• Opfer eines Konzepts

    Es ist im Fussball wie im richtigen Leben: Die meisten Businesskonzepte scheitern. Manchmal, weil die Handelnden inkompetent sind. Manchmal, weil man vergisst, dass ein Businessplan ein Modell ist, das man in der Praxis dynamisch an die Lebenswirklichkeit anpassen muss. Beim FCB erleben wir gerade was passiert, wenn man beide Problemfelder miteinander kombiniert. Burger und seine Novizen mangelt es an Kompetenz und an der Größe, den eingeschlagenen Weg zu hinterfragen. Dabei wäre es doch ganz einfach gewesen: Wenn man Erfolg will, muss man die nötigen Mittel zur Verfügung stellen. Wenn man das nicht will - und davon ist auszugehen - müßen die Ziele neu formuliert werden. Weil beides ausbleibt, stehen die neuen Könige nun ohne Kleider da und müssen ihre (fehlende) Handlungsfähigkeit durch ein starkes Zeichen zu Lasten eines Untergebenen beweisen. Ganz schwach. Mir fallen dazu nur ein paar Stichworte ein: Inkompetenz, fehlendes Rückrad und Unfähigkeit zur Selbstreflexion. Von Burger und Ceccaroni habe ich nichts anderes erwartet. Von Frei und Steller bin ich jedoch masslos enttäuscht. Die vier haben es geschaft, den FCB innerhalb eines Jahres auf die Ebene eines FCL zu drücken. Fehlt nicht mehr viel und wir nehmen uns GC als Vorbild... Eine Runde ist gespielt. Für mich als FCB Fan ist die Saison jedoch bereits gelaufen. Nicht weil der Erfolg ausbleiben könnte. Sondern weil ich keine Lust verspüre, für das seelenlose Geschäftsmodell eines Millionärs mitzufiebern.

    Zur Diskussion