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  • Basel und die Krux mit den Parkings

    Schön und gut, aber der TagesWoche-Artikel u.a. zum geplanten Landhof-Parking unterschlägt das Wesentliche: Es soll ja nicht nur ein Parking gebaut werden, wo es rundrum in den Parkhäusern noch genügend auch Dauermietparkplätze gibt. Der Regierungsrat hat zudem beschlossen, per Ausnahmeregel keinen einzigen Parkplatz unter dem Landhof oberirdisch zu kompensieren! Es werden also 200 neue Parkplätze im Quartier entstehen - und das sind Besucher- und Pendlerparkplätze! Das wollen nicht nur die genannten Landhof-Anwohner nicht, sondern auch die meisten Quartierbewohnerinnen und -bewohner. Weil, ganz einfach: mehr Pendler- und Besucherparkplätze, mehr Verkehr, mehr Parksuchverkehr. Was hat nun das eine (geplantes Landhof-Parking) mit dem anderen (Aufhebung der zwingenden Kompensation durch den Regierungsrat) zu tun? Man könnte doch einfach die Aufhebung der Kompensation zurücknehmen, um die ach so hehren Ziele von Regierungsrat Wessels tatsächlich zu erfüllen? Tatsache ist: das geplante Landhof-Parking hat gar keine rechtliche Grundlage. Um den Eindruck zu erwecken, das Landhof-Parking würde den vermeintlichen (auch dieser ist zu bezweifeln) Parkierdruck lindern (was es per se nicht tut) und eine Schein-Rechtsgrundlage "hinzubasteln", benötigt die Regierung offensichtlich die Aufhebung der Kompensation, d.h. die 200 Parkplätze mehr, die nicht aufgehoben werden, obwohl sie es müssten. Diese 200 neuen Parkplätze werden aber gar nichts lindern, sondern verschlimmern: Sie werden mehr Besucher und mehr (vor allem Berufs-)Pendler anziehen, die im Wettstein parkieren wollen. Und die Anwohner, ja die Anwohner, die viel lieber unter dem Landhof parkieren wollen und das Parking befürworten, werden wohl gern das fast Fünfzehnfache einer Anwohnerparkkarte für ihren unterirdischen Parkplatz zahlen wollen, oder?! Wohlgemerkt, wo es doch nebenan im Messeparkhaus jetzt schon verfügbare Dauermietparkplätze zur Verfügung hat, die sogar noch billiger sind als die unter dem Landhof geplanten. Übrigens: Bezahlt werden soll das geplante Parking unter dem Landhof zu einem Viertel aus öffentlichen Gelder, zweckentfremdet durch eine üppige Subvention aus dem Pendlerfonds in Höhe von bis zu 1.7 Mio. SFr. Wenn also die Parkplätze unter dem Landhof so begehrt sind, warum muss dann auch noch grosszügig subventioniert werden, dass es sich erst für einen privaten Betreiber lohnt. Nein nein, das Landhof-Parking bedeutet weit mehr als die übliche Parkplatz-Debatte, davon bin ich überzeugt. Der Landhof ist der (noch) unrechtmässige Präzendenzfall für die künftige Verkehrs- und Parkierpolitik, mit der dann bald rechtmässig überall sogenannte Quartierparkings (sie sind eigentlich keine) in die Quartiere, unter Grünflächen gebaut werden dürfen - ein paar Parkplätze für die Anwohner, um den Widerstand im Quartier zu besänftigen, der grosse Rest für motorisierte Besucher und Pendler. Und das alles grosszügig subventioniert vom Pendlerfonds, der eigentlich geschaffen wurde, um die Pendlerströme zum Umsteigen auf den Öffentlichen Verkehr zu bewegen. Ich denke: die künftige Verkehrs- und Parkierpolitik entscheidet sich am Landhof! Roberto Rivetti Wettstein-Bewohner, Landhof-Anwohner und auch hier: www.quartierparking-landhof-nein.ch

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  • Der letzte Freiraum – Kampf um den Landhof

    Schöner Artikel, gefällt mir! Herr Glanzmann, als gestandener Bauunternehmer, ist natürlich immer wieder beeindruckend - zum Beispiel wie er bei der Diskussionsrunde, dem kleinStadtgespräch, Ende Januar im Quartier auf Nachfrage bzgl. der 1.7 Mio. Fr. Subventionen, kurz überschlug, vorrechnete und dann meinte: Nein, ohne die 1.7 Mio. würde es sich für ihn nicht rechnen und er würde das Parking unter dem Landhof nicht bauen. Wer sich für die Argumente gegen das Parking interessiert, die Herr Glanzmann partout nicht finden kann, der kann sie gerne auf der Website www.quartierparking-landhof-nein.ch nachlesen.

