• Ein Abschied in Schimpf und Schande

    Sieber zu links? Und dann stellt man Marcolli an? Das ist wie wenn ich sage: Honig hat zu viel Zucker, ich trinke nur noch Coca-Cola. Ist Wanner der Constantin der Verlegerszene?

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  • Neuer Chef für die «bz Basel»: Sieber geht, Marcolli kommt

    Ein Schock. Auch Drechsler geht (oder muss gehen). Wird das Blatt mit Marcolli besser? Wir haben ja seinen BaZ-Regionalteil noch in bester Erinnerung. Wo er beispielsweise fand, die Hausbesitzer sollen sich mal nur nicht so anstellen wegen der paar Sprayereien. Die entsprächen doch einer modernen Stadt. Ich denke, das war die Zeit als der BaZ nachgesagt wurde, sie sei das SP-Parteiorgan. Eine SVP-freie Zone. Das änderte dann später bekanntlich. Aber vielleicht ist ja das der Plan? BZBasel als regierungs- und behördenfreundliche Linksliberalen-Zeitung, die die staatlichen Kampagnen und ganz besonders die Gentrifizierung wohlwollend begleitet, während man Supino auf die andere Seite, für die Intellektuellen und Staatsangestellten weniger attraktive Seite, drängen will? Sieber ist wohl unberechenbarer. Kerniger. Offener. Konkreter. Eigenwilliger. Marcolli wird das einstige Land-Blatt in der Haltung linearer und auch urbaner ausrichten. Jedenfalls - egal, was auch meine Vorlieben sind - wünsche ich dem neuen Team und Marcolli alles Gute.

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  • Die Arroganz der Macht

    Einfach, um der Intelligenz nachzuhelfen. Beck schreibt: Er ist GEGEN den Sparauftrag. GEGEN. GEGEN! Aber Beck schreibt: Es gibt den Sparauftrag des Parlaments, der umgesetzt werden muss. Weil sonst die politische Kultur kaputt geht. Wie die Uni die Situation umsetzt, hat damit NICHTS zu tun. Denn die Uni-Leitung ist keine politische Behörde. Solche Vermischungen zugunsten von "Ist halt meine Meinung" kann ich einfach nicht mehr ab. Darum nenne ich sie nur noch Dummheit. Sorry.

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  • Die Arroganz der Macht

    Beck hat recht. Punkt. Das Vorgehen der Regierung (oder Herzog) ist primitiv.

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  • Podium zur Diskussionskultur: Wir zügeln ins «Sud»

    Da Adrian Plachesi nun dabei ist (war zur Zeit meiner früheren Aussage nicht bekannt), sehe ich eine Chance auf eine Diskussion.

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  • Podium zur Diskussionskultur: Wir zügeln ins «Sud»

    Wenn das die Fragestellung ist, und dies die Teilnehmenden, sind die Grundaussage und die Resultate des Abends bereits festgelegt. Das ist schade. Warum nicht dazu jemand vom Fasnachtscomité? Oder einer bürgerlichen Partei? Will die Tawo ein Gespräch oder einen Monolog?

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  • Liebe Basler Musikszene, warum gibts bei euch so wenig Frauen?

    Kann mir jemand helfen? Ich sehe den Punkt nicht. Wenn es weniger Frauen in der Basler Popmusik hat als Männer, dann machen weniger Frauen in Basel Popmusik als Männer. Punkt und Schluss. Werden Frauen irgendwie behindert, wird ihnen der Zugang erschwert? In der Berichterstattung wird nichts fassbares erwähnt. Gibt es denn weniger Vorbilder, die die Frauen anregen könnten? Allein in Basel: Rossinelli, Bernegger, Aaron, Bleu Roi, Lena Fennell, Luana, Reines prochaines, Vi Pie - sind das keine tollen Vorbilder? Ich finde sie interessanter, als die Basler Männervorbilder. Am Ende ist es doch: Ausser frau tut es. Oder muss da jetzt (staatlich) was gebastelt werden? Ich stelle mir vor, Björk, Laurie Anderson, Lady Gaga, Warpaint, Nina Hagen, Diamanda Galas, Chrissie Hynde, Beth Ditto würden sich wohl die Nackenhaare stellen, wenn sie erführen, dass sie "gefördert" werden müssten. Welche CH-Pop-Grösse wurde von SRF mehr gespielt und besprochen als Sophie Hunger? Was ich nicht verstehe (ich habe auch nicht so gewählt): Von den 10 Wunsch-acts für das ImFluss 2019 wählte das Publikum 9 Männer acts. Beim 10. singt eine Frau. Immerhin. Nix Plattenfirmaheinis oder Festivalmachos. Sondern Publikum. Auch Frauen.

