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  • Der FC Basel trifft am Mittwoch auf euphorisierte Berner Young Boys

    Als in der Region Basel lebender YB-Fan hat man es - sagen wir mal, nicht einfach. Allein die Fussballbegeisterung der Basler kann einem Berner Tränen in die Augen treiben; Bern als Dorf mit Tram fänt eben noch gerne für den Landeier-Sport Eishockey. Item. Umso mehr freut es mich, dass Die TaWo vor der Affiche FCB-BSC YB sehr neutral und ausgewogen den aktuellen Stand der beiden Teams darstellt. Das nenne ich Fairplay auf journalistischer Ebene. Merci viu mau! Bleibt zu hoffen, dass das Spiel reibungslos verläuft und keine grusigen Fan-Scharmützel stattfinden.

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  • Musikalische und politische Botschaften am Konzert von Sophie Hunger

    Mir gefiel die Location, auch wenn das mit den Tickets eher schlecht gelöst war... Auch das Konzert war gelungen, ebenso der Artikel, bis auf ein Detail: ihr Debutalbum heisst "Sketches on Sea", Sophie Hunger hat es in ihrem Wohnzimmer aufgenommen und selbst vertrieben...

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  • Auch Arme haben ein Recht auf politische Mitsprache

    Der "Ausländer"anteil der CH-Bevölkerung ist ua so hoch, weil so wenige eigebürgert werden. Die Einbürgerungsrate is so tief, weil die CH-Latte so hoch liegt, sei es beim Interview oder bei der Abstimmung in der Gemeindeversammlung. Die Latte liegt so hoch, weil Schweizersein ein Qualitätslabel ist, vergleichbar mit der Bio-Knospe, Max-Havelaar-Gütesiegel oder dem FSC-Label. Scheizer werden nur Menschen, die als qualitativ hochstehende "human resource" identifiziert werden können. Es reicht nicht, wenn sie gut denken können. Sie müssen ihre Gedanken in einer der vier Landessprachen zu Papier bringen können. Möglichervweise übertreffen sie dabei die Fähigkeiten einheimischer Lehrkräfte... Ohne entsprechenden Eignungstest wird das Label "Schweizerbürger" an folgende Personengruppen vergeben: - an alle deren Schweizer Anteil in der Erbmasse 50% oder höher ist; - an Personen, die über das nötige Kleingeld verfügen.

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  • Heiss auf den besten Eistee

    Rolfs Rezept entspricht ziemlich genau Stufe 2 der Eistee-Evolution. An der Weltausstellung 1904 in Saint Louis stellte der Teehändler Richard Blechynden seinen Tee vor. Des heissen Sommers wegen war das Interesse daran eher gering, selbst Blechynden mochte ihn nicht warm trinken. Er goss ihn einfach in ein mit Eiswürfeln gefülltes Glas - und fand es sehr erfrischend. Der Zitronensaft kam später dazu, als normal erkalteter Tee seines seines schalen Geschmacks wegen etwas aufgepeppt werden musste; er schmeckte so frischer. Wer seinem Kind im Sommer Gutes tun will, der lasse sämtliche Lipton's, Nestlé's in PET-Flaschen unters Volk gebrachte, überzuckerte, künstlich aromatisierte Tee-Extrakt-Verdünnungen (Teegehalt: 1% - wow!) im Regal stehen, gehe nach Hause und mache sich daran, mit den Zutaten ihrer Wahl ein eigenes Konzentrat herzustellen. Alle Zutaten sollen lose und ganz sein: keine Beutel, keine Pülverchen, Würzkräuter und Säfte am besten frisch. So finden Eltern zu "ihrem" Familien-Eistee, der vielleicht nicht der beste, aber der eigene ist. Meine älteste Tochter möchte im Sommer bei mir zu Hause nichts anderes. Mein Rezept? Okay - hier: - 1 Handvoll Lindenblüten - 1 Esslöffel Hibiskusblüten - ½ halbe Stange Zimt --> in einem Liter Wasser zum Kochen bringen, dann 2 Esslöffel kräftigen Schwarztee (Ceylon, Assam oder English Breakfast) einrühren Pfanne vom Herd ziehen, 3 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit eine Schüssel bereitstellen, nach Wunsch Zucker für ca 3 Liter Fertiggetränk hineingeben. Den Sud in die Schüssel absieben, rühren. Ein Pack Eiswürfel hineingeben, weiterrühren, bis das Eis geschmolzen ist. Abschmecken mit Zitronensaft (Limetten oder Orangen gehen auch). In eine Flasche abfüllen. Das Konzentrat im Verhältnis 1:3 verdünnen und geniessen.

