DS
  • Die Schweizer Juden sollen sich selber schützen – eine inakzeptable Unzuständigkeit

    Interessant. Kennen Sie denn DIE Juden und DEREN Haltung? Man landet in der Antisemitismus-Ecke wenn man pauschalisiert. Ganz einfach. Es gibt so viele jüdische Haltungen und Ansichten wie es Juden gibt. Und weshalb hat die jüdische Gesellschaft wohl ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis? Meine Grosseltern wurden eines Tages in Berlin einfach abgeholt und nach Majdaneck verfrachtet. Mein Vater floh, riskierte sein Leben um in die Schweiz zu kommen. Aus einem einzigen und ausschliesslichen Grund: Sie waren Juden. Diese Geschichte prägt. Und es gibt bis heute wahrscheinlich kaum eine jüdische Person in Basel, die nicht mindestens ein solches Erlebnis in der Familie hatte. Die Geschichte hat uns gezeigt, dass es notwendig ist, sich zu schützen. Die Gegenwart übrigens auch. Dass die jüdischen Gemeinden leider auch heute noch erhöhten Schutz benötigen, ist eine Tatsache. Ist das die Schuld der Juden? Müssen sie alleine für die Sicherheit aufkommen? Oder ist es eine Aufgabe unserer Gesellschaft und unserer Politik, dafür zu sorgen, das Menschen die erhöhter Gefahr ausgesetzt sind, auch entsprechend besser zu schützen?

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  • Etwas Sax-Appeal zu Ehren von Adolphe Sax‘ Geburtstag

    Wie der Artikel richtig sagt: berühmt wurde das Sax durch den Jazz. Deshalb gehören hier auch Namen hin die sich fürs Saxophon wirklich verdient gemacht haben und den Klang des Instrumentes nachhaltig prägten und prägen: Lester Young, Charlie Parker, Dexter Gordon, John Coltrane, Ornette Coleman, Michael Brecker, Joe Lovano, Sonny Rollins, Brandford Marsalis ... und Wenn wir bei der Tageswoche von einer Zeitung mit regionaler Ausstrahlung sprechen, dann wäre jetzt ein Interview mit einem der renomiertesten Saxophonisten Europas fällig: Andy Scherrer aus Basel.

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  • David «der Teufelsgeiger» Garrett. Vom Wunderkind zum Cross-Over-Fiddler und Herzensbrecher

    Na ja, wenn ich schon pedantisch tue: ich hab vorhin "Abbado" mit einem B geschrieben. Das hat aber wenigstens nicht gleich eine Geschlechtsumwandlung zu Folge :-)

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  • David «der Teufelsgeiger» Garrett. Vom Wunderkind zum Cross-Over-Fiddler und Herzensbrecher

    Der Schreiber schreibt so oberflächlich wie der Geiger spielt. Darum fällt es ihm wohl auch nicht auf, dass Claudia Abado wohl eher Claudio heisst. Und wenn eine regionale Zeitung schon über Teufelsgeiger schreiben will, dann schaue sie lieber mal in den eigenen Reihen. Adam Taubitz lebt in Basel und steckt die drei porträtierten technisch und musikalisch noch vor dem Frühstück in den Sack. Und seine Karriere ist ebenfalls bemerkenswert.

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  • It’s more than Rock’n’Roll, and we like it!

    @ Marc Krebs: stimmt, da steht's ja! Ich habe den Absatz mit den Gästen wohl beim Scrollen übersprungen... Aber es ging mir auch vor allem um die optische Präsentation der offiziell autorisierten Bilder welche nach wie vor suggerieren, dass die Stones lediglich aus Jagger, Watts, Wood und Richards bestehen. Danke Marc

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  • It’s more than Rock’n’Roll, and we like it!

    Wenn man bedenkt, dass diese "Jungs" nur dank ihrem superprofessionellen Back-lineup noch so tönen können, wie sie es immernoch tun, finde ich es faszinierend wie die offiziellen Fotografen es fertig bringen, dass man auf der Bühne immer nur den "inner Circle" der Band sieht. Insofern wäre die Erwähnung der eigentlichen Band auch noch ein paar Worte wert. Insbesondere unter dem Aspekt, dass gewisse Musiker schon über 20 Jahre dabei sind (z. B. Bassist Darryll Jones seit 1993). Dieses Phänomen ist sogar über weite Strecken in Martin Scorseses Film "shine a light" zu beobachten. Die erweiterte Band ist nur sichtbar in den Momenten wo es absolut unumgänglich ist.

