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  • Kinder unter Dauerdruck – der Leistungswahn an Basler Schulen

    Unsere jüngere Tochter geht in die zweite Primarschulklasse und hat diese Woche ihre Prüfung über Magnetismus (kein Scherz!) nach Hause gebracht. Sie hat immer "Nordpol", "Südpol, "Norden" und "Süden" mit "t" statt mit "d" geschrieben, und deshalb etwa einen Viertel ihrer erreichten Punkte abgezogen bekommen. Also für jedes einzelne "t" einen Punkt Abzug. So hat sie nur ein "Grundanforderungen erreicht" zurückbekommen. Sie war tendentiell demotiviert.

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  • Nestlé-Zwang in Basler Badis

    Im Joggeli gibt's feine Gasparini-Glace. Aber ich glaub nur beim Kiosk neben der Kasse. Da handelt es sich wohl um "Parallelimporteure"... ;-)

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  • Grosseinsatz der Polizei auf dem Messeplatz

    Was lernt man daraus? Das nächste Mal Cupcakes oder ähnliches auf einem Pappteller an die Besucher/innen der Art zur Degustation abgeben und die Flier an der Art verbreiten mit dem Hinweis, man bekäme draussen gegen Abgabe dieses Bons ein Cupli, wenn man es hochhält und dreimal "REMEMBER 2013" schreit....

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  • Waffen-Export soll erleichtert werden

    Jetzt wurden wir jahrelang von den Bürgerlichen vollgejammert, dass nicht die Rechtssicherheit von Steuerflüchtlingen verletzt werden dürfe. Dabei besteht bei den Zielländern ja nichtmal ein geringes Risiko, dass das auszuführende Datenmaterial für die Begehung von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen eingesetzt wird. Aber ja, es geht mal wieder *trommelwirbel* um Arbeitsplätze.

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  • Zürcher Verwaltungsgericht weist Mörgelis Ausstandsbegehren ab

    Wieso schreibt Ihr weiterhin über diesen Kerl? Jahrelang mörgelt er in aller Öffentlichkeit über seine (deutschen) Arbeitskollegen, verrichtet seinen Dienst nicht zur Zufriedenheit seines Arbeitgebers, schwänzt wegen seinem Zweitjob usw... Jetzt wurde er halt gegangen von der Uni. Ob unter einem Vorwnd oder nicht, sollte doch egal sein für jemanden, der die Einbrügerung an der Urne verficht. Er soll jetzt seine SVP-Ideale leben, sich seinem Schicksal fügen und den Latz halten. Stattdessen treibt er mit Scheinklagen die Staatsausgaben in die Höhe. Also bitte liebe Presse: Ignoriert Nörgeli!

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  • Acht Schweden-Bomber für die Schweiz

    Ach was, Atomkraft ist sicher. Alles andere ist linke Lügenpropaganda. Fukushima war das Werk Godzillas, das weiss doch jedes Kind. Aber wozu brauchen wir jetzt auch noch eine neue Bomberflotte? Mit dem Winkelried Mörgeli gewinnen wir doch jede Schlacht, und der kostet die öffentliche Hand nur 105'000.- pro Jahr.

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  • Jetzt bleibt nur noch der Rückzug der Initiative

    Auch in diesem Artikel ist die Rede vom "geplanten Sexualkundeunterricht in Kindergarten und Primarschule". Wieso das? Mit solchen Statements leistet auch die TagesWoche diesem mutmasslich von evangelikalen Sektenkreisen in Umlauf gebrachten Gerücht vorschub. Hier ein Auszug aus einem Interview mit dem Erziehungsdirektor Christoph Eymann: Frage: Viele Eltern verstehen nicht, warum schon im Kindergarten Sexualkunde unterrichtet werden soll. Antwort: Sexualkunde wird auf der Kindergarten- und Primarstufe eben gerade nicht systematisch unterrichtet. Es gibt meist zwei Möglichkeiten, wie Sexualität am Kindergarten zum Thema wird: Die Kindergärtnerin ist schwanger. Oder eines der Kinder bekommt ein Geschwister. Dann ist es richtig, wenn die Lehrperson reagieren kann. Systematischer Sexualkundeunterricht findet erst auf der Sekundarstufe statt. Frage: In Ihrem Leitfaden steht auch, dass Kindergärtler schon lernen sollen, «dass Berührungen lustvoll sein können». Antwort: Ich sehe, dass man diesen Satz missverstehen kann. Es geht nicht um «touch me, feel me». Wir wollen den Kindern sagen, dass es Berührungen gibt, die sie vielleicht noch lustig finden, wo sie aber auch Nein sagen sollten. Es geht um den Schutz der sexuellen Integrität der Kinder, die leider schon im Kindergartenalter zu Opfern sexueller Gewalt werden können. Für diesen Schutz muss die Schule in aller Sorgfalt – ohne Brechstange – auch etwas tun.