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  • FC Basel verpflichtet weiteren Innenverteidiger – Abgang von Fabian Schär verdichtet sich

    "Schwierig, in Worte zu fassen" Übersetzung eines Artikels von Morten Wamsler auf www.ob.dk Es ist ein kleines Märchen, in das Daniel Høegh in diesen Tagen hineingeraten ist. Vergangenen Sonntag hatte er noch grossen Anteil am 2:2 gegen Hobro gehabt - tags darauf reiste er bereits in die Schweiz für die obligaten medizinischen Tests beim FCB. Danach unterschrieb er einen Vierjahres-Vertrag, wie heute offiziell bekannt gegeben wurde. "Es ist schwierig, in Worte zu fassen, weil es so unterwartet gekommen ist, wenn ich nur ein paar Wochen zurückdenke," sagt Høegh . "Damals wusste ich noch nicht vom Interesse des FCB, es ist also sehr schnell gegangen. Ich bin sicher, dass es der richtige Schritt ist, und ein richtig grosser für mich. Eine fantastische Möglichkeit hat sich mir eröffnet, und das Timing scheint perfekt. Elf Jahre habe ich jetzt beim OB gespielt, davon fünf Saisons in der Liga mit allen Hochs und Tiefs. Ich habe viel erlebt mit dem Klub, und in Anbetracht meines Alters ist ist es der perfekte Zeitpunkt für einen Wechsel." "Der FCB ist ein Grossklub, sowohl in der Schweiz als auch international," fährt Daniel Høegh fort. "Er hat es auf internationaler Ebene richtig gut gemacht und ist vielfacher Schweizer Meister. Das wird ein grosser Schritt für mich, aber auch wahnsinnig spannend. Was Timing, Karriere und meine Persönlichkeit angeht, ist die Zeit gekommen zu zeigen, was als Fussballer noch alles in mir steckt. Kann die Zitrone noch mehr ausgepresst werden, und wieviel kann ich noch abliefern? Ich bin extrem gespannt darauf, wenn ich nur daran denke. Ich fühle mich bereit, rauszugehen und alles aus der Zitrone rauszupressen." Daniel Høegh hat in den letzten Jahren eine Berg- und Talfahrt hinter sich. "Die letzte Saison war schon merkwürdig, da ist eine Menge passiert - sowohl in der Mannschaft als auch privat. Ich hatte einige Verletzungspausen, bekam einen neuen Trainer, musste sein Spielsystem erlernen, verletzte mich erneut und musste wieder pausieren. Im Frühling aber war ich wieder topfit und konnte voll aufdrehen. Und habe damit meine bisher beste Form erreicht. Das war eine fantastische Entwicklung, die ich vor einem Jahr noch nicht hätte kommen sehen. Es fühlt sich komisch an, auf all das zurückzuschauen, was ich durchgemacht habe, und dann zu sehen, wohin es mich gebracht hat," sagt Daniel Høegh. Das Abenteuer FC Basel ist gleichzeitig der Abschluss einer langen Karriere beim Odense Boldklub. Und ein denkwürdiges Erlebnis. "Es ist ja eine Chance, die ich gar nicht habe kommen sehen, und natürlich konnte ich dazu nicht nein sagen. OB und Odense werde ich tief in meinem Herzen mittragen, und ich werde die Geschicke des Klubs so gut es geht mitverfolgen.Vorerst komme ich zurück nach Odense, um meinen Job beim OB abzuschliessen (letzte Runde der Meisterschaft, A.d.Ü). Ich spiele noch eine Woche in den gewohnten Farben, und die wird sicher sehr speziell werden für mich. Ich kenne ja nichts anderes als den OB, der Klub bedeutet mir persönlich brutal viel. Darum fühlt es sich so komisch an, sich vom Klub zu verabschieden, von den Fans, der Stadt und der Insel Fyn. Ich kann das alles noch nicht einordnen. Und ich finde, nur einfach 'Danke' zu sagen ist ein bisschen armselig. Das kann nicht alles abdecken," sagt Daniel Høegh zum Schluss. Mit Rücksicht auf die Urheberrechte nur an die Redaktion - vielleicht interessant für die TaWo.