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  • Die Musikförderung hat den Blues

    Leider steht es im Kanton bl trotz Bildungsgesetz nicht viel besser bestellt um die musikalische Bildung. Im Gegenteil: die Elternbeiträge für Musikunterricht an den kantonalen Musikschulen sind teilweise deutlich höher als in Basel (bis 580.-- pro Semester für 25 Minuten). Die weitergehende soziale Abfederung leisten die Gemeinden nach eigenen Regeln und Möglichkeiten. Da ist der Spielraum riesig. Reiche Gemeinden unterstützen die Musikschüler bis annähernd 100%, in anderen Gemeinden ist es praktisch unmöglich in den Genuss eines Sozialrabattes zu kommen. Die Auslegung des Bildungsgestzes bietet enorm viel Spielraum, so dass wir unmöglich von einer einheitlichen Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben im Kanton bl sprechen können. Zudem haben Kanton und Gemeinden sehr unterschiedliche Interessen in Bezug auf die Umsetzung, was teilweise zu massiven Problemen führt. Bezüglich Musikunterricht an der Primarschule hat das Bildungsgesetz vor allem bewirkt, dass der musikalische Grundkurs ganz an die Primarschule abgegeben werden musste. Das war aus meiner Optik kein Gewinn für die musikalische Grundbildung.

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  • Menschliche Abgründe

    Nein gar nicht verwerflich. Ich habe ja auch erst jetzt fleissig in den anderen Artikeln mitdiskutiert. Ich finde es nur spannend, dass die Diskussion tatsächlich hätte zeitnah stattfinden können. Da aber damals die "falschen" Medien berichteten versank die Debatte im Medienrummel. Klein beschwerte sich ja auch, dass die Medien nicht dazu schrieben. Er lass die woz ja anscheinend auch nicht.

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  • Dem Antirassismus-Gesetz einen Bärendienst erwiesen

    Sehr geehrter Herr Hürlimann Da Sie so detailliert auf meinen Text eingegangen sind, möchte ich es nicht unterlassen Ihnen persönlich darauf eine Antwort zu geben: AH: Sie titeln: "Wann ist ein Komiker Komiker ?"
Darunter schreiben Sie u.a. "Herrn Rocchis Begeisterung für Hitler in der Sendung war bedenklich."
Es bleibt Ihr Geheimnis, wie Sie diese Aussage begründen. Dasselbe gilt für Rocchis Aussagen über Grock. Was Sie behaupten, ist reine und ins Masslose übersteigerte Interpretation von Ihnen und hat mit dem, was Rocchi gesagt hat, inhaltlich und im Verständnis der Gessprächssituation nichts zu tun.

