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  • Der gefährlichste Satz unserer Zeit

    Gerade obige Feststellung, wir hätten ein Problem zu lösen, ist höchst willkürlich. Gibt es nicht viel gravierendere gesellschaftliche Probleme zu lösen, als Vertriebene, die sich ein besseres Leben wünschen? Vergleicht man den finanziellen Schaden, so wäre es volkswirtschaftlich enorm viel dringender, sämtliche Steuerabflüsse und -Hinterziehungen, Offshore-Geschäfte und Lobby-Schmiergelder vollständig aufzudecken. Oder hegt jemand ernsthaft Zweifel daran, dass diese die tatsächlichen Auslöser der weltweiten Krisen sind? Warum gilt dann zum Thema Bankgeheimnis nicht: Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu fürchten? Dabei käme garantiert ans Licht, dass die saubere Schweiz das Elend in jenen Ländern mitverursacht, von wo aus die Flüchtlinge hierherkommen. Das Beispiel Fussballstadion hinkt insofern, als Menschen mit Datenschutzbewusstsein auch da grosse Vorbehalte anbringen. Zu guter letzt sei einmal angemerkt, dass die Gesetzgebung eines Landes derart ins Unrecht abdriften kann, dass ethisches Handeln ein Verfolgungsgrund wird (s. Naziregime, frauenfeindliche Gesetze, Nothilfe in der CH usw.) Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten - gilt das auch im KZ? Ich sage nur: Wehret den Anfängen.

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