahren aufführt, ist unverständlich. Die halbe Schweiz kifft heimlich und bewegt sich damit im illegalen Bereich, aber die offizielle Schweiz hält nach aussen ein Bild aufrecht, welches versucht proper daherzukommen. Cannabis hat uns nicht umgebracht und wird uns nicht umbringen. Aber klar, lieber saufen wir uns zu tode. »In der Schweiz sind 1600 Todesfälle jährlich auf Alkoholkonsum zurückzuführen«. (Studie im Auftrag des BAG).

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  • Das neue Felix-Platter-Areal macht auf Gundeli light

    Der Tawo-Beitrag wird dem von der Baugenossenschaft wohnen&mehr präsentierten Projekt »Westfeld« in keiner Weise gerecht. Der Titel des Beitrages ist bekloppt und disqualifiziert das »Westfeld« als billige Kopie. »Gundeli light«: Wo bitteschön nimmt der Autor den Vergleich her? Das »Westfeld« ist keine Kopie. Hier wird seriös geplant und was uns jetzt an der gestrigen Vernissage präsentiert wurde, ist ein einmaliges Wohnbauprojekt von überwältigendem Ausmass. Hier wird in absehbarer ein neues Wohnquartier realisiert. Ein Wohnquartier mitten in der Stadt. Auf dem Felix Platter-Areal entsteht auf einer Parzelle von 36'000 m2 ab Mitte 2019 – in Nachbarschaft zum neuen Felix Platter-Spital – ein lebendiges Stück Stadt mit Wohnraum und Flächen für Quartiernutzungen und Kleingewerbe. Das Areal bietet Platz für über 500 Wohnungen, davon rund 130 im umgenutzten Spitalgebäude und rund 400 auf dem für Neubauten vorgesehenen Arealteil. Zur Entwicklung des Neubau-Arealteils beauftragte die Baugenossenschaft wohnen&mehr in Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden sieben Teams mit der Erarbeitung eines städtebaulichen Vorschlags. Diese erarbeiteten Projektstudien zur Umnutzung des Spitalgebäudes. Nun steht das Gewinnerteam fest. Das Beurteilungsgremium unter dem Vorsitz von Kantonsbaumeister Beat Aeberhard wählte das Projekt des Teams Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH aus Zürich zur weiteren Bearbeitung aus. Das weiterbearbeitete Gewinnerprojekt sowie die Projekte der sechs anderen teilnehmenden Teams können seit heute im Rahmen einer Ausstellung im Felix Platter-Spital besichtigt werden. Die Baugenossenschaft wohnen&mehr ist ein gemeinnütziger Bauträger, hervorgegangen aus der Initiative engagierter Privatpersonen und Wohngenossenschaften. Als «Genossenschaft der Genossenschaften» will wohnen&mehr in der Region Basel qualitätsvollen, durchmischten und bezahlbaren Wohnraum für verschiedene Bevölkerungs- und Altersgruppen schaffen. Über das Wohnen hinaus verfolgt die Baugenossenschaft nachhaltige Ziele in den Bereichen Gesellschaft, Soziales, Ökologie sowie Stadt- und Quartierentwicklung. Diese ganzheitliche Sicht drückt sich im Namen «wohnen&mehr» aus. Mit diesem Projekt leistet wohnen&mehr einen essentiellen Beitrag. Mit dem Ziel zahlbare Wohnungen zu erstellen, realisieren die Initianten ein Wohnbauprojekt, welches auch Ansprüchen eines nachbarschaftlich-gemeinschaftsorientierten, alters- und familienfreundlichen Stadtquartiers, mit hoher sozialer Durchmischung, genügen soll. RR Hampe Wessels hat es in seiner Grussbotschaft nochmals betont: In der Stadt Basel wurden in den letzten paar Jahren 20’000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Diese Menschen sollen aber auch in dieser Stadt wohnen können. Das »Westfeld« leistet dafür einen Beitrag. Hier können sich Menschen nicht nur zum Wohnen, sondern auch zum Leben niederlassen. Damit schafft »wohnen&mehr« neue Wohn- und Lebensqualitäten in einer breiten Vielfalt. Diese Würdigung vermisse ich im Beitrag der Tawo.