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  • Aufstand im Paradies

    @Hawu, auf dem Bruderholz vollzieht sich ein demographischer Wandel. Viele junge Familien ziehen in Dein "Paradies". Gleichzeitig schwindet die Infrastruktur. Die Post ging letztes Jahr zu, die Metzgerei vor etwa zwei Jahren. Jetzt findet sich an dessen Statt der auf dem einen Foto als Bruderholz-prototypisch hervorgehobene Sicherheits-Dienst. Dass der örtliche Coop überhaupt noch besteht, grenzt wohl an ein Wunder. Das Bild des Bruderholz als der "Bonzenhügel" stimmt vorallem für den hinteren Teil, in dem auch das Bild von der Garageneinfahrt geschossen wurde. Dieser hintere Teil ist aber von der Allokation ins Brunnhattschulhaus gar nicht betroffen. Das Bild ist also nicht nur unrepräsentativ, sondern steht auch ausserhalb des Kontext. Weltwoche-Journalismus erster Güte! Die Fotografen hätten gerne den sehr unschmucken Eingang des von uns bewohnten Hauses aus Symbolbild verwenden dürfen, sie wären aber wohl über das viele Spielzeug gestolpert und sie hätten jetzt die Hosenbeine voll mit Strassenmalkreide. Ja, das Bruderholz ist trotzdem ein Idyll. Ein Dorf in der Stadt, es herrscht wenig Verkehr, man grüsst sich. Sicher mit ein Grund, weshalb es immer mehr junge Familien anzieht, auch ausländische - wohl zum grossen Erstaunen der Tageswoche-Klientel. Beim Krippenspiel des Bruderholz-Kindergartens vor drei Monaten wurde die Maria von einem Mädchen mit türkischen Eltern gespielt. Eine schöne, tolerante, multikulturelle Entwicklung, die man aber nur sieht, wenn man die Augen öffnet. Aber darf dieses Idyllische denn als Argument herhalten, um das Bruderholzschulhaus bei jeder Zukunftsplanung zu vernachlässigen und die Kinder über die wohl einzige gefährliche Strasse im gesamten Quartier zu jagen? Ich hab auf dem steilen Gundeldingerrain sogar mit dem Velo an die 50 km/h auf Höhe des Brunnmattschulhauses drauf. Und die Geschichte mit dem Bremsweg bei abschüssigen Strassen sollte auch jedem bekannt sein. Und dort soll unsere dann fünfjährige Tochter ab dem nächsten Jahr jeden Tag durch, ohne "Geleitschutz" durch ältere, erfahrenere SchülerInnen? Wer würde als Eltern zu so einen Entscheid vorbehaltslos zustimmen? Das Argument, woanders sei es auch gefährlich und der Schulweg noch länger und deshalb solle man das Bruderholzschulhaus gerne noch mehr vernachlässigen und dafür das Brunnmattschulhaus ausbauen und die Eltern der Bruderholzschüler sollen die sonst üblichen Tagesstrukturen gefälligst auch noch selber organisieren, das ist doch nur daneben und zeugt von Unverständnis/Desinteresse für die Sachlage. Man will wohl "denen da oben" einfach eins auswischen, ohne zu wissen, wer "die da oben" überhaupt sind und wie es "da oben" überhaupt ausschaut. Um das zu erfahren schaut man einfach Bildli an in der Welt-, ehhh Tageswoche an. Unsere beiden Töchter werden übrigens den unübertreffbaren Stadtrekord bezüglich des Schulwegs halten: 62 Meter Höhendifferenz (gemäss Google Earth). Die Eltern aus dem Gundeli würden genauso zu "Hausfrauenguerillieros", wenn ihre fünfjährigen Kinder neu 62 Meter hoch und runter in einen Betonklotz zur Schule gehen müssten anstatt in die Schule, die die Kinder von ihrem Kinderzimmerfenster aus sehen, und wegen der die Eltern die Wohnlage ausgesucht hatten. Ich stelle mir die Mittagspause für unsere Kinder künftig ziemlich stressig vor. Auch die meisten Schulgschpänli wohnen dann 62 Höhenmeter entfernt. Aber ja, "Wer im Paradies haust, muss hin und wieder in den sauren Apfel beissen."

