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  • Baulärm: Roche erkauft sich Ruhe im Quartier

    Roche und Novartis haben Erfolg. Schon das ist übel - für linke Zeitgenossen ohne volkswirtschaftliche Kenntnisse aber viel Moral. PS: Sie wissen schon, dass Sie Ihre Miete auf eine Sperrkonto überweisen können, weil die Lebensqualität in Ihrer Wohnung vermindert ist? Sie haben einen Mietvertrag für eine beheizbare Wohnung abgeschlossen. Ihr Vermieter ist vertragsbrüchig und somit können Sie auch einen Teil der Miete einbehalten (die Höhe der Reduktion kann ich nicht beurteilen, da ich nicht vom Fach bin). Vielleicht wissen Sie es schon und verzichten wegen des Aufwandes auf Massnahmen - wenn nicht, wäre das eine kleine Info zu Ihren Rechten (OR 259a, b und d) Ihr Vermieter macht es sich etwas zu einfach und käme mit seinem Rechtsempfinden nie durch.

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  • «Undifferenziert und ausländerfeindlich»: Regierungsrat Wessels rügt BaZ-Kommentar

    Herr Berner, Ihr Einwand ist korrekt - viele nationale und internationale Berichte sind auf der gemeinsamen Plattform der genannten Zeitungen und haben entsprechend höhere Leserzahlen. Man müsste das Echo der regionalen Berichterstattung beachten. Aber auch da schneidet die BaZ besser ab als die TaWo. Bezüglich "Qualität vor Quantität": "Natürlich" ist die TaWo nach Meinung der TaWo-Platzhirsche die beste Zeitung der Region. Darin sind sie den BaZ-Lesern sicher ähnlich. Nur drückt sich das nicht in den Zahlen aus. Brönnimann kann ich noch so viele TaWo-Siegesmeldungen verbreiten wie er will: Ich kenne einige Leute, die mal für die TaWo offen waren, sie aber aufgegeben haben. Sie interessiert einfach nicht. Die TaWo war ursprünglich für die nicht-SVP-wählende medieninteressierte Öffentlichkeit gedacht gewesen. Damit hätte man also vom FDPler bis zum Basta-Wähler viele ansprechen können. Die TaWo hat sich aber damit begnügt, ein grün-alternatives Blättchen zu werden, der so berechenbar wie die BaZ ist. De facto eine linke Karikatur der BaZ. Deshalb habe ich als Nicht-Linker die WoZ abonniert und spende auch freiwillig für die WoZ - weil sich die Journis dort auch bemühen, die nicht-linke Bevölkerung zu verstehen (die Berichterstattung und die Interviews zum Brexit, zum Front National oder zu den US-Wahlen waren erstklassig, weil erklärend). "Wir sind gut, die anderen sich dumm oder verkommen." reicht mir nicht als journalistische Leistung. Darum finanziere ich lieber die Zürcher als die Basler. Man muss sich halt anstrengen. Es ist auch peinlich, dass in einem Medium einer der wichtigsten Wirtschaftsmetropolen der Schweiz kein ökonomisch gebildeter Journalist zu finden ist. Oder ein rechter Querdenker. Schöne "Weltoffenheit" - wenn sie sich auf das Bestätigen des eigenen Weltbilds beschränkt.

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  • Die wundersame Verwandlung der Sahra Wagenknecht

    ...oder wenn ich Orwell zitieren darf: "Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke"

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  • Die wundersame Verwandlung der Sahra Wagenknecht

    Man muss wirklich nicht links sein, um eine Wirtschaft, die zu einem Grossteil glaubensbasiert funktioniert, als "mittelalterlich" einzustufen. Man muss auch nicht links sein, um gescheiterte Banken - egal wie gross sie sind - fallen zu lassen. Im Gegenteil. Man muss auch nicht links sein, um es (ab)stossend zu finden, wenn Unternehmen mehr Geld in "Qualitätssicherung" und Werbung statt in Forschung und Produktion stecken. Ich halte nichts von Wagenknechts Partei - aber ihre Positionen sind besser als das meiste, was die Clowns der Wallstreet und der Bahnhofstrasse vertreten. Perverse Zeiten: Die beste Werbung für den Sozialismus liefern die Finanzjongleure und die beste Werbung für den Nationalstaat die EUphoriker.