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  • Danke Wessels, jetzt steh ich auch als Velofahrer im Stau

    IHM kann geholfen werden! Er müsste nur seine Hipster-KollegInnen in der Redaktion überreden ihre Velorowdy-Träume nicht ausschliesslich in der Stadt auszuleben. Wie wär’s, wenn die Tawo-Redaktion von der Spitalstrasse in ein billigeres Aussenviertel, oder gar an den Stadtrand zügeln würde? Im Birsfelder Hafenareal wird demnächst das Areal der Migros-Tochter »Jowa« frei. Das ist ein grosses Areal mit Industireambiente. Direkt am Rhein (quasi mit eigenem Bootsanstoss) und geilem Ausblick auf’s nahe Ausland. Eine Zwischennutzung scheint angesagt. Um den Anschluss ans Nachtleben nicht zu verpassen, gibt es beidseitig des Rheins ein fast hindernisfreier Veloweg (nicht von Wessels, aber auch gut!). Auch für SchnellfahrerInnen. Das »Angebot« wäre auch finanziell verlockend. Bei Baurechtszinsen von rund 5 Stutz pro Quadratmeter könnte die Tawo sich hier auf dem Land richtig breit machen. Damit wäre sie an der heissesten Schnittstelle zwischen Baselland und Baselstadt. Automatisch wäre man auch Teil der Zukunftsvision von Birsfelden & Hans-Jörg Fankhauser: https://www.basellandschaftlichezeitung.ch/basel/baselbiet/kampf-um-das-hafenareal-geht-in-die-naechste-runde-131857074 . Ein kleiner Schritt, aber ein grosser Sprung in die Zukunft. Auch für die Tawo. PS: Kleiner Haken! Ab sofort wäre dann RR Sabine Pegoraro für die Velowege und die Vernetzung, sowie adäquate Veloschnellstrassen verantwortlich. Eine harte Knacknuss! Da würde man sich dann nach kurzer Zeit Hampe Wessels zurückwünschen.

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  • Baselbiet will Schulhäuser lieber neu bauen als sanieren

    Keine Ahnung, was Sie mir sagen wollen. Ich habe ein Fragezeichen hinter den Sanierungszwang in Bezug auf die Erdbebensicherheit von Gebäuden gesetzt und ich kritisiere die unzähligen Bauvorschriften, welche die Liegenschaften verteuern und die Mieten nach oben treiben.

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  • Baselbiet will Schulhäuser lieber neu bauen als sanieren

    Bei der Bauerei und im Besonderen bei der Bausanierung ist etwas gehörig in Schieflage. Gebäude, welche in den 70er und 80er Jahre gebaut wurden, sind gemäss Bauexperten plötzlich nicht mehr in einem vernünftigen Mass sanierungsfähig, oder die Sanierungen sind exorbitant teuer. Die Lebensdauer einer Liegenschaft beträgt mittlerweile knappe 50-60 Jahre und dann müsste sie entweder totalsaniert, oder abgerissen werden. Das ist eine ungemeine Verschwendung von Ressourcen. Sind die Häuser dermassen schlecht gebaut, oder werden sie bewusst mit einer kurzen Halbwertszeit erstellt? Sind die Materialien schlecht? Oder die Bauweise bewusst nur auf eine kurze Lebensdauer angelegt? Müssen Gebäude in diesem Tempo instandgestellt, oder ersetzt werden, treibt dies die Kosten für die Liegenschaftsbesitzer extrem in die Höhe und verteuert die Mieten in einem ungehörigen Masse. Der Bauwirtschaft wird es recht sein, dass immer neue Umwelt- und Bauvorschriften für Liegenschaften gefordert werden, das beflügelt ihr Geschäft. Ob jetzt flächendeckend alle Liegenschaften - insbesondere Schulhäuser & Verwaltungsgebäude - erdbebensicher nachgerüstet werden müssen, scheint mir fraglich. Natürlich kann man mit der Angst der Menschen spielen, aber mir scheint, dass sich dahinter eher ein Geschäftsmodell der Baulobby verbirgt. Die Nachrüstungen kosten ein Heidengeld und treiben nicht nur die Kosten für private Besitzer in die Höhe, sondern, wie wir am Beispiel der Gemeinde Therwil sehen, auch die Kosten für die Allgemeinheit. Es stellt sich, auch wenn die Sache rein hypothetisch ist, schon die Frage nach dem Kosten und Nutzen Verhältnis solcher Grossübungen. Mit teuren Erdbebensanierungen gewinnen wir ein bisschen »Scheinsicherheit«, verlieren dabei aber sehr viel Geld, welches wir lieber in die Software »Bildung« investieren würden. Jetzt werden alle Schulhäuser erdbebensicher gemacht und die Bauwirtschaft freut’s. Derweilen in der Bildung gespart wird. Der Zyniker meint: Gut, das Schulhaus wird das Erdbeben überleben, aber mein Zuhause - ein 100-jähriges, ehemaliges Arbeiterhaus - wird, da nicht erdbebensaniert, über mir zusammenbrechen. Schöne Scheisse! Das letzte grosse Erdbeben war in Basel im Jahre 1356. Dabei starben, je nach Quelle, zwischen 100 bis 2’000 Menschen.

