• Traurig schöne Kinderwelt

    Da kommen wir eigentlich nicht drumherum. Mit Ueberbehüten versucht man das immer mehr so weitgehend wie möglich auszuklammern. Das schützt den Leib des Kindes. Die Seele droht dabei zu ersticken. Ein kleines Wesen will sich aber von der ersten Stunde an entfalten und lernt durch Erfahrungen gute, wie schlechte. Beides gehört dazu. Meine beiden Töchter sind heute um die dreissig. Als sie noch klein waren, kamen sie eine Zeitlang jeden Tag einmal, manchmal noch mehr, schreiend nach hause. Sie waren voller Ameisen. Ich stellte sie in die Badwanne, zog ihnen die Kleider aus und duschte sie. Nach ein paar Tagen, fragte ich sie, wie sie zu den Ameisen kommen. Sie brachten mich zu dem Rasen. Am Rand zu der Strasse war ein Ameisenhaufen. Setzt Euch da nicht mehr hin. - Aber die sind so gut. - Sie schnappten sich die Ameisen und zerbissen sie und spuckten sie wieder aus. - Warum macht ihr das. Das schmeckt so fein sauer. - Ab sofort könnt ihr selber schauen, wie ihr die Ameisen wieder loskriegt. Ich mache das nicht mehr. Sie kamen nie mehr mit Ameisen nach hause. So konnten sie noch vieles andere lernen. - Wichtige Erfahrungen, um mit der Welt vertraut zu werden. Ich hatte in dieser Zeit auch extrem wenig Geld. Auf die Fürsorge hatte ich verzichtet. Ich sammelte Abfall, vom Haushalt, in Containern von Hobbyläden im Sperrgut und Baustellen. Es ist unglaublich, was Kinder für eine Phantasie entwickeln, wenn man sie machen lässt und zwischendurch selbst mitmacht. Sie haben auch wunderschöne Collagen gemacht. Einmal als sie so schön dran waren, ging ich in die Küche, um zu kochen. Es wurde so verdächtig still. Meine ältere Tochter zeigte mir voller Begeisterung ihre Collage - eine Frau mit echten Haaren. Wunderschön war das. Ich brachte sie zum Spiegel. Eine Seite ihres Kopfes war ganz kahl. Sie war ziemlich entsetzt. Ich schnitt ihr die andere Hälfte auch noch und tröstete sie, dass das wieder nachwachse. Diese Unglücksfälle waren die Ausnahme, aber sie haben sehr viel dabei gelernt dabei. Vor allem meine jüngere Tochter sagte später immer wieder mal, dass sie eine sehr reiche und anregende Kindheit hatte.

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  • RSS-Feeds für Blogs und Rubriken

    Ich bin bei vielem beim PC ein wenig ahnungslos. Das mit den RSS-Feed tönt gut. Aber was muss ich da alles anklicken? Und wo bekomme dann die Informationen? Eine verzweifelte Userin.

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  • Die Trottel-Kampagne

    Der Blick ist nach wie vor eine auflagenstarke Zeitung. (Ich hoffe, dass ich da richtig informiert bin.) Soviele verschiedene Menschen es gibt, soviele Bedürfinisse gibt es. Ganz offensichtlich ist bei vielen Menschen ein Bedürfnis nach solchen Geschichten und der Art wie sie präsentiert werden. Das Licht provoziert immer die Dunkelheit. Das kann man überall sehen. Die Frage ist, wie wir damit umgehen.

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  • Wir stehen an einem totalen Neubeginn – und haben nicht den Mut, nach vorne zu schauen!

    Ich war heute an dieser Demo und habe bei dieser Gelegenheit den Schreiber dieses Artikels kennen gelernt. Das gibt in gutes Gefühl, andere Menschen kennen zu lernen, die überzeugt sind, dass uns etwas ganz Neues aus der Zukunft entgegenkommt. Es kann ja nicht anders sein, als dass sich diese verzweifelte Löchterstopferei in der Finanzwelt einmal selbst in den Schwanz beisst und alles wie ein Kartenhaus zusammenbricht.

