ME
  • Wem die Stunde schlägt: Vom Sterben und Überleben der Lädeli rund um den Spalenberg

    Es gibt stets viele verschiedene Ursachen, weshalb ein Laden, ein Strassenzug oder eine ganze Stadt Frequenzänderungen verzeichnet. Nicht bei jedem wirkt sich die gleiche Ursache gleich aus. Tatsache ist, dass die Konkurrenz durch den Online-Handel überall zu spüren ist, es aber immer noch Standorte (z.B. im grenznahen Ausland) gibt, an denen die Umsätze stimmen. Wir alle müssen schauen, was wir in unserem Land, in unserem Kanton, in unserer Gemeinde, in unserem Laden tun können, um besser zu werden. Bei den Rahmenbedingungen gibt es Optimierungsmöglichkeiten: von der Öffnung der Agrarmärkte über einen verschärften Kampf gegen missbräuchliche Schweiz-Zuschläge bis zu liberaleren Ladenöffnungszeiten und einer pragmatischen Verkehrspolitik.

    Zur Diskussion
  • Wem die Stunde schlägt: Vom Sterben und Überleben der Lädeli rund um den Spalenberg

    In Baselland, Zürich und diversen anderen Kantonen gibt es keine kantonalen Ladenschlussbestimmungen. Die Detailhändler sind dort nur durch das Arbeitsgesetz beschränkt und dürfen montags bis samstags bis 23 Uhr offenhalten. Probleme sind mir keine bekannt. Die Läden machen einfach zu jenen Zeiten auf, die für sie wirtschaftlich Sinn ergeben. Und die Mitarbeiter/innen in diesen Kantonen leisten nicht mehr Wochenstunden als diejenigen bei uns.

    Zur Diskussion
  • Nur die Guggen dürfen weiter lärmen – neuer Schallschutz bedroht Beizen und Bars

    Lieber Setzer Veranstaltungen mit elektroakustisch verstärkter Musik sind in der Schweiz seit 1996 rechtlich geregelt. 2003 galt zum Publikumsschutz ein völlig weltfremder Grenzwert von 93 Dezibel, der in der Praxis schlicht nicht eingehalten werden konnte. Es dauerte neun Jahre, bis das BAG und der Bundesrat das endlich einsahen. Mit der 2007 revidierten, aktuell gültigen Schall- und Laserverordnung können Musik- und Tanzlokale einigermassen leben, d.h. sie können die Bestimmungen einhalten, ohne dass ihnen die Gäste davonlaufen. Nun drohen erneut Schikanen, die nur Technokraten am Schreibtisch aushecken konnten. Der Kreis der betroffenen Betriebe und Veranstaltungen würde durch die neuen Bestimmungen vervielfacht. Wieso soll eine Kneipe, die zwischendurch die Musik etwas lauter stellt, plötzlich mit teuren, regelmässig geeichten Geräten Schallaufzeichnungen vornehmen? Das wäre absolut unverhältnismässig! Zu erwähnen ist noch, dass 96 Dezibel wegen der logarithmischen Skala in etwa der doppelten Schallenergie wie 93 Dezibel entspricht. Gesundheitsschutz in Ehren, aber man kann aus allem eine Religion machen. Auch aus dem Lärmschutz.

    Zur Diskussion
  • Neuenburg hat jetzt einen Mindestlohn – zieht Basel nach?

    Ein staatlicher Mindestlohn, der wie in Neuenburg verschiedene allgemeinverbindlich erklärte Landesgesamtarbeitsverträge aushebelt, gefährdet die Sozialpartnerschaft. Er sabotiert zudem die Einstiegschancen von Geringqualifizierten – und von denen gibt es auch auf dem inländischen Arbeitsmarkt nicht wenige. Ein politisch motiviertes Fehlurteil des Bundesgerichts.

    Zur Diskussion
  • Basler Läden mit neuer Petition gegen hohe Importpreise

    Der Markt hat eben zwei Seiten. Erlaubt man den Anbietern, ihre Preise zu differenzieren, was ich durchaus richtig finde, so muss man den Nachfragern erlauben, dort einzukaufen, wo es für Sinn ergibt. Es geht nicht darum, Unternehmen zu zwingen, in der Schweiz zu ausländischen Preisen zu verkaufen. Es geht vielmehr darum, dass Nachfrager aus der Schweiz im Ausland zu den dort üblichen Preisen und Bedingungen bedient werden. Momentan werden Gewerbe- und Handelsfirmen faktisch oft gezwungen, in der Schweiz einzukaufen. So kommen hier aber keine Wettbewerbspreise zustande. Bestehen keine ausreichenden und zumutbaren Ausweichmöglichkeiten, muss der Staat die Beschaffungsfreiheit gewährleisten. Weg mit den missbräuchlichen Schweiz-Zuschlägen! Ja zu einer Präzisierung des Kartellgesetzes!