 DS: Herr Rocchi nennt Grock als sein grosses Idol. Er führt drei Attribute an: „Er kann einen Ball jonglieren, er kann auf der Geige spielen und er spielte für .... Hitler.“ Herr Rocchi erwähnt ein weiteres mal, dass Grock dreimal für „den Führer“ gespielt hat. Schon alleine dieser Begriff wird heute nur noch mit Menschen in Zusammenhang gebracht, welche rechtes Gedankengut vertreten. Ich unterstelle Herrn Rocchi nicht, dieses zu vertreten. Aber ja, ich finde diese Aussage bedenklich. Und ich hätte mir hier eine Klarstellung durch den Moderatoren gewünscht. Für mich ist es bedenklich, dass Herr Rocchi wiederholt mit einer positiven Wertung (meine Interpretation) auf die Nähe von Hitler und Grock eingeht. Das wird meines Erachtens vor allem Grock nicht gerecht. Er hatte auch mit vielen anderen historisch wichtigen Persönlichkeiten zu tun. Weshalb also dieses Schwergewicht auf Hitler ohne dies in einen kritischen Kontext zu stellen? Daniel Biswanger bringt dies in seinem Kommentar auf www.dasmagazin.ch noch sehr viel pointierter zum Ausdruck: „...Nicht unbedingt besser gemacht hat Rocchi die Sache durch seine Ausführungen über den von ihm als wichtigstes Vorbild beschriebenen historischen Starclown Grock. Besonders zu faszinieren scheint ihn an Grock, dass auch Adolf Hitler eine grosse Grock-Verehrung zeigte, wie Rocchi mit leuchtenden Augen gleich zweimal betonte. Dass Grocks enge Beziehungen zum Naziregime vielleicht nicht unbedingt zu den vorbildhaftesten Aspekten seiner Künstlerbiografie gehörten – dabei hielt sich Rocchi nicht auf. Weshalb es so bedeutsam sein soll, dass Hitler ein Faible für Grock hatte, wurde ebenfalls nicht erklärt. Man sollte die wirren Aussagen des Komikers nicht mit zu viel Bedeutung aufladen, aber wenigstens in Ansätzen hätte ich schon gern erfahren, was zum Teufel er mit den Hitler-liebte-mein-Vorbild-Geschichten eigentlich genau sagen wollte. Hatte Hitler – offenbar sehr im Gegensatz zum Juden Freud – vielleicht ein authentisches Verständnis für den «tiefen» Humor der Opfer?“... AH: Dann aber stellen Sie handkehrum an die Adresse von Klein fest:
"Ja, Herr Klein ist empfindlich, gekränkt und reagiert aggressiv, bewusst provokativ und oft auch verletzend. Aber wenn wir in den Posts auf seiner FB-Seite oder in den Zeitungen nachlesen, dann geht es nicht lange, bis die erste Anfeindung kommt " warum müsst ihr Juden.... und immer Israel..." Es ist David Kleins gutes Recht dies zu tun."
 DS: Ich verteidige Herrn Klein nicht. Ich sage auch, dass sowohl Herr Rocchi als auch Herr Klein das Recht auf ihre Äusserungen haben. Ich gehe in diesem Abschnitt auf die Tatsache ein, dass im Internet die Thematisierung unmittelbar auf „Die Juden“ und auf Israel ausgedehnt wird. Damit sie verstehen was ich meine stelle ich stellvertretend für viele Aussagen die in dieser Art geäussert wurden, hier einen Post aus der BZBasel rein der, wohlgemerkt bevor bekannt war wer der Kläger ist und welche Haltung er Israel oder den Moslems gegenüber hat, gepostet worden ist : ...“ In meinen Augen sind die Verbrechen die die Juden in Israel tagtäglich an den Palästinensern aus Rassismus verüben wesentlich schlimmer als die Analyse eines Komikers der sich sogar im vornherein entschuldigt.“ http://www.bzbasel.ch/panorama/vermischtes/wegen-aussagen-ueber-juden-komiker-massimo-rocchi-angezeigt-127573492 Wieso kommt diese Aussage in Bezug auf den "Fall Rocchi"? Was haben Schweizer, Österreicher, Amerikaner oder was auch immer jüdischer Herkunft mit dem Konflikt der Israelis zu tun? In Bezug auf die Person David Klein darf diese Assoziation absolut gemacht werden. Das war aber zum Zeitpunkt der Nachricht noch gar nicht möglich! Auf solche Voten habe ich mich bezogen. Und insofern gebe ich auch Herrn Kreis sehr recht, dass mit der Klage „den Juden“ ein Bärendienst erwiesen wurde. AH: Sie schreiben: "Es ist die "Verniedlichung" der antisemitischen Aussagen von Herrn Rocchi als Privatperson die mir Angst macht."
