• Aufwachsen am Stadtrand: Wie Basels ärmste Kinder leben

    Liebe Frau Fopp, vielen Dank für die einfühlsame Reportage. Wegen solchen Geschichten, Reportagen und Recherchen lese ich die Tageswoche noch immer gerne. Ich kenne viele der geschilderten Umstände aus eigenem Erleben und finde, Sie haben die Kernprobleme und Chancen perfekt herausgearbeitet.

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  • Bardin der abgefuckten Engel

    Wow, was für eine Stimme! Vielen Dank für das schöne Portrait.

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  • «Ich bin pädophil und suche Hilfe»

    Ich finde, es ist euch sehr gut gelungen, diese Ambivalenz rüberzubringen. Grossen Respekt vor eurem Mut, dieses Thema so differenziert anzugehen. Womit ich persönlich am meisten Mühe habe bei diesem Alois ist seine in meinen Augen extrem mangelnde Einsicht in das Leiden, das er bei seinen Opfern verursacht bei gleichzeitigem Selbstmitleid. Und offensichtlich ist er sehr manipulativ - da wird es dann schwierig, nicht plötzlich zu viel Verständnis für ihn aufzubringen. Enorm kritisch sehe ich auch die Tatsache, dass er seine Therapie als Zwang sieht und dort nicht offen reden will, weil er sich fürchtet, dann als rückfallgefährderter eingestuft zu werden. Donnerwetter, dann IST er eben rückfallgefährderter und es ist eine Frage der Zeit, bis erneut ein Junge zu seinem Opfer wird. Das ist NICHT das Problem mangelnder Angebote für ihn, sondern seiner mangelnden Einsicht.

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  • «Ich bin pädophil und suche Hilfe»

    @Stimme: Für einmal sehr einverstanden mit Ihnen. Auch ich stosse hier absolut an die Grenzen meines Verständnisses für solche Menschen. Das Leid, welches sie verursachen bei ihren Opfern lässt sich niemals rechtfertigen mit dem eigenen Leiden an nicht legal lebbaren Trieben. Ich bin einverstanden, dass solche Menschen Hilfe bekommen sollen in Form von Therapien etc. aber dafür braucht es auch eine Einsicht bei diesen Leuten, dass es nicht ein gesellschaftliches Problem ist, dass man ihre Form von Sexualität nicht toleriert, sondern dass sie selber tatsächlich das Problem sind.

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  • Sie wollen Jingle Bells aus den Ohren kriegen? Hängen Sie sich einfach in die Basler Warteschleifen

    Die schrecklichste Warteschleifenmusik hörte ich vor längerer Zeit bei der "Sauberkeitshotline" der Stadtreinigung, die ich anrufen musste um Grobsperrgut anzumelden. Da wurde dann ein eigenproduzierter Sauberkeitshotlinesong gespielt mit dem eingängigen Refrain: "E suuberi Stadt, das isch's Ziiiiiel" der nach dem sechzehnten mal einfach nur noch wie eine hysterische Drohung klang. Keine Ahnung, ob die dort inzwischen etwas anderes spielen, denn ich habe aus Angst vor evtl. noch üblerem dort nie mehr anzurufen gewagt. ;-) Frohe Weihnachten allen!

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  • «Ohne Sozialhilfe sässe ich mit meiner Kleinen auf der Gasse»

