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  • Nächster Halt: Basel Mitte – das Herzstück schlägt neu einen kühnen Bogen

    Erdbeben-Kollaps für das „Herz“-Stück? Warum werden die Ausbaupläne der S-Bahn durch Basel nicht beim Namen genannt, nämlich U-Bahn? Schliesslich sollen die Linien unterirdisch verlaufen. Welche Studie belegt, dass die Bohrungen nicht Erdbeben auslösen? Vor einigen Jahren wurden die Geothermie-Bohrungen eingestellt, weil sie Erdbeben ausgelöst haben. Ist uns diese kurze Schienenstrecke und allenfalls 30 Minuten Zeitersparnis ein so grosses Risiko wert?

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  • Bund gibt Details zum Bahnausbau 2030/35 bekannt

    Statt mehr Ausbau: Pendelbedarf senken! Warum muss die Verkehrsinfrastruktur ausgebaut werden? Weil die Mobilität ständig wächst, ohne Ende. Weiterer Ausbau des ÖV ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Wir sollten anfangen, uns Gedanken über unsere Zukunft zu machen. Wie können wir Anreiz für gesellschaftliche Strukturen schaffen, in denen weniger gependelt werden muss?

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  • Schluss mit Problem-Ritualen – üben wir uns in Zuversicht

    Ein Zuversichtsbarometer - wunderbare Idee von Georg Kreis! Die TagesWoche könnte gleich in diesem Jahr damit den Anfang machen. Die Frage, was uns zuversichtlich stimmt, bringt uns nämlich zwangsläufig zum Nachdenken darüber, wie wir uns das Leben besser vorstellen. Ich finde, darüber sollten wir noch viel mehr nachdenken und Stück für Stück umsetzen.

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  • Die Rücktrittsforderung an Thomas Kessler ist mieser Stil

    Wozu auch noch an der Schifflände Einkaufsmöglichkeiten am Sonntag? Viel nötiger wären in dieser Stadt Bänke und Bäume, die zum Verweilen einladen. Besonders Plätze wie Schifflände, Barfi und Münsterplatz gleichen gerade im Sommer Wüsten-Erlebnissen. Dass mit einfachen Mitteln StadtbewohnerInnen glücklicher leben, weil sie mehr miteinander in Kontakt kommen können, hat der dänische Stadtentwickler Jan Gehl erforscht. In New York City, Dhaka, Melbourne und Christchurch wurde dies schon umgesetzt: Verkehr in Hauptstrassen verbannt und her mit Sitzmobiliar, Tischen und sogar Spielen. Gehl war übrigens diesen Sommer auf Einladung des Bau- und Verkehrsdepartements in Basel - offenbar für einen Gedankenaustausch. Hoffentlich trägt dieser Früchte, sodass wir uns bald draussen gemütlich hinsetzen und miteinander ins Gespräch kommen können.

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  • Eine städtebauliche Pioniertat

    Mit dem Roche-Turm haben Herzog und de Meuron einen Pfeiler eingerammt, der es ihnen erleichtern wird, ihre Städtebau-Vision für Basel Schritt für Schritt zu realisieren. Bildlich schmackhaft gemacht ist diese Vision im Comic-Heft "Metrobasel" - ein Modell einer europäischen Metropolitan-Region", im Jahre 2009 entwickelt und herausgegeben durch das von den Architekten gegründete "ETH Studiobasel". Da dient der East River in New York als Vorbild für die Bebauung des Rheinufers bis zum Hörnli und auf der Birsfelder Seite. Der Trost: diese Hochhäuser werden niedriger als der Roche-Turm sein.

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  • Wie sich der Novartis-Campus auf das Quartier und die Mietzinsen auswirkt

    Nicht reiche Neuzuzüger sind schuld, wenn Mieten steigen. Auch nicht die Abteilung Kantons– und Stadtentwicklung. Wer setzt denn den Mietpreis fest? Patrizia Bernasconis Beispiel vom Mieterwechsel an der Metzerstrasse zeigt es konkret: Den Mietzins erhöhen Hausbesitzer. Doch eigentlich steht es ihnen frei, weiterhin einen günstigen Mietzins anzubieten, auch wenn ringsherum die Mieten steigen. Wer als Hausbesitzer ein soziales Gewissen hat, sollte so handeln. Und wir als Mieter sollten uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, nur weil einige viel und andere weniger im Portemonnaie haben.