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  • Törööö! So sieht das neue Zuhause der Basler Elefantinnen aus

    Gegenfrage: Was genau finden Sie denn so toll an einem Leserforum??? Nicht, dass ich Ihnen das Wort verbieten möchte. Aber begreifen Sie denn nicht, dass Menschen einfach Freude am Beobachten von Tieren haben könnten? Genauso wie es Menschen gibt, die - vollkommen Zweck-los - sich in Foren mit wildfremden Menschen austauschen? Solange Spass-Sucher keine anderen Menschen oder sonstigen Lebewesen gefährden, sollen sie tun, was sie wollen. Was bringt Bergsteigen? Was bringt Zeitung-Lesen (vor allem die Auslands-Seiten)? Was bringen Sudokus, Kreuzworträtsel und Brett- und Kartenspiele? Was bringt der FCB? Was bringt Kochen? Nennen Sie doch als Alternative eine Freizeitaktivität, die Ihnen sinn- und lustvoll erscheint.

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  • Törööö! So sieht das neue Zuhause der Basler Elefantinnen aus

    Werter Herr Kurz, Sind Sie heute schon Ihre 25 km gelaufen? Sicher ist Ihnen bekannt, dass wir Menschen bis vor 6-8000 Jahren ein Leben als Jäger und Sammler fristeten - was tägliche Wanderungen von bis zu 20 oder 30 km nötig machte. Von unserer Art her sind wir zum Wandern geboren. Als Aussenstehender könnte man sich da fragen, ob unser modernes Leben in einer beheizten 2,5-Zimmer-Wohnung, die Fortbewegung in automobilen, metallenen Kisten (egal, ob ÖV oder PW) und das öde, achtstündige Anstarren eines Monitors - in sitzender Haltung - "artgerecht" ist. Doch immerhin arbeiten die Menschen in unseren Breitengraden immer weniger, es sind im Schnitt nur noch 40 bis 45 h. Genug Zeit zum Wandern! Wandern? Ah, nein... Wir benutzen bewegliche Treppen, überwinden Höhen in sich vertikal bewegenden Särgen, gehen zur nächsten Shopping-Weide auf der Suche nach Futter mit einem Auto-Mobil und verbringen den Abend nach 8 h Monitor-Glotzen vor einem dreimal grösseren Monitor, auf dem wir bewegte Bilder mit Ton leichenstarr anschauen, bis uns die Augen zufallen. ...und stopfen uns achtlos Futter in den Mund, das uns jedes Jahr 1 kg schwerer macht. Seltsam, was wir tun. Andererseits: Faulheit ist kein Laster, Faulheit - und Freude an fettem und süssem Frass -hat uns am Leben erhalten. Möglichst rationelles Verhalten hat die körperlichen Reserven geschont, die süssesten Früchte und die fettesten Speckschwarten erlegter Tiere haben uns vor Hunger und Tod bewahrt. Faulheit und Naschsucht sind Überlebensstrategien. Vorausgesetzt, dass wir nicht ausserhalb der natürlichen Ordnung stehen, ist ein bestimmtes Mass an Faulheit jedem Tier eigen (der Begriff "Faulheit" hat natürlich eine negative Bedeutung - man könnte auch von "optimierten Bewegungsabläufen" sprechen). So gesehen bezweifle ich Ihre anthropozentrische und sportorientierte Sicht von Zootieren. Ich weiss nicht wirklich, wie viele Tiere eine natürliche Neigung zu sportlichen Aktivitäten verspüren und nach einem anstrengenden Tag in der Wildnis noch 20 km joggen oder die soeben eingefangene Antilope nochmals davonlaufen lassen. Das Elefantengehege ist - um anthropozentrisch zu bleiben - nicht gerade wie Versailles oder Schönbrunn. Aber mit einem grosszügigen 4-Zimmer-Reihenhäuschen mit etwas Umschwung könnte man es schon vergleichen.