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  • Fünf Gründe, warum das Parkieren viel zu billig ist (laut Wessels)

    «Landhof, jetzt bist du dran», befürchten wir leider auch. Wer dies auch tut, ist willkommen sich für den Landhof zu engagieren: www.quartierparking-landhof-nein.ch. Die Erhöhung der Gebühr für die Anwohnerkarte ist natürlich ein famoser Ablenkungstrick, man sieht es ja in den vergangenen Tagen. Es wird fast nur darüber diskutiert. Um was es eigentlich geht bei dieser neuen Parkplatzpolitik geht, geht fast unter: Sogenannte Quartierparkings werden überall im Innenstadt-Bereich problemlos gebaut werden können, wenn sich private Investoren finden, die diese bauen wollen. Diese werden künftig auch noch grosszügig staatlich subventioniert aus dem Pendlerfonds, der eigentlich gedacht war, als Mittel Pendlerströme aus den Quartieren herauszuhalten. Eine Kompensation, das heisst die Aufhebung von oberirdischen Parkplätzen oberirdisch, wenn unterirdisch neue entstehen, wird es faktisch kaum mehr geben. Und diese sogenannten Quartierparkings sollen dann auch für Pendler geöffnet werden. Man muss kein Hellseher sein, um zu sehen, was da auf die Stadtbevölkerung zukommt, wenn die Vorlage für diese neue Parkplatzpolitik durchkommt: dem Verkehr in die Stadt werden alle Schleusen geöffnet. Es gibt ja dann weiterhin günstige Parkplätze.

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  • Verkehr frisst den Raum für Parkplätze weg

    Ob sich die Tendenz gerade im Wettsteinquartier mit dem geplanten Bau eines Parkings unter dem Landhof fortsetzen wird, wird sich noch zeigen müssen. Es bestehen erhebliche Zweifel der Quartierbewohnerinnen und Quartierbewohner über die Art und Weise wie dieses Projekt an ihnen vorbei durchgeboxt werden soll, ohne dass sie mit einbezogen wurden. Das geplante sogenannte Quartierparking wurde im Baurecht an einen privaten Investor vergeben, soll aber gleichzeitig und auf zweifelhafte Art und Weise aus dem Pendlerfonds mit bis zu 1,7 Mio. SFr mitfinanziert werden. Daniel Wiener hat die Posse heute in seiner wie immer lesenswerten Kolumne in der bz Basel "Unsere kleine Stadt" mit dem Titel "Vier Kurzschlüsse und eine Erkenntnis" schön dargestellt: https://www.bzbasel.ch/kommentare-bz/vier-kurzschluesse-und-eine-erkenntnis-132207947 Denn nicht wie sonst üblich werden dann oberirdisch Parkplätze aufgehoben, wenn unterirdisch neue entstehen, wie das Umweltschutzgesetz des Kantons es eigentlich vorschreibt. Nein, per Regierungsratsbeschluss werden gar keine Parkplätze aufgehoben. Es sollen also auf einen Schlag 200 neue Parkplätze im Wettstein entstehen - wenn das nicht ein riesiger Anreiz für noch viel mehr Verkehr ist, zentrumsnah, Roche-nah? Man kann sich zu Recht fragen, ob BVD und Regierung gerade dabei sind, sich und uns eigentlich viel mehr Probleme schaffen zu wollen als sie jemals lösen können werden - mit Konzepten, die schon seit Jahrzehnten in den Schubladen vergilbt geglaubt schienen: mehr Fahrzeuge, also mehr Parkplätze, ist doch logisch, oder? QuartierbewohnerInnen und Landhof-AnwohnerInnen werden dies allerdings nicht einfach so hinnehmen und haben eine Petition gestartet, die in drei Monaten bereits über 900 Unterzeichnende aufweist: www.openpetition.eu/%21landhof

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  • Diese App will Ihr Quartier verändern – aber nur mit Ihnen

    Lieber Herr Pinselbenutzer Ihre Übersetzungskünste in Ehren, aber in diesem Falle ist Ihre Übersetzung leider falsch. Die App ist browserbasiert und läuft also in jedem modernen Browser. Dies sieht man auch daran, dass man sie nicht in einem App Store (z.B. von Apple, Google oder Microsoft) bekommen kann, sondern einfach per URL erreichbar ist. Wichtig für die App war eben genau das: möglichst niedrige Schwelle, möglichst grosse Systemunabhängigkeit.

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