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  • Die SVP verwandelt sich vom Angstgegner in eine Partei wie andere auch

    Interessant, aber meiner bescheidenen Meinung nach hat die SVP den Status "Angstgegner" schon bei der DSI-Niederlage 2016 verloren. Es war der Beweis, Blochers Partei war besiegbar, auch bei einer Initiative, die die Elemente "Ausländer" und "Kriminalität" verband. Der dringende Wunsch Kreis', Schützengräben einzuziehen und ein Abweichler-Dogma "Man ist mit der SVP oder gegen sie" einzusetzen, steht seiner angeblichen Absicht zu Analyse und unvoreingenommener Betrachtung im Wege. Zu erwähnen wäre beispielsweise, dass die FDP mit Petra Gössi zwar eine konservativ-liberale Politikerin an der Spitze hat. Die jedoch die SVP klar als Gegnerin versteht, von der man Wählerstimmen weg- und zurückholt. Wenn Gössi etwa die "Guillotine"-Klausel angreift, so steht dahinter ein ganz anderer politischer Ansatz als der der SVP. Denn die SVP will die "Guillotine" als Hebel für weitergehende Ziele nutzen. Daran hat Gössi eben kein Interesse. Gerhard Pfisters Versuche, am rechten Rand zu schaben, allein als politisches Rücken nach rechts zu verstehen, übergeht, dass es in gewissen, auch ländlichen Landesteilen konservative Kräfte gibt, die die Europa-Politik, aber auch die kühl-neoliberale Marktreligiosität der SVP nicht mittragen wollen. Der SVP-Kurs fällt zudem nach den konkreter fassbaren und lustvollen Attacken (Ausschaffung etc.) zunehmend intellektuell-steifer und im Ansatz programmatisch-steiler aus. Blocher hat die Partei mit der "Selbstbestimmungsinitiative" und der Kündigung der Personenfreizügigkeit auf eine Art traumatischen Endkampf zugesteuert. Ob er damit die Basis erreicht? Wo steht die Partei nach einem zweifachen "Nein"? Wenn Blocher seine Kaderleute angiftet, sie zeigten zu wenig Einsatz, ist das modellhaft eine klare Anzeige dafür wie ein Bigchefego eigene schwere Fehler erkennt und sie natürlich nicht zugibt. Die "liebe Fraue und Manne" sollen abstrakten Zielsetzungen mit ungewissen Folgen zustimmen? Dem Gesicht des hilflosen Rösti fehlt zu allem Elend die Geilheit auf das Dogma der roten Linie, die boulevardeske Kaltschnäuzigkeit eines Toni Brunner, die harte Kernigkeit eines Ueli Maurer. Ein weiteres Problem der Partei ist der mediale Aufstieg von Roger Köppel: Ein selfiedandyhafter Egoleitartikler-David Bowie, der die Aufmerksamkeit mehr auf seine schillernde Weltwoche als auf die biedere Einfalt der SVP-Ziele lenkt. Der Hauptfehler in Kreis' Kommentar: Die Schweiz ist ein pragmatisch-konservatives Land, das, wenn es drauf ankommt, noch lange Jahrzehnte eher der patriachalen Durchsetzungs-Vision einer männlichen Elementarkraft glaubt als allen anderen Argumenten und Vorstellungen. Wie anders hätte Blocher seine Macht erobern und halten können? Messerstecher-Plakate und einfache Rezepte allein machen es nicht: Ähnliches bieten andere Parteien auch, aber mit viel weniger Erfolg. Ziemlich bieder finde ich da Kreis' Ausfälle gegen die Medien. Ist doch langweilig. Die Partei hat nunmal einige USP's. Gewisse Leitsätze passen als Kalendersprüche halt sehr gut in manche, profitiergeile Kleinbürgerstube (was natürlich ein akademischer, städtischer Sehrgutverdiener überhaupt nicht verstehen kann). Blochers rhetorische Leistung müsste Kreis sogar sympathisch sein. Oder findet er sich bereit, auf einmal die Langeweile der Mitte gutzuheissen, weil sie vermeintlich harmlos ist?

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  • Diese dummen Religionen

    Ach, wie blöd. Da hätte die TaWo doch Gelegenheit gehabt, etwas differenziertes zum Thema in die Welt zu setzen. Stattdessen platziert sie einen billigen "Aufreger".

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  • Basler Traditionsgeschäft Zihlmann Electronics ist konkurs

    Schade. Ich liebe Qualitätsgeschäfte mit guter Bedienung, und brauche ich etwas, besuche ich sie zuerst. Auch wenn mir etwas besseres aufgeschwatzt wurde als ich ursprünglich wollte: Immer haben mich diese Gegenstände viel zufriedener gemacht als das andere, das man dann oft als Kompromiss in der Wohnung stehen hat. Verstehe nicht, dass wir das aufgeben. Schliesslich gab es in dem Laden Kommunikation. Es gab den verbindlichen Wert der Qualität. Den Service. Das Entgegenkommen. Eben liess ich mir bei Zihlmann eine VHS-Kassette auf DVD und Stick überspielen. Mich hat sogar der technische Mitarbeiter angerufen, um mir ein paar Fragen zu meinen Wünschen zu stellen.

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