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  • Baselbieter Bürgerliche reagieren kleinlaut auf Kritik der Linken

    Eine Doppelseite haben die drei bürgerlichen VertreterInnen in der Baz von heute zur Verfügung um sich zu präsentieren. Und was lese ich: Ein riesiges Lamento über absolute Nebensächlichkeiten. Sie Sind stolz, dass sie den Margarethenstich verhindern haben, trauern der Elba-Vorlage nach und beklagen das Bildungschaos, welches ihrer Meinung nach alleine Urs Wüthrich verschuldet haben soll. Man müsste Oskar Kämpfer, Brigitte Müller-Kaderli und Paul Hofer in Erinnerung rufen, dass sowohl die Regierung, wie auch das Parlament, seit Jahren bürgerlich dominiert ist. Balmer & Co. haben das Finanzdesater des Kantons angerichtet. Aber die VertreterInnen von CVP, FDP und SVP haben ihren Klassenfeind auserkoren und der heisst Adil Koller. Man versucht ihn abzukanzeln und beweist damit, dass man argumentativ schwach auf der Brust ist. Was ich erwartet hätte: Eine klare bürgerliche Leistungsbilanz. Aber da muss das Dreamteam forfait geben. Viel weiter als bis zu einem »Marschhalt« dringt ihre Politik nicht vor. Eine Lachnummer: RR Monica Gschwind braucht noch rund 6 bis 8 Jahre bis sie den Bildungsmissstand im Griff hat Paul Hofer, FDP)…. Na dann, gute Nacht. Wie wär’s mit einem Gesamtverkehrskonzept für den Kanton Baselland? Wäre da nicht vielleicht RR Sabine Pegoraro zuständig? Auch das Spitalkonzept von RR Thomas Weber kommt nicht wirklich in die Gänge. Das garantiert uns also weiterhin steigende Spital- und Prämienkosten. Hat die amtierende Regierung etwas zum Thema Wohnungsbau zu vermelden? Oder, wie läuft’s bei den Arealentwicklungen? Wirtschaftsförderung? Auch die ZAK-Affäre ist jetzt plötzlich ein linkes Problem. Ich glaube, dass die drei Protagonisten an Wahrnehmungsstörungen leiden. Aber sie haben Glück: Mit Adil Koller haben sie einen valablen Prügelknaben. Ihre Attacken gegen die Linken sind nichts als Ablenkungsmanöver. Das ganze Getöse ein Aufplustern und letztlich reines Schattenboxen. Oskar Kämpfer, Brigitte Müller-Kaderli und Paul Hofer sollten mit Taten aufwarten und konkret aufzeigen wohin ihre politischen Wege führen. Naja, ausser Spesen nicht gewesen.

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  • Im «Finanz-Debakel» um die Kaserne steckt nichts als heisse Luft

    Natürlich muss man nicht alles schlechtreden, aber ein bisschen kritischer könnte man schon sein. Eine »schwarze Null« als Zielvorgabe muss zuerst erreicht werden. Das dürfte bei all den Unwägbarkeiten ein sportives Ziel sein. Da sich die Betriebsfinanzierung auf die drei Gastrobetriebe abstützt, müssen diese - im Sinne einer Quersubentionierung - ihre Umsatzzahlen realisieren. Der Kasernenhotspot ist mit seinen zahlreichen Beizen vermutlich kein einfaches Pflaster. Zumindest dem Restaurant Balade ist der Schnauf schon ein paarmal ausgegangen. Klar, Zweckoptimismus ist am Anfang immer ein guter Motivator. Was ist aber wenn die Umsatzzahlen zu euphorisch berechnet wurden? Was, wenn ein Gastrobetrieb aussteigt? Gut, als alter Spötter würde ich sagen: Dann installieren wir eine vierte Beiz und links und rechts vor dem Hauptbau noch je eine Buvette. So lange bis die Kasse wieder stimmt. Die Finanzen des ganzen Experimentes lediglich auf dem Bier- oder Cüpliumsatz abzustützen schein mir etwas frivol. Insofern ist die Skepsis doch relevant. Vielleicht präsentiert man bereits jetzt einen Plan B & C, um noch andere Spielvarianten zur Hand zu haben. Es kann ja nicht sein, dass sich die Kreativwirtschaft ins Elend saufen muss, nur um den Gastroumsatz zu stabilisieren, respektive sich damit ihre günstigen Mieten zu sichern. Es ist ein bisschen billig die Skeptiker hier mit einer schnoddrigen Antwort abzuwatschen. Das hat man bereits beim Kunstmuseum versucht und das ist gründlich in die Hose gegangen. Dort wird man jetzt nolens volens die Subvention erhöhen. Beim Kasernenhauptbau dürfte dies schwieriger werden. Die Beizen wird man nicht subventionieren können. Zudem hat man der permanenten Subventionitis ja (auch bei der Abstimmung) klar eine Absage erteilt. Vielleicht noch als flapsige Nebenbemerkung: Wieso steckt im Phantasiewort »Kreativwirtschaft« eigentlich der Begriff »Wirtschaft«? Ist bei der Kreativwirtschaft nie mitgemeint, dass diese Unternehmungen irgendwann auch Geld abwerfen? Also ich musste meinen Grafiker immer bezahlen und zwar ungesehen, ob meine Projekte reüssierten, und/oder genügend Geld abwarfen.

