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  • Machen Sie Platz, Madame! Guy Morin schielt auf Sibel Arslans Nationalratssitz

    Liebe Freunde und Freundinnen von den Grünen BS. Ich weiss, eine Partei muss sich immer wieder positionieren und, auch gegenüber ihren Verbündeten, profilieren. Ihr habt das zuletzt - m.E. sehr unglücklich - bei den Mieterschutz-Initiativen getan. Die Spätfolgen dieser Fehlspekulation werden sich in Grenzen halten, da Eure Kompetenz betreffend Mieter- und Wohnungspolitik gering ist. Falls Ihr aber versuchen solltet, Sibel Aslan mit Guy Morin zu verdrängen, riskiert Ihr am Wahltag nicht nur einen kleinen Reputation-Kratzer, sondern mit Sicherheit einen folgenschweren Rohrkrepierer. Rohrkrepierer darum, weil die Wahl zwischen einem unpopulären Ex-Regierungsrat und einer populären Nationalrätin natürlich zugunsten von letzterer ausgehen wird, und folgenschwer, weil Euch von da an das Heckenschützen-Image anhaften würde - keine gute Perspektive für das weitere Mitspielen in der rotgrünen Mannschaft.

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  • So wenig gemeinnützige Wohnungen baut Basel im Vergleich zu Zürich

    Ich denke, es besteht Konsens darüber, dass der gemeinnützige und soziale Wohnungsbau ein politisch linkes Anliegen ist, und vor diesem Hintergrund relativiert sich denn auch wieder einmal sehr deutlich die, von links und rechts natürlich unterschiedlich gepflegte, Selbstwahrnehmung von Basel als "linke", "rotgrüne" Stadt: Basel hinkt nämlich, nicht nur beim gemeinnützigen Wohnungsbau, regelmässig und deutlich hinter den meisten grösseren Schweizer Städten (Zürich, Bern, Lausanne, Genf, manchmal sogar St. Gallen) nach, eine These, die sich mit Blick auf die (städtischen) Abstimmungsresultate einfach und verlässlich verifizieren lässt.

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  • Racial Profiling: Polizei staunt über schlechtes Image im Lonely Planet

    Touristen sind weiss, allenfalls asiatischen Aussehens, gut gekleidet, allenfalls etwas hilflos und wenden sich bei Problemen vorzugsweise an die Polizei oder an die offiziellen Tourismusbüros. Mein Gott, Herr Yerguz, Berger und wie Sie in ihren Büros bei der Polizei und Tourismusorganisationen alle heissen: Revidieren und erweitern Sie bitte möglichst rasch Ihr Bild von Touristen und damit auch die Wahrnehmung Ihres engen beruflichen Umfelds und Ihres Tuns, sonst müssen Sie ernsthaft damit rechnen, nicht nur von mir , sondern auch von einer immer breiteren Öffentlichkeit als krasse Fehlbesetzungen eingeschätzt zu werden!

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  • Hunkeler trifft seinen Nachfolger, oder – Hansjörg Schneider wäscht Basel die Kappe

    Lieber Roland, meine Position ist die eines alten Linken und Gewerkschafters, der einst - wie Du - gegen AKWs und für die GSoA-Initiative gestimmt hat, obwohl dies Arbeitsplätze in den AKWs und in den Zeughäusern kostete, und ich habe - wie Du - das scheinheilige bürgerliche Argument des Arbeitsplatzverlustes auch bei diversen anderen Initiativen (z.B. 1:12-Initiative, Mindestlohninitiative) nicht gelten lassen. Bei der BaZ, auch BLOZ genannt, kommt dazu, dass die Zeitung im Lauf der letzten Jahre unter der Fuchtel eines dezidiert antigewerkschaftlichen Eigentümers die Belegschaft mehr als halbierte und dabei praktisch alle kritischen Journalist*innen systematisch in die Wüste schickte. Darum nochmals: Die Augen vor der Wirklichkeit nicht verschliessen!

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  • Wohninitiativen: «Ein sehr guter Tag für Mieterinnen und Mieter in Basel»

    Falsch! Solche Abstimmungen werden in der erlebten Realität, also ganz klar im Kopf entschieden - das ins Stammbuch all derer, die versuchen sollten, dieses eindeutige Resultat kleinzureden bzw. sich durch irgendein Hintertürchen aus der Verantwortung zu stehlen!

