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  • «Schlecht gemacht und unnötig» – die Gegner präsentieren ihre Argumente

    Die Argumente der Initiativegegner sind wenig überzeugend. Die Spekulation mit dem beschränkten Gut Boden kann keinesfalls im Sinne der Allgemeinheit sein. Die Bodenrente gehört der uns allen! Laut Aussage von Frau Bernasconi reichen die 50 bis 100 Jahre Baurechtslaufzeit "nicht zur Plaungssicherheit für Firmen wie Novartis." Zwerchfellerschütternd. Ich wünschte mir manchmal, die genannten Firmen hätten einen Zeithorizont der über fünf Jahre hinausginge. Mit dem Baurecht werden dauerhafte und langfristig höhere Erträge als bei einmaligen Landverkäufen erzielt. Unser Tafelsilber soll nicht verscherbelt werden. Das Baurecht ermöglicht es zudem mit weniger Eigenkapital Immobilienprojekte zu realisieren. Nur so können auch kleinere, gemeinnützige Organisationen und Genossenschaften zum Zug kommen. Das dies den institutionellen Anlegern sonstigen Profitmaximierern nicht gefällt, lieg auf der Hand. Umso wichtiger ein überzeugtes JA in die Urne zu legen.

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  • Juso fordern Hochhaus mit Rooftop-Tennisplätzen

    Denkmalschutz? Schön wärs... Wer sich ein bisschen mit dem Areal befasst, sollte wissen, dass die Bauten lediglich inventarisiert sind (siehe http://www.stadtplan.bs.ch/geoviewer/). Zudem wird beim weiteren Ausbau auf dem „Südareal“ inventarisierte Bausubstanz von Salvisberg geopfert werden- wie sie dem orientierendem Inhalt zur Planauflage entnehmen können. Zum interessanten Argument der Monothemaik: Wie ist dann der Doppelhelix-Entwurf einzustufen? Betriebsunfall? Marketinggag? Wohl kaum. Es bleibt die Frage, ob die Kopie der weissen Salvisbeg-Bänder der adäquate Ausdruck unserer „Epoche“ sein kann – und genau darüber sollten sich die vielen guten Architekten unserer Stadt den Kopf zerbrechen können.

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  • Juso fordern Hochhaus mit Rooftop-Tennisplätzen

    Denkmalschutz? Schön wärs... Wer sich ein bisschen mit dem Areal befasst, sollte wissen, dass die Bauten lediglich inventarisiert sind (siehe http://www.stadtplan.bs.ch/geoviewer/). Zudem wird beim weiteren Ausbau auf dem „Südareal“ inventarisierte Bausubstanz von Salvisberg geopfert werden- wie sie dem orientierendem Inhalt zur Planauflage entnehmen können. Zum interessanten Argument der Monothemaik: Wie ist dann der Doppelhelix-Entwurf einzustufen? Betriebsunfall? Marketinggag? Wohl kaum. Es bleibt die Frage, ob die Kopie der weissen Salvisbeg-Bänder der adäquate Ausdruck unserer „Epoche“ sein kann – und genau darüber sollten sich die vielen guten Architekten unserer Stadt den Kopf zerbrechen können.

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  • Eine neue Grossgenossenschaft will auf dem Felix-Platter-Areal bauen

    Nach der mehrfachen Abgabe von staatlichen Arealen an spekulative Immobilienentwickler (zuletzt beim alten Kinderspital) ist dies ein erfreuliches Bekenntnis der Regierung zum gemeinnützigen und damit erschwinglichen Wohnungsbau. Es bleibt zu hoffen, dass die bürgerliche Ratsmehrheit den Plänen keinen Strich durch die Rechnung macht und auch tatsächlich – wie im Abstimmungskampf zur Initiative „Wohnen für alle“ mehrfach bekräftigt – den genossenschaftlichen Wohnungsbau unterstützt.

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  • Mieterverband kritisiert Basler Wohnraumpolitik: Zu viel Markt, zu wenig Politik

    @Barracuda: Das man die reine Spekulation mit dem Allgemeingut Boden mit einer relativ hohen Steuer belegt, ist nichts als vernünftig. Ausserdem halbiert sich der Grundstückgewinn-Steuersatz ab dem 9. Besitzjahr... Im Moment wird in der Immobilenbranche viel Geld verdient. Offensichtlich haben Sie noch nie Einblick in eine Excel-Renditerechnung eines institutionellen Immo-Investors gehabt. In Basel werden insgesamt zu wenige Wohnungen gebaut, weil das Bauland schlicht nicht mehr vorhanden ist. Diese Situation wird sich in Zukunft nicht entschärfen – ganz im Gegenteil: Angebot und Nachfrage werden sich zu Ungunsten der MieterInnen entwickeln. Die Mietpreise sind ja bereits am steigen. Was wir brauchen, sind mehr Wohnungen, die nach dem Prinzip der Kostenmiete angeboten werden: Sei es von Genossenschaften, Stiftungen oder Privatpersonen.

