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  • Stagnation und Fächer-Abbau: Der neue Auftrag ist Gift für die Uni Basel

    Sehr guter Artikel. Danke. Es fehlt jemand der Mal auf den Tisch haut und Klartext redet: Offensichtlich haben weder die Vertreter der beiden Regierungen noch die Mitglieder und das Präsidium des Universitätsrats das nötige Rückgrat dazu. "Mann/Frau" will sich ja nicht wehtun. Es darf nicht sein, dass wir unsere gemeinsame Uni aufs Spiel setzen, nur weil sie im Baselbiet nicht mit Geld umgehen können! Unsere Universität trägt massgeblich zum Renommée und Erfolg unserer Region bei und muss mit genügend Freiraum ausgestattet sein, um dies auch in Zukunft sicherstellen zu können. Stagnation oder gar Abbau in den Fakultäten wird mittelfristig die Uni in der Bedeutungslosigkeit verschwinden lassen. Und wie sollen vermehrt Drittmittel eingeworben werden wenn die Uni nicht mehr führend ist auf dem entsprechenden Gebiet? Dabei habe gerade auch die Geisteswissenschaften der Uni in der Vergangenheit im Vergleich zu anderen Universitäten sehr erfolgreich Gelder eingeworben! Nicht nur war die Uni bisher Anziehungspunkt für hochqualifizierte Akademiker aus aller Welt sowohl in den Natur- wie auch in den Geisteswissenschaften. Sie hat auch massgeblich dazu beigetragen wirtschaftliche und wissenschaftliche Impulse zu geben: Auch dank der Uni BS ist die (trinationale) Region Basel zum führenden Life Science Cluster der Welt geworden, als Beispiel. Das Ziel muss sein dieses Renommée weiter auszubauen - da kann es nicht drum gehen ob der/die Präsident/in des Uni Rates aus BL oder BS kommt. Denn die so erhoffte geografische Beeinflussung der Uni Strategie führt unweigerlich auf den Holzweg und ist lachhaft im globalen Kontext. Für die erfolgreiche, langfriste Entwicklung der Universität Basel wäre es viel wichtiger, das führende Gremium würde seine Verantwortung für die Zukunft der Gesamtregion und ihrer Bevölkerung wahrnehmen - das kann (oder sollte sogar) durchaus unter der Führung einer Persönlichkeit von ausserhalb sein. Ideen gäbe es zuhauf ...

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