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  • Schweiz zementiert Klischee der Rosinenpickerin

    Viele SchweizerInnen fühlen sich offenbar bedroht, bei Veränderung, im aktuellen Fall bei Zuwanderung, müssten sie ihre Tradition aufgeben. Doch muss sich die Schweizer Gesellschaft wirklich entscheiden für ein einziges Denkmodell? Müssen alle in diesem Land entweder tradtionell, provinziell leben oder bewegt, urban? Reales Leben findet in vielen Varianten statt. Lasst uns wegkommen vom Entweder-Oder, dem Kraftstoff für polarisierende Bedrohungsszenarien! Für friedliche Koexistenz von Tradition in Provinzialität und Veränderung in Urbanität!

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  • Dem Antirassismus-Gesetz einen Bärendienst erwiesen

    Rocchis Stereotyp vom pauschal jüdischen Humor trägt nicht zu einem toleranten und wertschätzenden Miteinander bei. Doch auch Klein ist nicht kleinlich mit seinen Meinungsäusserungen, sondern vielmehr ein Rundumschläger - sei es in Zeitungskommentaren oder mit seinem Facebook-Eintrag "Muslime, die Nazis von heute!". Abgesehen davon, dass durch persönliche und pauschalisierende Angriffe eine Auseinandersetzung noch mehr Aggressionen geschürt werden, finde ich es wichtig, dass die Debatte überhaupt stattfindet. Dass wir aufmerksam sind und hinterfragen. Dass wir uns zu Wort melden, wenn wir mit Ungerechtigkeiten nicht einverstanden sind.

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  • Vor Gericht mit Milo Rau

    Die Hintergründe zur Geschichte des Dokumentarischen in Theater und Film zu erfahren ist spannend. Danke für deren Darlegung. Beide Veranstaltungen mit Milo Raus Konzept habe ich besucht: die originale Gerichtsverhandlung und die Lesung des Statements des Massenmörders Breivik. In dieser Zeit, in der die Wirklichkeit für uns medial immer mehr inszeniert abgebildet wird, und in der wir auf ein Daumenrauf-Daumenrunter getrimmt werden - in dieser Zeit verschwimmt das Erkennen von dem, was echt ist, und dem, was inszeniert ist. Deshalb ist es heute und hier unendlich wertvoll, eingeladen zu werden, an Schauplätzen genau hinzuschauen. Und dabei keine Einführung und keinen Kommentar zu erhalten als Leitlinie, sondern einfach zu beobachten, was di e Wirklichkeit mit mir als Mensch macht. Die Einladung annehmen, Breiviks Weltbild und seine Rhetorik zur hören, um besser zu verstehen, wo die Fasziniation liegt. Verstehen, warum so viele Menschen in diesen Sog geraten. Dieses Erkennen kann eine Chance sein, Zerstörerischem weiser begegnen zu können.

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  • Der Fitzcarraldo aus dem Baselbiet

    Als die Geothermie-Bohrungen in Basel begannen, freute ich mich über Basels Innovativität. Die Idee schien so einfach und logisch, die vorhandene Wärme unter uns zu nutzen. Mittlerweile ist jedoch erforscht, dass Erdbohrungen das Naturgefüge durcheinander bringen. Sie können nicht nur Erdbeben, sondern in der Folge Vulkanausbrüche und Wirbelstürme verursachen. Angesichts dessen, wie uns in letzter Zeit die verheerenden Folgen von Umweltkatastrophen vorgeführt werden - sind wir bereit, für unsere Energieversorgung ein solch hohes Risiko einzugehen und so hohe Schäden für Mensch und Umwelt zu bezahlen? Anstatt nach weiteren Quellen für unseren Energiebedarf zu forschen, sollten wir nicht besser beim Verbrauch sparen? Zwar werden verbrauchsärmere Geräte entwickelt. Doch Hand aufs Herz: Nutzen wir diese Tatsache nicht insgeheim als Ausrede? Tatsächlich benutzen wir immer mehr Geräte, die nur mit Energie funktionieren. Es muss das Tablet her, der mp3 Player, der eintägige Shoppingflug nach Berlin. In den 80er Jahren war das Energiesparen ein Faktor im täglichen Konsumverhalten. Dies hat damals Anschub zu umweltfreundlicherer Produktion geleistet. Wir sollten anfangen uns über unseren täglichen Energiekonsum bewusst zu werden und zu hinterfragen, ob wir all diese Energie fressenden Dinge brauchen.

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