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  • Polizei löst unbewilligte Demo für Flüchtlinge mit Gummischrot auf

    Der Versuch einer Antwort auf Ihre Frage, aus meiner Sicht, die keinen allgemein gültigen Anspruch erhebt. Ein Kirchenasyl dient dazu, das Thema Migration und die Not der betroffenen Menschen sichtbar zu machen und eine Auseinandersetzung mit dem Thema in der Gesellschaft zu bewirken. Dass mit der aktuellen Gesetzgebung mit Ausschaffungen zu rechnen ist, ist klar, und das ist das eigentliche Thema: das Asylrecht wurde in den letzten Jahren zunehmend eingeschränkt, Fluchtgründe werden gewertet und die meisten Gründe abgewertet (Wirtschaftsflüchtlinge), man beruft sich auf unsinnige und unmenschliche Gesetze (Dublin Abkommen, Schengenstaaten) und was bleibt ist Abschottung, Abschreckung bis hin zu Gewalt. No border, no nation ist radikal, vielleicht ein Ideal oder einfach der Versuch die Welt neu zu gestalten. Wir sollten versuchen, uns der Herausforderung zu stellen, die Migration zu anerkennen anstatt ständig gegen die Realität anzukämpfen, denn Migration ist eine Realität, immer schon. Ausserdem ein Menschenrecht. Niemand sagt, es sei einfach, aber wir alle tragen dazu bei wie die Welt ist, und wir alle können dazu beitragen, sie zu gestalten. Let's do it!

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  • Wie der Kanton um seine Pharma-Firmen kämpft

    Die Frage, die sich mir beim Lesen des Artikels aufdrängt, ist, wie "man" gedenkt, die absehbaren Steuerausfälle in Milliardenhöhe zu kompensieren? Ist das auch schon Thema der Verhandlungen oder werden dann wieder schnell, schnell ein paar Sparprogramme verordnet, wenn das Loch in der Kasse manifest wird??

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  • Trotz Negativzinsen und starkem Franken – den Banken gehts blendend

    Super, den Banken gehts gut - das ist ja die Hauptsache!! Die ArbeiterInnen, die ihre Stelle verloren haben oder aber für weniger Lohn länger arbeiten müssen oder ihren Lohn neuerdings in Euro erhalten wird diese "Neuigkeit" bestimmt besonders freuen.

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  • Kulturstadt Jetzt wehrt sich gegen Bass-Vorschriften in Clubs

    @ Bajass Ein Angriff auf die Freiheit?!? Falls dies ernst gemeint ist, sei die Frage erlaubt, welche Freiheit oder vielmehr WESSEN Freiheit denn hier gemeint ist? Und wer ist "uns"?? Ihr Kommentar zeugt nicht gerade von Toleranz und genau da fangen die Probleme jeweils an - wäre es möglich, dass Menschen ihre unterschiedlichen Vorstellungen des Lebens einvernehmlich miteinander klären könnten, wäre so manches Gesetz obsolet. Leider aber zeigt die Realität, dass dies eben nicht möglich ist und geregelt werden muss, damit alle einigermassen zu ihrem Recht kommen.

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  • Kulturstadt Jetzt wehrt sich gegen Bass-Vorschriften in Clubs

    Auch wenn das mit der Information vom AUE wieder nicht so gut gelaufen ist, die Bässe dürfen und müssen in einer Stadt thematisiert werden. Denn bei genauer Betrachtung sind Bässe nicht nur Töne, sondern versetzen auch die Umgebung in Schwingung - was bei HörerInnen und Tanzenden selbstredend ein erwünschter Effekt ist. Für das Umfeld, gerade wenn ein Club Nachbarn hat die wohnen und nicht clubben, können solche Schwingungen aber auch belastend sein. Wir wissen alle, dass in der elektronischen Musik die Bässe tatsächlich sehr dominant sind - zusätzlich verstärkt wird dieser Effekt durch hochpotente und leistungsfähige Musikanlagen. Ich stelle jedenfalls fest, dass oft nur das Wummern von Bässen zu hören (oder eben zu spüren!) ist, ohne dass ansonsten ein Laut der Musik hörbar wird - die Lautstärke, gemeint sind die dB A, ist also nicht das Problem. Von daher kann ich nachvollziehen, dass heute differenziertere Messwerte erfasst und Grenzwerte angepasst werden (müssen). Vielleicht ginge es einfach darum, miteinander ins Gespräch zu kommen? Möglicherweise kann mit der am 20. Mai geplanten Podiumsdiskussion ein erster Schritt in diese Richtung getan werden?

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  • Das Leiden der Vietnamesen nimmt kein Ende

    Danke für diesen Beitrag gegen das Vergessen! Es ist schändlich, dass die Verantwortlichen noch heute einen Zusammenhang zwischen dem durch schwerste Krankheiten verursachten Leid der Betroffenen und den Agent Orange Einsätzen abstreiten, keine Konsequenzen zu tragen haben und die Familien mit ihren kranken Angehörigen, finanziell und medizinisch unterversorgt, einfach sich selbst überlassen. Und das obwohl die verhängnisvollen Schädigungen durch Dioxin wissenschaftlich belegt sind, schon in kleinsten Dosen.

