MB
  • Der Uni-Sparhammer trifft erste Fächer

    Bitte genau lesen. Ich sagte ALS vollständig (i.e. ungespalten) imaginierte Subjektivität. Letztlich das, was die Genderwissenschaften kritisieren. Aber klar. Alles nur Esoterik.

    Zur Diskussion
  • Der Uni-Sparhammer trifft erste Fächer

    Es geht oben um die in der modernen Psychoanalyse eigentlich unbestrittene Tatsache, dass ein 'Angriff' auf eine als vollständig imaginierte Subjektivität auf Abwehr stösst. Man kann natürlich die Psychoanalyse (oder ein entsprechendes Denken) als solche weit von sich weisen. Dagegen gibt es in der Tat keine Argumente.

    Zur Diskussion
  • Der Uni-Sparhammer trifft erste Fächer

    Eigentlich ist diese Entwicklung völlig "natürlich" im Sinne von anthropologisch: Wissenschaften und Philosophien, die wie die Genderwissenschaften eine hybride, wahnhaft-omnipotente Subjektivität hinterfragen, stossen auf heftigste Abwehr seitens des autoritären Charakters und einer zunehmend autoritären, geschlossenen Gesellschaft.

    Zur Diskussion
  • Basel möchte Sans-Papiers nach Genfer Vorbild entgegenkommen, aber …

    Wenn der Staat widersprüchlich handelt, ist das ein Verstoss gegen das Prinzip von Treu und Glauben (BV Art. 5 Abs. 3). Offenbar herrscht im Sicherheitsdepartement Basel-Stadt ein anderer Stufenbau des Rechts als im Rest der Schweiz.

    Zur Diskussion
  • Franziska Schutzbach lehrt nicht mehr an der Uni Basel

    Ihr An den Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel walter.leimgruber@unibas.ch Sehr geehrter Herr Leimgruber Mit Bestürzung erfahre ich, dass die Kampagne der Basler Zeitung gegen Franziska Schutzbach von Erfolg gekrönt ist. Wie schon bei der Kampagne gegen Sibel Arslan knickt eine Arbeitgeberin ein und entlässt diejenige Person, gegen die sich die Kampagne richtet. Sie geben den Forderungen einer Kampagne nach, die sich gegen eine Person richtete, die gegen alle Formen des Ausschlusses, der Diskriminierung und des Rassismus das Wort ergriff. Das laute und mutige Nein von Franziska Schutzbach zu Ausschluss-Diskursen ist bei Lichte besehen ein mutiges und lautes Ja einer Bürgerin zur Redefreiheit, da es jedem Rassismus und jeder Diskriminierung darum geht, Minoritäten zu diffamieren, damit mundtot zu machen und aus der Diskursgemeinschaft auszuschliessen. Die Basler Zeitung hat dieses Ja zur Redefreiheit aller Mitglieder der Gesellschaft ideologisch in ein Nein zur Redefreiheit seitens Schutzbach verkehrt - und Sie haben dieser Verkehrung offenbar Glauben geschenkt. Wir leben in Zeiten, in denen man Angst haben muss, bei Erhebung seiner Stimme für Minoritäten und gegen reaktionären Ausschluss aus der Diskursgemeinschaft die Anstellung zu verlieren. Angst haben muss man in solchen Zeiten auch um die freiheitliche Gesellschaft, welche Menschen braucht, die als Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme laut gegen alle Formen des Ausschlusses erheben. Mit grosser Besorgnis

    Zur Diskussion
  • Basler Migrationsamt zeigt aufgenommene Sans-Papiers an

    Perverse Aushebelung der Härtefallregelung. Da ist nicht nur Feigheit und formalistische Verantwortungslosigkeit im Spiel, sondern schon Bösartigkeit, dünkt mich.

    Zur Diskussion
  • Gschwinds Handschlag-Gesetz ist eine Pfuscharbeit sondergleichen

    Langer Rede kurzer Sinn: Letztlich geht es um die Frage, ob man aus einem spezifischen "Fehlverhalten" (wie demjenigen der Handschlagverweigerung), das mit einer ganz bestimmten Religionsgemeinschaft in Verbindung gebracht wird, Hals über Kopf allgemeine Regeln schustert. Wie hetzerisch und souverän das ist, und von welcher Werthaltung dies zeugt, kann sich jeder selbst ausrechnen, der seiner Motivlage ein wenig nachspürt.

