DH
  • Steuererhöhung und Leistungsabbau – Muttenz warnt vor Steuerreform

    @Westdijk - das ist eine gute Frage, auf die ich wie folgt reagiere: Ich kann (in diesem spezifischen Fall) nur schwer abschätzen ob diese Reform unter dem Strich gut oder nicht so gut ist. Ich weiss, dass wir unser System reformieren müssen. Ich muss also entscheiden zu dieser Reform ja zu sagen oder nein zu sagen um damit eine andere Reform zu 'provozieren'. Bin ich überfordert? Nein ich bin nur nicht sicher ob ich einen guten oder weniger guten Entscheid treffe. Aber was ist besser - wenn 2 Mio Leute einen Entscheid per Abstimmung treffen oder wenn ihn 200 Leute im Parlament treffen? Natürlich ist es leider so, dass man heute holzschnittartiger informiert wird. Die Medien sind weniger gut/qualifiziert bestückt. Es kommen fast nur noch Schreihälse und Anekdoten Erzähler in den meisten Medien zum Zug. Die Social Media werden schamlos ausgenutzt. Fake News gibt es auch bei uns, etc etc. Und trotzdem werden wir (die 2 Millionen) weniger unter Druck gesetzt als die Parlamentarier durch ihre Fraktionen und durch Lobbyisten. Wie die Parlamentarier abstimmen ist öffentlich einsehbar. Und da die meisten von ihnen Ambitionen hegen wieder gewählt zu werden beziehungsweise politische Karriere zu machen, sind sie nicht unabhängig in ihrem Abstimmung-Verhalten. Daher - direkte Demokratie gewinnt in meinen Augen gegenüber der reinen parlamentarischen Demokratie. Aber ich habe keine Mühe, wenn Sie dies anders sehen!

    Zur Diskussion
  • Gegner der Steuerreform malen düsteres Szenario

    Das ist eine sehr komplexe Materie und alle die mit Emotionen argumentieren wissen auch nicht mehr als Sie Herr Westdijk und ich und alle Zahlenspiele kommen einem Stochern im Nebel gleich. Fakt ist einfach, dass die Schweiz und einige andere (auch EU) Länder in Zukunft nur noch einen Steuersatz für Firmen anwenden dürfen (sonst droht die Schwarze Liste, was immer das auch heisst) und deshalb einen Einheitssatz einführen müssen. Dieser wird in der Schweiz für die bis jetzt privilegierten etwas höher ausfallen, auf der andern Seite kommt logischerweise eine Mehrzahl von bis jetzt nicht-privilegierten Unternehmen (vor allem KMU) in den 'Genuss' eines tieferen Steuersatzes. In der Schweiz ist alles sehr kompliziert, weil die Steuerhoheit bekanntlich grösstenteils bei den Kantonen liegt. Deshalb höre ich in dieser Angelegenheit auf die Finanzdirektoren-Konferenz der Kantone. Wenn mich nicht alles täuscht, sind 26 Kantone für die vorgeschlagene Steuerreform. Ich erwarte auch noch etwas mehr Informationen aus den Abstimmungsunterlagen. Diese werden wohl qualitativ besser sein als jene bei der Unternehmenssteuer-Reform II. Dort hatte man sich unglaublich stark getäuscht über die anfänglichen Einbussen (gemessen an eingenommenen Verrechnungssteuern im ersten Jahr nach der Reform) - nicht aber über die längerfristigen Auswirkungen, die offenbar insgesamt finanziell sehr positiv ausgefallen sind. (massiv mehr eingenommene Verrechnungssteuern).