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  • Orchesterprobe in der Kirche? Vorzeigeprojekt mit Schönheitsfehlern

    Am 30. August 2016 konnte man in der Tawo lesen: »Eine von Immobilien Basel-Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie habe gezeigt, dass das Gebäude gut zu einem Proberaum umgebaut werden könne. Die notwendigen Massnahmen seien mit der Denkmalpflege abgesprochen«. Jetzt über ein Jahr später gibt man zu, dass der Umbau komplizierter als angenommen ist. Da fragt man sich ja schon, was der reale Nutzen einer solche Machbarkeitsstudie ist? Stellt sich dabei nicht auch die Haftungsfrage beim Verfasser dieses Papiers? Das Gebäude wurde jahrelang als Kirche genutzt, d.h. es war öffentlich zugänglich. Die Denkmalpflege hat sich mit dem schützenswerten Gebäude beschäftig. Immo BS musste sich wohl bereits vor dem Kauf mit der Qualität und dem Zustand der Liegenschaft auseinandersetzen. Aber plötzlich generiert der Gelegenheitskauf nur noch Probleme. Haben die Verantwortlichen nicht richtig hingeschaut? Geht man mit Staatsgeldern vielleicht etwas zu flapsig um?

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  • Grosse Pläne für den Birsfelder Hafen: Entsteht hier ein neuer Stadtteil?

    Hans-Jörg Fankhauser präsentiert die langerwartet Vision für die zukünftige Entwicklung des Birsfelder Hafenareals. Endlich steht eine visualisierte Idee im Raum, welche das Potential dieses riesigen Areal aufzeigt. Damit dürfte auch dem tumbesten Baselbieter Politiker klar sein, dass hier, in unmittelbarer Nähe zur Stadt ein Juwel verborgen liegt. Ein Projekt, welches richtig geplant einen erheblichen Mehrwert generieren könnte. Nicht nur einen Mehrwert an Lebensqualität, sondern auch einen finanziellen Mehrwert. Ich habe mich bereits in früheren Artikeln ausführlich damit beschäftigt: u.a.https://tageswoche.ch/politik/liederlicher-umgang-mit-dem-baselbieter-rheingold/ . Der Kanton Baselland akzeptiert stillschweigend, dass das Birsfelder Hafenareal von der SRH (Schweizerische Rheinhäfen) miserabel bewirtschaftet wird. Die Baselbieter PolitikerInnen lassen es zu, dass hier Volksvermögen verludert und das Areal zu Schnäppchenpreisen an Logistik-, Erdöl- und Recyclingfirmen verhökert wird. Die gleichen PolitikerInnen, welche bei jeder sich bietenden Gelegenheit die finanzielle Not des Kantons verkünden. Die gleichen PolitikerInnen auch, welche Sparprogramme in Bildung, Kultur und Sozialem proklamieren, haben die Chuzpe der Wirtschaft Goodies in Form von billigsten Baurechtszinsen zukommen zu lassen. Der Kanton Baselland ist nicht arm: Er wird arm geredet. Vorallem bürgerliche PolitikerInnen haben ein Interesse die wahren wirtschaftlichen Verhältnisse zu verschleiern. Dabei gibt es im Kanton Baselland zahlreiche Areale, welche endlich vernünftig bewirtschaftet werden müssten. Areale für die Wirtschaft, aber auch für den Wohnungsbau. Der Stillstand bei zahlreichen Entwicklungsprojekt zeigt, wie unfähig die Politik ist, ihrer Verwaltung Beine zu machen und zukunftsträchtige Projekte eigenständig und effizient zu lancieren. In diesem Kontext ist es ziemlich widersinnig, wenn die Stadt »Ausgleichszahlungen« an den Kanton Baselland leistet. Der Kanton kann seine Finanzen auch durch persönliche Anstrengungen und mit innovativen Projekten wieder ins Lot bringen. Das Potential ist in jedem Fall vorhanden.

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