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  • Kommt jetzt die radikale Lärmbremse für das Open Air Basel?

    Brigitta Hauser-Schäublin Es ist doch ganz einfach: Das Open Air Basel 2018 hat gezeigt, dass es auch erfolgreich sein kann, wenn die Anwohnenden nicht während 26 Stunden innerhalb von drei Tagen eine akustische Folter zugemutet wird, wie dies 2017 geschehen ist. Und dies entgegen allen Beteuerung von Musikchef Sandro Bernasconi, es sei alles im grünen Bereich. Wer selber nicht in der Lage ist, die Sache unter Kontrolle zu halten, braucht einen Aufpasser. Was will denn der Direktor des Open Air noch mehr? Doch immer wieder über die Lärmgrenze hinausdröhnen, weil die Komponisten dies angeblich so wünschen? Auch das wäre einfach zu lösen: Nämlich Komponisten und Stücke wählen, die der Tatsache Rechnung tragen, dass das Umfeld der Kaserne zu den am dichtesten besiedelten Quartieren der Stadt zählt. Dies ist in keiner anderen Schweizer Stadt denkbar, wie die Beispiele Genf und St. Gallen zeigen. Höchste Zeit, dass auch in Basel über den Lärm (sowie den Abfallberge, die auch die Open Air-Besucher zurücklassen, den Gestank der abendfüllenden Grillaner und das Gegröhle der Spätheimkehrenden) der mit den in der Kaserne und darum herum („Partymeile“) stattfindenden Veranstaltungen vom Frühjahr bis in den Herbst öffentlich diskutiert und politisch begründet wird, warum gerade das Gebiet der sozial und wirtschaftlich schwächsten Wohnbevölkerung Basels alles ohne Murren hinzunehmen hat? Eine Zweiklassengesellschaft also? Jene, die ein Recht auf Nachtruhe haben und solche, denen dies abgesprochen wird? Wie gesagt: Es besteht dringender Handlungsbedarf.

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