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  • Es geht um mehr als «schöner Wohnen»

    Lernen von Genf? Bei genauerer Betrachtung sehe ich da wenig Lerneffekt. Neu wurde in Genf die Ausnützungsziffer (Verhältnis Bruttogeschossfläche / Parzellenfläche) folgendermassen erhöht: en zone de développement 2: 2.5 en zone dedéveloppement 3: 1.8 en zone de développement 4A: 1 zone dedéveloppement 4B: 0.8 zum Vergleich die Ausnützungsziffer in Basel-Stadt In der Zone 5a 1,8 In der Zone 4 1,5 In der Zone 3 1,0 In der Zone 2 0,7 Der Unterschied ist geringer als erwartet. Zudem sagt die Ausnützungsziffer nichts über die Belegung- / Nutzungsdichte aus. In Basel besteht über das Mittel des Bebauungsplans stets die Möglichkeit eine Parzelle einer höheren Ausnützung zuzuführen – bei Entrichtung einer entsprechenden Mehrwertabgabe Fazit: Es führt nichts daran vorbei, das endliche Gut Boden der Spekulation zu entziehen, um der sozialen Verdrängung Einhalt zu gebieten.

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  • Bürgerliche bekämpfen «Wohnen für alle» – und fordern weniger Steuern für Vermieter

    Gerne zitiere ich zur Beantwortung Ihrer Frage aus den Statuten der Stiftung PWG bezüglich Vermietungsvorschriften: "I. Allgemeines Art. 11 Bezüglich persönlicher Voraussetzungen (Zivilstand, Bürgerrecht, Alter usw.) der Mieterschaft dürfen keine Einschränkungen gemacht werden. Art. 12 Als Minimalbelegung pro Wohnung gilt: Anzahl Personen = Anzahl der Zimmer – 1. Von diesem Grundsatz kann unter Berücksichtigung des Wohnungsgrundrisses (sehr kleine Zimmer, gefangene Zimmer) abgewichen werden. In diesem Falle gilt, losgelöst von der Zimmerzahl, folgender Anspruch auf eine minimale Wohnfläche: Für die erste Person 45m2 / für jede weitere Person plus 20 –25 m2 . Für Einzelpersonen 60 m2"

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  • «Die Rheingasse vereinigt alles, was das Grossbürgertum nicht wollte»

    Besonders die Aussagen bezüglich der Stadtentwicklung auf dem nt-Areal lassen aufhorchen: "Im Falle des nt/Areals machten wir Parlamentarier damals einen grossen Denkfehler. Es war falsch, das Gebiet einfach nur zur Wertsteigerung zwischennutzen zu lassen." Für einen Politiker kommt die Einsicht zwar reichlich spät, sollte uns aber für die künftige Entwicklung auf Arealen wie dem Lysbüchel, Klybeck, Felix Platter oder Wolf als wichtige Lehre dienen. In diesem Sinne: Herzlichen Dank für die Ehrlichkeit.

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  • «Es wird immer wieder Areale geben, die eine Entwicklung zulassen»

    "... die ganze Stadtentwicklung ist in einer ständigen Entwicklung. Wir müssen nun schauen, dass wir eine Strategie entwickeln..." Leider sind die Grünen mit Ihrer "Strategie-Entwicklung" etwas gar spät dran. Die Verdichtung gegen Innen ist zwar wichtig und muss forciert werden; leider reicht das nicht aus. Zudem sind seit der Landhof-Abstimmung an der Glaubwürdigkeit in dieser Position Zweifel angebracht. Bauen bedeutet immer auch Zerstörung: Die banale Erkenntnis müssen die Grünen akzeptieren lernen. Gerne würde ich von Frau Ballmer einen Vorschlag hören, wie man die Wohnfläche pro Person reduzieren kann? Dann könnten wir von einer ökologisch stringenten, politischen Haltung sprechen.

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  • Mehr Raum allein schafft nicht mehr Platz

    Danke für den Hinweis! Die statistische Tatsache, dass der Wohnflächenverbrauch tendenziell eher wieder am sinken ist, stimmt zuversichtlich. Leider sagt die Statistik auch, dass die Wohnungen immer grösser werden, wobei gleichzeitig immer weniger Personen pro Wohnung gemeldet sind. Hier besteht eine grosse negative Tendenz vor allem in Bezug auf die Flächen der Wohnungen in Neubauten. Wer sich die Flächenverschwendung heutiger Wohnbauten vor Augen führen möchte, sollte den Grundriss des Hechtliacker-Hochhauses mit demjenigen des Markthalle-Towers vergleichen. Die entsprechenden Grundrisse finden sich auf Seite 3 der folgenden Publikation: http://issuu.com/lukasgruntz8/docs/wohnen_f__r_basel_10_ideen_f__r_meh

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