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  • Vollgeld-Initiative: Was soll das sein?

    Zur Klärung: SNB-Reseven können nur an Finanzunternehmen gezahlt oder verliehen werden, die ein Konto bei der SNB haben. Abgesehen davon können sie niemandem übertragen werden.

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  • Vollgeld-Initiative: Was soll das sein?

    Hier eine vollständigere Darstellung als im Artikel: Die Banken würden im Vollgeld-System endlich das tun, was man uns immer erzählt hat: Sie besorgen sich Geld von Sparern (oder der SNB) und verleihen es weiter und von der Zinsdifferenz leben sie. Dies ist heute nicht der Fall: Banken können keine eingezahlten Gelder weitergeben (ausser es würde alles mit Bargeld ablaufen, aber das ist schon lange nicht mehr so, Bargeld macht nur 10 % der Geldmenge aus). Die Weitervergabe von Spargeldern ist nämlich mit Buchgeld bilanztechnisch gar nicht möglich: Buchgeld ist eine Schuld der Bank gegenüber ihrem Kunden. Eine Schuld kann man nicht weitervergeben. Schon gar nicht gegen Zins! Das ist eigentlich jedem (ohne jegliches ökonomisches Wissen) klar. Heute kann eine Bank einfach einen Kredit vergeben und damit neues Buchgeld herstellen. Erst danach muss sie ggf. 2,5% des selber geschöpften Geldes in Form von SNB-Reserven besitzen. D. h.: Die Kreditnehmer der Bank zahlt auf bswp. 100.- 8% Zinsen (= 8.-). Die Bank muss dafür aber der Nationalbank nicht auf 100.- Zinsen zahlen, sondern nur auf 2.50. Hätten die Banken auch 8% auf die SNB-Reserven zu zahlen, müssten sie also selber nur -.20 (= 2.50 * 8 %) bezahlen. Da aber die Banken einen tieferen Zinssatz für die SNB-Reserven zahlen, heisst das: Die Bank nimmt 8.- Zinsen vom Kunden ein, muss aber weniger als -.20 dafür zahlen. Ein super Geschäft. Im aktellen Zinsumfeld ist es noch verreckter: Die Banken zahlen ca. 0 % auf die SNB-Reserven und die Kreditzinsen die die Bankunden zahlen müssen, sind kaum gesunken. Vollgeld ist kinderleicht zu verstehen. Nur das jetzige System ist extrem kompliziert.

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  • Vollgeld-Initiative: Was soll das sein?

    Weshalb behauptet dieser Ökonom im Interview, dass die Banken Geld ihrer oder der SNB weitergeben würden? Das stimmt einfach nicht. Es gibt dafür genug Belege: https://www.vollgeld-initiative.ch/wie-entsteht-geld/ Er hat also das heutige Geldsystem nicht verstanden und sieht gar nicht, wie viel einfacher und vernünftiger Vollgeld ist. Gibt die SNB heute Geld an Banken, so handelt es sich um SNB-Giroguthaben (=Reserven) und die können die Banken nur untereinander austauschen, da sie ein Konto bei der SNB haben. Sie können sie nicht weiterverleihen. Aber sie können dann den 40-fachen Betrag an eigenem Buchgeld aus dem Nichts schöpfen und an Nichtbanken vergeben. Erst mit Vollgeld gäbe es nur noch eine Art und einen einzigen Geldkreislauf für Banken, SNB und normale Wirtschaftsteilnehmer.

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  • Vollgeld-Initiative: Was soll das sein?

    Thomas Jordan hat sich dagegen ausgesprochen. Es gibt auch SNB-Ökonomen, die dafür sind. Herr Jordans Ablehnung hat damit zu tun, dass Teile der SNB konsequent die Erklärungen der Initianten ignoriert und die Initiative in wesentlichen Punkten falsch versteht/verstehen will. Das Verrückte dabei ist, dass die SNB mit Vollgeld die Geldmenge optimal steuern könnte, was heute keiner behauptet, der das heutige System verstanden hat.

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