    Zur Diskussion
  • Wer Ja stimmt, hilft Eric Weber

    Herr Rechsteiner, Sie wissen natürlich ganz genau (aber sagen es nicht), dass die EVP (ehemals VEW) in Riehen nicht zu letzt so stark ist, weil sich dort die Diakonissinnen zur Ruhe setzten. Sie sind überproportional vertreten weil sie von der Leitung ihrer Altersheime angehalten sind ihre Stimm- und Wahlzettel auszufüllen und wahrscheinlich genau so, wie es ihnen die evangelische Leitung empfiehlt. Nicht umsonst war der Gemeinderats-Präsident in Riehen während Jahrzehnten ein Mitglied genau dieser VEW. In Riehen gibt es übrigens einen Einwohnerrat (Parlament für die Gemeinde). Dort hält die EVP 15% der Sitze. Nur die SVP und die SP haben etwas mehr. Aus meiner Sicht reicht dies völlig. Es ist nicht notwendig, dass die EVP dank den Riehener Diakonissinnen in den Basler Wahlkreisen (wo die EVP kaum wahrnehmbar ist) Sitze quasi 'geschenkt' bekommen.

    Zur Diskussion
  • Warnrufe der Wirtschaftsverbände

    Die meisten von uns verstehen die Mechaniken dieser Steuerreformen nicht. Auch über das Ausmass der Steuereinkommens-Veränderungen wird meistens nur fabuliert und spekuliert. Man erstellt freihändig Statistiken um seine Argumente zu unterstreichen. Das war bei der USR II vor der Abstimmung auch so. Und dummerweise ist es -nachdem der Effekt der Reform eingetreten ist - immer noch so. Die einen zählen nur die Verluste auf (die gab es im ersten Jahr sicher); die andern zählen nur die Gewinne auf (die gab es nach einiger Zeit der Anpassungen auch). Und jeder beweist dadurch, dass er Recht hat(te). Jetzt fängt dieses Theater wieder an. Eigentlich ist es ja einfach. Wir besteuern normale Schweizer Unternehmen zu einem höheren Steuersatz verglichen mit gewissen ausländischen Holding (oder gegebenenfalls Holding Firmen mit kleinem lokalen Geschäftsanteil), die von tieferen Steuern profitieren. Dasselbe tun bis jetzt mehrere andere europäische Länder auch. In Zukunft wird dies international nicht mehr akzeptiert. Das heisst es muss ein einheitlicher Steuersatz angewandt werden. Um die Sache für die Schweiz zu komplizieren, muss man wissen, dass (Ausnahme der Bundessteuer) die Kantone für die Privilegien und deren Anwendung zuständig sind. Daher gibt es soviel Meinungen und Einflüsterer in dieser Sache. Soviel ich weiss (das Abstimmungsbüchlein ist ja noch nicht da) will die Schweiz (inkl. Kantone) den Firmen, die bis jetzt einen tiefen Satz bezahlen, die Steuern ein Bisschen anheben. Reine Schweizer Firmen werden dann logischerweise auch diesen neuen (für sie tieferen) Steuersatz bezahlen und werden davon profitieren. Wie viel dies kostet weiss wahrscheinlich niemand (Gemeinden, Kantone und Bund sind betroffen) - aber wie schon bei der andern Reform werden wir mit Zahlen geflutet. Wenn die Reform nicht kommt, bedeutet dies 'Status Quo', dh internationale Aechtung, Rechtsunsicherheit und hochmehr mediales Getöse. Es stimmt wahrscheinlich, dass dies die Verantwortlichen von Holding Gesellschaften nicht schätzen und einige abwandern würden, denn es wird Länder geben, die das Problem lösen werden (es gibt jetzt schon Länder wo nur ein Steuersatz gilt - und der ist nicht immer höher als hier). Niemand weiss, wie viele Arbeitsplätze (und Steuersubstrat) betroffen sein könnten. Aber auch hier werden wir mit Zahlen geflutet. Ich meine, dass wir bevor wir uns hier echauffieren und schreiben wer welche 'Geschenke' bekommt, versuchen sollten, das Abstimmungsbüchlein zu lesen und zu verstehen. Sicher wird es diesmal etwas expliziter auf die Probleme eingehen als das beim gleichen Büchlein anlässlich der letzten Reform der Fall war!