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  • Zehn goldene Regeln für Zugreisende

    Dieser Artikel ist sehr pointiert geschrieben und zeigt deshalb sehr deutlich, um was es da denn überhaupt geht. Wenn man sich folgendes verinnerlicht: "Füge niemand etwas zu, was Du nicht selbst willst, was man Dir tut!" Dann erübrigen sich solche Vorschriften. Es gibt offenbar noch etliche, die sich nicht genug in die Lage des Gegenübers versetzen können. Ich fahre nun fast nie Zug. Aber das Gleiche gilt ja auch für Tram und Bus. Wenn es jede Menge Platz hat, lege ich mein Gepäck neben mich, füllt sich das Tram langsam, lege ich es auf den Boden. Habe ich mal einen grösseren Transport, achte ich darauf, den auf Zeiten zu verlegen, wo die Trams eher schwach besetzt sind. Etwas fällt mir schon lange immer mehr auf. Es hatte da schon ein paar Beiträge, wo ich mich zurückgehalten habe. Einerseits wird immer mehr dereguliert, wie Elektrisch, Post und Telefonie. Andererseits wird auf anderen Gebieten immer mehr reguliert, wie z.B. hier. Das betrifft aber noch viele andere Gebiete. Ich denke da auch an den Beitrag von den Jungen, die demonstriert hatten. Im allgemeinen Maisntream, dass alles glänzen muss, bleibt für sie einfach nicht mehr genug Platz, dass sie auf ihre eigene Weise ihren Platt im Leben finden können.

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  • Vor 25 Jahren hielt Basel den Atem an

    Ich wohnte damals in Ettingen. In dieser Nacht vertrug ich die BaZ wie immer. Zu Beginn war alles wie immer. Bald fiel mir auf: Kein Tram fährt mehr - komisch. Ich ging weiter von Briefkasten zu Briefkasten und warf die Zeigung ein. Plötzlich sah ich immer mehr Lichter in den Wohnungen und Häusern - sehr ungewöhnlich für einen Samstag. Ich schaute zurück und stellte fest, dass Menschen herausrannten, sich die Zeitung schnappten und wieder verschwanden. Einige hatten einen Schutz vor dem Mund - sehr ungewöhnlich - noch mehr - sehr beunruhigend. Ich machte weiter. Da hörte ich eine Sirene in einem Nachbardorf. Was ist da wohl passiert. Dann von einem anderen Dorf - dann noch von einem weiteren - dann von überall her. Nur in Ettingen bleiben die Sirenen still. Jetzt bekam ich echt angst. Ich versuchte jemand zu erwischen, der die Zeitung am Briefkasten holte - ohne Erfolg. Es wurde immer unheimlicher. Ich bekam es mit der Angst zu tun. Ich überlegte hin und her: Nach hause gehen oder weitermachen. Ich entschloss mich für's Weitermachen. Mir zitterten die Knie und der Atem stockte immer mehr. Die Hände gehorchten mir schlechter beim Einwerfen der Zeitungen. Endlich war ich fertig. Ich ging nach hause. Im Treppenaus öffnete eine Nachbarin die Türe. Entzetzt fragte sie mich: "Haben Sie die Zeitung vertragen?" - Ich: "Na klar! Wie immer!" Sie: "Jetzt sind sie wahrscheinlich vergiftet!" Ich schaute sie fragend an und dachte bei mir: Die ist nicht ganz bei Trost. Dann erzählte sie mir kurz, was sie wusste. Ich: "Ja dann hole ich noch schnell meine Rüelbi auf der Terasse." Sie: "Zu spät, die sind jetzt schon vergiftet." Ich ging in meine Wohnung und stellte den Radio an und hörte nun die Geschichte von offizieller Seite. Für mich dachte ich: So schlimm kann es bis jetzt nicht gewesen sein. Ich lebe ja noch. Vorsichtshalber stellte ich das Nachttischlämpli ins Badzimmer, weil die Ventilation immer einschaltete, wenn man das Licht anzündete, weil ich in den Nachrichten hörte man sollte die Ventilationen ausschalten. Dann weckte ich die Kinder. Und weil ich am Radio nicht hörte, die Kinder zuhause zu lassen, schickte ich sie in die Schule. Dann legte ich mich hin, um mich vom Schrecken der Nacht zu erholen.

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  • Vor 25 Jahren hielt Basel den Atem an