    Zur Diskussion
  • Basler Staatsrechtlerin: «Keiner weiss, was das für Werte sein sollen»

    Es geht alleine um die Frage, ob man aus einem spezifischen "Fehlverhalten" wie demjenigen der Handschlagverweigerung, das mit einer ganz bestimmten Religionsgemeinschaft in Verbindung gebracht wird, Hals über Kopf allgemeine Regeln schustert. Wie hetzerisch und souverän das ist, und von welcher Werthaltung dies zeugt, kann sich jeder selbst ausrechnen, der seiner Motivlage ein wenig nachspürt.

    Zur Diskussion
  • UNO-Chef Ban alarmiert von Berichten über Gräueltaten in Aleppo

    Wer hat zu verantworten, was augenblicklich in Aleppo geschieht? Was würde Einstein antworten? Einstein würde hier den Horizont wohl einwenig öffnen und sagen: Jede(r) Einzelne von uns. Durch jahrelanges, im entscheidenden Augenblick noch schmerzloses Tun und Unterlassen. Sei es aus Dummheit oder aus einem grössenwahnsinnigen Abwehrreflex gegen peinliche Ohnmacht (doch Dummheit speist sich immer daraus; dem Denken in Grenzen liegt die Angst vor Entgrenzung zugrunde). Welches Tun und Unterlassen? Durch die Wahl derjenigen VolksvertreterInnen, die seit Jahren europäische Föderalisten oder Weltföderalisten wahlweise als realitätsferne Gutmenschen verächtlich machen oder als Landesverräter diffamieren; VolksvertreterInnen, die seit Jahrzehnten das Wort „Selbstbestimmung“ im Munde führen, Freiheit, Selbstbestimmung und politische Handlungsfähigkeit unter diesem Titel aber genau umgekehrt pervertieren und behindern; und VolksvertreterInnen, die diesen Politikstil nachmachen oder zu ihm schweigen. Einstein schrieb am 30. Juli 1932 an Freud: «Der Weg zur internationalen Sicherheit führt über den bedingungslosen Verzicht der Staaten auf einen Teil ihrer […] Souveränität, und es dürfte unbezweifelbar sein, dass es einen anderen Weg zu dieser Sicherheit nicht gibt.» Tun und Unterlassen fällt auf einen selbst zurück, und die Geschichte lehrt, dass es schnell gehen kann.

    Zur Diskussion
  • Die Burka ist nicht das Problem

    Den Initianten des Burkaverbots geht es um die Zeichnung eines bedrohlichen Islams, den sie für die Inszenierung ihres Kulturkampfs brauchen. Um Frauenrechte ging es ihnen noch NIE. Dieser Missbrauch der Emanzipation für Diskriminierung ist widerlich. Und es ist verblüffend, wieviele Zeit- und EidgenossInnen diesen Missbrauch nicht erkennen, wieviele sich immer wieder naiv in Debatten stürzen, und zwar so, als wären nicht schon die Voraussetzungen, die Rahmenbedingungen, die Fragestellungen, der Kontext von Debatten, kurz: gewisse Debatten selbst das Problem oder Teil des Problems. Es geht darum, dass man diese Debatte ebenfalls problematisiert, wenn man sich an ihr beteiligt. Sonst wird man/frau Gefangene(r) der Debatte, Gefangene(r) derer, die die Themen setzen und ihrer Motive, ihres Weltbildes im Horizont eines Kulturkampfes, und gibt die Deutungshoheit an diese Kulturkämpfer ab, die den Kulturkampf brauchen, um so etwas wie Identität zu entwickeln, die sie nicht aus sich selbst heraus entwickeln können, weil da drinnen in ihnen nichts ist, auf dem sich aufbauen liesse, und die immer einen Führer und Götzen brauchen, der ihnen den Weg weist.

    Zur Diskussion