    Zur Diskussion
  • Verhältnis beider Basel war für Morin «schmerzlichste Erfahrung»

    Nun in den Basels wollten wir eben anders sein als beispielsweise die Zürcher Städter und Ländler. Die hatten zu Escher's Zeiten auch so ihren Knatsch. Sie konnten sich - zähneknirschend - auf Kompromisse einigen (Schleifen der Stadtmauern und Öffnung der Stadt für die Leute vom Land etc). Die Basler schafften das nicht und (die Städter) suchten andere Wege - mit bekanntem Resultat. Allerdings zeigt die Geschichte (verschiedene Abstimmungen über die Wiedervereinigung), dass es eigentlich fast nur ums liebe Geld geht (würden gewisse Berufs-Halbkantönler natürlich nie zugeben). Weil es eben um Geld geht, schlage ich vor, dass man in Zukunft auf den Salären/Boni u.ä. eine Quellensteuer erhebt und zwar in der Gemeinde wo die Arbeitsstelle ist. Nachher soll die Gemeinde / der Halbkanton, der auf den Quellensteuern sitzt, den Teil rückvergüten, der nicht durch bezogene Leistungen (Theater, Uni, Spital, Wanderwege usw) durch die betroffenen Gemeinden (bzw deren Bewohnern) verbraucht wurden. Wetten, dass dies relativ schnell der ganzen Diskussion über Grenzen eine neue Dynamik geben würde. Mir würde dies viel Spass machen!

    Zur Diskussion
  • Brückenprojekte beim Hafen nehmen Form an

    @moerik wir konnten bei der Wettstein-Brücke nur für oder gegen die Sanierung abstimmen. Calatrava kam nie zur Abstimmung (leider) angeblich weil es massgebliche Bau-Ingenieure gab, die behaupteten, dass die 'Calatrava-Brücke' technisch nicht machbar sei. Hier noch der Auszug aus Wikipedia über die Wettstein-Brücke: 'Im Mai 1990 stimmten die Basler Bürger in einer Volksabstimmung dem Brückensanierungsprojekt von Bischoff und Rüegg zu. Der Abstimmung war eine Kontroverse um ein von einem privaten Komitee lanciertes Projekt des spanischen Ingenieurs und Architekten Santiago Calatrava vorausgegangen. Schliesslich entschied sich der Grosse Rat für das Sanierungsprojekt. Unter Verwendung der beiden Strompfeiler wurde ab 1991 eine neue Wettsteinbrücke aufgebaut.'

    Zur Diskussion
  • Musik Hug zieht nach Allschwil um

    Ich finde es interessant, dass dasselbe in Luzern auch passiert: Musik Hug zieht nach Ebikon (einen Vorort). Auch interessant scheint mir dass der TaWo Beitrag ausklammert, dass Musik Hug nicht nur die Anbindung an Tram Nr 8 als Argument angibt sondern auch, dass es in Allschwil firmeneigene Kundenparkplätze geben wird. Offensichtlich - für gewisse Kunden - eben doch ein Argument.

    Zur Diskussion
  • «Einen Kontrahenten müssen die grossen Pharmafirmen fürchten: das Silicon Valley»