    Ich wohnte damals in Ettingen. In dieser Nacht vertrug ich die BaZ wie immer. Zu Beginn war alles wie immer. Bald fiel mir auf: Kein Tram fährt mehr - komisch. Ich ging weiter von Briefkasten zu Briefkasten und warf die Zeigung ein. Plötzlich sah ich immer mehr Lichter in den Wohnungen und Häusern - sehr ungewöhnlich für einen Samstag. Ich schaute zurück und stellte fest, dass Menschen herausrannten, sich die Zeitung schnappten und wieder verschwanden. Einige hatten einen Schutz vor dem Mund - sehr ungewöhnlich - noch mehr - sehr beunruhigend. Ich machte weiter. Da hörte ich eine Sirene in einem Nachbardorf. Was ist da wohl passiert. Dann von einem anderen Dorf - dann noch von einem weiteren - dann von überall her. Nur in Ettingen bleiben die Sirenen still. Jetzt bekam ich echt angst. Ich versuchte jemand zu erwischen, der die Zeitung am Briefkasten holte - ohne Erfolg. Es wurde immer unheimlicher. Ich bekam es mit der Angst zu tun. Ich überlegte hin und her: Nach hause gehen oder weitermachen. Ich entschloss mich für's Weitermachen. Mir zitterten die Knie und der Atem stockte immer mehr. Die Hände gehorchten mir schlechter beim Einwerfen der Zeitungen. Endlich war ich fertig. Ich ging nach hause. Im Treppenaus öffnete eine Nachbarin die Türe. Entzetzt fragte sie mich: "Haben Sie die Zeitung vertragen?" - Ich: "Na klar! Wie immer!" Sie: "Jetzt sind sie wahrscheinlich vergiftet!" Ich schaute sie fragend an und dachte bei mir: Die ist nicht ganz bei Trost. Dann erzählte sie mir kurz, was sie wusste. Ich: "Ja dann hole ich noch schnell meine Rüelbi auf der Terasse." Sie: "Zu spät, die sind jetzt schon vergiftet." Ich ging in meine Wohnung und stellte den Radio an und hörte nun die Geschichte von offizieller Seite. Für mich dachte ich: So schlimm kann es bis jetzt nicht gewesen sein. Ich lebe ja noch. Vorsichtshalber stellte ich das Nachttischlämpli ins Badzimmer, weil die Ventilation immer einschaltete, wenn man das Licht anzündete, weil ich in den Nachrichten hörte man sollte die Ventilationen ausschalten. Dann weckte ich die Kinder. Und weil ich am Radio nicht hörte, die Kinder zuhause zu lassen, schickte ich sie in die Schule. Dann legte ich mich hin, um mich vom Schrecken der Nacht zu erholen.

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  • Vor 25 Jahren hielt Basel den Atem an

    Ich wohnte damals in Ettingen. In dieser Nacht vertrug ich die BaZ wie immer. Zu Beginn war alles wie immer. Bald fiel mir auf: Kein Tram fährt mehr - komisch. Ich ging weiter von Briefkasten zu Briefkasten und warf die Zeigung ein. Plötzlich sah ich immer mehr Lichter in den Wohnungen und Häusern - sehr ungewöhnlich für einen Samstag. Ich schaute zurück und stellte fest, dass Menschen herausrannten, sich die Zeitung schnappten und wieder verschwanden. Einige hatten einen Schutz vor dem Mund - sehr ungewöhnlich - noch mehr - sehr beunruhigend. Ich machte weiter. Da hörte ich eine Sirene in einem Nachbardorf. Was ist da wohl passiert. Dann von einem anderen Dorf - dann noch von einem weiteren - dann von überall her. Nur in Ettingen bleiben die Sirenen still. Jetzt bekam ich echt angst. Ich versuchte jemand zu erwischen, der die Zeitung am Briefkasten holte - ohne Erfolg. Es wurde immer unheimlicher. Ich bekam es mit der Angst zu tun. Ich überlegte hin und her: Nach hause gehen oder weitermachen. Ich entschloss mich für's Weitermachen. Mir zitterten die Knie und der Atem stockte immer mehr. Die Hände gehorchten mir schlechter beim Einwerfen der Zeitungen. Endlich war ich fertig. Ich ging nach hause. Im Treppenaus öffnete eine Nachbarin die Türe. Entzetzt fragte sie mich: "Haben Sie die Zeitung vertragen?" - Ich: "Na klar! Wie immer!" Sie: "Jetzt sind sie wahrscheinlich vergiftet!" Ich schaute sie fragend an und dachte bei mir: Die ist nicht ganz bei Trost. Dann erzählte sie mir kurz, was sie wusste. Ich: "Ja dann hole ich noch schnell meine Rüelbi auf der Terasse." Sie: "Zu spät, die sind jetzt schon vergiftet." Ich ging in meine Wohnung und stellte den Radio an und hörte nun die Geschichte von offizieller Seite. Für mich dachte ich: So schlimm kann es bis jetzt nicht gewesen sein. Ich lebe ja noch. Vorsichtshalber stellte ich das Nachttischlämpli ins Badzimmer, weil die Ventilation immer einschaltete, wenn man das Licht anzündete, weil ich in den Nachrichten hörte man sollte die Ventilationen ausschalten. Dann weckte ich die Kinder. Und weil ich am Radio nicht hörte, die Kinder zuhause zu lassen, schickte ich sie in die Schule. Dann legte ich mich hin, um mich vom Schrecken der Nacht zu erholen.

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