    Da stellen sich bei mir aber jetzt einige grosse Fragen bei dieser Geschichte. Wie kann es sein, dass jemand mit 14 den Stempel "bipolar" aufgedrückt bekommt und gleichzeitig als hoffnungsloser Fall abgeschrieben wird? Keine Medis, keine Therapien? Was sind denn das für Ärzte? Und dann die Vaterschaftsanerkennung. Sorry, aber die MUSS einfach sein. Schon dem Kind zuliebe. Da werden nicht nur Alimente geregelt, sondern auch Besuchsrechte - vielleicht würde sich der Vater dann ja doch auch mehr interessieren. (Ich war in der gleichen Situation und brauchte auch über ein Jahr, bis ich auf die Vaterschaftsanerkennung bestand. Und es ist anstrengend. Aber man bekommt für dieses Verfahren einen Beistand, der hilft und das hilft wirklich!) Ausserdem hat man Anrecht auf Alimentenbevorschussung, wenn der Vater nicht zahlen kann. Dieses Geld schuldet dann ER der Sozialhilfe und nicht die Mutter. Es kann einfach nicht sein, dass die ganze Last bei der Mutter liegt. Ich weiss, wie anstrengend es ist, so jung ein Kind alleine durchzubringen. Aber wichtig ist, nicht alleine damit zu bleiben, sondern sich um soziale Kontakte zu bemühen und sie auch zu pflegen. Warum muss die Sozialhilfe einen Kita-Nachmittag bezahlen, wenn man sich gegenseitig die Kinder hüten könnte? Das ist auch für die Kleinen toll. Da gäbe es noch vieles weiteres zu fragen, aber das wird zu lang. Für mich persönlich das Wichtgste: Liebe Laura Battista, lassen Sie sich nicht klein machen. Es ist schwer, ein Kind aufzuziehen ohne Unterstützung eines Partners, aber es gibt andere Menschen, die gerne helfen und die ihrerseits auch Hilfe brauchen können, die Sie geben können. Reden Sie mit möglichst vielen anderen über Ihre Situation, denn dadurch kommen Sie auch an Informationen, die für Sie wichtig sind. Verlassen Sie sich nicht ausschliesslich auf Institutionen, denn dort sind Sie nur eine von vielen. Bei persönlichen Beziehungen ist das anders. Und vor allem: Sie leisten sehr wertvolle Arbeit, indem Sie für Ihr Kind da sind. Bitte erinnern Sie sich immer dann daran, wenn Sie jemand klein machen will. Alles Gute Ihnen und Ihrer Tochter

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  • Warum schicken Sie Ihre Kinder nicht in die Schule, Herr Stern?

    Dieses Gespräch macht mich gleichzeitig glücklich und traurig. Glücklich, weil Herrn Sterns Ideen so sehr vom Menschen, vom Kind her gedacht sind und diese Gedanken sehr schön, radikal frei und überzeugend sind. Wer möchte nicht so aufwachsen oder seine Kinder so aufwachsen sehen? Traurig werde ich, wenn ich dieses Bild mit den realen Verhältnissen der meisten Menschen in meiner Umgebung vergleiche und erkenne, wie jenseits der tatsächlichen Möglichkeiten unser kleinfamiliär geprägten Strukturen es liegt. Den meisten Eltern fehlt schlicht die Zeit, ihre Kinder so zu begleiten, weil sie arbeiten müssen/wollen und sie sind zu isoliert, als dass eine grössere soziale Umgebung ausserhalb der Institutionalisierten wie Tagi, Kindergarten und Schule dies abdecken würde. Eigentlich fehlt es uns schlicht an Freiheit, unsere Kinder frei aufwachsen zu lassen - kein schöner Gedanke. Vielen Dank für das anregende Interview.

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  • Schüsse in der Steinentorstrasse

    Uiuiui.... Schandfleck. Sündemeile. Wie gut, wohnt man auf dem Land und kann sein Urteil da aus sicherer Distanz abgeben. Und wir städtischen SünderInnen sind natürlich ungeheuer froh um diese moralisch durchblickte Sicht von aussen. Danke, Herr Meier, wie gut, dass wir uns immer wieder an Ihrem klaren Urteilsvermögen ausrichten können. Wir wären sonst vollkommen verloren in dieser verdorbenen Welt.

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  • Zum 40. Jubiläum wetzt der Weihnachtsmarkt die Klingen

    Nein, Herr Meier, die Stände sind mit Sicherheit nicht seit ein paar Tagen offen. Es wird aufgebaut. Start ist morgen um 11 Uhr.

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  • Schweizer Digitaltag – eine reine Propaganda-Schau

    Mir scheint auch, die Digitalisierung werde vollkommen unkritisch forciert und die Angst vieler Politiker (die vermutlich ein eher rudimentäres Wissen besitzen), irgendwie "abgehängt" zu werden und in der analogen Ödnis verloren zu gehen, ist augenfällig. Da ist es einfach für die neoliberalen Wirtschaftskreise, die entsprechenden Fachleute aufzubieten, die genau diese Ängste noch weiter schüren und wichtige, kritische Fragen wie hier im Artikel, übertönen oder als Bremsklotz für die Fahrt in die einzig mögliche erfolgreiche Zukunft abtun. Wie wäre es, analog zum Digitalisierungstag mal einen Humanisierungstag durchzuführen? Aber da wären die Wirtschaftsleute wohl weniger interessiert....

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