    @meury ich bin jetzt bewusst etwas provokativ und frage: was heisst bei Aktien 'seit längerem'? Jeder der in Aktien investiert sollte wissen, dass er einen Horizont von mehreren Jahren haben sollte (5 Jahre sicher; besser eher 10 Jahre). Sonst soll er/sie davon die Finger lassen - es sei denn er/sie ist ein Spekulant. Schauen Sie deshalb auf den Kurs vor 5 Jahren (31.12.2011) dann finden Sie Novartis auf CHF 53.70 und Roche auf CHF 159.20. Würden Sie die heutigen Kurse immer noch als 'auf Tauchstation' bezeichnen? Auch im 10 Jahresvergleich halten sich (auf jeden Fall die Roche) Aktien ganz gut: Ende 2006 waren Novartis CHF 73.- (etwa gleich viel wie heute) und Roche CHF 218.50 (heute etwa CHF 20.- mehr als damals) wert. Nicht vergessen: 2008/09 war die grosse Finanzkrise und viele Aktien verloren massiv, einige haben sich bis heute davon nicht erholt. Wenn man dann noch bedenkt, dass in jedem dieser 10 Jahre gute Dividenden ausgeschüttet wurden (bei einem Kauf vor 10 Jahren - waren das über 3% jährlich auf den Kaufwert) ..... Aber leider bringt (bei Aktien) der Blick zurück nicht unbedingtviel, vor allem dann nicht wenn man die Entwicklung in der Zukunft erahnen will. Deshalb ist das so eine Sache mit dem Peak - vielleicht haben Sie recht - vielleicht aber auch nicht. Darüber sollten wir uns in 5-10 Jahren unterhalten. Aber sonst finde ich mehrere Punkte in Ihrem Beitrag mit denen ich absolut einverstanden bin - vor allem jener über Ihren Wohnkanton.

    Zur Diskussion
  • Basel hat Heidi Mück gewählt – Riehen rettet Baschi Dürr

    Die Halb-Kantone BS und BL sind und bleiben unausgegorene Gebilde. Wahlen in beiden Halb-Kantonen dürften eigentlich nur zusammen angeschaut und kommentiert werden. Und was würden wir da sehen: BS/BL als ein Vollkanton hätte eine bürgerliche Regierung mit sehr wohl Vertreter(n) von links-grün, so wie es die meisten vergleichbaren Kantone der Schweiz auch haben, momentan nicht aber BL. Die Basler Stadtregierung wäre noch etwas weiter links und es hätte hie und da sehr wohl Platz für jemand aus alternativen Bewegungen, so wie es in andern grösseren Städten der Schweiz schon jetzt der Fall ist, momentan nicht aber in der Stadt Basel. Diskussionen wie sie jetzt hier geführt werden (Riehen nach BL zu 'verfrachten') oder wie sie vor ein paar Jahren in Riehen geführt wurden (als die Stadt via Kanton dort massiv auf die Gemeindesteuern Einfluss nahm) würden sich erübrigen. Ich finde übrigens auch, dass in unserem Halb-Kanton BS zu wenig berücksichtigt wird, dass Wessels und Dürr eine Doppelfunktion innehaben, wie sie in der Schweiz sonst nicht vorkommt. Beide sind zuständig sowohl für Kantons (Polizei / Strassen) wie auch (in der Stadt) für die lokale Polizei und lokale Strassen. Das gibt Ihnen relativ viel Macht. Ähnliches galt bis vor kurzem auch für die Schulen - aber langsam aber sicher übernimmt Riehen Primar und Sekundarschulen, was in jeder andern Schweizer Gemeinde normal ist, aber bis vor kurzem nicht in Riehen. Dieses relativ zentralistische Denken scheint auch im Halb-Kanton BL (den ich weniger gut kenne) um sich zu greifen. Auf jeden Fall beklagen sich die Gemeinden über die ständige Untergrabung ihrer Souveränität durch 'Liestal'. Vielleicht sind wir einfach zu Nahe an Frankreich, wo ja auch das Zentrum allmächtig ist!

    Zur Diskussion
  • Polizei beobachtete Party am Wiesenufer bis zum Morgengrauen

    @chröttli @standbye es gibt auch andere Meinung betreffend Antisemitismus von Frau Mück http://mybaz.ch/yxZK2D/#.WDVK5oWW-oE.mailto Sie wird sich (gemäss Herrn Klein) dafür einsetzen dass dieser Kommentar unterdrückt wird. Mal sehen ob es ihr auch wieder (wie bei Georg) gelingt?

    Zur Diskussion