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  • Günstig wohnen ohne jede Rechte? Geschäftsmodell von Projekt Interim gerät in Bedrängnis

    Diese Methoden sind in Holland schon lange gängig. "Antikraak" oder "kraakwachten" heisst das. Kraaken heisst Häuser besetzen, antikraak soll eben dies verhindern. Die Immobilienbesitzer von i.d.R. Bürokomplexen haben jederzeit Zugang zu den Antikraakwohnungen und -ateliers, die immer picobello aufgeräumt sein müssen, um potenzielle zukünftige Mieter bei Besichtigungen nicht zu erschrecken. Und es ist jederzeit möglich, per Ende Monat gekündigt zu werden, wenn sich 'echte' Mieter finden.

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  • Auf dem Lysbüchel gäbe es viel Gewerberaum, doch die Gewerbler jammern lieber

    Wir lernen bekanntlich nicht aus der Geschichte, mir kommt die Geschichte aber bekannt vor. Von Seiten der Stadt gibt es in letzter Zeit viele vage Ideen, die in langen Entwicklungsphasen in bezahlter! Arbeit erdacht werden – Stichwort Kopfbau Kaserne, Alternative für die Kunstschaffenden der Ateliergenossenschaft Klingental (während der Sanierungsphase). Die erdachten Modelle und Vorschhläge sind oft weit weg von den existenziellen Bedingungen der NutzerInnen, ersponnen in sozial abgesicherten Büroräumen.

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  • Schulhäuser in Beton: Grauenvolle Blöcke oder architektonische Kunstwerke?

    Das Neumattschulhaus kenne ich gut und erlebte es als ein sorgfältig geplantes Schulhaus. Es ist eine begehbare Skulptur, welche mit Licht und Schatten spielt, Ronchamp lässt grüssen. Statt einer „Kaserne“ könnte es auch ein ‚Tempel des Lernens‘ sein. Jedes Schulzimmer hat mindestens auf zwei Seiten, meist über Eck, Fenster. Ein Hinweis des Architekten an die Nutzenden, dass es nie nur einen Blick auf die Welt gibt? Jedes Schulzimmer hat davor eine eigene kleine Nische im Erschliessungsbereich, eine Art Sammlungsort, und bietet durch eine Verglasung Einblick ins Zimmer et vice versa. Überall finden sich skulpturale Elemente und eingelassene Holzelemente. Sorgfalt im Umgang mit Material und Reduktion auf Wesentliches statt Dekowut könnte in Bauten wie diesen vermittelt werden. „Brut“ kommt von roh wie rohem, respektive Sichtbeton. Beton besteht aus Zement, Kies und Wasser – ziemlich viel Natur eigentlich. Im Gegensatz zu Kunststoffputzen inkl. Fungiziden, Styroporaussendämmungen und all den Materialien, die heuer hauptsächlich verwendet werden.

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