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  • Gegner der Erbschaftssteuer sehen «Erfolgsmodell Schweiz» in Gefahr

    Wie so häufig werden mit fadenscheinigen Argumenten ("... Hürde bei der ohnehin schwierigen Nachfolgeregelung von Unternehmen.") und bedrohlichen Szenarien ("...gefährdet das Erfolgsmodell Schweiz" - ich kanns nicht mehr hören!) Pfründe und Privilegien verteidigt. Dass die "Armen und sozial Schwachen" vom Reichtum der Reichen profitieren und weniger arm sein werden, wie dies die Trickle down Theorie weismachen will, ist eindeutig widerlegt, siehe http://www.srf.ch/sendungen/dok/die-superreichen-und-die-anderen

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  • «Ich komme jedes Mal gestärkt aus diesen Geschichten heraus»

    @ Dependenz Versuch einer Antwort auf eine seltsame Frage Frau Arsalan lebt seit ihrem 11.Lebensjahr in der Schweiz, sie war also ein Kind als sie hierher kam. Durch Schule, Uni, soziale Kontakte und vieles andere mehr wurde sie den Rest ihrer Kindheit in der Schweiz "sozialisiert", wie das so schön heisst. Frau Arsalan hat sich darauf eingelassen, hier zu leben, sie ist ihren Weg gegangen und hat sich zu einer engagierten Bürgerin entwickelt, die sich aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben beteiligt und zwar in dem Land, in dem sie lebt - mir erscheint das alles ziemlich logisch. Was mich im Gegenzug interessieren würde ist folgendes: Wie können Sie sich als Erdenbürger bezeichnen, während Sie Frau Arsalan dafür kritisieren, sich in "politische schweizerische angelegenheiten" einzumischen?? Und nehmen Sie in der Türkei und in Nicaragua nicht auch in irgendeiner Form Einfluss auf das öffentliche und soziale Leben? Ihre "schlichte, ehrlich gemeinte frage" kommt bei mir (und offenbar auch bei Anderen) eher als schlecht getarnte Fremdemfeindlichkeit an, was so gar nicht zu einem Erdenbürger passen will, oder?

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  • Jan Gehl: «Architekten wissen zu wenig über Menschen»

    Endlich mal ein vernünftiger Architekt! Vielen Dank für dieses Interview. Dass Architekten beim Planen nicht an die Menschen denken, äussert sich zuweilen in geradezu absurder Form. Beispielsweise die Fachhochschule mit 3-4 Etagen, die nur im Parterre über (viel zu wenige) Toiletten verfügt. Oder die Nationalbibliothek ("ein städtebaulicher Wurf") mit Glasfassaden (ein konservatorischer Blödsinn), welche die Erhaltung von Kulturschätzen extrem erschweren, selbst wenn das Glas mit UV Filtern ausgestattet ist. Oder auch das Schulungszentrum, bei dem die Cafeteria vergessen wurde - nachträglich wird sie noch irgendwie reingequetscht - das Resultat ist hässlich, ungemütlich und unzulänglich für die Bedürfnisse der Lehrenden und Lernenden. Und, und, und, es gäbe sicher viele weitere Beispiele. Wenn schon beim einzelnen Gebäude nicht an die Menschen gedacht wird, kann wohl nicht erwartet werden, dass der Mensch bei der Stadtplanung berücksichtigt wird. Ich sehe da ein grosses Defizit in der Ausbildung von Architekten und Stadtplanern, darum: Danke sehr Herr Gehl, das Sie sich in dieser Sache engagieren, das lässt doch hoffen!

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  • Gerüchteküche um Blocher und die NZZ

    Rückblick:ich erinnere mich noch sehr lebhaft an den "Eiertanz" bei der Übernahme der BaZ, nur um so lange wie möglich geheim zu halten, dass es letztlich Blocher war, der die Zeitung gekauft hatte. Die penetrante und über Monate andauernde Heimlichtuerei zeugt vom verschrobenen Demokratieverständnis einiger sehr reicher Männer, die mit ihrem Geld offenbar nichts Besseres anzufangen wissen, als alles kaputt zu kaufen. Die Leserschaft fühlte sich zu Recht für blöd verkauft. So gesehen ist es nicht wirlich überraschend, wenn nun Befürchtungen laut werden, dass sich diesselbe Geschichte in Zürich wiederholen könnte, gerade auch angesichts Blochers Andeutungen (in vier Wochen bla bla bla) und des (über-) eifrigen Engagements von Herrn Köppel. Mit Verschwörungstheorien hat das nichts zu tun. Vielleicht sollte sich die NZZ vor einem allfälligen Verkaufs-Entscheid die Abozahlen- Entwicklung der BaZ zu Gemüte führen?

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