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  • Vernichtendes Urteil über die Lex Therwil

    Herr Niederer, Wie nennt man jemanden, der homophob, frauenfeindlich, antisemitisch, ethnozentrisch, antidemokratisch, bellizistisch und anti-individualistisch ist? Wer führt heute in Europa Krieg gegen eine Minderheit - und sperrt Andersdenkende ein? Tipp: Orban ist es nicht. Kaczynski auch nicht. Trump fällt als Amerikaner auch aus... Danke für die Bestätigung meiner Thesen.

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  • Vernichtendes Urteil über die Lex Therwil

    Minister, Es gibt in der Schweiz Firmen, die weibliche Führungskräfte und Personalverantwortliche haben. Mal abgesehen von den sehr vielen Frauen, die in verschiedenen Chargen in der Arbeitswelt integriert sind. Wenn einer der beiden Jungs beim Personalgespräch den Handschlag verweigert, ist er draussen. Wenn einer der beiden Jungs sich weigert, weiblichen Kundinnen die Hand zu geben, ist er draussen. Wenn einer der beiden Jungs sich weigert, seinen künftigen, weiblichen Kolleginnen die Hand zu geben, ist er vermutlich auch draussen. Kurzum: Beide Burschen sind in unserer Gesellschaft am Arsch, bevor sie überhaupt durchstarten konnten. Aber ehrlich gesagt: Wenn jemand genau die Geisteshaltung mitbringt und von der Gastgebergesellschaft einfordert, die in seinem Land für Armut, Not und gegebenenfalls Krieg verantwortlich ist, sollte er gleich nach Hause geschickt werden. Soviel Selbstreflexion sollte man von einem Migranten verlangen.

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  • Multimillionäre in der Schweiz: Jetzt sinds über 7000

