KS
  • Wie lange überlebt die Pharma?

    Ganz so schnell wird Pharma nicht verschwinden, dafür geht’s der Branche dann doch noch viel viel besser als anderen Industrien. Ganz sicher wird sich aber das Geschäftsmodell ändern; insbesondere wenn die USA mit Trump nun ebenfalls Preissenkungen erwirken - da der überwiegende Teil der Pharmagewinne dort gemacht werden, wird das nicht ohne Folgen bleiben. Ein neues Geschäftsmodell muss her; pay per outcome kann ein Anfang sein - mehr wird kommen müssen. Die Gewinne werden nicht einbrechen - aber geringer sein. Bei alledem sollte Basel sich endlich bewusst werden, wie extrem abhängig wir vom Wohlergehen dieser Branche sind. Wenn die hustet, dann husten ganz viele Bereiche mit - inkl der Staat, welchem die satten Einkünfte fehlen werden, um unser gut ausgebautes Sozialsystem und den allg. sehr breit aufgestellten Staatsapparat zu finanzieren. Wir sollten dringend eine Startup Kultur fördern, damit in der Zulunft andere Branchen entstehen können. Es kann doch nicht sein, dass junge Arbeitnehmer entweder beim Staat oder bei der Pharma landen, weils sonst quasi nix gibt.

    Zur Diskussion
  • Novartis-Mitarbeiter: «Es wird ausgelagert, was möglich ist»

    Man sollte das unbedingt auch als wake up call verstanden wissen, dass das viele viele Geld in Form von steuern dieser 2 unternehmen und deren gute verdienender Belegschaft, welche seit Jahren unsere Staatskassen prall füllen, vielleicht mal nicht mehr so fliesst. Hier mit novartis' Stellenabbau mal ein erster Vorgeschmack. Dabei spielts keine Rolle, ob man die Pharma nun mag oder nicht - Fakt ist, wir sind extrem abhängig geworden von deren Geldsegen. Wenn C Bruntschin sagt, das sei nicht so wichtig, es gäbe noch anderes, dann verschlägts mir die Sprache. Ich weiss nicht, wie er darauf kommt - die Zahlen dazu sprechen eine ganz deutliche Sprache. Statt nur staatsstellen zu schaffen mit den satten steuereinkünften , wären wir gut beraten, einen gesunden Nährboden für anderweitige Branchen, startups für junge leute etc. zu ermöglichen, sodass wir am Tag x, wo diese Industrie weg ist oder zumindest so dezimiert, dass sie nur noch wenig Geld abliefert, gerüstet sind und die nächste Generation arbeitsprepektiven hat. Die heutige Situation macht einem da etwas sorgen. Basel verhält sich wie ein Teenager mit reichen Eltern, welcher sich nicht um die Zukunft kümmert und das sackgeld verprasst.

    Zur Diskussion
  • Eine Senkung der Gymi-Quote bestraft die Fleissigen

    45% mag hoch erscheinen im vergleich zu den angestrebten 30% - ist aber immer noch lächerlich wenig gegenüber unseren Nachbarländern Frankreich oder Deutschland, wo jeder , der seinen Namen richtig schreiben kann, eine maturea in die Hände gedrückt bekommt. Warum das gymi ultraschwierig machen? Ich war ein äusserst dürftiger Gymnasiast - und mittlerweile im oberen Management eines Weltkonzerns. Wäre es damals auch schon so zu und her gegangen, wäre ich auf der Strecke geblieben. Ärgerlicher finde ich dann schon eher, wie einfach man Es sich macht, wenns darum geht, die angestrebte Quote zu erreichen: meine Kinder klagen über schlechtes (oder gar kein) erklären, Lehrer wehren sich und finden, die Schüler sollen das selbständig erlernen. Das ist billig, so ist's einfach, die Noten nach unten zu drücken. Aber ist das wirklich Sinn und Zweck der Übung?

    Zur Diskussion
  • PwC-Chef: «Wir werden erfolgreicher aus der Reform herausgehen»

    Die USR dient dazu, Firmen, welche viel zu den staatlichen Steuereinnahmen beitragen, und somit es uns erlauben, einen komfortablen Sozialstaat mit vielen neuen Stellen jedes Jahr zu leisten, hier zu halten. Gerade BS darf sich bewusst sein, dass man ohne diese kräftig sprudelnde Geldquelle finanziell ziemlich schlecht dastehen würde (und der Staat müsste dann zB via Steuererhöhungen die Fehlbeträge reinholen). Ob diese totale Abhängigkeit gut ist, ist eine andere Frage. Nun wird argumentiert, das fehlende Geld von gesenkten Unternehmenssteuern werde nun den Bürgern aus der Tasche gezogen. Hier wiederum sollte man sich gerade in BS bewusst sein, dass es eben gerade jene gut verdienenden Grossfirmen-Angestellten sind, welche für praktisch die gesamten Steuereinnahmen von Privatpersonen aufkommen. Sozial schwächere mit geringem Einkommen, die ohnehin kaum Steuern bezahlen, werden davon wenig oder gar nichts spüren. Wenn jedoch die Grossfirmen dank Steuersenkungen weiterhin in diesen Standort investieren, neue Stellen schaffen und somit stets weitere gute Steuerzahler hier ansiedeln, wird sich das gesamthaft positiv auf die Steuereinnahmen von BS auswirken - es ist mit Zahlen belegt, dass Steuersenkungen am Ende zu Mehreinnahmen für den Staat führen, der dies wiederum für soziale und kulturelle Aspekte einsetzen kann.

    Zur Diskussion
  • Wie ein Streitgespräch zwischen Eva Herzog und Beat Jans eskalierte

    Die Unternehmen, welche unseren reichen stadtkanton versorgen, es dem Staat erlauben, ein grosser und stets grösser werdenden Arbeitgeber zu sein, uns eine tolle Kultur und gut ausgebaute sozialsysteme finanzieren, von denen andere Kantone nur träumen können, werden nicht abwandern, aber ganz sicher Investitionen eher woanders tätigen oder gar Geschäftsteile verlagern. Das ist das eine. Bezüglich Steuerausfälle, welche die Allgemeinheit zu träge hat: ein riesiger Anteil der steuereinnahmen von Privatpersonen in BS wird eben gerade von gut bezahlten Angestellten jener Unternehmen aufgebracht. Und dank USR weiterhin mehr solche Jobs geschaffen. Statistisch fallen andere Basler Steuerzahler da fast nicht mehr ins Gewicht.

    Zur Diskussion
  • 7 Lektüren, die die tristen Herbsttage aufhellen

    Vielen Dank für die erfrischenden Tipps einer 15-jährigen und dass diese ohne den gähn-Anspruch von pseudointellektueller Tiefe auskommen

    Zur Diskussion