MLK
  • Günstig wohnen ohne jede Rechte? Geschäftsmodell von Projekt Interim gerät in Bedrängnis

    Die Marktpreise sind ja das Problem! Wobei es im Artikel gerade darum geht, Zwischennutzungen, die als Instrument in der Vernichtung von kostengünstigem Wohnraum fungieren, in Frage zu stellen. Wir müssen KOSTENGÜNSTIGEN Wohnraum fordern, erhalten, zusätzlichen schaffen! Das bedeutet auch, den Wohnungmarkt demokratisch zu regulieren. Anders wie ein Yogurt, das wir einfach immer nachproduzieren können, ist Boden/ sind Häuser ein begrenztes Gut, keine einfache Ware - mit dessen Besitz kommt eine grosse gesellschaftliche Verantwortung. Sich mit den Brotkrumen zufriedengeben, die ein marodes System noch übriglässt - dieses Demokratieverständnis erschüttert mich. Keinen Anspruch auf Rechte mehr erheben, keinen Anspruch darauf, für die Mehrheit etwas besseres zu fordern, einfach im Einzelkampf - allen gegen alle - hoffen, dass der Markt mich noch irgendwo hausen lässt, und darüber auch noch froh sein müssen. Nein!

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  • Zwei Nächte Knast für eine laute Party – Polizei-Einsatz wirft Fragen auf

    Ich bin selbst Mieterin an der Mattenstrasse, wobei ich mich nach der Lektüre einiger Kommentare nun doch auch noch zu Wort melden muss. In der besagten Nacht war ich am schlafen, bin dann aber um ca. 3 Uhr aufgewacht, weil Tumult auf der Strasse war: Sirenen, junge Menschen die sich empörten, immer mehr — irgendwann über 12 — anfahrende grosse Polizeiwagen. Diese Aussage soll die Nachruhestörung, die auf das Konto der Jungs geht, auf keinen Fall klein reden. Nicht jeder hat mein Glück, sehr gut zu schlafen. Grundsätzlich ist aber der Austausch im Haus rege, man kennt und respektiert sich. Vielleicht könnte die Kommunikation, was die angrenzenden Häuser betrifft, aber noch optimiert werden. Mein Problem ist hier allerdings ein anderes. Geblieben sind mir zum Beispiel die Kommentare von N.G. oder Peter Meier, der mit der Rhetorik von Molotow Cocktail und Pflastersteinen begeistert. Oder was suggerieren Aussagen, dass „die Mattenstrasse nicht nur von Ausdruckstänzern besiedelt ist“? Denn wer sind wir, die da an dieser Mattenstrasse wohnen? Während ich Mühe hätte, hier auf Grund der Heterogenität der Mieter*innen eine kurze aber präzise Antwort zu geben, scheinen die Herren von dem Versuch einer Zuschreibung nicht zurückzuschrecken. Dabei werden einige von uns wohl weniger dem kreativ-friedlichen (das wäre dann wohl der Typus Tänzer*in?) und eher dem unterdurchschnittlich-martialisch (der Mann vom schwarzen Block?) Menschentyp zugeordnet. Der Polizeieinsatz war massiv, die Begründung dafür ist eine Zuschreibung — Wirklich?! Auf Grund welcher Beweislage? Warum, weil wir uns als Mieter*innen organisieren? — die von Leuten wie Herren Meier und N.G. gedankenlos reproduziert wird, und welche dann alle (ja bitte, jegliche) Polizeigewalt legitimiert. Dahinter stehen politische Entwicklungen, auf die verschiedene Medien in der letzten Zeit aufmerksam gemacht haben, und die auch unter Jurist*innen umstritten sind. Für eine erste Überwachung oder auch mal mit dem Kastenwagen anzufahren, dafür muss kein Gesetz mehr gebrochen werden. Wobei ein bloßer Verdacht gegenüber all jenen, die allenfalls und mutmasslich jemals etwas anstellen könnten ausreicht, um ganze Freundeskreise, ja ganze Nachbarschaften zu verdächtigen und wenn nötig, dort mal hart zuzupacken. Das Auftreten der Polizei in jener Nacht war des vorliegenden Vergehens — einer Lärmbelästigung — nicht angebracht. Es war kein massiver Gesetzesbruch und keine von Seiten der jungen Leuten bereits zugespitzte Situation, die einen solchen Einsatz auf irgendeine Art rechtfertigen würde. Umgekehrt war es eine blosse, und ja, vielleicht sogar etwas unglückliche Zuschreibung seitens der Polizei — und hier würde ich schon gerne nochmals fragen, wer warum diese Zuschreibenden zementiert haben will — welche zu einem ungeschickten und völlig übertriebenem Polizeiaufgebot beigetragen hat. Wobei es dann dieses Auftreten war, das endgültig eine Zuspitzung der Situation zementiert hat. Dass die Jungen sich da wehren, ist verständlich, denn genau das nennt die Soziologie wohl; Stigmatisierung. Warum das nächste mal also nicht einfach den Busszettel aushändigen?

