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  • Brian Wilson: Ein Schatten seiner selbst

    Dass Brian Wilson einen langen Leidensweg hinter sich hat, ist allgemein bekannt. Trotzdem begeistert er mit seiner toll eingespielten Band die Massen. Viele seiner Stücke sind zeitlos - auch solche, die nach Pet Sounds entstanden sind. Sicher gibt er nicht den Vortänzer oder interagiert auf eine Weise mit dem Publikum, wie es ein Mick Jagger noch macht. Dafür geht Wilson voll in seiner Musik auf. Als Zuschauer spürt man sein spannendes Verhältnis zum Dargebotenen als auch zum Publikum. Man hat das Gefühl nicht nur eine Band vor sich zu sehen, sondern vielmehr Freunde, die jede einzelne Note der Meisterwerke genießen, die sie da spielen. Insofern ist es mir egal, ob Brian Wilson tanzt, mit den Fingern schnippt oder starr vor sich hinschaut. Die Magie ist immer noch zu fühlen. Die Liebe zur Musik überdauert eben auch 50 Jahre mit allen Hochs und Tiefs.

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