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  • Podium unter Polizeischutz

    Woher kommt die Häme in diesem Text, woher die Überheblichkeit und woher die zur Wahrheit aufgebauschten Vermutungen über unser gestriges Podium und dessen Zustandekommen? Wieso muss Renato Beck jemanden diffamieren, der die gleiche Ausbildung gemacht hat wie er selbst (Diplomausbildung Journalismus am MAZ)? Ist das nun der Journalismus, der Gegenentwurf zum Kampagnenjournalismus, mit dem die TaWo einst angetreten ist? (PS: Ich hatte mal als einer der Erstabonnenten einen TaWo-Wimpel). Ist die Häme über den "Kirchenmann", der u.a. auch als Journalist arbeitet, mehr als nur schlecht verheilende Kirchen- oder Religionsunverträglichkeit? Oder ist es das Aufjaulen eines Phantomschmerzes, darüber dass ein anderes Format, "Basel im Gespräch", es schafft, ein volles Haus und spannende Gespräche zu einem aktuellen Thema zu bieten, wo die Tageswoche kein eigenes ("Mittendrin") mehr zustande kriegt (seit, wieviel?, drei Jahren?). Fragen über Fragen. Mindestens der Schluss des Textes deckt sich mit der Wirklichkeit des gestrigen Abends: Wir haben Nötiges geleistet, sind nicht eingeknickt gegenüber Drohungen, haben ein zivilgesellschaftliches Podium geschaffen und genutzt, um ein brennendes Thema zu diskutieren, getreu dem Motto unseres Formats "Basel im Gespräch. gemeinsam.weiter.denken". Und wir werden erstmal weitermachen, solang es uns braucht.

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  • Aktion gegen Kündigung der Seniorenpflegerin Bozena Domanska

    Frau Meyer VPOD sagt lt. eurem Artikel: «Die Firma hätte wissen müssen dass Bozena Domanska, die inzwischen in der ganzen Schweiz bekannt ist, nicht einfach entlassen werden kann.» Haben wir für jetzt unterschiedliches Arbeitsrecht für Prominente und Nichtprominente?

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  • Durch die rotblaue Brille: FCB in 3D

    ... die rotblaue Brille. Da habe zwei Journis in Tateinheit mit sicher einem oder zwei GestalterInnen Print-Journalismus aus der zweiten in die dritte Dimension gebracht. Das mehr als ein Gadget, das ist ein Statement, was engagiertes Zeitungsmachen auch noch kann. Sagt ein Fussball-Nichtwahnsinnig-Angefressener (Ja, das gibts und darf auch sein)

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  • Vielen Dank – und eine Entschuldigung

    Zuerst mal ein Kompliment für den Online-Teil: Ihr habt Online verstanden (auch wenn, wie ihr selber sagt, noch nicht alles funktioniert). Ich fand das ganze Konzept toll, als Journi natürlich besonders die Storypipeline (deren Link jedoch bisher leider ins Nichts führt). Das grüne Dreieck als Bildmarke für euer Produkt und als gleichzeitige Aufforderung zum "Mitmachen" ist geschickt und wird sich schnell einprägen, wie der NokiaKlingelton oder die blaue NiveaDose. Ich freue mich dann auch drauf, wenn ihr den Beweis antretet, für jede Geschichte, die ihr bringt, den richtigen Kanal zu wählen (statt eines sturen "Content-Managements" oder eines online-gesetzten Blatts.) Das Experiment wird schliesslich dann vollständig gelingen, wenn ihr auch fürs Web schreibt, und man nicht umständlich zurückscrollen muss. Dann ein Kränzlein für das Design der Offline-Ausgabe, besonders den hinteren Teil mit den grosszügigen Fotoseiten. Sowas unterscheidet euch von anderen Blättern. Auch die lachsfarben hinterlegten Agenda: Jetzt kann ich wieder was für eine ganze Woche in den Zeitungsständer legen, in memoriam des BaZKulturheftlis. Auch schau ich mir gern (als Magazin-Afficionado) eine ganze Seite mit dem Portrait eines Menschen an, mit einem Foto mit eigenständiger Fotosprache (Pizzaiolo!). Als Pièces de Résistance müssen - nach all den Erwartungen - wohl der Hauptartikel zu den Wahlen gelten, oder das Interview mit Frau Widmer-Schlumpf. Allein: Das sind sie nicht. Unterzeilen/Hervorhebungen wie "Interessant ist, dass Grünliberale und BDP bei jungen punkten" oder "Das neue Parlament ist bildungsaffiner" sind - vorsichtig gesagt - seit Wochen bekannt, bös gesagt: Da schlafen einem die Füsse ein. (Und was bitte ist mit "Mehr Exzellenz" gemeint?) Die Schweizerhalle-Jubiläumsgeschichte scheint eher wie Fleissaufgabe, denn wirklich relevant (Tenor: Noch nicht alles OK, aber doch das meiste). Auch dürfte der Produzent/die Produzentin etwas griffiger antexten: "Mit dem Boot zur Arbeit" lockt mehr als "statt mit dem Tram". Bei der Occupy-Story hätte ich (wie bei manch anderen Themen) gern mal den Basler oder regionalen Bezug gelesen, nicht noch eine internationale Version. Kurz: Erzählt gute, transparente, griffige Stories mit Basler Bezug oder aus unserer Optik. Ihr seid kein Tagesanzeiger und keine nationale Zeitung, sondern eine Zeitung von hier, für uns. Diese Rückmeldung schreib ich im Wissen, welche Leistung hinter einer ersten Nummer steht (Applaus!) und mit der Betonung darauf, dass ich es schon ewig lang nicht mehr für der Mühe wert gefunden habe, einen Leserbrief zu schreiben, und jetzt ist es schon der zweite innert wenigen Wochen. Das ist doch was, oder?! Genau wie euer Produkt: Das ist doch schon was! Frank Lorenz

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