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  • Gib uns, und wir zerstören: Wie nette Projekte das Schlechteste im Basler zum Vorschein bringen

    Ich denke es ist genau andersrum: Vor lauter Mein und Dein verstehen wir gar nicht mehr, was "Unseres" bedeutet. Wenn mal alle gemeinsam für eine Sache verantwortlich sind, dann verstehen das Menschen nicht mehr, weil sie sich nur noch Privatbesitz gewöhnt sind. Mehr teilen und mehr Verantwortung und Respekt für Gemeinsames übernehmen, das muss wieder gelernt werden.

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  • «Es braucht einen neuen Frauenstreik, damit die Gesellschaft den Frauen endlich mal zuhört»

    Ja.

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  • Günstig wohnen ohne jede Rechte? Geschäftsmodell von Projekt Interim gerät in Bedrängnis

    Nun denn, genau darum gehts doch: Ein Wohnhaus ist einfach nicht das gleiche wie ein Auto oder eine Luxusuhr. In deinem Auto wohnt niemand, auch nicht in deiner Luxusuhr, nehme ich an. Sie ist einfach dir. Aber sobald du Menschen hast, die in deinem Wohnhaus wohnen, ist das nicht einfach ein "persönliches Eigentum", sondern persönlicher Lebensraum von anderen Menschen. Und die haben, absolut zurecht, Rechte. Häuser sind keine Ware wie jede andere. Punkt.

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  • Zwei Nächte Knast für eine laute Party – Polizei-Einsatz wirft Fragen auf

    Ich schliesse mich hier dem Kommentar von "lulu" an: Die Frage ist doch, weshalb die Polizei gerade hier so unverhältnismässig eingreift? An der Mattenstrasse wehren sich Mieter mit rechtlichen und politischen Mitteln gegen ihre Verdrängung und gegen Gentrifizierung. Werden sie nun wegen ihrem politischen Einsatz gegen steigende Mieten in ganz Basel als "linksextrem" gebrandmarkt, und das soll dann das harte Eingreifen rechtfertigen? Das ist rechtsstaatlich und politisch sehr bedenklich. Ist das Ziel, dass man sich als Quartierbewohner nicht mehr für den eigenen Lebensraum engagieren darf, sondern sich ducken muss vor den Investoren. Und wer sich wehrt, muss mit härterem Polizeieinsatz rechnen?

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  • Wer Munition für eine Hexenjagd liefert, macht sich mitschuldig

    Nein. Denn in diesem Kommentar geht es endlich um den richtigen "Inhalt" der Kampagne. Es ist naiv zu glauben, der BaZ selbst gehe es um den Inhalt von Schutzbachs Blogeintrag. Dieser ist einfach Aufhänger, mit dem sie zwei Angriffe führt: 1. auf eine unabhängige und kritische Wissenschaft, die nicht einfach wirtschaftsdienlich ist oder sich die herrschenden Ungleichheiten hinterfragt (im Falle von Genderstudies also die Geschlechterungleichheit). 2. auf die demokratischen journalistischen Prinzipien, etwa von Ausgewogenheit, Faktentreue etc. Genau deshalb ist es ein Scheinkampf, sich gegen die angeblich demokratiefeindlichen Aussagen Schutzbachs auszusprechen, worauf auch die SP-Präsidenten reingefallen sind. Eine Zeitung, die sich nicht an demokratische journalistische Prinzipien hält ist selbst demokratiefeindlich. Sie ist zu einem undemokratischen Machtinstrument verkommen. Mit ihr über den Inhalt der Demokratie zu sprechen ist also höchst problematisch. Und da schliesse ich mich einigen anderen Kommentaren an: Letztlich führt diese Kampagne dorthin, wo sie begann. Zur Forderung, im Namen der Demokratie nicht mehr mit der rechtsnationalen BaZ zu sprechen. Boykotte sind nicht undemokratisch, sie können - siehe das Südafrika der Apartheid - sogar helfen, eine Gesellschaft demokratischer zu machen.

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  • Günstiger Wohnraum: Basler Abrisspolitik gerät in Kritik

    Es ist doch ein perfides Spiel, günstigen Altbauwohnraum gegen (eher günstigen) Neubauwohnraum auszuspielen. Der Abriss von Altbau führt immer zu Mietsteigerungen, teilweise verdoppelt oder verdreifacht sich die Miete. Für mich wäre der Königsweg: Altbau zu gemeinnützigem Wohnraum sanieren, gleichzeitig kostengünstigen Wohnraum ohne übermässigen Flächenverbrauch in Neubaugebieten realisieren: In der Stadt Basel gibt es momentan viele Entwicklungsprojekte, Dreispitz, Lysbuchel, Rheinhattan, Klybeckplus. Da sollte man die Verantwortung für das Ganze übernehmen. Aber wie es ausschaut, wird auch dort hauptsächlich der private Profit die Stadt planen, die Wohnungen werden überdurschnittlich gross und teuer werden. und die Menschen, die Wohnungen in Basel suchen werden wieder nichts finden. Ausser sie arbeiten im Kader der Chemiefirmen.

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  • Günstiger Wohnraum: Basler Abrisspolitik gerät in Kritik

    Nur geht die Rechnung nicht auf: In Neubauten brauchen die Menschen viel mehr Quadratmeter pro Person als in Altbauten. Zudem kosten Neubauwohnungen viel mehr. Die Wohnungsknappheit ist nicht einfach eine Frage, wie viele Wohnungen es gibt, sondern: Wer und wieviele Leute leben in einer Wohnung. Und: Wer kann sich welche Wohnung leisten? Wenn immer mehr günstiger Wohnraum verloren geht, nützen auch hundert leerstehende Neubauwohnungen nichts, wenn die Menschen sich die Mieten nicht leisten können. Übrigens wäre ich mir nicht mal so sicher, ob an der Mattenstrasse am Schluss wirklich mehr Menschen wohnen würden.

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