    3 Beiträge - null Zahlen. Willkommen im postfaktischen Zeitalter, wo das Gefühl die Richtschnur des Handelns ist. Mal kurz zu den drei Ausführungen. @ Stucki: Soweit mir bekannt, wird ein Zahlenverhältnis zum Medianlohn genommen (so ca. unter 80 % - man korrigiere mich, wenn ich falsch liege), um Armut zu definieren. Der Clou an der Sache: Selbst wenn jeder Einwohner der Schweiz eine Mio. Fr. in die Hand gedrückt erhielte, würde sich nichts ändern. Die Armutsdefinition in der Schweiz ist wie ein Korkzapfen, der je nach Wasserspiegel steigt oder sinkt. Es bleibt aber immer gleich viel unter und über dem Wasser. Es gibt rein definitorisch keine Möglichkeit, die Armut zu überwinden. Eine solche Armutsdefinition ist absurd, missbräuchlich – und nützlich für bestimmte politische Kreise (die natürlich NIEMALS postfaktisch und populistisch argumentieren...). @ Eldorado: Die Frage war eine andere. Zu "lebensbedrohlicher Armut": Armut ist m.E. lebensbedrohlich, wenn dem Armen lebenswichtige Medikamente, Operationen und Therapien verweigert werden. Ist natürlich nicht sauber und abschliessend definiert. Es gibt immer mehr Therapien, die selbst für Normalsterbliche kaum bezahlbar sind - diese Thematik sprengt aber meinen zeitlichen Rahmen. "Lebensbedrohlich" ist auch das Fehlen einer beheizbaren Behausung - im Moment ist das aber kein Problem. Natürlich gibt es immer mehr Sozialtouristen aus Osteuropa und abgelehnte Asylbewerber, die hier keine Bleibe finden. Nur haben wir ein Versicherungssystem, in dem wir einzahlen und dafür Gegenrechte erhalten. Wer hier nichts einzahlt, kann logischerweise auch keine Ansprüche geltend machen (Ausnahme aus humanitären Gründen sind anerkannte Asylbewerber/Flüchtlinge). Meine Definition von „Armut“ geht in die Richtung: Arm ist, wer sich keine alltäglichen medizinischen Leistungen leisten kann, über kein schützendes Dach verfügt und dessen Nachwuchs aus finanziellen Gründen keine Schule besuchen kann und somit ein „Klassenwechsel“ unmöglich ist. Das sind sozialpolitische Ziele, die erreichbar sind. Die Definition, wie oben bei @ Stucki beschrieben, ist Bullshit und rein politisch. @ Cesna: Bad News are good News. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine Zeitung die Schlechtigkeit dieser Welt zelebriert. Wenn Sie so süchtig nach dem schlechten Stoff sind, wäre der „Blick“ oder die “Wewo“ eine Alternative. Nennen Sie mir doch ein, zwei Presseerzeugnisse, wo die positiven Nachrichten die negativen Nachrichten überwiegen. Ich selber kenne keine. Da mir schon aufgefallen ist, dass Sie Probleme mit Trump und der Postfaktizität haben: „...Offenbar leistet sich der Staat diese Gelder und fragt sich mittlerweile selber, wieso die gesellschaftliche Schichtung so stabil ist, d.h. der Schichtaufstieg eines Kindes so schwer bis fast unmöglich ist....“ Können Sie das belegen? Aus welchen Büchern, Zeitungen oder Studien haben Sie diese Behauptung? Wie kommt es, dass in einem ach so statischen Land wie die Schweiz keine Banlieues existieren? 25% der Einwohner sind Ausländer, wenn man Krypto-Ausländer wie mich (Vater Schweizer, Mutter Italienerin) hinzuzählt, sind’s locker 30-40%. Wieso gibt es keine No-Go-Zonen in Basel, Zürich oder Lausanne? Wieso sind die Hälfte meiner Berufskollegen (und ich gehöre klar zur oberen Mittelschicht) Kinder von „gemischten“ Ehen, „reinrassigen“ Ausländern - oder gleich Ausländer? Wie kommt es, dass hier kaum Asylheime brennen und Rechtsextremismus ein vernachlässigbares Problem (ich definiere nicht „rechts der Juso“ mit „faschistisch“) Ist es nicht ein Widerspruch zu Ihren Aussagen, wenn durch das Schweizer Berufsbildungssystem schulmüde oder ausländische Jugendliche mit sprachlichen Defiziten die Möglichkeit haben, einen anerkannten Beruf zu lernen, Geld zu verdienen, sich weiterzubilden und aufzusteigen? Was bieten die Schulsysteme Frankreichs, Italiens, Schwedens und einiger weiterer Staaten für Knaben und Mädchen, die nach neun Jahren Volksschule genug von der Schule haben? Sind diese Staaten dynamischer? Ist es ein Zufall, dass gerade die oben genannten Staaten gewaltige Probleme mit desintegrierten jugendlichen Ausländern haben? Bringen Sie Fakten und nehmen Sie Bezug zum Ausland, bevor Sie die Schweiz runterputzen. Der Vergleich mit anderen europäischen Staaten könnte versöhnlich stimmen...

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  • Multimillionäre in der Schweiz: Jetzt sinds über 7000

    Einfach so zum Überlegen: Gab es in den letzten 50 Jahren ein Jahr, in dem die Sozialausgaben tiefer lagen als im Vorjahr? Welcher Posten hat in den letzten 50 Jahren am stärksten zugenommen: Die Bildungsausgaben, die Militärausgaben oder die Ausgaben für die soziale Sicherheit? Ehrlich gesagt: Das Geld ist ja gut eingesetzt und wir haben keine lebensbedrohliche Armut. Da können wir uns auf die Schultern klopfen. Ich würde einfach den Kröten und Cesnas dieser Welt raten, weniger zu jammern. Der Grund ist einfach: Wenn eine Massnahme immer teurer aber die Resultate immer schlechter sind, stellt das die Massnahme in Frage. Könnte politisch kontraproduktiv sein.

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