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  • Elefanten, Sklaven, Spekulanten: Basels schwierige Beziehung zu Afrika

    Schade. Chance verpasst. Viele Informationen und doch beredtes Schweigen. Konzepte wie “kulturelle Aneignung“ werden in den Raum gestellt. “Das ist jetzt ... “ Null Auseinandersetzung. Symptomatisch: Mann getraut sich nicht, Frau auf ihre Gefühle anzusprechen, als er das Papier mit dem “Negro“-Logo weiterreicht. Und das Sightseeing bei den Massai in Kenia: Wer definiert da in welcher Weise, was sie tun (sollen) und was nicht? Die Debatte findet nicht statt. Lieber der vorgegebenen Schiene folgen, alles geradeaus, man könnte ja sonst noch entgleisen.

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  • Des einen Rassismus ist des andern Tradition

    Diese Rassismus-Kritik ist völlig weltfremd. Es sind gerade die Cliquen und Guggen, die grossartige, praktische Integrationsarbeit leisten. Wohl weit mehr als diejenigen, die vom Kämmerchen aus Sprachhygiene betreiben. Wohin dieser resolute Kontrollwahn führen kann, muss nicht näher erläutert werden.

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  • Schwingen im interkulturellen Sägemehl

    @Alois Karl Hürlimann: Mit Verlaub, Sie bringen viel durcheinander. Ich sage nicht, die Schweiz beschränke sich auf Edelweisshemli, Sennechutteli, Alphörner usw. Ich besitze nichts dergleichen, wohl auch deshalb, weil ich in einer urbanen Umgebung lebe. Ich sage aber mit Nachdruck, dass es nicht angeht, diejenigen, die solche Schweizer Symbole verwenden (es gäbe noch mehr und auch ganz andere), in die nationalistische Schmuddelecke zu stellen. Das tut Kreis leider penetrant. Im vorliegenden Fall sind die Fehler an einem ganz anderem Ort passiert, nämlich bei der verantwortlichen Lehrkraft und bei der Schulleitung, die offensichtlich unfähig waren, einen simplen Konflikt pragmatisch zu lösen, obwohl sie genau dafür ausgebildet werden. Das haben sie inzwischen auch selber eingesehen. Politische Rechte auf nationaler und kantonaler Ebene setzen das Bürgerrecht voraus (auf kommunaler Ebene haben Ausländerinnen und Ausländer gelegentlich das Stimmrecht). Das ist in den mir bekannten Ländern nicht anders. Und die direkte Demokratie (neben Referendum auch Initiative, die bei einer Annahme zwingend (!) umzusetzen ist), ist halt doch noch weitgehend ein Schweizer Sonderfall. Zählen Sie mir doch bitte neben Slowenien und einzelnen amerikanischen Bundesstaaten ein paar andere Länder auf, die vergleichbare(!) direktdemokratische Beteiligungsrechte haben. Kommen Sie mir aber bitte nicht mit Griechenland (von der Regierung nach eigenem Gusto angesetzte Plebiszite), mit Italien, Frankreich oder Österreich, wo entweder die Unterschriftsquoren dermassen hoch sind, dass ein Referendum kaum je ergriffen werden kann oder wo das Referendumsergebnis blossen Empfehlungscharakter hat. In Slowenien ist das Quorum für ein Referendum bezogen auf die Gesamtbevölkerung übrigens mehr als dreimal so hoch wie in der Schweiz (40'000 Unterschriften auf 2 Mio Einwohner verglichen mit 50'000 Unterschriften auf 8 Mio bei uns). Die SVP-Durchsetzungsinitiative können Sie ja problemlos ablehnen. Ich werde das übrigens auch tun.

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  • Brutal, diese Niederlage

    fällt der Kommentar von Herrn Rockenbach aus. Darunter leidet die analytische Treffsicherheit. Wenn Rot und Grün eng zusammenspannen, so gilt das als fortschrittlich. Tun die Bürgerlichen das Gleiche, so ist es ein Postenschacher. Wer genauer hinschaut, erkennt indes leicht, dass sich auf der bürgerlichen Seite im Landkanton in den letzten Jahren viel getan hat. Die erneuerten Parteiführungen betonen endlich wieder die Gemeinsamkeiten statt nur die Differenzen. Das gegenseitige Vertrauen ist gewachsen. Mit Worten hat das wenig, mit politischer Vernunft viel zu tun.

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