PAB
  • Geliebtes Feindbild: Muslime als willkommene Gegner für die Retter des Abendlandes

    Herr Kreis… Sie meinen also, man müsse den Islam respektieren, obwohl er noch mehr als die christliche Religion Menschen, damit meine ich Frauen, Homosexuelle etc., diskriminiert und deshalb, wie ich meine, auch gegen Menschenrecht verstösst? Das kann ich nicht. Ich kann ihn höchstens, wie alle anderen Religionen auch, tolerieren. Tolerieren, weil wohl Menschen tatsächlich (immer noch) nicht fähig sind, (im Sinne der Aufklärung und der Vernunft) selbstständig zu denken, Diskriminierungen ernst zu nehmen und zu erkennen und deshalb von Religionen unabhängig zu werden. Denn eine Religion müsste meiner Meinung nach, sollte ich sie respektieren können, mindestens in Bezug auf das Geschlechter-Denken menschachtend sein. Oder wie sollte ich eine Religion respektieren, ja sogar vielleicht verehren können, wenn sie Menschen diskriminiert und in ihrem Wert unterscheidet? Auch der Gottesbegriff selbst, der nur von einem Männlichen ausgeht, ist diskriminierend. Diskriminierend, weil wohl auch nicht der Realität entsprechend. Sie meinen zwar, man sollte den Islam (wie wohl alle anderen Religionen auch?) respektieren, weil er den Menschen Halt gibt? Das ist aber ein sehr schwaches Argument. Denn auch die SVP gibt Menschen Halt. So müsste ich also Ihrer Ansicht nach auch die SVP respektieren (oder sogar auch verehren)? Doch auch das kann ich nicht. Auch die SVP kann ich höchstens tolerieren. Nämlich tolerieren als Teil eines demokratischen Rechtsverständnisses. Ich meine also: Es ist gut, wenn man gegen jede Art von „Islamophobie“ vorgeht, aber mehr als unverständlich, wenn man gleichzeitig die Realität weg- oder gutredet. Denn ein aufklärerischer, aufgeklärter Mensch bleibt Realist, nur ein verklärter Mensch selbst verdeckt die Wahrheit.

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