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  • Hunkeler trifft seinen Nachfolger, oder – Hansjörg Schneider wäscht Basel die Kappe

    Lieber Roland, ich verstehe sowohl Dich als auch den alten Schneider, denn Ihr beide habt in der BaZ hie und da etwas Gescheites schreiben dürfen. Aber deswegen sollte man den Blick vor der Wirklichkeit nicht ganz verlieren: Die BaZ war keine eigenständige Zeitung mehr, und zwischen die "Zeitung des Gegners ertragen" und "sich von einer Zeitung systematisch und wahrheitswidrig Anseichen zu lassen" gibt es einen grossen, emotional und rational entscheidenden Unterschied. Wenn ich daran denke, dass Schneider einst aus dem SAC ausgetreten ist, weil das SAC-Blättli ein Gedicht von ihm nicht abgedruckt hat, dann habe ich den leisen Verdacht, dass da einer im Glashaus sitzt und mit Steinen um sich schmeisst ....

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  • Frontenwechsel: LDP-Präsidentin will Manser-Film nicht im Regen stehen lassen

    Dem Film wäre das nötige zusätzliche Geld sicher zu gönnen, ob es nun - zumindest zum Teil - vom Basler Regierungsrat oder von anderswoher kommt. Frau von F. wäre es zu gönnen, dass sie die Fähigkeit entwickeln könnte, die Folgen ihres politischen Tuns langfristig besser abzuschätzen und dabei zu erkennen, dass der Staat in der Tat da ist, um Gutes zu ermöglichen. Und falls - was wir befürchten müssen - letzteres ein frommer Wunsch bleibt, wäre uns allen sehr zu gönnen, dass Politiker*innen vom Schlage einer Frau von F. in unserem Kanton auch künftig in der Minderheit bleiben.

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  • Zwei Stunden Streit um zwei Stunden längere Öffnungszeiten

    Lieber Herr Dinu Straussenkopf, sie haben auch schon Gescheitertes geschrieben - irgendwie steckt Ihr Gehirn in dieser Sache offenbar im Sand.

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  • Wir müssen nicht mit Faschos reden!

    Lieber Knackeboul, ich teile Ihren Zorn (ich schreibe hier absichtlich nicht Wut) über das Erstarken der braunen Rechten. Aber wir sollten deswegen nicht zu Gegen-Wutbürgern werden, sondern auch mit heissem Herz einen kühlen Kopf bewahren, denn zum einen gehört diese Rechte zur modernen Gesellschaft, ob es uns nun passt oder nicht, und zum anderen beinhaltet die Bewahrung des Friedens die Debatte, auch mit Leuten, die uns nicht sympathisch sind und aus irgendwelchen Gründen eine ganz andere Meinung haben als wir und unter denen es viele gibt, die (noch) nicht Faschos sind, sprich imstande sind, ihre Meinung zu ändern. Zudem schlage ich vor, nicht bei jeder Gelegenheit Vergleiche und Parallelen zur Entwicklung im Deutschland der Dreissigerjahre herzustellen, denn bei allen vordergründigen Ähnlichkeiten der Gedankengänge der heutigen Rechten sind die demokratischen Strukturen und Gegenkräfte heute unvergleichlich stärker und resistenter und die Distanz vom hasserfüllten Geschrei zum totalitären Stimmungsumschwung unvergleichlich grösser als damals. Trotzdem: Ich danke Ihnen für Ihren Mut, Widerliches widerlich zu nennen und hoffe, Sie bleiben weiterhin ein Mutbürger und werden nicht zum Gegen-Wutbürger.

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  • Ist das euer Ernst? Fetz und Jans versuchen, den bizarren Steuerdeal zu erklären

    Liebe Genossinnen und Genossen. So kommt's nicht gut! Es gibt keinen Zwang zum parlamentarischen Konsens. Lasst Euch deshalb nicht in die Lage manövrieren, den Leuten etwas verklickern zu wollen/zu müssen, das den Grundprinzipien der sozialen Gerechtigkeit und Fairness widerspricht.

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