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  • Sicherheitsdirektor Dürr unterstützt das Vorgehen der Polizisten

    Ich habe getanzt, als mir insgesammt drei Gummiprojektile von hinten in den Oberschenkel geschossen wurden. Ich habe das in keiner Art I Basel und Weise erwartet, die Stimmung war echt witzig gewesen. Wichtig zu sagen bleibt, dass dies mehr war, als eine illegale Party: Die Besetzung sollte wohl darauf aufmerksam machen, dass die Aneignung des Messeplatzes so lange gestattet wird, wie ich dafür unmenge an Miete zahlen kann (wie die Art I Basel, die auch dieses Jahr wieder folrierte: So schien mir, fühlten sich mitlerweile auch an dieser Messe vorallem Leute wohl, die ein Bild für mehrere Millionen kaufen können, um ihr Geld nicht versteuern zu müssen), oder ein renomierter japanischer Künstler bin und Kunst mache- Sobald daraus aber Politik wurde, wurden Bürger dieser Stadt mit Pfefferspray und Gummiprojektilen beschossen. Hier kommt mir der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan in den Sinn, der seine politisch geweckten Bürger als "Gesindel und Terroristen" bezeichnete. Laut der BaZ bin ich seit Freitag eine von ihnen, diesen "Chaoten". Und hier meine Frage: Wie lange dauert es noch bis wir Alle "Chaoten, Gesindel und Terroristen" sind?

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  • Wie das «Favela»-Video entstanden ist

    Ich habe getanzt, als mir insgesammt drei Gummiprojektile von hinten in den Oberschenkel geschossen wurden. Ich habe das in keiner Art I Basel und Weise erwartet, die Stimmung war echt witzig gewesen. Wichtig zu sagen bleibt, dass dies mehr war, als eine illegale Party: Die Besetzung sollte wohl darauf aufmerksam machen, dass die Aneignung des Messeplatzes so lange gestattet wird, wie ich dafür unmenge an Miete zahlen kann (wie die Art I Basel, die auch dieses Jahr wieder folrierte: So schien mir, fühlten sich mitlerweile auch an dieser Messe vorallem Leute wohl, die ein Bild für mehrere Millionen kaufen können, um ihr Geld nicht versteuern zu müssen), oder ein renomierter japanischer Künstler bin und Kunst mache- Sobald daraus aber Politik wurde, wurden Bürger dieser Stadt mit Pfefferspray und Gummiprojektilen beschossen. Hier kommt mir der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan in den Sinn, der seine politisch geweckten Bürger als Gesindel und Terroristen bezeichnete. Laut der BaZ bin ich seit Freitag eine von ihnen, diesen "Chaoten". Und hier meine Frage: Wie lange dauert es noch bis wir Alle "Chaoten" sind?

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