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  • Aufstand im Paradies

    Der aktuelle Harmos-Plan sieht vor, dass nächstes Jahr zwei Erstklassen (Alter der SchülerInnen: sechs Jahre) vom Bruderholz in einen sonst menschenleeren Block des Brunnmattschulhauses einziehen. Keine höhere Klassen, keine Schulkultur. Die Angst besteht also eher vor "Nullkulti" denn vor "Multikulti". In den anderen Blöcken dafür die "ganz grossen". Dass alle Primarschüler erst in die geografisch nähere Schule und dann z.B. erst in der fünften Klasse über den längeren Schulweg durch Wald und über den kurvigen, unübersichtlichen und rasant befahrenen Gundeldingerrain zur Schule geschickt werden, sei gemäss Erziehungsdepartement "nicht Harmos-kompatibel". Dieser uns allen unverständliche Entscheid hatte aber offensichtlich keinen Platz in diesem Artikel. Oder Herr Beck wurde eine andere Version zugetragen, denn die Planung ist ja schliesslich "nicht in Stein gemeisselt". Herr Beck hatte meine Frau ("eine besorgte Mutter, die nicht mit Namen genannt werden will") zum Interview überredet mit der Aussage, er wolle das Engagement von QuartierbewohnerInnen in Basler Quartieren anhand der aktuellen Harmos-Diskussion in einem Artikel dokumentieren. Meine Frau wollte ihm also mehrere interessante Projekte schmackhaft machen, u.A. den von "Hausfrauenguerillieros" in Eigenregie organisierten Mittagstisch. Doch sie stiess damit auf taube Ohren. Herr Beck hatte sich nur für die "Ausländerfrage" interessiert, und seine Suggestivfragen auch auf ein ganz bestimmtes Ziel ausgerichtet. Die Auskunft meiner Frau, dass wir unsere Kinder im Gundeli zur Spielgruppe bringen, eben genau wegen den verschiedenen Kulturen, wurde sehr frei uminterpretiert: "«Ich will meine Kinder nicht den Einflüssen fremder Kulturen entziehen», sagt die Mutter, aber es sei doch noch viel zu früh." Wie meine Frau den Tageswoche-Journalisten schon am Telefon erklärt hat, war Bruderholz für uns zum Zeitpunkt der ersten Schwangerschaft bei der Wohnungssuche der ideale Kompromiss zwischen dem von mir/uns lange selbst bewohnten und noch immer geliebten Gundeli und dem Dorfleben, das meine Frau von ihrer Kindheit her kennt. Nun finden sich ihre einseitig gekürzten und auch deutlich verfälschten Aussagen direkt neben dem in übergrossen Lettern gedruckten Teaser "Die Eltern fürchten sich vor den Einflüssen fremder Kulturen" (nur in der Print-Ausgabe). Wir sind also faktisch einem Xenophobie-Vorwurf ausgesetzt, nur weil wir unsere Kinder gerne in die Schule schicken würden, auf die sie von ihrem Kinderzimmer aus blicken können? Die Bildsprache in der Online-Version dieses Artikels spricht auch Bände: Ein Sicherheitsdienst, leere Strassen mit Luxusautos, ein leeres Schulhaus, ein aufgestuhltes Klassenzimmer... Bilder, die am Sonntagmorgen genausogut in jedem anderen Quartier hätten aufgenommen worden sein können. Was will uns die Tageswoche mit dieser Bildsprache vermitteln? Ich wäre ganz bestimmt nie in ein solch steriles Quartier gezogen wie diese Bilder es vermitteln. Hier wird offensichtlich in Wort und Bild in einer Art ein Feindbild aufgebaut, wie ich es sonst nur von der Weltwoche her kenne. Punktabzug für die Tageswoche! Der Tageswoche-Journalist hatte meiner Frau versichert, ihr den Artikel vor Veröffentlichung vorzulegen und ihr Einverständnis einzuholen. Doch hatte ich schon beim Interview das Gefühl, dass er ihr ein Ei legen wird und sie deshalb ermahnt darauf zu bestehen, dass ihr Namen nicht erwähnt werden dürfe (wenigstens daran hat er sich dann gehalten). Wie recht ich doch mit meinem Misstrauen hatte... Auch ich hatte vor, die Tageswoche durch ein Abo zu unterstützen, weil ich die zugrundeliedenden Gedanken ("Rettet Basel", etc) grundsätzlich mittragen will. Es wäre das erste Zeitungsabo meines Lebens gewesen, doch nach dieser Leseprobe kommt das nicht mehr in Frage. Basel braucht augenscheinlich bereits schon eine Alternative zur BaZ-Alternative!

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