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  • Aadie, Frau Fasnacht – s isch scheen gsy

    Mein ganz persönliches Highlight an dieser Fasnacht ist die Bäsebaiz zum Nashorn am Heuberg. Polstergruppe, Feuerschale, eine Blache gegen den Niederschlag, alles sehr gemütlich. Dazu ein interessantes kulinarisches Angebot: Kaffi Pflümli, Chai mit Schlagrahm, Gerstensuppe mit Dill, und Selfie-Chlöpfer für drey Stutz. Die charmante Bedienung bleibt auch beim Hochbetrieb geduldig. Vom Sofa aus hat man einen gediegenen Blick auf das Treiben am Heuberg, die Fasnacht zieht an einem vorbei, während man seine Füsse am Feuer wärmt und das Herz mit einem Glühwein. Es verwundert nicht, dass regelmässig interessante Gäste reinschauen, da ergeben sich teils lustige, teils rührende Begegnungen. Ganz schön: Beim Besuch mit meiner zehnjährigen Tochter biete ich drei älteren Semestern das Sofa zum Sitzen an. Es ist ein Ehepaar mit Besuch aus Schlieren. Die Dame ist entzückt, als sie erfährt, dass wir zuhause noch immer die "Schlieremer Chind" hören (und rezitieren können), und freut sich, der Tochter von Werner von Aesch darüber zu berichten. Ein seliger Moment!

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  • 7 Antworten auf Fragen zur Nationalmannschaft, die jetzt auf den Nägeln brennen

    Am schönsten ist es, wenn die eigene Mannschaft gewinnt. Deshalb hier zum Vergleich die Rangliste, wie viele Spiele die Nati unter Trainer XY im Durchschnitt brauchte, um einen Sieg einzufahren (Trainer mit unter 20 Spielen nicht einberechnet): 1. Uli Stielike, 1.92 Spiele 2. Roy Hodgson, 1.95 Spiele 3. Ottmar Hitzfeld, 2.03 Spiele 4. Köbi Kuhn, 2.28 Spiele Das Trainerteam von Olympia 1924 kommt bei 9 Spielen auf 7 Siege: Nach 1.27 Spielen ein Sieg. Beachtlich, aber halt zu kurz, um wirklich aussagekräftig zu sein. Was erstaunt: Trainerlegenden wie Paul Wolfisberg, Gilbert Gress, oder Karl Rappan mit seinem berühmten Riegel haben deutlich schlechtere Siegquoten. Und ein ganz persönliches Highlight: Am Tag meiner Geburt übernahm ein gewisser Erwin Ballabio die Nati und fuhr eine solide 2.0 ein. Allerdings blieb er nur 3 Wochen und 2 Spiele im Amt. Das erste war ein Freundschaftsspiel gegen die Tschechoslowakei in Basel und ging 1:2 verloren, das zweite war ein EM-Quali-Spiel, fand im Hardturm statt und die Schweizer putzten die Rumänen mit 7: 2 ab. Für den Rest der natifreien WM gönne ich mir einen Rappan-Riegel (Dunkle Schokolade mit Haselnussschalen) und geniesse das Duo Salzgeber/Gress. Oh, da müsste man eigentlich eine Petition einreichen bei SRF, damit uns die beiden erhalten bleiben. Bei der Vorstellung, dass Oberhofsportkommentator Hüppi und Gurke Sermeter die CL moderieren, kommt keine Stimmung auf - der eine muss zum Lachen in den Keller, und der andere gibt nur Standartsätze von sich. *brrrr*

