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  • Hunde, Randständige und ein Kultvelo

    Die ganze Basler Innerstadt in Grossbasel hat nicht einen Spielplatz. Wenn man Kinder hat ist die Basler Innerstadt höchst unattraktiv. Wer hingeht, muss sich beeilen und schnellstmöglich das Nötigste einkaufen und dann nichts wie weg. Es lädt nichts zum Verweilen ein. Die Freie Strasse ist ein Unort, der einen nur dazu motiviert möglichst schnell durchzurennen ohne anzuhalten. Keine Cafés, keine Bänke, kein Spielplatz. Das Leben in Basel spielt im Gundeli, Kleinbasel und sogar im Neubad ist seit Neustem mehr los für Familien.

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  • So wollen Basler Detailhändler die Kundschaft wieder in ihre Läden bringen

    Die kaufkräftigen Kunden im Alter von 30-50 haben heute oft kleine Kinder, weil viele erst nach festem Sitz im Beruf Eltern werden. Deshalb verstehe ich nicht, wieso etablierte Modehäuser nicht auf den Trend reagieren und ihre Geschäfte familienfreundlicher gestalten. Das ganze Ladendesign orientiert sich an Teenagern oder Singles. Früher gab es noch diese tollen Schuhläden mit den Rutschbahnen und den Kinderspielecken, wo wir als Kinder uns die Zeit vertrieben haben während Mama uns die Schuhe aussuchte. Jetzt sind die Läden vor allem eng und laut. Mit zwei quengelnden Kleinkindern ist das Einkaufen jedoch eine Tortur, deshalb ziehen viele Eltern Läden wie ToietMoi, DreiKäseHoch usw. vor, wo man entspannter einkaufen kann. Zalando ist der Hit, weil man entspannt abends, wenn die Kinder im Bett sind noch Schuhe, Kleider usw. einkaufen kann. Ich wollte Kinderschuhe kaufen. In Basel habe ich 3 Läden abgeklappert auf der Suche nach zwei Paar robusten, wasserfesten und qualitativ hochwertigen Sneakern/Halbschuhen Grösse 28 aus Leder. Keine Chance. Grösse 28 überall ausverkauft, die Regale leer. Beim etablierten Online-Schuhhändler kein Problem. Wicky ist auch cool weil es dort genug Platz hat um den Nachwuchs mit einem Buch auf den Boden zu setzen und den Kinderwagen hinzustellen.

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  • Die Basler Innenstadt muss dringend aufholen

    Also die Expats gehen auf jeden Fall alle bei Hieber in DE einkaufen. Dort ist wochenends und auch während der Woche richtiges Familientreffen. :) Was die Messebesucher angeht frage ich mich, wieso jemand in der Freien Strasse einkaufen soll, wenn er doch sowieso die Woche drauf in London ist. Wer sich das Zeug dort leisten kann, kann sich auch den Shopping Flug nach London oder den TGV nach Paris leisten und hat dort mehr Auswahl...

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  • Per Crowdfunding zum iPad-Halter der Begierde

    Ich würde auch sehr gerne hingehen! :D

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  • Mehr Arbeiterkinder an die Unis!

