GF
  • Viel zu viele Gymnasiasten: Basler Lehrkräfte müssen die Schraube anziehen

    Ich habe bei den Leuten, die über hohe Gymasialquoten und Über-Akademisierung lamentieren (Untergang des Abendlands/der Handwerker-und-Bauern-Schweiz), immer den Eindruck, dass die von einer feststehenden Masse an Intelligenz in der Bevölkerung ausgehen. Wenn jetzt mehr Leute Matura machen, dann kommen zwangsläufig auch nicht so Intelligente zu höheren Bildungsweihen und machen den Lamentierern deren exklusiven Bildungsabschluss streitig. Maßnahmen: selektieren, sieben, Druck aufsetzen, also Kinder und Jugendliche entmutigen. Bäh! Könnte es nicht auch sein, dass engagierte Lehrpersonen und guter Unterricht dazu führen, dass die Schule das Beste aus den SchülerInnen rausholt? Und das soll sie ja auch, genau das! Ist nur so ein Eindruck als Mutter einer Sekundarschülerin ...

    Zur Diskussion
  • Brünzelt in die Büsche, Schwestern!

    Das mit dem weiblichen Wildpinkeln finde ich eine gute Idee. Neulich habe ich auf einer Infoveranstaltung zur Renovierung der Claramatte die Verantwortlichen vom Kanton darauf hingewiesen, dass es unbedingt gleich viele Pinkelmöglichkeiten für beide/alle Geschlechter im öffentlichen Raum braucht, nicht nur ein Pissoir für die Stehpinkler, damit sich nämlich alle gleich viel und gleich lang im öffentlichen Raum aufhalten können. Antwort: die Frauen sind anständig, können doch auf das einzige Klo am Rand der Matte gehen, nur die Männer sind grusig, es gibt gar nicht soviele Frauen auf der Claramatte, also ist das kein Problem. Wenn Frauen ihr Revier nicht markieren, kriegen sie keine öffentlichen Dienstleistungen. Ahh – bsssss….

    Zur Diskussion
  • Deutscher Zoll stellt Hilfskräfte ein, um Flut von Ausfuhrscheinen bewältigen zu können

    Von was werden die Straßen finanziert, auf denen die EinkaufstouristInnen von der Schweiz nach Deutschland fahren? Wer hat die Tram bezahlt? Welches Geld sorgt für die Straßenbeleuchtung, woher kommt der Lohn für, sagen wir, den Polizisten, der den Taschendiebstahl verfolgt? - Genau, Steuern. Wer sich alles rückerstatten lässt, macht das auf Kosten anderer. Steuervermeidung im Kleinen. Bagatellgrenzen könnten eine eine Lösung sein.

    Zur Diskussion
  • Überforderung, Burn-out oder Berufswechsel – Basels Betreuerinnen sind am Anschlag

    Ein kurzer Klick auf den lohnrechner punkt ch bringt an den Tag, dass die Löhne in der Betreuung eben NICHT vergleichbar sind mit anderen Berufslehren. Im ersten Berufsjahr mit 20 Jahren bekommen Dachdeckerinnen 4940 Franken im Median, KV-Angestellte im Grundstücks- und Wohnungswesen 5030 Franken und Fachpersonen Betreuung 4390 Franken. Und ja, das liegt daran, dass das ein typischer Frauenberuf ist, der noch nicht so ganz "legitim" ist, ist doch eigentlich Betreuung Privatsache, außer für die Armen.

    Zur Diskussion
  • Ja oder Nein? Antreten zum Erklärbär-Video – das hilft bestimmt!

    Großartiger Erklärbär! Brauche mehr davon, wg. Weltlage und so.

    Zur Diskussion
  • Es bleibt beim «Zut alors!» – Basler Eltern lassen sich nicht vom neuen Lehrmittel überzeugen

    Neulich vorm Fernseher, Fußball-EM auf dem Welschen gucken und das Fußball-Wörterbuch von Pons auf dem Schoß. "Mama, was heißt denn machen auf Französisch? Das haben wir noch nie gelernt!" - "Faire" - "Aha. Ronaldo faisait un but hors-jeu" Geht doch. Merke: es braucht Sprachfreude/"Sprachbad" UND Grammatik.

    Zur Diskussion
  • Spurlos verschwunden auf dem Weg in die Sicherheit

    Eins können wir ganz einfach tun: Help for Refugees Basel unterstützen, die wiederum langfristig Heime für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Süditalien unterstützen: http://www.helpforrefugeesbasel.ch

    Zur Diskussion
  • Wieso zeigt Ost-Europa nicht mehr Solidarität mit Flüchtlingen?

    Ich hatte mich sehr geärgert, als ich von der hartherzigen Haltung der Visegrad-Staaten und v. a. von Polens Regierung las. Und dann habe ich mal nachgeguckt - und siehe da, die Zivilgesellschaft denkt anders. Sowohl die Helsinki-Stiftung für Menschenrechte als auch einige Solidarnosc-Gründer haben in offenen Briefen aufgerufen, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, ein integrationsfreundliches Umfeld zu schaffen und nicht die Augen vor Flucht, Gewalt usw. zu schließen. Nur für die EU zu sein, wenn es Geld gibt - so ginge es ja nicht, zumal die Polen selbst wahnsinnig viel Erfahrungen mit Flucht & Vertreibung haben und außerdem in den letzten 150 Jahren Millionen von Polen als Wirtschaftsmigranten nach Westeuropa und nach Amerika ausgewandert sind. Also: Es gibt immer Konflikte in einer Gesellschaft, und es ist gut, auf diese unterschiedlichen Stimmen zu schauen!

    Zur Diskussion
  • Raus aus dem Hamsterrad

    Ich wollte doch noch darauf hinweisen, dass Brost/Wefing Vorgängerinnen haben, nämlich Susanne Garsoffky und Britta Sembach, die bereits vor einem Jahr mit "Die alles-ist-möglich-Lüge" ähnlich argumentiert haben. Zweitens zeigen die Beispiele aus der Schweiz mit TZ-Vätern, dass sich das Problem von Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter nicht dadurch lösen lässt, dass alle Frauen jetzt so werden wie hegemoniale Männer: wenn alle Vollzeit arbeiten und sich voll reinhängen, dann machen Frauen gleich viel Karriere wie Männer. Und wer macht die gesellschaftlich notwendige Sorgearbeit? Wir brauchen eine umfassende Umverteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit. Wie wäre es mal mit allgemeiner Arbeitszeitverkürzung ("kurze Vollzeit")???

    Zur Diskussion
  • So können auch Deutsche von der Mehrwertsteuer-Rückgabe profitieren

    Auch ich gebe mich zuweilen den Schnäppchen-Gedanken in Form einer Mwst - Rückerstattung hin. Und dann wieder mache ich mir klar: ohne Steuern kein Staat. Keine Infrastruktur (keine Tramschienen nach Weil!), keine Grenzbewachung, keine Schule, keine Straßenbeleuchtung. Und ohne Staat - keine Demokratie. Welche Steuern erhoben werden, wie hoch sie sind und wie die Steuerlast verteilt ist - ist eine Frage politischer Kräfteverhältnisse. Sicherlich ist die Mehrwertsteuer nicht die sozialste Steuer, aber wir brauchen sie dennoch, in Deutschland ebenso wie in der Schweiz. Pragmatisch wäre daher wirklich eine Bagatellgrenze. Für Schnäppchengefühle ab und zu.

    Zur Diskussion