Weder machen Sie sich die Mühe, diese angeblichen "antisemitischen Aussagen" (von Ihnen in Plural gesetzt) wirklich darzustellen, DS: Wenn sie alle meine Posts gelesen haben, dann können Sie feststellen, dass ich mir sehr wohl die Mühe gemacht habe, Herrn Rocchis (nach meinem Verständnis) antisemitische Äusserung(en) zu zitieren. Wenn es Ihnen hilft, dann können Sie es gerne als „eine“ Aussage betrachten. Gerne höre ich Ihnen zu, wenn Sie mir erklären können, wie ich diese Passage als nicht-antisemitisch verstehen kann. Vielleicht habe ich es einfach nicht begriffen...? Und nochmals: Ich hätte mir auch eine Zeitnahe und direkte Diskussion gewünscht. Das war mein Votum. Warum reagiert niemand, insbesondere nicht der Gesprächspartner im Fernsehen? Hier mein Post vom 17.1.2014: 2014-01-17 13:14:30 sehr befremdend Herr Rocchi Rocchis Zitat im Wortlaut "Das ist also bei Freud sehr nah - ich entschuldige mich, aber ich sage das - an jüdische Humor gibt es immer Zinsen, die verdienen will. Der Jude macht auf Humor, um zu zeigen, dass er Jude ist und dass er Humor hat und dass er nahe bei Gott ist. Der Komiker nicht. Der Komiker will nicht gewinnen. Der Komiker ist Opfer. Der Komiker bleibt Opfer." Das ist bei allen sprachlichen Handicaps doch nicht ganz problemlos. Ob's eine Klage sein muss, weiss ich nicht, aber eine Äusserung in dieser Form wirft mindestens ein sehr spezielles Licht auf Herrn Rocchis Betrachtungsweise "des Juden".... Ich erwarte in einer Philosophiesendung und von einem gebildeten Menschen eine differenzierte Anschauung. Dass der Moderator darauf nicht einging, allenfalls widersprach oder doch mindestens nachgefragt hat wie diese Aussage zu verstehen sei, fand ich mindestens so befremdend wie Herrn Rocchis pauschalisierte Aussage über "den Juden" Da in vielen Posts auf den Status „Komiker“ hingewiesen worden ist und die Gleichsetzung mit einem Sketch suggeriert wird, habe ich dies versucht zu verdeutlichen, dass es eine weitere Komponente ist, wenn ein Komiker etwas sehr ernstes sagt und die Reaktionen darauf abzielen, dies als harmlosen „Witz“ zu taxieren oder zu fragen „Was darf ein Komiker“. Und ja, das macht mir Angst! AH: noch finden Sie es nötig, darauf hinzuweisen, dass die von Ihnen mit viel Moral versehene Kritik, wenn schon, 10 Monate zu spät kommt - wie im übrigen ja auch die Klage von Klein.
 DS: Die Klage wurde bereits seit längerer Zeit eingereicht. Die Presse hat sie jetzt erst im Zusammenhang mit den anderen Vorfällen aufgegriffen. Also können Sie diesbezüglich vor allem der Presse vorwerfen, dass sie ebenfalls erst reagiert hat, als sie genügend Zündstoff darin sah, dass es sich lohnt darüber zu schreiben. Dass ich keinen Kommentar geschrieben habe zu einem Artikel der noch nicht erschienen ist, bitte ich zu entschuldigen... Wieviel Moral darin enthalten ist überlasse ich Ihrer Interpretation. AH: Und:
Was Klein an Hetze gegen Menschen muslimischer Herkunft unbesehen ihrer individuellen Persönlichkeit verbreitet, besorgt Sie offensichtlich nicht. Ebenso wenig, wie Klein eine insgesamt interessante Fernsehsendung für eine Klage missbraucht respektive instrumentalisiert, um seine Hetze gegen Muslime mit dem Gütesiegel namens "Kampf gegen Antisemitismus" versehen zu können.

 DS: Doch, das beunruhigt mich ebenfalls. Ich heisse keine der Aussagen welche Herr Klein in Bezug auf Moslems getätigt hat gut. Aber hier scheint wenigstens der öffentliche Diskurs unmittelbar zu funktionieren. AH: Ehrlich gesagt: Das alles finde ich ziemlich durchsichtig, unredlich und insgesamt betrachtet grundlegend unehrlich. DS: Das ist Ihr gutes Recht. Mit freundlichem Gruss D. Schönhaus

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  • Komiker Massimo Rocchi soll Antirassismus-Strafnorm verletzt haben

    Wenn sich deine Putzfrau über dich lustig macht, ist das eine Sache, wenn sie aber in der Öffentlichkeit daraus eine Theorie ableitet und verbreitet, dass alle Männer mit kleinem Penis grundsätzlich pädophil sind, dann wäre das wohl doch eher etwas was nicht du beim Psychiater behandeln müsstest sondern eher deine Putzfrau...

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