    In der Grundschule fiel mir zu meiner Zeit schon auf, dass je nach Herkunft die Kinder ein unterschiedliches Freizeitverhalten hatten. Während die Arbeiterkinder den ganzen Nachmittag draussen spielen durften, musste ich Akademikerkind zuhause sitzen und Matheaufgaben machen. Ich dachte damals, dass die anderen Kinder so viel gescheiter sind als ich, dass die das nicht brauchen. Bis dann das Zeugnis kam und ich die Zweitbeste in der Klasse war und die anderen zum Teil nicht mal versetzt wurden! Heute ist es doch auch so: gebildete Kinder gehen ins Ballett, in den Geigenunterricht und sind total verplant und auf Leistung getrimmt, während arme Kinder eine freie scheinbar sorglose Kindheit draussen haben, aber die Zeche dafür später im Beruf bezahlen müssen. Es geht darum Chancengleichheit zu schaffen, aber das fängt bei den Eltern an. Viele bildungsferne Eltern werden schimpfen, dass man ihren Kindern die Kindheit stiehlt, wenn sie nicht mehr den ganzen Nachmittag draussen rumhängen (oder vor der PS4 gamen) dürfen, dass sie verhungern, wenn sie keine Cola und Chips bekommen, sondern Gemüse (das hat mir neulich tatsächlich eine sehr bildungsferne hiesige Mutter so gesagt). In der Kita meines Sohnes hat es nur Akademikerkinder, weil die meisten bildungsfernen Mütter es absolut ungeheuerlich finden würden, ihr Kind in einer strukturierten Umgebung fremdbetreuen zu lassen (wenn dann nur von Oma oder höchstens eine Tagesmami aus dem gleichen Milieu). Schon da findet die Segregation statt, weil Kompetenzen welche andere Kinder erst im Kindergarten erlernen, bereits schon mit 3 Jahren vorhanden und eingeübt sind (Einfügen in die Gruppe, stilles Arbeiten für sich, Sprachkompetenz auf Deutsch und Englisch). Dieser Keil verstärkt die Segregation zwischen den Klassen. Nur Kita-Plätze zu schaffen wird hieran nichts ändern, da die ganze Kultur der Arbeiterschicht mit Argwohn auf Kitas schaut und gänzlich andere Vorstellungen von einer glücklichen Kindheit hat als die Akademikerfamillie, wo das Kind auch mal diszipliniert wird und nach Leistungsbereitschaft bemessen wird.

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  • Das Nein zu «Wohnen für alle» ist eine klare Schlappe für die Linke

    Wer leidet in Basel unter Wohnungsnot? Es sind arme Menschen, alleinlebende alte Menschen, IV-Bezüger, junge Menschen (Lehrlinge/Studenten oftmals verschuldet und mit Betreibungsregister-Eintrag). Ein Grossteil dieser armen Menschen hat keinen Schweizer Pass und hätte gar nicht abstimmen können. Basel hat einen ausländischen Bevölkerungsanteil von 34% die nicht abstimmen können, wenn man da noch Kinder, Behinderte und sehr alte demente Menschen dazuzählt, sind wohl fast 50% der Bevölkerung von Basel nicht stimmberechtigt. Von diesen 50% sind sicher die Hälfte der Menschen politisch desinteressiert. Also ist es am Ende eine kleine Minderheit, welche den demokratischen Prozess nutzt, um seine Anliegen bekannt zu machen. Dies verzerrt auch die Politik in Basel, da diese sich immer mehr an einer Elfenbeinturm-Sicht orientiert, welche das tatächliche Elend im Kleinbasel und St. Johann, die Armut vieler Sozialhilfebezüger und IV-Rentenempfänger und die 700 Obdachlosen der Stadt ausblendet, da dies nicht in eine schillernde Pharma-Utopie gestaltet von Herzog und de Meuron mit glitzernder Glassfassade passt. Es ist selbstredend, dass die SP-Politiker aus Basel in beschaulichen Quartieren wie dem Neubad, dem Bruderholz, Bachletten und Wettstein wohnen, aber kaum im Kleinbasel, Gundeli oder St. Johann. Deshalb auch die abstruse Idee mit den Wohn-Genossenschaften. Versuchen Sie mal als mittellose und/oder ausländische Person in eine Genossenschaft aufgenommen zu werden. Dass alte, behinderte und mittellose junge Menschen eine Genossenschaftswohnung (inkl. Einkauf in die Genossenschaft) berappen müssen war sehr realitätsfremd.