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  • Hipster war gestern – jetzt kommt der Gypster

    In der analogen Steinzeit gabs noch die GIPSER. Auffällig gekleidet (weisse Arbeitshose und -jacke mit meist grauen Flecken), prollig im Benehmen, aber trotzdem die schlechtesten Säufer auf der Baustelle (die trinkfestesten sind die Dachdecker) Auch nur noch selten zu beobachten: der SCHWIPSTER. Am ehesten wird er mit dem Schluckspecht verwechselt, doch er lässt sich gut erkennen durch: 1. Nur leichtes Angesäuseltsein 2. Meist elegante und korrekt sitzende Kleidung 3. dem Hang zur selbstverliebten Witzigkeit ... also in etwa Charlie Sheen in "Two and a half men" Zuletzt muss noch der TYPSTER erwähnt werden: ein unauffälliger Zeitgenosse, gipsbleich, oft mit Brille, zu 98% männlich, hält sich gerne in Redaktionen von hippen, gehypten Print- und Onlinemedien auf. Fällt auf durch verbalschriftliche Absonderungen, in denen er bevorzugt die gleichaltrige Bevölkerung zu typisieren versucht. Seine Relevanz reicht von Normcore bis Wayne, wird aber zwischendurch gerne von einer TIPPSE vernascht.

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  • Hitzfeld rotiert Stocker raus

    Sorry, aber sogar als FCB-fan könnte mir das egal sein. Stocker ist ausgelaugt, hat den FCB verlassen, und die Nati braucht dringend Jungs mit Ideen und Kraftreserven. Darum: schont Vale, bringt - Barnetta oder Dzemajli!

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  • Auf in den Jura!

    mit grossem genuss hab ich den artikel über den berner jura gelesen. ich bin verliebt in diese wilde, sanfte gegend, die mehr aufmerksamkeit verdient hätte - allerdings macht dieses verschlafene, ein wenig abseits stehende gerade den reiz aus, den der jura auf mich ausübt. der berner jura ist noch ein wenig abseitiger. von biel her kommend, muss man zuerst mal die dem restkanton zugewandte sonnenseite hinter sich lassen, um in die morbide stimmung einzutauchen. die berner, besser emmentaler, die sich hier gnädigerweise niederlassen durften, wurden in ihrer heimat aus religiösen gründen nicht mehr geduldet. einige dutzend familien um ihren anführer jakob ammann setzten sich nach amerika ab: die vorfahren der amischen. andere alttäufer, teils auch mennoniten genannt, kamen in den höhen ob tramelan und tavannes unter. allerdings wurde ihnen nur land oberhalb der tausendmetergrenze zugestanden. ihre beharrlichkeit und ihr fleiss haben sie schnell zu relativ wohlhabenden bauern werden lassen. noch heute finden sich viele alttäufer-familien im berner jura. wir verbrachten unsere familienferien 2012 auf einem bauernhof in la tanne, genau zwischen tramelan und tavannes. wir staunten nicht schlecht, als am sonntag morgen der sonst verlassene platz vor dem hof gefüllt war mit subarus und suvs. der hof verfügt über ein angeschlossenes versammlungslokal, derer es einige gibt (immer schön über 1000m, versteht sich). hier oben muss man ja dem herrgott etwas näher sein. was mich an dem thema fasziniert, ist der umgang innerhalb der schweizer bevölkerung mit (religiösen) randgruppen. unterschlupf fanden die alttäufer ausgerechnet in einer gegend, die selbst eher karg ist und schon für die damals einheimischen wenig hergab. vielleicht ein beispiel dafür, dass, wer die not kennt, eher zur hilfe neigt, als wer vom hohen ross bzw vom geldesel herab dazu aufgefordert wird. nb: hinter dem berner jura kommen die freiberge, dann der doubs, weiter südlich das val de travers - da gibt es noch viele bemooste schattentäler, knorrige urwälder und absinth trinkende berufsjurassier zu entdecken. es lohnt sich.

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