JBE
  • Das Problem der Ideologen mit der SP

    Also, wenn ein Journalist das nicht merkt von wegen dem Medien-Mainstream, dann ist er betriebsblind.Folgendes sind die Merkmale von Mainstream Journalisten in der Schweiz: A) Sie haben eine der beiden Journalistenschulen besucht und wissen Schema F, wie man eine Geschichte aufbaut. B) Sie verfügen nur über minimale Sachkenntnisse zu den Themen, über die sie schreiben. Meistens nicht wesentlich mehr als was der durchschnittliche Konsument aus den Reklamen für alles mögliche weiss. Aber das spielt keine Rolle, solange A) erfüllt. C) Sie recherchieren nicht, sondern kopieren. Sie kopieren aus Archiven, kopieren aus Nachrichtenagenturen, kopieren besonders fleissig die Mediencommuniques von Ämtern, Interessenverbänden, NGOs. Darum können sie sich B) erlauben. D) Sie halten sich an eine standardisierte Wortwahl, ohne schwierige Sachverhalte beim Namen zu nennen. Das fällt ihnen selber nicht weiter auf, weil C), weil B), weil A). E) Sie nehmen im Zweifelsfall Zuflucht zu den altbackenen Klischees, die in Zeiten des Kalten Krieges von der KGB-Akademie in Moskau zwecks Destablisierung des Westens ausgetüftelt wurden. Sie merken allerdings nicht, dass das nichts als Klischees sind, weil B) und sie halten es für die Wahrheit weil C). Darum kann man locker D). F) Sie können nur ungenügend Englisch. Das heisst, dass nicht einmal C) richtig funktioniert, wenn es um Agenturmeldungen geht. Kurz und gut: Mainstream Medien dienen nicht der Information, sie helfen nicht bei der demokratischen Entscheidfindung, sie sind einfach nur der Sulz, der die Lücken zwischen den Inseraten füllt. Niemand liest es, niemand regt sich auf, alle nicken brav.

    Zur Diskussion