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  • Die Baslerinnen und Basler brauchen immer mehr Platz

    Liebes Chröttli, man kann eben nicht den Feufer und s'Weggli haben. Basel möchte diese Leute ja reinholen, ist aber zeitgleich nicht in der Lage genug Wohnraum für alle zu gewährleisten. Also werden Familien mit Kindern aus den Wohnungen geschmissen (wie auch ich), damit diese günstige Wohnung renoviert und dann wieder für ein Mehrfaches vermietet werden kann. Ich wurde nach 10 Jahren aus meiner Wohnung geschmissen, wie auch unsere Nachbarsfamilie. Weil die Wohnung von Grund auf saniert wird... Ich habe in meinem Quartier gesehen, dass Mehrfamilienhäuser von reichen Leuten gekauft, luxuriös umgebaut und als Einfamilienhäuser genutzt werden (hätte grad 3 Beispiele im Gundeli). Dabei hätten mind. drei Familien in diesem Haus Platz. Das einzige was greift ist, dass man leere Räume besteuert. D.h. Pro Person 1 Raum à 20m2, plus Wohnzimmer 30m2, plus Arbeitszimmer wenn man selbständig erwerbend ist. Jeder Zusatzzimmer wird hoch besteuert. So kommt es nicht mehr vor, dass ein Topmanager sich aus einem alten StadtMFH ein Luxushaus baut, und dafür drei Familien auf der Strasse stehen. Hier müsste auch eine Aufsicht des Baudepartements wirken, dass MFHs nicht als EFHs benutzt werden dürfen.

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  • Ein Schlag ins Gesicht der Behinderten

    Beunruhigend, in der Tat. Ist es aber nicht offensichtlich, dass die Stadt versucht Arme, Behinderte und Alte ins Umland zu vertreiben? Es gibt kaum mehr Wohnraum für benachteiligte Menschen, sie sollen doch woanders hingehen. Kaum auf dem Land werden sie von Gemeinde zu Gemeinde geschoben, teilweise müssen ganze Familien in einem Zimmer unterkommen, weil sie keine Wahl haben. Hier zeigt sich klar, dass Grün nichts mehr mit sozial gemein hat, sondern vor allem der Ästhetik dient. In einer von Herzog und de Meuron gestalteten ästhetischen grünen Stadt, der Metropolis Basel, sollen bitte nur schöne, reiche, intelligente Menschen wohnen, die brav Steuern zahlen und die schönen Künste zu schätzen wissen. So wie im Mittelalter, als man die Armen mit dem Stadtbann belegte und in die Vororte oder aufs Land verbannte. Vielleicht sollte man Menschen auch wieder als "vogelfrei" erklären können, diese könnten sich in den Wäldern des Solothurn oder Jura ja Holzhütten bauen und darin hausen. Aber gehört zur Stadt nicht der Austausch von Ideen? Wie langweilig ist die Homogenität einer Stadt, wo alle gleich ticken. Ich dachte, Basel ticke anders? Es ist Zeit für günstigen Wohnraum für Familien, für Alleinerziehende, für Behinderte und für arme Migranten. Ich persönlich halte nichts vom Genossenschaftsbau, weil dort nur Menschen, die der Genossenschaft genehm sind eine Wohnung finden: das heisst Staatsangestellte, rot-grün wählend, keine Ausländer, zum Teil sogar keine kleinen Kinder. Also unbrauchbar für die Wohnungsnot in Basel.

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  • Die Baslerinnen und Basler brauchen immer mehr Platz

    Es liegt ja wohl auch an den gut betuchten Zuzügern, die sich einen gewissen Standard gewöhnt sind. Wenn die Eltern und Grosseltern in grossen Stadthäusern oder Landhäusern lebten, will man in der Stadt zumindest eine grosse Wohnung haben. Niemand zieht aus einem 400m2 Haus in den USA freiwillig in eine 60m2 Wohnung. Die Meisten guten Steuerzahler sind sich Platz gewöhnt und fordern diesen auch ein. Man muss also nicht nur die Anzahl der Leute berücksichtigen, sondern auch ihre demografische Verteilung und woher sie kommen und welchen Standard sie erwarten. Wir könnten unsere Pharmamitarbeiter ja aus HongKong oder Tokyo holen, dann würden 80m2 für eine Familie möglicherweise genügen.

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  • «Einfach Basel»: Auf der Suche nach Perlen der Stadt

    Meine Perle ist der kleine Feinkostladen unter dem Restaurant Stucki auf dem Bruderholz, wo man für wenig Geld Leckereien wie Caramel-Salzbuttercreme und Choko-Orangenkuchen mit Grand Marnier bekommt... Mjam!

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