    Zur Diskussion
  • Der Gewerbeverband wird zum rechtsideologischen Monster

    Was das Kartellgesetz angeht, hat Herr Jans recht. Der SGV vertritt hier nicht die Interessen seiner Mitgliederbasis, sondern diejenigen von Importeuren und Grosskonzernen. Ansonsten leistet der Gewerbeverband aber hervorragende Arbeit, finde ich. Allerdings sollte Herr Jans noch erwähnen, dass die Kartellgesetzrevision auch von vielen Linken vehement bekämpft wird. Offenbar sind den Gewerkschaftern die Arbeitsplätze in den Konzernzentralen wichtiger als diejenigen im Detailhandel, im Gastgewerbe und anderen KMU. Eine SVP-Unterwanderung des Gewerbeverbands kann ich nicht feststellen. Der Verband hat sich gegen die Masseneinwanderungsinitiative eingesetzt und legt sich auch immer wieder mit den Bauern an. Im kantonalen Vorstand in Basel hat es übrigens CVP- und FDP-Leute, meines Wissens aber keine SVP-Mitglieder.

    Zur Diskussion
  • Denner importiert Coca-Cola aus Tschechien und senkt Preise

    Denner leistet mit seiner Aktion einen Beitrag gegen die Hochpreisinsel. Offenbar ist es aber auch einem grossen Discounter nicht möglich, offiziell bei ausländischen Abfüllern zu Originalbedingungen einzukaufen - sonst wäre die Ware noch viel günstiger. Es braucht dringend eine Regelung im Kartellgesetz, die sicherstellt, dass Nachfrager aus der Schweiz im Ausland nicht diskriminiert werden. Nur wenn das Vertriebssystem von Coca-Cola unter Druck gesetzt wird, entstehen Wettbewerbspreise. Andernfalls werden Kartellrenten erzielt und die hiesige Kaufkraft abgeschöpft. Das Argument mit den Arbeitsplätzen verfängt nicht, denn die Hochpreisinsel ist schuld daran, dass Teile unserer Wirtschaft international nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Die Konsumenten stimmen schon lange mit den Füssen ab - den standortgebundenen Unternehmen ist das kaum möglich.

    Zur Diskussion
  • Der grosse Ausverkauf

    Die Fakten und Gründe des "Ladensterbens" stimmen wahrscheinlich. Doch wie bringt man es in einem ausführlichen Artikel fertig, die Verkehrsprobleme auszuklammern? Auch Detailhändler und Gastronomen hätten Freude an einer autofreien Innenstadt, wenn es genügend günstige Parkplätze in vernünftiger Gehdistanz gäbe. Welche Distanzen "vernünftig" sind, entscheiden einzig die Konsumenten - und nicht Städteplaner.

    Zur Diskussion
  • Boom dank Schlupflöchern

    Hier wird ein interessantes Thema aufgegriffen, dass bei vertiefter Recherche noch mehr hergäbe. Die Franchisenehmer von Avec, Migrolino und Pronto sowie deren Familienangehörige schuften oft sehr viel, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen. Valora, Migros und Coop lassen ihren Shop-Pächtern kaum Freiheiten. Bei klassischen Arbeitnehmern würde man wohl von prekären Verhältnissen reden.

    Zur Diskussion
  • Die Nähe macht es aus

    Man kann es drehen und wenden, wie man will: Einzig die Konsumeninnen und Konsumenten entscheiden, ob eine Gehdistanz zum Zentrum akzeptiert wird. Das sogenannte "City-Parking" beim Spital fällt bei den meisten durch. Wir brauchen in Basel dringend zusätzliche, nicht all zu teure Parkplätze in der Nähe der Fussgängerzonen. Die Parkhäuser Storchen, Steinen, Heuwaage und Claramatte sind zu oft belegt - und zu teuer.

    Zur Diskussion