• Stoppt die Stau- und Parkplatz-Ideologen! Eine Polemik

    Sie sind doch gerade ein Beispiel für das, was Herr Huerlimann in seinem Artikel anspricht. Die elsässischen Pendler haben weniger gute ÖV-Verbindungen, also haben sie das RECHT, 20'000 Blechkisten in Basel abzustellen. Sagen Sie. Warum nicht andersherum? Wer davon profitiert, dass seine Einwohner Geld aus Basel in ihre Gemeinde bringen, ist auch dafür verantwortlich, dass der ÖV ausreichend ausgebaut wird. Ist das (warum auch immer) nicht möglich, könnten dort Parkhäuser gebaut werden, wo der ÖV nach Basel bereits funktioniert. Warum eigentlich soll die Freizeit der Pendler wichtiger sein als die Lebensqualität derer, die hier wohnen und Steuern zahlen? Und warum soll es immer nur ein "entweder oder" geben? Herr Huerlimann ruft meiner Meinung nur dazu auf, die Verkehrs-Debatte mit weniger ideologischem Ballast zu führen. Das hat die Auto-Ideologen natürlich prompt auf die Palme gebracht. Da unterscheiden sie sich leider kaum von religiösen Fanatikern.

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  • Stoppt die Stau- und Parkplatz-Ideologen! Eine Polemik

    Wenn man Zusammenhänge nicht erkennen WILL, findet man sie natürlich auch nicht. Ideologen zeichnen sich ja gerade dadurch aus, dass sie für logische Argumente völlig unzugänglich sind.

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  • «Die Zeiten sind vorbei, wo du nach Hause kommst und Mädchen auf dich warten»

    tolles interview! es scheint tatsächlich möglich zu sein, dass musiker nicht nur älter werden, sondern sich auch geistig und menschlich weiterentwickeln ;-) und sogar andern musikern kulturförderung gönnen, obwohl sie selber schon lange nicht mehr davon profitieren!

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  • «Nutzniesser verabscheuen Nestbeschmutzer» – Tom Fischer antwortet Knackeboul in der Affäre Sophie Hunger

    Ich bin 60 Jahre alt und habe über 30 Jahre lang vom Musikmachen gelebt. Die Art, wie die Diskussion über Sophie Hunger und ihren Preis hier geführt wird, hat mich sehr befremdet. Ich wundere mich darüber, wie vehement sich hier Musiker anblöken und sich gegenseitig abwerten - dies alles nur wegen der bescheidenen Fördergelder und Preise, die in der Schweiz ausgeschüttet werden. Mit diesen Beträgen könnte man beispielsweise keinen einzigen Kilometer Autobahn bauen. Mag sein, dass diese Fördergelder kaum Auswirkung auf Musikerkarrieren haben, aber sie symbolisieren eine steigende Akzeptanz der Pop-/Rockmusik als ernstzunehmenden Beruf. Unsere Tätigkeit wird weniger oft respektlos als „nettes Hobby“ deklariert. Sollen wir wegen Vetterliwirtschaft und Korruption auf diese Preise verzichten? Mich ekelt Korruption extrem an, aber warum soll man deswegen die Unterstützung der Pop/Rockszene wieder abschaffen? Hat irgend einer von denen, die sich hier echauffieren, aufgehört das schweizer Strassennetz oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen? Oder in der Schweiz eine Wohnung zu mieten resp. ein Haus zu kaufen? Oder mit einem Mobile zu telefonieren? Da haben doch Korruption und Vetterliwirtschaft ein Tausendfaches an Auswirkung. Lieber Thomas Fischer, ich habe sehr viel Respekt davor, auf welchem Weg du erreicht hast, was du heute bist. Leider höre ich aus deinem Artikel heraus, dass das der einzig richtige Weg sein soll, und empfinde das als intolerant und ideologisch. (Ideologien sind eine der grössten Gefahren für die Menschheit und haben schon unzählige Kriege verursacht.) Könnte man eine solche Diskussion nicht etwas weniger schwarzweiss führen? Zwischen schwarz und weiss existieren unendlich viele Farbtöne, die unsere Wahrnehmung bereichern könnten, wenn wir es nur zuliessen. Rock'n'Roll war ursprünglich ein Synonym für Freiheit, Utopien und Toleranz - Ein Kontrapunkt zu einer sturen, engstirnigen Nachkriegsgesellschaft. Heute haben viele, die einen TV aus dem Hotelzimmer schmeissen, hemmungslos herumpöbeln oder stehend neben das Klo pissen, das Gefühl, das sei jetzt Rock'n'Roll und „meh Dräck“. Was für eine erbärmliche Karikatur einer einstigen Utopie! Ich weiss natürlich, dass es naiv war, soviele Hoffnungen in unsere Musik zu setzen. Trotzdem macht mich das, was aus einigen Rockpionieren geworden ist, sehr traurig. Und was soll diese ewige Diskussion über 'konmmerzielle' oder 'nicht kommerzielle' Musik bringen? Es gibt auch abseits der „Radiotauglichen“ Musik jede Menge Mainstream - wer glaubt, Heavy Metal würde heutzutage noch irgendwen erschrecken, oder was innerhalb dieser Musik Erfolg hat, sei kein Mainstream, der macht sich selber was vor. Letztlich wird jede Musik, die Erfolg hat, zu kommerzieller Musik. Ich glaube, darüber zu diskutieren, welche Musik besser oder richtiger ist, führt völlig ins Leere, da Kunst immer subjektiv ist. Die sinnvolle Frage wäre doch: berührt mich diese Musik, dieses Bild, dieses Buch, dieser Film? Wieviel internationalen Erfolg dieses Werk hat, ist dabei völlig irrelevant.

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