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  • «Wisst ihr eigentlich, weshalb uns dieses Logo so stört?»

    Ich habe mich sehr gefreut, dass die Tageswoche die Initiative zu einem Podium ergriff, das macht Mut angesichts der aggressiven Netzkultur. Leider war die Gruppe der Gäste doch sehr homogen und Plachesi, dem so etwas wie die Oppositionellenrolle zugeschrieben wurde, bekam von der Moderatorin wenig Raum. Die Moderation intervenierte generell sehr stark, so dass keine wirkliche Diskussion unter den Teilnehmenden zustande kommen konnte und auch die Publikumsrunde empfand ich als viel zu kurz; ich kam jedenfalls nicht zu Wort. Es entstand der Eindruck, dass von der Leitung her mehr Interesse daran bestand, dass gewisse Dinge gesagt und von allen akzeptiert wurden als an einer Diskussion. Das ist schade. Zugute halten muss man dem Podium, und das war der eigentlich Verdienst der Runde, dass differenziert und respektvoll über Rassismus gesprochen wurde. An dieser Stelle auch ein grosses Kompliment an Pinto und Dankwa. Die sehr spannende Leitfrage des Podiums, die sich die Tageswoche selbst auferlegt hatte, wurde leider nicht beantwortet. Hier wäre es bereichernd gewesen, psychologische (wie werden Opfer zu Täter? Ist gewaltlose Kommunikation möglich, wenn meine Würde mit Füssen getreten wurde?) und medien-/ kommunikationstheoretische Perspektiven (sind Twitter&Co überhaupt daran interessiert, Diskussionsforen zu werden? Sind echte Diskussionen auf diesen Medien überhaupt möglich?) auf dem Podium zu hören. Trotzdem nochmals vielen Dank für die Initiative!

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